Gebäude und Elementarversicherung

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    • Gebäude und Elementarversicherung

      Guten Tag liebe Experten,

      ich plane den Ausbau einer Immobilie mache mir nun Gedanken über Statik und den Status der Versicherung. Das Haus steht über einem Bach, der Bach wurde durch die Gemeinde untertunnelt unter anderem wohl weil eine Straße über dem Bach verläuft. Laut der Definition die ich im Netz finde bin ich somit nicht versichert falls durch den Bach schaden entstehen. Kann mir jemand helfen? Bin ich versichert? Wer würde im Schaden bezahlen? Wie sind die Optionen zur Absicherung? Ich will sicher sein bevor ich mich verschulde...

      Vielen Dank!

      Elementarschadenversicherung - Erdsenkung - Erdfall
      Der Vorgang der Erdsenkung wird in den FEVB und in den durch die BWE 2008 ersetzten BEG, BEH, BEW mit Erdfall bezeichnet. Beide Begriffe stehen nach der Verkehrsanschauung für Einsenkung der Erdoberfläche durch Einsturz von Aushöhlungen unter der Erdoberfläche. In diesem Sinne definieren die Elementarschadenbedingungen diese versicherte Gefahr wie folgt:
      -Erdfall ist der Einsturz des Erdbodens über natürlichen Hohlräumen (FEVB)
      -Ersenkung ist eine naturbedingte Absenkung des Erdbodens über naturbedingten Hohlräumen ( BWE 2008, ECB 2008, ECBUB 2008)
      -Erdsenkung ist eine naturbedingte Absenkung des Erdbodens über natürlichen Hohlräumen (9510, 9610, ECB 99, ABIS)
      -Erdsenkung ist eine Absenkung des Erdbodens, deren Ursache ausschließlich naturbedingt ist (BFIMO)
      Natürliche Hohlräume
      Hiernach ist nicht jede Art und Ursache von Erdsenkung erfasst. Die Hohlräume müssen natürlichen Ursprungs sein, z.B. Auslaugungshöhlen in Gips, Salz und Kalkstein.
      Naturbedingte Hohlräume können aber auch durch Naturereignisse plötzlich entstehen, wenn starke Regenfälle Auswaschungen unter der (auch befestigten) Erdoberfläche hervorrufen und die Erdoberfläche zunächst stabil bleibt. Schäden durch künstliche von Menschenhand geschaffene Hohlräume, selbst wenn sie nicht (mehr) in irgendeiner Weise genutzt werden, wie Erdgruben, Erdstollen, Erz-, Kohlen- oder Salzgruben, sind somit nicht gedeckt.
      Naturbedingte Absenkung
      Als weitere Voraussetzung für ein versichertes Ereignis muss die Absenkung des Erdbodens naturbedingt sein und darf nicht künstlich etwa durch Erderschütterung bei maschinellen Rammarbeiten oder durch Sprengungen hervorgerufen worden sein. Ob eine Absenkung durch ständiges Gewicht von Aufbauten oder Aufschüttungen über Hohlräumen als nicht naturbedingt einzustufen ist, scheint sehr fraglich zu sein. Anders allerdings nach den BFIMO, denn bei diesen muss die Ursache ausschließlich naturbedingt sein.
      Hinweis
      Sie sollten bei Versicherungsnahme nach den BFIMO versuchen, insoweit eine Textangleichung an die übrigen Versicherungsbedingungen zu erreichen, indem das Wort ausschließlich gestrichen wird.
      Die FEVB sprechen nicht von Absenkung, sondern von Einsturz des Erdbodens über natürlichen Hohlräumen. Damit dürfte aber nicht nur ein kurzer Geschehensablauf gefordert sein, zumal dieser von zufälligen äußeren Einflüssen bestimmt sein kann.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von R.B. () aus folgendem Grund: link entfernt, braucht es nicht.