Ytong Wand mit einem WDVS Dämmen / erneuern

    • Ytong Wand mit einem WDVS Dämmen / erneuern

      Hallo Experten,

      durch meine neuen Fenster / Rollläden musste die Aussenfassade leider etwas leiden. Auch ist das Weiß schon lange nicht mehr weiß.

      Kurze Informationen zum Haus:
      Bj. 1975
      West und Ostseite Vollklinker und dahinter Ytong 17,5cm
      Nord/Südseite 24cm Ytong mit Aussenputz (um diese Seiten geht es)

      Vorab, im Rahmen meiner neuen Fenster, welche über die KfW Finanziert wurden, kam auch ein Energieberater mit ins Spiel. Dieser hatte mir schon Tipps zur Ausführung gegeben.

      Weil das Internet so schön ist findet man wieder ganz viele Meinungen und Grafiken für alles. So auch zu meiner Frage, welche mir aber nicht richtig beantwortet werden konnte.

      Ich werde meine Nord/Südseite Dämmen/erneuern. Dazu wurde mir ein WDVS System empfohlen.

      Ich möchte folgend vorgehen:
      Durch meine Kellersanierung habe ich die XPS 100 Dämmplatten bis übers Erdreich geführt , welche mir als Auflage dienen. Darauf kommen bis unter die Decke / Bodenplatte des 1OG die EPS 032 Platten. Weiter hoch geht es nicht, da dass Dach dort anfängt. So schließe ich auch endlich eine Wärmebrücke der Decke zur Aussenluft.

      Über die Fenster kommt ein Brandkeil aus Mineralwolle, sicher ist sicher.

      Aufgrund der voranstreitenen Technik, auch im Bau, muss alles diffusionsoffen sein (so kommt es mir vor).
      PS, XPS ist es aber nicht. Und schwups, viele Meinungen und Grafiken. Also habe auch ich den U-Wert Rechner benutzt und meinen Aufbau einmal eingegeben



      Im Prinzip nicht schlecht oder? Bei den Ytong bin ich mir nicht sicher wegen der Kg pro m2. Eine Fuge habe ich auch nicht wirklich, schaut "geklebt" aus. Denke das ist aber nebensächlich.

      Nun lese ich, auch im alten Experten Forum, sowas wie "wer macht seine Wand schon diffusionsdicht". Aber genau das passiert doch wenn man EPS /XPS verwendet. Auf der anderen Seite lesen ich das Neubauten in Ytong mit WDVS (sinn erstmal egal) geplant wurden?

      Mein Energieberater/Architekt für meine Fenster meinte auch, dass es vollkommen reicht (auch wegen der Wärmebrücke in den Fenstern).

      Was sind Eure Ratschläge, auch bezüglich eventuellen Tauwasser?

      Bin gespannt,

      Gruß Nero
    • Zuerst einmal würde ich mich von den Infos verabschieden, die EPS als "diffusionsdicht" bezeichnen, denn das ist so nicht korrekt.
      Schau Dir mal den Wasserdampf-Diffusionswiderstand an, dann wird Dir auffallen, dass EPS gar nicht so "dicht" ist wie fälschlicherweise oft behauptet wird. Neop. wie es für WDVS zur Anwendung kommt, liegt bei einem µ von um die 20/50, das würde ich nicht gerade als "diffusionsdicht" bezeichnen.

      Abgesehen davon sollte man sich fragen, wie wichtig die Wasserdampfdiffusion bei einem Wandaufbau ist. Richtig ist, dass der Aufbau nach außen möglichst diffusionsoffen sein sollte, aber nicht weil Wasser durch die Wand hindurch diffundieren soll, sondern um sicherzustellen, dass die Wand wieder austrocknen kann falls mal Wasser in den Aufbau gelangen sollte.

      Ein WDVS auf Porenbeton wäre bei einem Neubau deswegen nicht sinnvoll, weil man da auf andere Varianten umsteigen könnte die zusätzliche Vorteile bieten (Bsp.: KS mit viel Masse, oder monolithisch). Im Bestand sieht die Sache anders aus. Hier geht es um die Betrachtung, ob ein veränderter Aufbau schadenträchtig wird. Das ist hier nicht der Fall (korrekte Verarbeitung vorausgesetzt).
    • Hallo,
      ok passt ja zur Aussage des Energieberater/Architekten.

      Meine Brandkeile sind mineralisch und ich wollte zuerst auch den Rest so aufbauen. Im letzten Schritt ist es halt, wie immer, eine Geldfrage. Da ich kein mehrstöckiges Haus habe wird es EPS werden, auch wenn ich gerne etwas Mineralisches genommen hätte.

      Danke jedenfalls für Eure Antworten.

      Gruß