Schallschutz im HAR / HWR

    • Schallschutz im HAR / HWR

      Hallo zusammen,

      es geht um den Schallschutz in einem Hausanschlussraum in welchem eine Luft-Wasserwärmepumpe aufgestellt ist.
      Der HAR (7,90m²) liegt im Erdgeschoss (kein Keller). Die Wärmepumpe ist im Ausseneck des Hauses aufgestellt und hat für die Luftansaugung einen Ausschnitt von ca. 95x95cm und für den Luftauslass einen Ausschnitt von ca. 75x75cm in der Aussenwand.
      Die Ausschnitte sind mit Lamellengittern abgedeckt, der jeweilige Luftschacht ist mit Alukaschierten Dämmplatten ( PUR ) ausgebildet.

      Die Frage bezieht sich nun auf den Schallschutz in diesem Raum von Aussen. - Nicht die Geräuschentwicklung in diesem Raum (WP ist schön leise) - sondern ob ein bestimmtes Schalldämmmaß gegen Geräusche von aussen in diesem HAR eingehalten werden muss ?
      Aktuell sind z.B. vorbeifahrende Autos über die beiden Ausschnitte der WP gut im inneren zu hören, - umgedreht ist die Waschmaschine im inneren auch gut aussen zu hören.

      Ohne die Ausschnitte in der Wand, - funktioniert aber die WP natürlich nicht.

      Vielen Dank für eine Info.

      mfg
      DanSch
    • Guten Morgen.

      Ich habe einst etwas von der DIN 4109 gehört. Näheres dazu wissen sicher unsere Experten. [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

      Vielleicht findet man auch noch Hinweise in dem jeweiligen Landes-ImSchG oder daraus resulierenden Verordnungen. Das wäre überhaupt einmal eine wirklich gute Frage in diesem Zusammenhang. In Berlin liest man dort z.B. "Von 22.00 bis 6.00 Uhr ist es verboten, Lärm zu verursachen, durch den jemand in seiner Nachtruhe gestört werden kann." -

      Was wenn nun eine LWWP eben genau das macht und einen Nachbarn, vor allem im Winter, in seiner Nachtruhe stört? Spaß in der Nachbarschaft auf unabsehbare Zeit ;)

      Soweit ich das überblicken kann, ist es bei LWWP aufgrund des sicherzustellenden Luftstroms praktisch unmöglich, wirksamen Schallschutz zu installieren.

      Bin gespannt, wie es hier weitergeht - ein Thema, das uns wg. des Neubaus auch stark interessiert.

      Gruß
      --
      Fomes
    • Jetzt wird´s kompliziert. Oben war von einem HAR die Rede, das ist kein Aufenthaltsraum (Aufenthaltsbereich) und somit ist dieser Bereich auch nicht schützenswert. Es wäre etwas anderes, wenn dieser Raum bzw. seine mangelhafte Schalldämmung gegen Außenlärm dazu führen würde, dass ein Aufenthaltsraum übermäßig durch Schall belastet würde. Das ist praktisch unmöglich.

      Die Schallemission von LWP ist wieder ein anderes Thema. Hier geht es darum, ob fremde Aufenthaltsbereiche (Nachbarn) durch den Schall meiner LWP belästigt werden. Hierfür gibt es keine pauschalen Aussagen, da niemand vorhersagen kann, wie weit die Nachbarn (bzw. deren Aufenthaltsräume) entfernt sind. Richtig ist, dass meine LWP nicht so viel Lärm machen darf, dass in Aufenthaltsbereichen meiner Nachbarn die Grenzwerte überschritten werden. Maßgeblich ist hier der Schallpegel außerhalb der Hülle (typ. Messung mit Abstand vor einem Fenster) des Nachbargebäudes.
    • wenn nachbarschutz das thema wäre - was wäre dann mit
      gesplitteten luftpumpen?
      ja, is klar: inzwischen bekommt jedes krawallgerät beim töff
      ein bapperl - oder doch nicht?
      egal: das loch inner wand (boaah ey) ist zwar energetisch
      bestimmt gaaaanz toll - aber DAS löst keinen stress mit dem
      nachbarn aus, das besorgt schon eher die bescheidene
      anlagentechnik.
    • Fomes schrieb:

