Untergrund für Teppichboden

    • Untergrund für Teppichboden

      Hallo,


      ich möchte den Teppichboden erneuern und muss dazu vermutlich den Untergrund vorbereiten.


      Nach dem Entfernen des alten Teppichbodens wurde ersichtlich, dass
      einmal ein schwarzer (Bitumen-?) Kleber verwendet wurde und beim
      Erneuern des ersten Teppichbodens tw. ein anderer (ockerfarbener) Kleber
      darauf kam (siehe Fotos).


      Ich habe den alten Kleber etwas plan geschliffen und möchte nun so
      vorgehen: Grundieren mit Kunstharz (Ardex P 82) und anschließender
      Auftrag einer Ausgleichsmasse (ca. 1-2 mm).


      Am Rand des Estrichs gibt es keine sichtbare Fuge (siehe Foto). Brauche
      ich hier dann über haupt eine Randdämmung (auch wegen der 1-2 mm) oder
      würde auch ein abdichten mit Silikon an den wenigen offenen Stellen
      reichen?


      Danke schonmal.
      Bilder
      • DSC06968.JPG

        150,67 kB, 1.024×683, 31 mal angesehen
      • DSC06969.JPG

        118,32 kB, 1.024×683, 22 mal angesehen
      • DSC06970.JPG

        90,94 kB, 1.024×514, 31 mal angesehen
    • Auch wenn es i. d. R. hält und funktioniert, hätte ich in Punkto Weichmacherwanderungen (Bitumen/Kunstharz-Acrylkleber) und den damit zusammenhängenden Synergieeffekten schon Bauchweh, was mir das an Schadstoffe in den Wohnraum emitieren könnte.
      Will heißen, eigentlich gehört das ganze Klebzeugs raus.

      Wenn es ein schwimmender Estrich ist, sollte man zwecks Schallschutz, den Randdämmstreifen nicht "silikonieren" sondern frei machen.
      Ich bin ein Fan von John Ruskin (Gesetz der Wirtschaft)
    • Hallo,

      danke für die Einschätzung. Eben wegen so Zeugs wie Asbest oder PAK und auch wegen des Aufwands möchte ich das aus gesundheitlichen Gründen nicht gerne entfernen und hoffe, das mit der Ausgleichsmasse möglichst absperren zu können. Jedenfalls müsste das doch mit der Ausgleichsmasse besser sein als bisher, wo der Kleber ja direkt mit dem Teppich verbunden war?

      Der Kleber ist aus der ersten Hälfte der 80er Jahre. Ich hatte schon im Teppich-Fachgeschäft nachgefragt, die meinten, asbesthaltig wäre das sehr wahrscheinlich nicht.
    • Mannigfalter schrieb:


      möchte ich das aus gesundheitlichen Gründen nicht gerne entfernen
      Falsch gedacht. Aus gesundheitlichen Gründen müsstest Du das entfernen.



      Mannigfalter schrieb:


      hoffe, das mit der Ausgleichsmasse möglichst absperren zu können.
      ... und zwar genau deswegen. Weil sich nämlich gasförmige Stoffe weder durch Hoffnung noch durch Spachtelmassen aufhalten lassen.
      Ich bin ein Fan von John Ruskin (Gesetz der Wirtschaft)
    • Und wie sähe es mit speziellen Epoxidharz-Anstrichen aus, die zur "PAK-Sanierung" vorgesehen sind?
      Damit sollte doch eigentlich bzw. chemischer Reaktion und Schadstoffbelastungen Ruhe sein?

      Oder riskiere ich dadurch eine spätere Beschädigung/Ablösung der noch aufzubringenden Ausgleichsmasse?

      Es ist nunmal so, dass ein Entfernen mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln sehr aufwändig bis unmöglich ist (da der Kleber so fest am
      Estrich haftet) und mir die Beauftragung einer Fachfirma in diesem Fall zu kostenintensiv ist...
    • Off-Topic:
      Wir haben kürzlich in einem Zimmer den Bodenbelag erneuert und diesmal alle Schichten des Bestandes bis auf die Dielen herausgenommen. Interessanterweise fand sich unter einer Lage Vinyl/PVC eine vollflächige Lage alter Zeitungen aus den siebziger Jahren. Bautechnische Relevanz? Keine Ahnung. ABER interessant.
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
      Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
      (Andreas Marti; Schweizer)
    • Mannigfalter schrieb:

      Und wie sähe es mit speziellen Epoxidharz-Anstrichen aus, die zur "PAK-Sanierung" vorgesehen sind?
      Damit sollte doch eigentlich bzw. chemischer Reaktion und Schadstoffbelastungen Ruhe sein?

