Dachsanierung von außen

    • Dachsanierung von außen

      Hallo,


      Problemstellung:

      Mietshaus Baujahr 1957 mit Walmdach (ca. 480m² + Gauben)
      Sparrendicke 13cm
      Sparrenabstand 60cm
      Sparrenbreite 6-8cm

      Aufbau Spitzboden (Soll im Zuge der Dachsanierung ausgebaut werden):

      Ziegel
      Latte
      Sparren
      Raum

      Obergeschoss (bereits bewohnt):

      Ziegel
      Latte
      Sparren
      Heraklith
      ca. 2cm Putz
      Wohnraum

      Sanierungs-Konzept:

      Obergeschoss:

      Ziegel
      Unterspannbahn
      Aufdoppeln der Sparren auf 20cm (Bauing. hatte 18cm vorgeschlagen, aber laut u-wert-Rechner wird es knapp mit der EnEv )
      Dampfbremse von außen Sub and Top verlegen
      ggf. Matten zum Schutz vor Nägeln
      Dämmung wit GW ggf. Hanf (Ist das egal?)
      Heraklith

      Hier die Probleme, die sich für mich als Laie ergeben:

      - schwierige Verarbeitung der Bremse (natürlich vom Fachmann ausgeführt, aber trotzdem nicht leicht)
      - die Sparren sind oberseitig nicht gedämmt ---> Feuchtigkeit in diesem Bereich (?) (Dazu gibt es auch einen Artikel auf u-wert)

      Lösungsidee:

      A) Von B**** gibt es eine Folie mit einstellbarem SD-Wert, sodass laut Hersteller das "Sparren-Problem" gelöst wird.
      B) Aufdopplung auf der Dampfbremse montieren
      C)Aufdoppeln auf 18cm und dann Holzfaserplatte.Ich habe jedoch etwas Angst,dass der Aufbau zu hoch wird und es Probleme mit den Gauben bzw. den Fenstern gitb.

      Alternative ?

      Spitzboden:

      Ähnlicher Aufbau nur Dampfbremse von Innen wie es auch normalerweise gemacht wird.

      Problem:

      Holzbalkendecke zwischen Obergeschoss und Spitzboden

      Lösungsidee

      mit Stellbrettern ggf. aus Styropor die Holzbalkendecke zu den Seiten abdichten und dann dämmen etc.



      Über eine Antwort würde ich mich freuen.


      Beste Grüße
    • Es gibt nur sehr wenig Dampfbremsen mit einer Zulassung für das sub/Top verfahren, die meisten benötigen noch eine zusätzliche Überdämmung und genau der Punkt wird meistens nicht eingehalten.
      Miwo via Hanf ist schon ein Unterschied in der WLG, also berechnen lassen. Auch Kostenmäßig ist der unterschied spürbar.
      Ich persönlich verarbeite nur zugelassene Produkte und hier wird die Marktübersicht schon stark geschrumpft. Unterdach bei uns immer aus HFD Platten und nur in den seltensten Fällen als Unterdeckbahn.
      Dämmung wird von uns fast ausschließlich als Einblasdämmung in Zellulose ausgeführt.
    • Lenov91 schrieb:

      Von B**** gibt es eine Folie mit einstellbarem SD-Wert, sodass laut Hersteller das "Sparren-Problem" gelöst wird.
      Macht den Sparren nicht wärmer, zu mal ich das aufgedoppel sinnlos finde, wenn sie nicht in einer Ertüchtigung der Statik begründet sind. Dann werden die in der Regel aber nicht oben aufgeschraubt, sondern seitlich befestigt.


      Lenov91 schrieb:

      B) Aufdopplung auf der Dampfbremse montieren
      Wieso dann keine Aufdachdämmung?


