Asbestverdacht

Im Zuge der Aktualisierung auf EFB 2.0 werden umfangreiche Wartungsarbeiten (voraussichtlich) vom 27.04 durchgeführt. Wir Entschuldigen, dass das Forum ab 19 Uhr nicht mehr erreichbar sein wird. Bei planmäßigen Durchlauf sind wir spätestens am darauf folgenden Tag (Samstag) wieder erreichbar.

  • Asbestverdacht

    Hallo,

    ich möchte gerne wissen, ob ich mit Asbest zu rechnen habe, wenn ich bei mir in der Mietwohnung die Decke anbohre um etwas zu befestigen (Die Decke scheint aus Stahlbeton zu sein). Das Gebäude ist aus dem Jahr 1984. Mir ist bewusst, dass zu dieser Zeit noch Asbest verbaut wurde, wurde dieser aber auch in den Innenräumen (Decken und Wände) eingesetzt? Wie gesagt, es handelt sich um ein reines Mietshaus.

    Danke schon mal :)
  • Sicherheit darüber, ob Asbest in einem Bauteil vorhanden ist, gibt immer nur eine Analyse. Deckenputz an StB-Decken mit Asbest zu versetzen, war aber in den 1980er Jahren nicht üblich.
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben -> http://www.expertenforum-bau.de/donation-add/
  • Ok. Vielen Dank. Und allgemein bei Innenraumdecken im häuslichen Bereich? Wie sieht es da normalerweise mit Asbest aus?

    Wissen Sie vielleicht auch ob der Vermieter bei eventuellem Vorhandensein (auch fest gebundener Asbest) eine Information zur Verfügung stellen muss (z.B. im Mietvertrag)?
    Immerhin sieht ja das Mietrecht vor, dass kleine Bohrarbeiten im Innenraum durchaus gemacht werden dürfen.

    Außerdem wurde bei mir letztens der Fliesenspiegel in der Küche erneuert. Hierbei hat mir auch niemand etwas von Asbest gesagt. Der Fliesenkleber könnte aber doch asbesthaltig sein, oder?

    Wie sieht es eigentlich mit asbesthaltigem Fensterkitt aus? Was ist damit gemeint? Kann auch Wachskitt für Holzanwendungen Asbest enthalten?

    Danke schon mal
  • In Fensterkitt (Leinölkitt, bestehend aus Kreide und Leinölfirnis) wurden besonders in den 50er und 60er Jahren des 20. Jhdts Asbestfasern in erheblicher Konzentration beigemischt, um ihn erst später rissig werden zu lassen. Typischerweise ist dieser Kitt bei Neubauten oder Neuverglasungen aus dieser Zeit anzutreffen. Alter Leinölkitt ist steinhart. Seit den Siebziger Jahren wurden für Nassverglasungen zunehmend dauerelastische Dichtstoffe eingesetzt, inzwischen fast nur noch. Diese werden normalerweise eben gerade nicht hart.

    ---------- 10. April 2018, 20:51 ----------

    Abc26 schrieb:

    Ok. Vielen Dank. Und allgemein bei Innenraumdecken im häuslichen Bereich? Wie sieht es da normalerweise mit Asbest aus?
    Decken sind immer zwischen Räumen. Bei den seit rd. fünfzig Jahren üblichen Stahlbetondecken gab es keinen Grund Asbest einzusetzen. In den 1950er Jahren waren Fussbodenkleber mit Asbestfaserzusatz beliebt und verbreitet, auf den Deckenoberseiten.

    ---------- 10. April 2018, 20:54 ----------

    Abc26 schrieb:

    Der Fliesenkleber könnte aber doch asbesthaltig sein, oder?
    Eher nicht. Beliebt war asbestfaserhaltiger Kleber zum verkleben elastischer Bodenbeläge, bspw. sog. „PVC-Fliesen“.
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben -> http://www.expertenforum-bau.de/donation-add/
  • Abc26 schrieb:

    Wo wurde denn normalerweise asbesthaltiger Stahlbeton verwendet?
    Nirgends. Meinst Du vielleicht Asbestzement?

    Viele sinnvolle Informationen finden sich gut zusammengefast [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.].
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben -> http://www.expertenforum-bau.de/donation-add/

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Skeptiker ()

  • Abc26 schrieb:

    Ja ich meine Asbestzement
    Dann findest Du weitere Informationen in dem verlinkten Text des UBA.
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben -> http://www.expertenforum-bau.de/donation-add/

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Skeptiker ()

  • Da ich nicht alle von mir verlinkten Texte vollständig auswendig kenne: Was genau aus diesem Text meinst Du?
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben -> http://www.expertenforum-bau.de/donation-add/
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass man in den 80ern Asbest in Beton verwendet hat, tendiert gegen Null. Die Wahrscheinlichkeit, dass man in den 80ern überhaupt asbestahltige Sachen verwendet hat, tendiert auch gegen Null, bzw ist die Wahrscheinlichkeit extrem gering, fast kaum erwähnenswert.

    Mach dir mal keine Panik. Nicht alles was alt ist, ist auch ungesund. ;)

    PS: Was eher der Fall sein könnte, wäre Formaldehyd in Pressspahnplatten, also auch in Möbeln aus der Zeit. Ähm...
    -

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

    Beitrag von Surop ()

    Dieser Beitrag wurde von R.B. aus folgendem Grund gelöscht: Sinnfrei. ().