      Soweit ich das überblicken kann, ist es bei LWWP aufgrund des sicherzustellenden Luftstroms praktisch unmöglich, wirksamen Schallschutz zu installieren.
      Es gibt schon Mittel und Wege die Schallemission zu beeinflussen.
      Der wichtigste Punkt wäre einen geeigneten Standort zu suchen. Dann kann man den Schall auch noch in Grenzen lenken (Schallschutzhaube). Auch die Auswahl der Geräte und Montage hat einen Einfluss.
    • Ich staune ... Schallschutz im HWR .
      Natürlich gibts "begrenzt" Möglichkeiten darauf zu reagieren, die Gretchenfrage in der Praxis ist dann allerdings regelmäßig : Biste bereit dafür 4-stellige Beträge auszugeben ?

      Meistens fällt nach der Frage (für nen HWR ) die Kinnlade bis ins 3. Untergeschoss.

      Am Ende kann man so viel Aufwand treiben und vom Zaun brechen, dass ne Tiefenbohrung die Hälfte an Kosten verusacht wie Luftschall- und Körperschalldämmmaßnahmen um ein kräftiges Loch in der Gebäudefassade wieder zu egalisieren.
    • R.B. schrieb:

      Ich sehe hier keine Anforderungen zur Schalldämmung. Vermutlich reden wir über ein EFH und es gibt keine vertraglichen Vereinbarungen dazu. Ohne Vereinbarung wüsste ich jetzt nicht woraus man eine Anforderung ableiten könnte.
      Ja richtig - es geht um ein EFH. - Es sind keine weiteren Vereinbahrungen dazu getroffen.
      Deiner anderen Antworten (Nr.4) nach gehe ich davon aus: Der HAR ist kein Aufenthaltsraum und daher hat daher auch keine Anforderung bezgl. des von aussen eindringenden Schalls.
      Damit ist also mit dem eindringenden Schall über die Luftansaug & Luftausblassöffnung zu leben.

      - Richtig ?

      mfg
      DanSch

      ---------- 23. Juni 2016, 13:05 ----------
      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.],

      hier geht es nicht um den Schall den die LW-Wärmepumpe verursacht. Das ist ein anderes Thema.
    • Du hast mich richtig verstanden.
      Kritisch könnte es werden, wenn die WP beim Nachbarn (fremder Bereich ) zu viel Krach macht.
      In Deinem Haus hast Du das ja selbst unter Kontrolle, Du könntest das Teil ja theoretisch abschalten, dann hättest Du Ruhe. Dein Nachbar kann das nicht, also muss man ihn schützen.

      Für Dich gibt es hier nur einen Ansatzpunkt, die Vereinbarung mit Deinem Lieferanten. Gibt es keine schriftliche Vereinbarung, dann könnte man noch versuchen, aus einer allgemeinen Produktbeschreibung etwas abzuleiten.
      Wurde das Haus beispielsweise als besonders "schallgedämmt " verkauft, dann ist das auch eine Zusicherung von Eigenschaften, auf die man sich berufen könnte
    • R.B. schrieb:


      Wurde das Haus beispielsweise als besonders "schallgedämmt " verkauft, dann ist das auch eine Zusicherung von Eigenschaften, auf die man sich berufen könnte.
      Unter bestimmten Umständen können sogar recht allgemeine andere beworbene positive Eigenschaften die Vermutung nahelegen, dass es sich in allen Teilen um eine qualitativ überdurchschnittliche Ausstattung handeln müsse. Wörter wie "hochwertig", "exklusiv", "luxuriös" könnten Indizien dafür sein. Es gibt entsprechende OLG- bzw. BGH-Urteile.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Richtig. Erweckt der "Verkäufer den Anschein, dass es sich um ein hochwertiges Produkt handelt, dann lassen sich daraus auch Eigenschaften ableiten, auf die man dann auch einen Anspruch hätte.
      Bei einem Objekt in dessen Prospekt es nur so von Superlativen wimmelt, wird der Käufer eine andere Erwartungshaltung haben, als bei einem Objekt das
      mit "Guten und günstig "beworben wird.