      Lenov91 schrieb:

      C)Aufdoppeln auf 18cm und dann Holzfaserplatte.Ich habe jedoch etwas Angst,dass der Aufbau zu hoch wird und es Probleme mit den Gauben bzw. den Fenstern gitb.
      Was sagt die Planung dazu? Aus der ergibt sich logischerweise Problemstellen, wenn sie inhaltlich richtig ist. Die Frage der "Dämmstärke" ist eine reine Investitionsrechnung. Lass Dir den Floh nicht ins Ohr setzen du hättest eine gewisse Stärke zu dämmen nach EnEv . Dem ist schlicht und ergreifend nicht so. EnEv konform ist der bestehende Sparrenquerschnitt mit Dämmmaterial min. WLS 035 zu befüllen. Ob sich also ein deutlich dickere Wärmedämmung lohnt ist eine reine Investitionsrechnung. Ausgaben zum Vergleich der Einsparung.

      Lenov91 schrieb:

      Holzbalkendecke zwischen Obergeschoss und Spitzboden
      Wo soll dort ein Problem sein? Mal abgesehen von der Einbindung der Zangen wenn Sup-and-Topverlegung angepeilt wird. Ein schlauer Mensch würde sich hier Gedanken machen und ggf. konstruktive Änderungen vornehmen um eine sichere Verlegung in Sup-and-Top zu gewährleisten. Ich spreche da aus Erfahrung, in der Regel wird erst bei Abriss der wahre Umfang sichtbar, den man tätigen muss um eine sichere Verlegung gewährleisten zu können. Oder man geht halt den Weg eine Dampfsperre über den Sparren zu verlegen und nach Berechnung entsprechend zu überdämmen. Viele Wege führen nach Rom.

      Wie solltest du vorgehen?:

      1. Schritt Wirtschaftlichkeit feststellen und daran festlegen wie viel Dämmung es sein sollte
      2. Schritt Konzept der Luftdichtigkeit festlegen. Sub-and-Top oder auf dem Sparren
      3. Schritt Statik klären
      4. Schritt LV ausarbeiten
      5. Schritt Ausschreiben und Preisvergleich

      Dazu solltest du Dir entsprechend kompetente Hilfe suchen.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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    • Hier muß ich ein kleines Veto einlegen. Ein ürsprünglicher 8/14, sollte gerne vernünftig aufgedoppelt werden und von oben in den Bestandssparren verschraubt werden.
      Eine Gefacherhöhung, wie z.B. durch das seitliche Beilegen einer Bohle, funktioniert nicht, da der Holzquerschnitt für die einhaltung der Randabstände der Vernaglung von Konter- und Traglattung nicht ausreicht. Bei höheren Querschnitten müßte man aufgrund der Scherkräfte die Hlzer verbolzen, was wiederum unwirtschftlich ist. Hinzu kommen geometrische Schwachstellen für das Dämmen mit Mattenförmiger Dämmung, ich habe zumindest noch nicht erlebt, das hier die Dämmung ausgespart wurde um Qutschungen des Materials zu verhindern. Herstellen der Luftdichtigkeit durch überspannen der Sparren mit einer LDB funktioniert nur bei sorptionsfähigen Dämmstoffen. Kontakt von Miwo zur LDB kann den Feuchteausgleich nicht im erforderlichen Umfang gewährleisten, es sind also Bauschäden wahrscheinlich.
      Entfällt natürlich bei Einblasdämmung mit Zellulose/Holzweichfaser
      Genau an diesem Punkt spielt die Einblasdämmung ihre absoluten Vorteile aus
      - Kein passgerechtes zuschneiden der Dämmung erforderlich
      -Dämmstärke quasie egal (ab 50cm ist andere Maschinentechnik gefragt)
      -deutlich wirtschaftlicher als Aufdachdämmsysteme
      -das Dach ist sofort nach dem Aufbringen der Unterdachplatten wieder Wetterfest. (Bei Miwo muß diese vorher noch zugeschnitten und eingebracht werden)
    • flocke schrieb:

      Herstellen der Luftdichtigkeit durch überspannen der Sparren mit einer LDB funktioniert nur bei sorptionsfähigen Dämmstoffen. Kontakt von Miwo zur LDB kann den Feuchteausgleich nicht im erforderlichen Umfang gewährleisten, es sind also Bauschäden wahrscheinlich.
      Wo steht das geschrieben? An einer LDB die warm ist kann auch kein Kondensat ausfallen. Tricky wird es doch erst wenn die Überdämmung nicht zum Querschnitt der im Gefach liegenden Dämmung gewählt wird.

