geplante Abgrabungsarbeiten und erforderliche Absicherung

    • geplante Abgrabungsarbeiten und erforderliche Absicherung

      Im Zug der gerichtlichen Beweiserhebung sollen demnächst neben unserem Haus Abgrabungsarbeiten stattfinden. Um feststellen zu können, welche Rohrqualitäten bei unseren Soleleitungen verwendet wurden, müssen diese am Soleverteiler freigelegt werden. Die Arbeiten sollen von Hand durch eine vom gerichtlichen SV beauftragte Heizungsbaufirma durchgeführt werden. Die Leitungen liegen in ca. 1,20 m Tiefe und wir haben Kiesboden. Das Haus selbst steht auf einer Bodenplatte mit umlaufender Frostschürze. Es muss ein Teil des bereits verlegten Pflasters entfernt werden, es befindet sich ein betoniertes Fundament für die Vordachstütze in der Nähe und das Eingangspodest liegt unmittelbar daneben quasi auf dem Kiesboden. Die Firma kennt die Situation vor Ort nicht und hat ein sehr günstiges Angebot für das Aufgraben gemacht. M.E. sind hier jedoch Maßnahmen zur Gebäudesicherung und zum Arbeitsschutz zu treffen, welche offensichtlich nicht vorgesehen sind.

      Nun zu meinen Fragen: Wie können das Treppenpodest, das restliche Pflaster und die Haus- und Stützenfundamente gesichert werden? Welche Anforderungen zum Arbeitsschutz bestehen hier?

      Hier Fotos von der Situation:




      ---------- 14. Juni 2016, 18:51 ----------
      ...ich weiß jetzt nicht, warum die Bilder je 2x erscheinen. Vielleicht kann das ja jemand von den Mods richten? :/
      Bilder
      • DSC05247.JPG

        466,55 kB, 800×600, 35 mal angesehen
      • DSCF5086.JPG

        345,95 kB, 800×600, 31 mal angesehen
      Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!
    • KatMat schrieb:

      Nachdem Du den Leitungsverlauf ja fotografiert hast könnte man doch auch vom Podest wegbleiben und die Leitungen an der Stelle aufgraben, wo sie das Bild rechts verlassen.
      Dann wären als Arbeitsschutz Handschuhe und Arbeistschuhe ausreichend.
      Du meinst vermutlich links...
      Dort befindet sich direkt daneben die Stütze vom Vordach (auf Höhe der Hausecke).
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    • gunther1948 schrieb:

      hallo
      jetzt ohne die last aus dem vordach zu kennen wäre eine zusätzliche abstützung ca. 1,00 m neben dem fundament auf lastverteilungsschwellen eine möglichkeit aus dem 45° bereich zu kommen.

      gruss aus de palz
      Hallo Gunther,

      zwischen Haus und Stütze befindet sich die Außentreppe zum OG. Am Hauseck' graben geht also nur, wenn die Treppe abgebaut wird.
      Der Heizungsmensch (!) hat für die Grabarbeiten 250 € angesetzt - das dürfte kaum machbar sein. Achja - und das Vordach ist praktisch das auskragende Hauptdach. Es steht ca. 2,00 m über, die Last ist also nicht unerheblich.

      Was auch noch ein Punkt ist: der SV wird sich nicht um die Wiederverfüllung und Wiederherstellung des Pflasters kümmern. Das bleibt also uns. Ich sehe da auch einigen Aufwand auf uns zukommen - vor allem das Wiederverdichten des Kiesbodens könnte lustig werden.
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    • Noch ein Problem, auf das mich mein Freund gerade hingewiesen hat: dann sehen wir die Leitungen, die von der anderen Seite (also von rechts) zum Anschlusskasten kommen nicht. Der SV will aber alle Leitungen sehen, weil nicht klar ist, ob alle aus dem gleichen Material sind. Der Lieferschein weist drei Alternativen aus.

