Dachkonstruktion

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    • Dachkonstruktion

      Hallo zusammen,

      wir müssen für ein Konstruktionsprojekt im Studium einen Dachrinnenreinigungsroboter konstruieren.
      Dazu fehlen allerdings Informationen bzw. Normen oder Festlegungen zum Dachbau:
      - Wie viel Überstand darf das Dach haben, also wie weit ragt es in die Dachrinne rein?
      - Wie weit ist ein Fenster im Geschoss unter der Dachrinne normalerweise von der Dachrinne entfernt (Höhe und Überstand)?
      - wie wird ein Geschoss dimensioniert --> Wie hoch ist die Dachrinne maximal bei einem dreistöckigen Haus?
      Ich habe schon sämtliche Normen durchgeschaut und auch die Landesbauordnung von Baden-Württemberg gelesen, jedoch keine eindeutig bemaßten Informationen gefunden. Das Dachdecker-Regelwerk könnte Aufschluss liefern, allerdings bekomme ich dazu keinen kostenlosen Zugang.

      Kann mir zufällig jemand Normen, Festlegungen oder sonstiges Empfehlen?

      Vielen Dank!!
      Jana
    • 1/3 der Rinnenöffnungsbreite maximal,darf der Deckwerkstoff in die Rinne. Geschoss würde ich um die 3m annehmen.
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    • janamariechen schrieb:

      - Wie weit ist ein Fenster im Geschoss unter der Dachrinne normalerweise von der Dachrinne entfernt (Höhe und Überstand)?
      Da gibt es m.W. keine strikten Vorgaben. Die Dachrinne kann 20cm oberhalb des Fensters sein, aber auch 1m. Das hängt auch von der Geschosshöhe und Fensterhöhe ab.
      Der Dachüberstand ist auch eine Frage der Optik bzw. Stil des Gebäudes, die der Planer bzw. Eigentümer erreichen möchte. Schaue Dir mal verschiedene Bilder von Gebäuden an, dann wird Dir auffallen, dass es beim Dachüberstand enorme Unterschiede gibt. Es gibt ja auch regionale Bauweisen, also Bauweisen die sich von Region zu Region unterscheiden.
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    • Hallo,

      stelle ich mir ziemlich schwierig vor, es gibt verschiedene Dachrinnengrößen, je nach Dachneigung und Montageart der Dachrinne ragt die Eindeckung weiter in die Dachrinne und was noch schwieriger ist, wie soll das Teil an seinen Einsatzort kommen? Wenn es nur an einem Modell funktionieren soll, würde ich eine 5 tlg. Dachrinne verwenden , mit einer Eindeckung, die nicht in die Dachrinne ragt ( mit Traufblechen ), dann hat der Robbi wenigstens Platz zum arbeiten :thumbsup:
    • janamariechen schrieb:

      wir müssen für ein Konstruktionsprojekt im Studium einen Dachrinnenreinigungsroboter konstruieren.
      Bestell dem Prof oder Assi einen schönen Gruß. Er hat nicht alle Rinnen am Dach.
      Es gibt halbrunde Rinnen und es gibt Kastenrinnen (U-förmig)
      in zig verscheidenen Breiten. (Techn. Unterlagen der Fa. Rheinzink befragen.)
      Und in Metall und Kunststoff.

      Dazu gibts in den Rinnen Dehnungsausgleicher in einer Vielzahl von Variationen.

      Das ist so, als würde man Euch sagen, Ihr sollt eine Waschanlage für alles, was Räder hat, erfinden.
      Fahrräder, Roller, Motorräder, Rollstühle, Autos, LKW, Lokomotiven, Waggons, Sackkarren, Hackenporsche, ......
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    • Hmm ob mariechen 3, 5 xyz teilige Rinne aufschlüsseln kann?
      Innenliegende Rinne, da wird's noch komplexer, obwohl das Ding dann nicht runter fallen kann.