      Zur Aufdopplung: Sie ist aus EnEv-Gründen schon nicht erforderlich. Wenn das Dach ausgehöht werden muss, dann mag das durchaus Sinn machen, da finde ich es seitlich aber besser, wenn auch ein Verbolzen nötig wäre für die dickere Bohle. Ich bleibe aber bei meiner Meinung, dass eine Aufdopplung bei der Sanierung keinen Sinn macht, wenn nur das Ziel ist mehr Dämmmaterial zu fassen. Bez. muss man das halt von Objekt zu Objekt unterscheiden. Oftmals wird aber doch die Aussage getätigt um mehr dämmendes Material zu fassen.

      14cm in WLS 032 mit einer 6cm HWF-Platte reicht für mein Dafürhalten schon aus um etwas gegen Wärmeverluste zu tun. Wer mehr will kann auch Styropor einsetzen als Unterdeckplatte (aber das sind wir beide wohl kein Freund von ;) ) Will man wirklich energetisch sanieren, dann müssen auch Punkte wie Fenster, Heizungsanlage und Fassade betrachtet werden. Was dann irgendwo zu einer Investition führt die sich Otto-Normalo nicht leisten wollen wird. Nur um an Ende ein paar m³ Liter Öl, Gas oder was auch immer zu sparen.
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    • Je geringer die Dämmstärken und die WLG, desto höher steigt das Bauschdenspotential, da jede Schwachstelle noch stärker ins Gewicht fällt.
      Der Kostenfaktor einer Aufdopplung ist gemessen an den Snierungskosten schon fast zu vernachlässigen und am Ende hat der Kunde ein Zeitgemäß gedämmtes Dach bei deutlich gestiegenem Wiederverkaufswert.
      Die LDB wird bei den gängigen Sanierungen oberhalb der Bestandsdämmung verlegt, liegt also nicht mehr im warmen Bereich. Vielleicht sprechen wir hier auch von unterschiedlichen Anwendungen, kann sein.
      Bei Überdeckung der Bestandsdämmung darf keine Luft unter der LDB sein, fehlstellen sind mit einem sorptionsfähigen Dämmstoff auzugleichen und es muß eine Überdämmung der LDB erfolgen. Für den genauen Nachweis müßte ich ein wenig suchen und dazu fehlt mir gerade die Zeit. Ich werde es Dir beizeiten mal zukommen lassen ;)
    • flocke schrieb:

      Je geringer die Dämmstärken und die WLG, desto höher steigt das Bauschdenspotential, da jede Schwachstelle noch stärker ins Gewicht fällt.
      Gebe ich dir Recht. WLG 040 gab es zu Zeiten da habe ich noch in die Windel gemacht. Die heutigen WLS von Miwo sind ja schon deutlich besser. Ich weiß, dass du beim Flocken mehr Querschnitt brauchst zwecks der schlechteren WLS .


      flocke schrieb:

      Die LDB wird bei den gängigen Sanierungen oberhalb der Bestandsdämmung verlegt, liegt also nicht mehr im warmen Bereich. Vielleicht sprechen wir hier auch von unterschiedlichen Anwendungen, kann sein.
      Ich vermute ja, weil ich hier von Systemaufbauten rede. Alte Dämmung verbleibt, zumindestens was wir ausführen, nicht. Die Unterdeckplatte besteht in der Regel aus einer Steinwolleplatte mit aufkaschierter UDB.

      Im Endeffekt ist es mühsig ohne Objektkenntnis das Beste aus den Möglichkeiten zu wählen. Aber vielleicht zieht der TE ja ein Fazit aus unserer Diskussion :D
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    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

      Habe ich es so richtig verstanden?

      Ziegel
      Lattung
      Holzfaserplatte welche dicke (35mm)? Das Dach sollt nicht zu sehr "wachsen"
      Sparren (auf 18cm aufgedoppelt. Aufdopplung deckungsgleich verschraubt)
      Einblasdämmung
      Dampfbremse sub-and-top. Man wird es ja nicht 100% dicht kriegen, ist das problematisch?

