Bauvertrag Muster

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  • Bauvertrag Muster

    Hallo Zusammen,

    auch wenn mein Tiefbau-Problem noch nicht geklärt ist und meine Architektin das Thema immer weiter schiebt, soll es natürlich innen weitergehen.

    In der Vergangenheit gab es LV 's und der, der den Zuschlag bekommen hat, hat einen Bauvertrag unterschrieben. Dieser wurde vom Architekturbüro aufgesetzt und ich habe ihn natürlich auch unterschrieben.

    Inhalte:

    Auftragnehmer
    Auftraggeber
    Bauvorhaben
    Gewerk
    Planung/Bauleitung
    Vertragsart (in meinem Fall bisher Einheitspreisvertrag)
    Vertragsgrundlage (das Angebot aufgrund des LV )
    Summe Leistungsverzeichnis
    Ausführungsfrist
    Vertragsstrafe (bisher immer 0)
    Gewährleistungszeitraum
    Sicherheitseinbehalt AZ (10 %)
    Sicherheitseinbehalt SZ (5% oder Bankbürgschaft)
    Abzüge
    Bauwesenversicherung (Umlage 0,25%)
    Baustrom (Umlage 0%)
    Bauwasser (Umlage 0%)
    Reinigung (Umlage 0%)

    WC Nutzung (Umlage 0%)
    Zahlungsbedingungen

    und dann jeweils angepasst noch etwas in dieser Art:

    Der Schlussrechnung sind die Fachunternehmererklärung mit notwendigen Anlagen und Revisionsunterlagen beizufügen. Die Baumüllabfuhr für das beauftragte Gewerk erfolgt durch den AN ohne
    zusätzliche Vergütung. Die Fachbauleitung ist in den Einheitspreisen enthalten. Der detaillierte Bauzeitenplan wird gemeinsam mit dem AN und dem Architekten erstellt und wird Vetragsbestandteil.

    Der Entfall einzelner Positionen berechtigt den AN nicht zur Änderung der übrigen Einheitspreise. Der Vertreter oder der Bauleiter des AN verpflichten sich zur Teilnahme an den regelmäßigen Baubesprechungen.
    Stundenlohnarbeiten sind anzuzeigen, zu beauftragen und spätestens wöchentlich der örtlichen Bauleitung zur Unterschrift vorzulegen. Der AN wird vertreten durch: xy Bauleiter des AN: xy

    Bautagebuch
    Über den Ablauf aller Leistungen auf der Baustelle ist ein Bautagebuch zu führen, und muss folgende Angaben enthalten
    Wetterdaten
    Arbeitsbeginn und Arbeitsende
    Anzahl und Qualifikation aller Mitarbeiter
    Maschineneinsatz
    Ausgeführte Leistungen
    Das Bautagebuch muss täglich geführt und wöchentlich der örtlichen Bauleitung übergeben werden.

    Endabnahmen erfolgen gemeinsam mit Vertretern des AG, AN und des Architekten.


    So wurde der letzte Vertrag im Februar mit dem Trockenbauer abgeschlossen.

    Nach einigen Gesprächen mit den Handwerkern sollte jetzt noch der Vertrag mit dem Estrichleger, dem Metallbauer und dem Putzer geschlossen werden. Auf meine Rückfrage bekam ich erst keine Antwort und nun fragte man mich, ob ich da schon Verträge hätte. Da ich darauf gewartet hatte, dass die Architektin dass wie immer macht, hatte ich natürlich nichts. Jetzt bekam ich zur Antwort, dass sie das so nicht mehr darf und ich solle mich um die entsprechenden Verträge mit den Handwerkern kümmern. Ist das so üblich?

    Ich hab jetzt nicht das Problem die anzusprechen aber der erste sagte jetzt schon.... Vertrag, hab ich kein Muster, machen wir normalerweise nicht. Wir arbeiten bei Privatleuten nach LV und den angebotenen Preisen.

    Wie läuft dass denn normalerweise bei einem privaten Bauherren?

    Ich will da jetzt nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen und bin froh wenn es erstmal ruhig weiter läuft. Wenn es eigentlich üblich ist, dass der Handwerker die Verträge vorbereitet und der Architekt sie nur zur Info bekommt, dann trete ich lieber den Handwerkern auf die Füße bzw. schicke Ihnen mal ein Muster.


    Liebe Grüße
    Isabell
  • Einen auch bezüglich der div. Vertragsbedingungen, Fertigstellungsfristen, Abrechnung, Bürgschaften, etc. detaillierten Bauvertrag zu schließen und damit über das Werkvertragsrecht des BGB hinausgehende Vereinbarungen zu treffen ist grundsätzlich sinnvoll und empfehlenswert. Im Bereich von individuellem Wohneigentum ist dies aber nicht so weit verbreitet, jedenfalls bei Verträgen direkt zwischen kleineren Handwerksbetrieben und privaten Auftraggebern ohne Beteiligung von Planern.

    Architekten müssen bei Beauftragung der Grundleistungen nach HOAI keine Vertragsmuster liefern. Wenn sie allerdings Vertragsmuster liefern, müssen sie über deren Risiken detailliert und sachlich richtig informieren und beraten. Die meisten Kollegen stellen deshalb keine Bauverträge zur Verfügung und / oder raten zur Hinzuziehung eines Fachanwaltes (zur Prüfung und Beratung).
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

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  • Skeptiker schrieb:

    Im Bereich von individuellem Wohneigentum ist dies aber nicht so weit verbreitet, jedenfalls bei Verträgen direkt zwischen kleineren Handwerksbetrieben und privaten Auftraggebern ohne Beteiligung von Planern.
    Ok, ersterer Teil wäre vermutlich das was der Handwerker sagt. Allerdings ist ein Planer an Board und die will scheinbar eben lieber einen Vertrag, kann ihn aber nicht mehr zur Verfügung stellen.

    Ich hab jetzt online das hier gefunden: [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

    Ist das wohl brauchbar oder schreit da einer von Euch Profis laut los?