      Vielleicht wäre es gescheiter links und rechts vom Haus zu graben (also an zwei Stellen) und nicht beengt unter der Treppe, unter der Gefahr, später nur mit viel Aufwand zu reparierende Schäden zu produzieren. Dann könnte man auch einen Minibagger einsetzen. Aber 250 € reichen dann auch nicht. Und das kann auch nicht der Heizungsbauer machen.
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    • Nun, dann schreibst DU dem SV einen netten Brief, in dem Du auf die Problematiken hinweist, die Bilder anfügst und ihn bittest, die Standsicherheit von Treppe und Fundament sicherzustellen.

      Folge könnte sein:
      a) Er fördert einen höheren Vorschuß
      b) der Termin verschiebt sich, weil er ein neues Angebot einholt
      c) er lässt woanders buddeln
      d) er schert sich nicht drum

      Bei Kiesboden muss die Grube mit mindest 45° eher noch flacher geböscht werden.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Nun, dann schreibst DU dem SV einen netten Brief, in dem Du auf die Problematiken hinweist, die Bilder anfügst und ihn bittest, die Standsicherheit von Treppe und Fundament sicherzustellen.

      Folge könnte sein:
      a) Er fördert einen höheren Vorschuß
      b) der Termin verschiebt sich, weil er ein neues Angebot einholt
      c) er lässt woanders buddeln
      d) er schert sich nicht drum
      Gute Idee. So könntest du es machen, Rose. Besprich es aber vorher mit deinem Anwalt. Könnte sein, dass er diese Hinweise selbst an den SV, oder über das Gericht zur Weiterleitung an den SV versenden möchte.
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      Viele Menschen haben nie darüber nachgedacht, was ein Haus ist; sie sind unnötigerweise ihr ganzes Leben lang arm, weil sie glauben, ein gleiches Haus wie ihre Nachbarn haben zu müssen. Thoreau, 1854
    • Danke an beide Ralfs. :)

      Es läuft jetzt so, dass unser Anwalt die Problematik bei Gericht schildern wird. Er will nicht, dass wir Kontakt aufnehmen - das ist scheinbar ein heikles Thema.

      Der Heizungsbauer hat bei dem Ortstermin noch andere Themen, so dass dieser trotzdem stattfinden kann. Ob dann noch gegraben wird muss geklärt werden, evtl. muss das eben verschoben werden. M.E. ist da sowieso die Einschätzung eines Bauingenieurs für Tiefbau erforderlich.
      Ich werde dann mal berichten, wie es gelaufen ist.
      ---------- 13. Juli 2016, 16:53 ----------
      Nun kann ich berichten - der Beweistermin hat heute stattgefunden.
      Ergebnis: wir haben nach Soleleitungen in einem anderen Bereich gegraben, das die Grabung am gewünschten Ort unter dem Verteilerkasten zu risikoreich erschien.
      Leider konnten die Soleleitungen trotz 4 1/2 Stunden Arbeit mit dem Minibagger nicht aufgefunden werden - obwohl unter Anleitung des gebaggert wurde, der behauptet hat, sein Plan sei hinsichtlich des Leitungsverlaufs richtig. :wall: :wall: :wall: Es ist also wieder kein großer Schritt passiert.

      Der vom gerichtlich bestellten SV organisierte Heizungsbauer muss auch noch einmal wiederkommen, weil die Wärmemengenzähler nicht zum Laufen gebracht werden konnten (offenbar ist nun doch nicht die Korrosion in der Heizung schuld, sondern irgend etwas anderes). Er wird nun mit der Wärmepumpenfirma Kontakt aufnehmen, von der die WMZ stammen.
      Ein weiterer Beweistermin findet in zwei Wochen statt, in der Zwischenzeit soll das mit den WMZ gerichtet werden.
      Es heißt also wieder einmal abwarten... und der Holz-SV ist auch noch nicht wieder aufgetaucht. Auf sein richtiggestelltes Ergänzungsgutachten warten wir nun schon fast ein Jahr! :freaky:
      Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!