      Laut dem u-wert Rechner komme ich mit dem 13er Sparren + Dämmung + Holzfaserplatte auf ca 0,207 (Obergeschoss)?

      Wenn man keine Einblasdämmung nimmt, ist dann das Aufdoppeln auf die Folie in Ordnung?
    • Lenov91 schrieb:

      Habe ich es so richtig verstanden?

      nö. kannst auch nicht, weil das

      Kalle schrieb:

      Im Endeffekt ist es mühsig ohne Objektkenntnis das Beste aus den Möglichkeiten zu wählen
      auch noch nicht ganz stimmt: die eigentlich relevanten probleme werden
      erst bei einem ortstermin (oder 2 tage später) klar - und dann siehts wieder
      gaaanz anders aus. insbesondere übergänge, materialwechsel, randbereiche
      sorgen dann für andere beleuchtung, womöglich geht dann der spot auf
      robustere und erst langfristig günstigere lösungen.
    • Hallo,

      Was [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

      mls schrieb:

      Lenov91 schrieb:

      Habe ich es so richtig verstanden?
      nö. kannst auch nicht, weil das

      Kalle schrieb:

      Im Endeffekt ist es mühsig ohne Objektkenntnis das Beste aus den Möglichkeiten zu wählen
      auch noch nicht ganz stimmt: die eigentlich relevanten probleme werdenerst bei einem ortstermin (oder 2 tage später) klar - und dann siehts wieder
      gaaanz anders aus. insbesondere übergänge, materialwechsel, randbereiche
      sorgen dann für andere beleuchtung, womöglich geht dann der spot auf
      robustere und erst langfristig günstigere lösungen.
      Was ist denn eine robustere Lösung? Was ist mit langfristig günstiger gemeint?

      Ich will auch nicht zu sehr den Aufbau verschieben, weil ich ja sonst Probleme mit den Gauben bekommen würde.

      Durch die Heraklithplatten, die doch auch an der Decke vom Obergeschoss angebracht sind habe ich doch quasi eine Zelle. Das heißt ich muss nur an der Holzbalkendecke für Dichtigkeit sorgen.
      Da hab ich ja dann sowieso einen Übergang und kann ja dann den Spitzboden mit einer Dampfbremse von außen versehen, oder habe ich hier einen Denkfehler.
    • Lenov91 schrieb:

      Durch die Heraklithplatten, die doch auch an der Decke vom Obergeschoss angebracht sind habe ich doch quasi eine Zelle. Das heißt ich muss nur an der Holzbalkendecke für Dichtigkeit sorgen.
      Du musst eine zu definierenden Luftdichtigkeitsebene haben und kein Flickwerk aus unterschiedlichsten Werkstoffen. Eine Innenverkleidung kann solch eine Aufgabe übernehmen, da die aber auch verändert wird und über Löcher verfügen kann wäre eine richtige Luftdichtigkeitsebene erstrebenswert.

      Vermutlich redet mls davon die Innenverkleidung zu entfernen und von Innen zu dämmen, die Luftdichtigkeit herzustellen und anschließend neu zu verkleiden.
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    • Das würden wir ja gerne vermeiden!
      Das Obergeschoss ist ja vermietet. Glaube kaum, dass es bewohnbar bleibt, wenn man da die gesamten Heraklithplatten + Putz wegkloppt. Mann könnte auf Luftdichtheit prüfen und dann ggf. verspachteln
      Das ist schon eine ordentliche Flähce von der wir hier sprechen. Das müsste ja dann auch mit Gipskarton erneut verkleidet werden. Der Spitzboden soll ja auch ausgebaut werden.

      könnte man nicht auch einen Antrag auf Befreiung von der EnEv stellen und nur den Spitzboden machen, wenn es nicht von außen vernünftig möglich ist?
    • So wird das nicht's [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] Sicherlich könntest du dich nach §25 der EnEv befreien lassen wegen unbilliger Härte - durchkommen wirst Du damit aber nicht.

