Abdichtung Kabel WU-Beton Keller

    • Abdichtung Kabel WU-Beton Keller

      Liebe Bauexperten,

      unser Elektriker hat leider :pfusch: gemacht. Wir bauen an einem Hanggrundstück und er hat an der Stelle zum Garten (wo die Kellerwand zum Großteil an kein Erdreich anschließt) viel zu tief nach außen gebohrt, um Stromkabel nach außen zu führen. Dabei hätte ein Blick nach draußen genügt, um zu sehen, wo in etwa Erde angeschüttet wird und die Bohrung hätte 50cm höher ausgeführt werden können. Abgedichtet hat er es zudem außen an der Noppenfolie! ;(



      Ende vom Lied nach den ersten starken Regenfällen: Wassereintritt im Keller



      Wir hatten vom Elektriker danach verlangt, das ganze mit wasserdichten Kabeldurchführungen zu korrigieren. Seine Antwort: "Dafür braucht man Kernbohrungen, das machen wir nicht." Jetzt hat er stattdessen Expansionsharz der Marke T**git M3000 eingesetzt. Dieser wurde von beiden Seiten eingespritzt, so wie es der Hersteller verlangt. Jetzt ist die Frage: ist das eine Art der Abdichtung, die wir akzeptieren können?

      Unser Baugrundgutachten sagt, dass alle erdberührenden Bauteile gegen aufstauendes Sickerwasser abzudichten sind. Der Hersteller des Expansionsharzes verlangt bei drückendem Wasser die Verwendung eines Dichtschlauches, der nicht verwendet wurde. Müssen wir auf diesen Dichtschlauch bestehen oder ist auf dieser Höhe des Erdreiches nicht mit drückendem Wasser zu rechnen sondern nur mit Bodenfeuchte?

      Danke mal wieder für eure Unterstützung!
    • Die Ausführung musst du nicht akzeptieren - Mängelrüge mit der Forderung nach a.R.d.T abzudichten. Da sollen sich aber die Experten drüber auslassen, was in dem Falle a.R.d.T ist ;)
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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    • ER muss Euch belegen, dass seine Arbeit fachgerecht ist, nicht Ihr. Insofern quatschen lassen, Auffordern abzustellen und gut ist das.
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    • Ich ging davon aus, dass Du vom Elektriker sprichst. Aber Euer SV muss dazu doch Stellung nehmen? Das geht ja wohl kaum ohne den Hinweis, nicht fachgerecht und wie es sein sollte?
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    • schließe mich Kalles Antwort an.
      Es kann gut gehen, ist aber keine Ausführung nach den ardt , bzw. nicht nach der geschuldeten mittleren Art und Güte.
      Was gehen wurde ist Kabel wieder raus, Loch mit zugelassenen Ersatzstoffen verschließen, Neues Loch an geeigneter Stelle.
      Oder eine von außen zu setzende Klebemanschette mit abesiv
      öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    • Tigu schrieb:

      Abgedichtet hat er es zudem außen an der Noppenfolie!
      hallo
      das ist doch wohl ein witz??
      wenn das kabel noch so lose wie auf dem bild rumliegt dann kann er auch noch kabelabdichtungen einbauen.
      google mal wasserdichte kabeleinführung.

      gruss aus de palz

      Tigu schrieb:

      Seine Antwort: "Dafür braucht man Kernbohrungen, das machen wir nicht."
      dann soll er halt die finger weg lassen, jetzt ist er in der pflicht und soll sich drum kümmern.
    • Carden Mark schrieb:

      schließe mich Kalles Antwort an.
      Es kann gut gehen, ist aber keine Ausführung nach den ardt , bzw. nicht nach der geschuldeten mittleren Art und Güte.
      Was gehen wurde ist Kabel wieder raus, Loch mit zugelassenen Ersatzstoffen verschließen, Neues Loch an geeigneter Stelle.
      Oder eine von außen zu setzende Klebemanschette mit abesiv

      Danke! Kann ich das mit irgendetwas untermauern? WU-Beton Richtlinie oder ähnliches?
    • Tigu schrieb:

      Unser Baugrundgutachten sagt, dass alle erdberührenden Bauteile gegen aufstauendes Sickerwasser abzudichten sind. Der Hersteller des Expansionsharzes verlangt bei drückendem Wasser die Verwendung eines Dichtschlauches, der nicht verwendet wurde.
      Aufstauendes Sickerwasser ist kein drückendes Wasser.
      Was steht in der Montageanleitung bei Einsatz ohne Dichtschlauch ?