      Fenster? es gibt auch mal keine Fenster. es kann von -20 cm bis 10 m alles vorkommen (um mal eine eingeschränkte Bandbreite zu geben.
      Man bedenke Drempel im DG. letztens hatte ich Fenster bis unter die Traufpfette. das gibt dann -20 cm. genormt ist da nix.
      Nachdenken kostet extra!
    • Ein Dachrinnenreinigungsroboter stelle ich mir wie folgt vor:

      Eine Drohne setzt den Roboter in der Rinne ab, der Roboter wird mit ein wechselbaren Aufsatz versehen der zur Rinne passt, Rund, Kastenförmig,... die Funktion stell ich mir so vor, eine Mischung aus Mähdräscher, Schneeschieber, und Reinigungsmaschine, das ganze dann bedienbar mit Fernsteuerung , Kamera/Überwachungsmonitor :)
    • und wohin mit dem ganzen Schmutz der in der Dachrinne liegt?
      Fallrohr demontieren und auffangen? Oder gibt es gleich noch eine Rohrreinigung bis in den Kanal? Was, wenn das Wasser versickert wird? Das ganze Laub, Moos, usw. landet dann wo?

      Viele Fragen, die für den praktischen Einsatz nicht ganz unwichtig sein dürften.
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    • R.B. schrieb:

      und wohin mit dem ganzen Schmutz der in der Dachrinne liegt?
      Fallrohr demontieren und auffangen? Oder gibt es gleich noch eine Rohrreinigung bis in den Kanal? Was, wenn das Wasser versickert wird? Das ganze Laub, Moos, usw. landet dann wo?

      Viele Fragen, die für den praktischen Einsatz nicht ganz unwichtig sein dürften.
      Könnte mir da so etwas wie ein Auffangkorb/Sack vorstellen wo das gehäkselte rein kommt,
      oder aber direkt wie bei den Strassenhäkslern "über Bord werfen", der Sack/Korb könnte die Drohne dann austauschen.

      Sicher nicht zu Ende Gedacht, aber mit ein wenig Brainstorming würde sich da bestimmt ne tolle Maschine erfinden lassen, die am Ende unbezahlbar für den einfachen EFH Besitzer ist :)
    • Bis die Technik den DD wegrationalisiert dauert das noch. Ich werde das sicherlich nicht mehr erleben, dass der Mensch als DD nicht mehr gebraucht wird.
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    • Kalle schrieb:

      Es gibt DD die machen es schneller und unkompliziert.
      und am Ende auch günstiger.

      Aber es geht um ein Projekt im Studium, da muss das Ergebnis für den praktischen Anwendungsfall nicht unbedingt perfekt sein. VIel wichtiger ist, was man daraus für die Zukunft lernen kann.
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    • Kalle schrieb:

      Es gibt DD die machen es schneller und unkompliziert.
      Die sind viel zu teuer ;)
      Spaßbeiseite. Interessantes Projekt als Tüftler / Ingenieuer, aber Serienreif wird es wohl nicht, dennoch geht da bestimmt einiges Innovatives zu erfinden. Soll ja auch nur ein Konstruktionsprojekt werden.

      Ich persönlich bin mit meinen LaubFangkörben im Fallrohr sehr zufrieden.

      Mehr Sorgen als eine "dreckige" Rinne macht mir das Laub und Zeugs was sich rund um die Dachfenster ansammelt, aber da soll der DD demnächst mal gucken wie es da aussieht.
    • R.B. schrieb:

      VIel wichtiger ist, was man daraus für die Zukunft lernen kann.
      Nämlich?????

      Die Frage ist doch: Ist der TE ein Architekturstudent? Eher unwahrscheinlich. Die lernen erstmal eine Dachrinne korrekt zu konstruieren. Ist schon schwierig genug ;)

      Oder eher Maschinenbau. Wahrscheinlicher. Da mögen jetzt DD-Richtlinien erstmal zweitrangig sein. Vielmehr werden sich die Studenten das Hirn zermartern müssen, wie man in einer halbrunden Fahrbahn "fährt", wie man den pot. Dreck wohin schaufelt...usw. usf.
    • Thomas B schrieb:

      Nämlich?????
      Wie Du richtig erkannt hast, hängt das von der Studienrichtung ab.