      Eine Innenverkleidung ist keine zuverlässige Luftdichtheitsebene. Heute nicht und auch zukünftig nicht. Es braucht eine Planung dies ist unabdingbar und auch kaum zu verhandeln. Mit etwas Spachtel ist es in keinem Fall getan - außer man will die Bauschäden provozieren und dann kann man sich gewiss seien, dass ein Weiterwohnen der Mietwohnung nicht mehr möglich ist.

      Nur das Konzept kann festlegen welche Methode die zielführende ist. Folgende sollte man also anhand des Objektes besprechen und abwägen:

      Verlegung über den Sparren mit Aufdachdämmung
      Verlegung als Sub-and-Top

      und dazu gehören dann alle anderen Details ebenso. Das wirst Du nicht mit einem kostenlosen Angebot bekommen, dazu muss sich jemand schon hinsetzen und Gedankenarbeit leisten. Dir steht es natürlich frei auf den Rat zu verzichten, das Geld zu sparen und am Ende den Ärger zu haben. Der Ärger kann zwar auch mit Planung kommen, wenn sie inhaltlich falsch ist, aber dann hat man wenigstens Verantwortliche die man haftbar machen kann. Im Gegensatz dazu, wenn das Gericht erst Mal klären muss in welches Handlungsfeld die Planung nun fällt.
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    • Danke schon mal für die Antworten!

      Es geht mir nicht darum den Planer zu sparen, der ist nötig und wichtig und ich werde das ganz sicher nicht alleine planen. Dessen bin ich mir auch bewusst, möchte aber auch gerne viele Meinungen und Anregungen, die man im Gespräch mit dem Planer diskutiert.

      Wie sind denn die Erfahrungen mit der Verlegung der Dampfbremse als Sub-and-Top. Meine Recherche hat ergeben, das eine perfekte Verlegung wohl unmöglich ist. So dass eine Luftdichtigkeit wohl nicht gegeben ist. Wenn mir aber jetzt einer sagt, dass er das schon 100mal gemacht hat, dann wäre ich hier auch beruhigt. Nach 10 Jahren wird der Planer wohl kaum noch haften.

      Wäre es denn besser einige Jahre zu warten, um dann das Obergeschoss zu sanieren, um eine Dampfbremse von innen anzubringen?

      Aufsparrendämmung wurde erstmal ausgeschlossen, weil es zu dick werden würde und es sich auf die Gauben etc. auswirken würde oder gibt es dafür eine Lösung?

      Es bleibt also nur die Sub-Top-Verlegung für das Obergeschoss, wenn wir nicht allen Mieter kündigen wollen Aber wenn das Erfahrungsmäßig nicht gut funktioniert, wäre es halt auch gut zu wissen, damit man das im Gespräch auch diskutieren kann. Was wären denn ggf. Lösungen, um die Dampfbremse Sub-and-Top perfekt zu verarbeiten?
    • Lenov91 schrieb:

      Mietshaus Baujahr 1957 mit Walmdach (ca. 480m² + Gauben)
      Sparrendicke 13cm
      Ortstermin, wie meine Vorredner (...-schreiber) schon richtig anmerkten ist unerlässlich um so etwas umfänglich beurteilen zu können.

      Grundsätzlich sehe ich auch keine Notwendigkeit die Sparren aufzudoppeln (außer natürlich der Statiker sagt, dass dies so sein müsse...logo...dann schon)., Ansonsten den vorhandenen Sparrenraum dämmen ( Miwo ) und oben drauf zB PU Platten.

      Das Erhöhen der Dachkonstruktionsdicke wirkt sich ganz erheblich aus. Die alten Häuschen hatten oftmals auch keine Konterlatten (weitere +40mm)

      Und nun wird der zitierte Passus wieder interessant....

      Walmdach (ca. 480m² + Gauben)

      Gauben haben ja gerne Fenster...sinnvollerweise. Und wenn man nun 18cm aufdoppelt und zusätzliche Maßnahmen (Konterlatte 4cmn) benötigt, die es früher evtl. nicht gab, dann kann sich die Brüstungshöhe mal ganz schnell um schnuckelige 34cm (bei 45° Dachneigung) erhöhen. Oder man bastelt irgendwelche Ausklinkungen ins Dach...wenn das denn geht.

