Rechteckpflaster VS Allverbund

    • Rechteckpflaster VS Allverbund

      Moin Zusammen,

      bei uns sollen gerade ca. 450m² Zufahrt/Privatweg gepflastert werden. Dieser wird später nur durch 6 EFH mit PKW genutzt, selten mal LKW für Anlieferungen. Müllabfuhr kommt da nicht rein. Hausbau ist bei allen beendet.

      Vom Straßenbauer war im Angebot ein 8cm starkes Betonpflaster als Allverbundpflaster (diese Wellenform) angeboten. Dies ist nun anscheinend nicht verfügbar. Statt dessen sol nun eine 8cm Rechteck-Stein (10x20) Verwendung finden. Diese sei qualitativ gleich und auch Preislich exakt gleich. Verlegeaufwand soll auch der gleiche sein.

      Nun Frage ich mich, ob das so alles stimmt. Irgendeinen Sinn muss der Verbund ja haben. Sind Verbundsteine höher belastbar?
      Tut sich bei der Verlegung da nichts, bzw. ist der Aufwand der gleiche?
      Sind die Verschiedenen Steine im m² Preis wirklich gleich. Im Baumarkt ist dem nicht so, aber ich glaube Baumarkt zählt nicht.

      Vielen Dank für die Unterstützung
    • Verlegt wird bei solchen Flächen in der Regel mit Maschinen, denen es egal ist, welche Form der Stein hat.
      Rand-, Eck- und Pasststeine müssen eh geschnitten werden - so oder so.

      Ob allerdings Rechteckpflaster techn. mit S-Steinen identisch ist - da habe ich Zweifel.

      Die S-Form erzeugt ein Verhaken der einzelnen Steine ineinander, was ein "Abdriften" in Längsrichtung verhindert. Ob das bei der Belastung nötig ist, wäre zu klären.

      Die Preisgleichheit im EK wäre ebenfalls zu prüfen.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ein Rechteckpflaster ist normalerweise günstiger als ein Verbundsteinpflaster, auch vom Verlegeaufwand. Wie sieht es denn mit Pflasterschnitten, Randabschlusssteinen/Läufer etc. aus? Einzeln im Angebot aufgeführt oder alles pauschal enthalten? Ist die Zufahrt gerade oder kurvig, evt. kleine Radien vorhanden?

      Warum wird kein anderes Verbundsteinpflaster angeboten?
    • th_viper schrieb:

      Ein Rechteckpflaster ist normalerweise günstiger als ein Verbundsteinpflaster, auch vom Verlegeaufwand
      das stimmt nicht .
      je nach tagesform des verkäufers und momentanen regionaler verfügbarkeit ist da schonmal ein unterschied von + oder - 0,1€ manchmal 0,5

      z.b doppelverbund sind 35 steine /m² 10-20-8 sind es 50 . spielt aber nur eine untergeordnete rolle .

      wenn ich die wahl hätte , würde ich mir doppelverbund (knochensteine) wünschen ....
    • th_viper schrieb:

      Ein Rechteckpflaster ist normalerweise günstiger
      definiere normalerweise

      wenn dabei herauskommt , dass in 51% der fälle (am besten dann noch inkl. verlegen) das rechteckpflaster sicher günstiger kommt , nehme ich meine anmerkung zurück .

      wenn nicht , lasse ich sie stehen .

      das maschinenverlegbar geliefertes rechteck (deutlich) teuerer (weil aufwändig ) ist , solltest du mit berücksichtigen .
    • ffcpd2920 schrieb:

      Moin Zusammen,

      bei uns sollen gerade ca. 450m² Zufahrt/Privatweg gepflastert werden. Dieser wird später nur durch 6 EFH mit PKW genutzt, selten mal LKW für Anlieferungen. Müllabfuhr kommt da nicht rein. Hausbau ist bei allen beendet.
      Wer ist denn für die Pflasterfläche der Auftraggeber?
      Hast Du / habt Ihr als "spätere Nutzer" Mitspracherecht bei der Auswahl des Materials und bei der Planung und Vergabe ?
      Oder läuft das über Bauträger / GU / ... ?
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
      Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
      (Andreas Marti; Schweizer)
    • ffcpd2920 schrieb:

      Schnitte sind extra aufgeführt. Der Weg ist eine Sackgasse und teilt sich dann als enge Kreuzung in zwei Stiche auf. Es sind auch einige Diagonale Kanten dabei.


      Sofern Ihr die Möglichkeit zur "Mitsprache" bei der Planung habt, würde ich Verlegemuster und Verlegerichtung so planen, dass nach Möglichkeit wenig Steine geschnitten werden müssen und dass auch die o.g. 'Diagonalen' berücksichtigt werden. Zum beispiel könnten die Steine im hauptweg unter 45°liegen und in den o.g. Diagonalen dann parallel zum Weg. Im Hauptweg als Randsteine Diagonalsteine (die sog. Bischofsmützen) einsetzen und dahinter dann die Tief- oder Hochborde. In den Diagonalen Wegen dann nur die Borde als Randeinfassung.

      Gegen die üblichen Pflasterschäden (Kippen, Verdrücken, Brechen, Spurrinnen, usw.) hilft am besten ein guter, zur Nutzung und zur Örtlichkeit passender Unterbau. Idealerweise nach RStO2012. Ein Aufbau nach RStO berücksichtigt u.a. auch die Frostempfindlichkeit des Bodens, die Frosteinwirkungszone, die Verkehrsbelastung und die besonderen Beanspruchungen (z.B. Bremsen+Anfahren), enge Kurvenfahrt, Einmündungsbereiche, spurtreues Fahren.

      Insbesondere bei engen Grundstückszufahrten kann es zur Spurrinnenbildung kommen, gefolgt von dadurch geänderten Gefälleverhältnissen, schlechterem Wasserabfluss- und im Extremfall - bis hin zu Eisflächen im Winter, wenn Wasser in den Spurrinnen nicht mehr abfließt.


      ---------- 13. Juli 2016, 21:45 ----------
      ergänzend hier noch mal ein Verweis auf einen anderen Thread zum Thema [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
      Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
      (Andreas Marti; Schweizer)