      Ich könnte Dir jetzt schreiben, worauf es bei einem E-Techniker ankäme, und was der daraus lernen kann. Bei einem Maschinenbauer wären die Prioritäten etwas anders, und bei Mechatronik wäre es ein Mix aus beidem.
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    • Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!
      Ich studiere Maschinenbau und das Thema wurde auxh noch wie folgt eingegrenzt:
      Es soll eine 333er Hängedachrinne aus verzinktem Stahlblech mit Rinnenhaltern, Dachziegeln nach DIN En 1304 und Traufblech bzw. Dachunterspannbahn verwendet werden.
      Das Haus soll max. Dreistöckig sein und es besteht keine Möglichkeit über Dachfenster auf die Dachrinne zuzugreifen.
      Die Rinne ist maximal 20m lang.

      Hauptproblem momentan ist die Frage, wie der Roboter schlussendlich in die Dachrinne kommt und sich doch geordnet fortbewegt.
      Leiter, Hubsteiger oder Drohne fallen denke ich mal weg, da sowas nicht jeder Zuhause hat...

      Ansonsten wäre es eventuell über das Fallrohr mittels Seilzug möglich oder aus einem Fenster unterhalb der Dachrinne.

      Der einzig momentan auf dem Markt verfügbare Roboter schleudert den Dreck einfach aus der Rinne raus, was natürlich die Fassade erheblich beeinflussen würde, wenn die Blätter nass oder dreckig sind.

      Gibt es eine Möglichkeit den Roboter eventuell auf der Wulst mit federbelasteten Rädern fahren zu lassen oder ist die Rinne dafür nicht belastbar genug? (Robotergewicht ca. 5-10kg)
    • Nicht zu verachten wäre auch das Einsatzspektrum welches es abdecken soll und welcher Markt dafür da wäre oder nicht.
      Alles unter 5m Traufhöhe ist kein Markt, wenn man problemlos rankommt per Leiter.

      Interessant wird es bei solchen Objekten
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      Off-Topic:
      Selbst das hab ich im Azubialter am Hauptgebäude gemacht. Der Chef , Ich und eine uralte einachsige, handbetriebene Feuerwehrleiter. =O :lach:
      Manche Diskussionen dauern länger als das handwerkliche probieren und ausführen. :sos: :lol:
    • janamariechen schrieb:

      Gibt es eine Möglichkeit den Roboter eventuell auf der Wulst mit federbelasteten Rädern fahren zu lassen oder ist die Rinne dafür nicht belastbar genug? (Robotergewicht ca. 5-10kg)
      Bedenke, dass die Wulst durch die Rinneisen quasi "unterbrochen" wird, und normalerweise nur die äußere Wulst zur Verfügung steht (die wandseitige Wulst ist überdeckt. Ein Gewicht von bis zu 10kg nur auf der äußeren Wulst, könnte die Rinne verbiegen. Eine Dachrinne kann ja aus dünnen Stahlblechen bestehen, aber genau so gut aus Alu, PVC, Kupfer.

      Der Roboter bräuchte zur Lastverteilung mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zumindest 1 Laufrad (nachlaufend?) in der Rinne.
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    • Rekham schrieb:

      Ich hätte jetzt spontan an einen bodengebundenen Robi gedacht. Verbunden mit einer Art teleskopierbarem Ausleger und daran ein Schaber mit leistungsstarkem "Staubsauger".
      Könnte ich mir schwierig vorstellen, da nicht überall unterhalb der Dachrinne eine freie, ebene Fläche zur Verfügung steht. Pflaster, Asphalt, Spritz"Rand"streifen, Wiese, Rasen, Blumen, Garage usw. Es könnte auch ein Wiesenhang an´s Gebäude anschließen, oder was weiß ich. Ein Roboter der für alle diese Untgergründe geeignet ist, wäre schon eine Herausforderung für sich (siehe die Dinger die auf dem Mars durch die Gegend fahren). Dann auch noch eine vertikale Stange, die bis zu 10m lange sein kann, so steuern, dass der Kopf immer schön in der Dachrinne verläuft, das wird kompliziert.
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