      Wer lesen kann ist im Vorteil !

      Genau dafür reichts noch ohne Dichtschlauch ....

      Gruß
      Achim Kaiser
    • Uhh, wieso gleich so patzig?

      Dort steht: zur Befestigung und dauerhaften Abdichtung gegen nicht drückendes Wasser gemäß DIN 18195 Lastfall 4 ohne Dichtschlauch. Für Lastfall 6 brauchts den Dichtschlauch.

      Bei aufstauendem Sickerwasser drückt doch auch Wasser, nur eben nicht ständig wie bei Grundwasser!?
    • kabel raus und die bestehenden bohrungen mit einer kernbohrung überbohren, Do....adichtung für kabeldurchführung und dann ist es dicht.

      wenn der eli keine kernbohrung macht, dann unternehmen herholen, die das von berufswegen machen. den bohrdurchmesser benennt dir der eli, wenn er den durchmesser des dichtelements kennt.
    • Wenn der Maschinenfuß an der Wand angedübelt wird braucht es i.d.R. keinen Führungsbohrer in der Mitte der Krone. Dann muss man sich nur zusätzlich einen Kopf machen, wie man die Dübellöcher wieder fachgerecht verschließt.

      Möglicherweise hat sich durch die Herstellung der Baugrube und der Auffüllung auch der Lastfall geändert. Nicht nur Bodenfeuchte / zeitweiliges Sickerwasser, sondern mehr als das, da evtl. Wasser über befestigte Flächen fließt und sich in der aufgefüllten Baugrube sammelt.

      Bei der Variante "neues Loch" bitte auch vor dem Verschließen der Fehlbohrung darauf achten dass entsprechen gereinigt und aufgerauht wird.

      Gruß
      Holger
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
      Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
      (Andreas Marti; Schweizer)
    • Hallo

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      Ist ja schon eine Weile vergangen. Was ist passiert? Wie wurde es gelöst?

      Du schreibst, dass ca. 50cm es auch gereicht hätte. Sieht so aus, als wäre das dann aber im Bereich des Sockel gewesen und somit dann sichtbar, oder wird
      hier in diesem Bereich so hoch aufgefüllt?

      Nichts desto trotz...auffüllen hin oder her:
      Du schreibst ja folgendes:
      "Unser Baugrundgutachten sagt, dass alle erdberührenden Bauteile gegen aufstauendes Sickerwasser abzudichten sind."

      Wie muss/sollte denn eine fachgerechte Durchführung/Abdichtung aussehen?

      Klassisches Beispiel:

      Innen Schalter für die Beleuchtung im Garten.

      Besten Dank

      Stefan
    • -vv please, welcher Vorschlag ist Unsinn? Lichtschalter innen zum Schalten einer Aussenbeleuchtung ist ja nicht so ungewoehnlich. Für einzelne Kabel kann die Wanddurchführung bei geringen Anforderungen an die Druckwasserdichtheit auch ohne Ringraumdichtung realisiert werden. Warmschrumpfeinfuehrung wäre eine Variante.
    • Ich habe neulich gesehen, wie Kabelnetzbetreiber die Hauseinführungen der Micro-Rohre für FTTH-Anschlüsse abdichten. Die reinigen das Bohrloch nicht, sie blasen es nicht aus, sie spritzen einfach ein PU Expansionsharz in den Ringraum welches nach dem Einfüllen aufschäumt. Kappe außen drauf. Fertig. Da kennen die nix. Da fragt auch keiner nach Grundwasser oder nach Weißer Wanne. Die machen das einfach.
      Gruß
      Holger
      --
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