      Kurz um: So etwas muss als ganzes betrachtet werden und nicht der eine rechnet irgendwas und der nächste baut irgendwas...und der Dritte staunt dann. Der Dritte bist dann Du!
    • Lenov91 schrieb:

      Es geht mir nicht darum den Planer zu sparen, der ist nötig und wichtig und ich werde das ganz sicher nicht alleine planen. Dessen bin ich mir auch bewusst, möchte aber auch gerne viele Meinungen und Anregungen, die man im Gespräch mit dem Planer diskutiert.
      Denkfehler Nummer Eins. Ich kann natürlich nachvollziehen, dass man Infos haben will. Jemand der von dir mit der Planung beauftragt wird handelt aber in deinem Interesse. Er verkauft ja kein Produkt an Dich. Der Planer hat die Aufgabe Dich zu beraten, nur dass er im Gegensatz zu uns Infos vor Ort zum Objekt sich verschaffen kann. Über was können wir also diskutieren? Grundsätzlichkeiten, mehr nicht. Man kann dir im Verständnis der Dinge helfe aber kein "was passt zu mir" beantworten.


      Lenov91 schrieb:

      Wie sind denn die Erfahrungen mit der Verlegung der Dampfbremse als Sub-and-Top. Meine Recherche hat ergeben, das eine perfekte Verlegung wohl unmöglich ist. So dass eine Luftdichtigkeit wohl nicht gegeben ist. Wenn mir aber jetzt einer sagt, dass er das schon 100mal gemacht hat, dann wäre ich hier auch beruhigt. Nach 10 Jahren wird der Planer wohl kaum noch haften.
      Ein wenig Naiv ist das aber schon oder nicht? Nimm es mir bitte nicht übel aber wenn hier jetzt einer sagt "das passt schon" dann ist die Welt rosa? ;) Sub-and-Top-Verlegung ist schon sehr schwierig und daher auch Zeitintensiv. Ich behaupte mal dass die Wenigstens der Dachdecker und Zimmerer die nötige Geduld und Ahnung haben. Geben tut es sie ohne Frage, geht halt aber auch des öfteren in die Hose.


      Lenov91 schrieb:

      Wäre es denn besser einige Jahre zu warten, um dann das Obergeschoss zu sanieren, um eine Dampfbremse von innen anzubringen?
      Das wäre eine sehr gute Idee, die maximale Sicherheit gibt. Aus welchem Grund muss das Dach denn gemacht werden, ist es undicht? Du hast geschrieben dass es vermietet ist. Ist es dass dann nicht mehr?


      Lenov91 schrieb:

      Aufsparrendämmung wurde erstmal ausgeschlossen, weil es zu dick werden würde und es sich auf die Gauben etc. auswirken würde oder gibt es dafür eine Lösung?
      Eine Kombination bringt nicht wesentlich mehr, als Du eh bei einer Sub-and-Top-Verlegung benötigen würdest. Höher kommst du eh und ob die Fensterhöhen noch passen muss man sehen. Gute Dachdecker/ Zimmerer bekommen auch so etwas gelöst. Geometrische Wärmebrücken sollte man natürlich schon in der Planungsphase aufspüren und konzeptionieren.

      Lenov91 schrieb:

      Es bleibt also nur die Sub-Top-Verlegung für das Obergeschoss, wenn wir nicht allen Mieter kündigen wollen Aber wenn das Erfahrungsmäßig nicht gut funktioniert, wäre es halt auch gut zu wissen, damit man das im Gespräch auch diskutieren kann. Was wären denn ggf. Lösungen, um die Dampfbremse Sub-and-Top perfekt zu verarbeiten?
      Fachregeln und DIN-Normen wollen von dieser Version Abstand nehmen, zu mindestens zeigt das meine Recherchen. Du verlangst eine Antwort die wir nicht leisten können. Das geht nur direkt am Objekt mit Kenntnis der Schnittstellen. Wenn ich Walmdach lese, würde ich persönlich eher zu der Variante über dem Sparren tendieren, als die Verlegung im Gefach. Allein schon weil ich die Anschlüsse von Grat zu Schiftern nicht herstellen muss.
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    • Danke für die Antwort,

      dass sehe ich ein.
      Mit der Beruhigung meinte ich das sowie bei einer OP. Eine Blinddarm-OP würde mich weniger beunruhigen, als eine Lungentransplantation etc. , welche mit höherer Wahrscheinlichkeit schief gehen kann.