      Oder riskiere ich dadurch eine spätere Beschädigung/Ablösung der noch aufzubringenden Ausgleichsmasse?
      Epoxidgrundierungen können in einem gewissen Ausmaß, Weichmacherwanderungen zur (über die) Spachtelung, zum Kleber bzw. zum Bodenbelag unterbinden, aber eine eventuelle Ausgasung aus alten Schichten nicht verhindern.

      UND .... alte, nicht fest haftende oder nicht komplett feste Kleber- und Spachtelmassenrückstände müssen hier auch weg! :nono:
      Ich bin ein Fan von John Ruskin (Gesetz der Wirtschaft)
    • Die Verhandlung im Konjunktiv habe ich wohl mitbekommen und meine Schnauze gehalten, aber...

      Wenn PAK (ein von der Konsistenz deutlich härterer Kleber) dann findet man nur in den allerseltensten Fällen Asbest.
      ---> Kurz und bündig: Unser Werner hat im Regelfall Recht mit seiner Aussage

      Wenn Bitu (meist nach langer Zeit noch deutlich weicher) dann gibt es eine geringe Wahrscheinlichkeit auch Asbest zu finden
      ---> Kurz und bündig: Unser Werner hat schon wieder recht mit seiner Aussage wenn er die "gescheite Absaugung" ein wenig präzisieren würde.

      Fachlich geht es eigentlich weniger um die Verhandlung im Konjunktiv, sondern um eine reine Wahrscheinlichkeitsrechnung gepaart mit ein paar logischen Verknüpfungen im Vorfeld.
      Bei der Ortung und Festleung von Verdachtsflächen würde der Fachmann zunächst mittels Lacksprühprobe die Wahrscheinlichkeit eines Schadstoffverdachts auf Basis der oben genannten Festlegungen prüfen und sich dann gegebenenfalls das ganze erst einmal bei entsprechender Vergrößerung anschauen. Erst im Anschluss wird die nicht wirklich kostenintensive Entscheidung bezüglich REM und EDX gefällt.

      Die Definition der "gescheiten Absaugung" nach DGUV-Information 201-012 (ehemals BGI 664) findet man unter BT 17.xx - Auf dieser Basis tendiere ich ebenfalls dazu meinem "ehemaligen Lieblingsduellanten" recht zu geben. Auch wenn das meiner Meinung nach eher nichts für den Privatanwender oder Wald-und-Wiesen-Handwerker sein dürfte...

      Ein kurzer Ausblick auf die Zukunft dieser Thematik:
      Auch wenn ich aktuell eigentlich keine Lust habe mich über die aktuell geführte Handwerker und Kleberdiskussion der Entwurfsfassung einer neu zu fassenden Gefahrstoffverordung auszulassen. - Die technischen und rechtlichen Hintergründe sind mir bestens bekannt, die sorgfältige Arbeitsausführung und Leistungsfähigkeit des durchschnittlichen Handwerkers erlebe ich täglich in der Praxis und den üblichen Handwerker mittleren oder gesetzen Alters halte ich nach wie vor für unzureichend bildungsfähig und leichtsinnig. Rühmliche Ausnahmen gibt es immer.

      Eines brennt sich mir aber immer tiefer ein: Die verrückten Mittelfranken muss ich mir wohl doch noch einmal näher anschauen...
      Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten.
      (König Šəlomoh - um 950 v. Chr.)
    • Anda schrieb:

      Salamanderhaar schrieb:

      Eines brennt sich mir aber immer tiefer ein: Die verrückten Mittelfranken muss ich mir wohl doch noch einmal näher anschauen...
      Da darfst uns dann offline kennenlernen.
      Das mit dem "offline" hab ich noch im Kopf. Irgendwer musste, wollte oder durfte da wechsel- oder gegenseitig zum Auto getragen werden...
      Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten.
      (König Šəlomoh - um 950 v. Chr.)
    • Salamanderhaar schrieb:

      Und ich glaube das Bier war alle... - So etwas konnte uns ja glücklicherweise nicht passieren.
      Öhm, das war beim Grillen bei uns, hab beim Einkaufen einfach falsch gerechnet :blond:

      Passiert nicht noch einmal. Also dass ich falsch rechne, das überlasse ich in Zukunft meinem Mann. Mal sehen obs was wird mit dem Backofen. August rückt näher, wo wir den bauen wollten und Urlaube funzen nicht so wie geplant. ICh gebe aber Bescheid, wenn dat Ding eingeweiht werden muss. :D :bier: :bier: :bier: :cook:
      Nothing is forever, except death, taxes and bad design