      Die Aufsparrendämmung wäre also vllt. doch besser als die Sub-and-Top-Variante. Du sagst ja selber das diese öfters in die Hose geht.

      Aber das müsste dann der Planer mal alles durchrechnen. Sehe ich ein.

      Nochmal zur EnEv :

      Warum kann ich nicht einfach nur den Spitzboden dämmen und die obere Geschossdecke.

      Im Obergeschoss kann ich die Mieter nicht kündigen
      Man kann nicht verlagen, dass ich alle Dachschrägen abreisse. Das ist Wahnsinn!!!
      Sub-and-Top ist weit weg von optimal. Da müsste ich ein Handwerkerteam von pingeligen Pingeln erwischen.
      Aufsparrendämmung vllt. möglich aber 1. Sehr teuer 2. Möglicher Rattenschwanz

      Wäre da nicht eine Befreiung nur für die oberste Geschossdecke möglich?

      Das mal so als Notlösung. Aber ansonsten werde ich erstmal den Termin mit dem Planer abwarten!

      Besten Gruß
    • Lenov91 schrieb:

      dass sehe ich ein.
      Mit der Beruhigung meinte ich das sowie bei einer OP. Eine Blinddarm-OP würde mich weniger beunruhigen, als eine Lungentransplantation etc. , welche mit höherer Wahrscheinlichkeit schief gehen kann.
      Ich möchte mich hier nicht festlegen wollen, weil prinzipiell beides/ alles geht. Ich kann nicht sagen Sub-and-Top funktioniert nie, das wäre nicht richtig. Es kommt auf das Objekt an ob es funktioniert.


      Lenov91 schrieb:

      Die Aufsparrendämmung wäre also vllt. doch besser als die Sub-and-Top-Variante. Du sagst ja selber das diese öfters in die Hose geht.
      Eine Kombination aus zwischen und Aufdachdämmung - ja. Aber auch dies muss penibel auf die bauphysikalische Richtigkeit abgestellt sein (Tauwasserberechnung) und der Traufanschluss benötigt besonderes Augenmerk.


      Lenov91 schrieb:

      Warum kann ich nicht einfach nur den Spitzboden dämmen und die obere Geschossdecke.
      Du kannst die oberste Geschossdecke dämmen, das wäre legitim wenn du am Dach nichts weiter veränderst. Aber auch hier wäre die Luftdichtigkeit wieder ein entsprechend zu planendes Detail. Wird das Dach gemacht sind die bewohnten Dachschrägen auch fällig. Eine Verbindung zweier Luftdichtigkeitsebenen (Geschossdecke/Dach) ist nicht realisierbar.


      Lenov91 schrieb:

      Im Obergeschoss kann ich die Mieter nicht kündigen
      Man kann nicht verlagen, dass ich alle Dachschrägen abreisse. Das ist Wahnsinn!!!
      Verlangt man auch nicht. Man verlangt von Dir als Eigentümer aber dein Haus an die heutigen Gegebenheiten anzupassen - also dämmen. Wie du das anstellst ist dann dein Problem, dass ist dem Staat nämlich egal.

      Lenov91 schrieb:

      Aufsparrendämmung vllt. möglich aber 1. Sehr teuer 2. Möglicher Rattenschwanz
      Das sehr teuer im Verhältnis zur Sub-and-Top halte ich mal für ein Gerücht. Klar alles hat seinen Preis da liegen aber keine astronomischen Schritte zwischen.


      Lenov91 schrieb:

      Wäre da nicht eine Befreiung nur für die oberste Geschossdecke möglich?
      Wenig bis gar keine Chance. Die Frage nach dem "Warum" der Sanierung bist Du uns aber noch schuldig.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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    • Ich hatte Dir im Grünen per PN, da Du mich (was ich schon sehr eigentümlich fand) nicht auf diesen Strang hier verwiesen hattest, noch die Variante mit der luftdicht verklebten Unterspannbahn genannt.
      Schade, dass Du das hier selbst jetzt nicht einbringst!

      Da würde nämlich eine dünne DWD Platte als ebene Auflagerfläche ausreichen.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • mls liegt richtig. Es ist ein altes Haus , dass Dach ist nicht optimal (man könnte es bestimmt einige Jahre erhalten), aber es muss in den nächsten Jahren auch bad- und stromtechnisch einiges gemacht werden, so dass es nicht gut wäre, wenn nicht alles auf einmal gestemmt werden muss.

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] hatte leider nicht daran gedacht, zu erwähnen, dass ich auch in diesem Forum gefragt habe und nicht wusste, dass Du auch hier aktiv bist. Sorry dafür

      Könntest Du mir vllt. den Aufbau von außen nach innen stichpunktartig beschreiben, da ich leider nicht genau verstehe, was du meinst, dann könnte man das auch beim baldigen Gespräch mit dem Planer diskutieren.



      Du schriebst ja in deiner Nachricht:

      "Hier wäre zu klären, ob man nicht die Funktion Dampfsperre, soweit überhaupt erforderlich (Soll der Planer berechnen), von der Funktion luftdichte Ebene zu trennen.
      Es gibt Unterspannbahnen, die man wirklich luftdicht verkleben kann. In sich und mit den Fassaden.

      Das muss natürlich sauber geplant sein und geht nicht überall. Und es ist nicht preiswert, weil man anders als 08/15 Berg und Tal und verbappt arbeiten muss.
      Aber bei derart unterschiedlichen Ausbauzuständen + Heraklith wäre das für mich das Mkttel der Wahl!"




      Jetzt erwähnts du noch die DWD - Platte



      Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Ich hatte Dir im Grünen per PN, da Du mich (was ich schon sehr eigentümlich fand) nicht auf diesen Strang hier verwiesen hattest, noch die Variante mit der luftdicht verklebten Unterspannbahn genannt.
      Schade, dass Du das hier selbst jetzt nicht einbringst!

      Da würde nämlich eine dünne DWD Platte als ebene Auflagerfläche ausreichen.

      Meinst du das so?

      Ziegel
      Unterspannbahn
      DWD Platte
      Dämmung (zw. den Sparren)
      Heraklith und dann keine Folie

      Bin gerade etwas verwirrt.
    • Nein.

      Ziegel
      Latten
      Konterlatten
      luftdicht verklebte Folie
      DWD
      Dämmung in Stärke X
      Dampfsperre, wenn nötig
      Dämmung in Stärke Y zum Schutz der Folie
      Lattung (falls vorhanden)
      Sauerkrautplatte
      Putz

      Aber wie gesagt - nix für den Heimwerker. Das muss ordentlich geplant werden. Vor allem die Anschlüsse an die Wände!
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Der Planer hat jetzt vorgeschlagen die Sparren um 10cm aufzudoppeln und die Dampbremse Sub-and-Top zu verlegen, wobei diese dann am Spitzboden enden würde. Im Spitzboden würde man dann die Dampfbremse von innen wie gewohnt aufbringen.

      Wäre es nicht sinnvoll die Sparren auf die Dampfbremse zu montieren, sodass diese von der Dämmung eingepackt werden?
    • Zu den Anschlussdetails kann ich nichts genaues sagen, weil sich der Dachdecker diese noch überlegen will (und ja es gibt einen Planer, aber anscheinend ist dieses Problem Dachdeckersache, ist das so üblich?)
      Aber was ist denn nun von dem Vorschlag zu halten und wäre es besser die Aufdopplung auf der Dampfbremse zu montieren (auf mehreren Herstellerseiten wird dies angemerkt)?