Bodenaufbau alte Scheune

    Im Zuge der Aktualisierung auf EFB 2.0 werden umfangreiche Wartungsarbeiten (voraussichtlich) vom 27.04 durchgeführt. Wir Entschuldigen, dass das Forum ab 19 Uhr nicht mehr erreichbar sein wird. Bei planmäßigen Durchlauf sind wir spätestens am darauf folgenden Tag (Samstag) wieder erreichbar.

    • Bodenaufbau alte Scheune

      Hallo Zusammen,

      ich habe soeben dieses tolle Forum gefunden und würde gerne eine Frage los werden.

      Kurz zu mir und meinem Bauvorhaben: Ich habe ein altes Bauernhaus (BJ 1950), dieses hat eine kleine Scheune. Die Wände der Scheune sind gleichzeitig das Fundament. Der Boden der Scheune besteht momentan aus Lehm. Gerne würde ich den Lehmboden in die Scheune gegen einen "ordentlichen" aus Beton austauschen. Nun soll der Raum zunächst als kleine Werkstatt mit Garage dienen. Jedoch möchte ich mir offen halten, aus dieser Garage später mal einen Wohnraum zu machen. Jetzt habe ich bereits mit "Leuten vom Bau" gesprochen und jeder erzählt mir was anderes wie solch ein Boden aussehen soll.

      Folgendes habe ich bis jetzt mitgenommen:

      1. Bodenaushub von mindestens 50cm vornehmen.
      2. 20cm Schotter einbringen und diesen verdichten.
      3. Auf den Schotter eine Schweisbahn auslegen und aufschweisen.
      4. Eine Dämmung von ca 5cm aufbringen.
      5. 25cm Beton mit Stahlgittern eingiesen.

      Punkte 1. -3. kann ich noch gut nachvollziehen. Aber bei Punkten 4. und 5. bin ich mir nicht sicher ob das so richtig ist.

      Könnt Ihr mir vielleicht einen Tipp geben wo ich bzgl. des Bodenaufbaus für meinen Fall nachlesen kann bzw. vielleicht habt ihr auch direkt eine Antwort für mich parat?

      Ich habe gleich mal zwei Bilder angehangen.

      Vielen Dank!

      Robert
      Bilder
      • IMG_20180321_111711.jpg

        211,51 kB, 1.152×647, 30 mal angesehen
      • IMG_20180321_162352.jpg

        175,48 kB, 1.152×647, 25 mal angesehen
    • Ich mag mich ja irren, aber irgendwie kommen mir die Bilder bekannt vor. :/

      Zum Bodenaushub, ich bin mir nicht sicher, ob die Fundamente das so lustig finden, wenn sie auf 50cm Tiefe freigelegt werden.
      Bei Garage fällt mir noch ein, dass die Bodenplatte für die entsprechende Last ausgelegt sein muss. EIne druckfeste Dämmung unter der Bodenplatte wäre daher nicht die schlechteste Idee. Ob 25cm Dicke dann OK sind, das wäre eine Frage für einen Statiker. Hier spielt dann wohl die Bewehrung auch noch eine Rolle, und die Abmessungen der Platte, und.........

      Das Thema "spätere Nutzung als Wohnraum" wirft dann die nächsten Probleme auf, denn an einen Wohnraum werden wieder ganz andere Anforderungen gestellt, und ob das überhaupt genehmigt wird, steht sowieso auf einem anderen Blatt.

      Viele Fragen, und ich befürchte, wenn Du das richtig angehen möchtest, dann geht das weit über den Bodenaufbau hinaus. Dann wird sicherlich auch noch die Frage kommen, ob die "Garage" beheizt werden soll usw. usw. usw.

      Je nach Deiner Wunschliste steigen die Anforderungen und die Sache wird zunehmend komplizierter. Ein bisschen Boden für einen Schuppen wäre wohl das geringste Problem. Möchtest Du aber tatsächlich eine höherwertige Nutzung planen, dann wirst Du um einen Fachmann nicht herum kommen. Der müsste sich das alles anschauen, und Dir dann genau sagen, was, wo, wie auszuführen ist. Ich würde mir daher gut überlegen, was Du später mit dem Schuppen anfangen möchtest, und evtl. die Wunschliste hinterfragen.
      Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben
      -> [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
    • Hallo R.B.

      vielen Dank für die Antworten!!!

      Also so leicht scheint das alles nicht so sein...

      Die Bilder sind heute im Laufe des Tages entstanden. Also ganz frisch :)

      Dann werde ich mir wirklich noch ein wenig Kopf machen müssen und meine Wunschliste hinterfragen.

      Der 50cm Aushub der Fundamente ist kritisch wegen weg rutschen? Zum Glück sind die Fundamente/ Wand noch durch Pfeiler verstärkt wurden. Aber ich werde da nicht weiter buddeln!

      Vielen Dank nochmal

      Robert
    • Wenn das mit der Garage nicht so wichtig ist, und auch die nachträgliche Umnutzung in Wohnraum nicht gerade oberste Priorität hat, dann würde ich daraus einen ordentlichen Schuppen machen. Da spricht auch nichts dagegen, wenn sich darin ein Tisch für Gartenarbeiten o.ä. befindet, und auch ein Elektroanschluss für Gartengeräte ist sicherlich kein Problem.

      Das dürfte nach meiner Laienmeinung relativ einfach umzusetzen sein (es war ja bereits ein Schuppen, der jetzt nur "modernisiert" wird). Damit gehst Du vielen "Problemen" aus dem Weg. Es sollte halt nicht der Eindruck erweckt werden, dass hier eine Garage oder gar ein Aufenthaltsraum (Wohnraum) entsteht.
      Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben
      -> [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
    • Garage war wohl eher der falsche Begriff. Soll eigentlich eine kleine Werkstatt sein, in die man mal ein Auto rein fahren kann. Wegen Wohnraum ist auch kein Problem - es liegt sogar eine Baugenehmigung vor... :) Aber ich möchte momentan keinen Wohnraum dort haben und nur zu einer geringen Wahrscheinlichkeit in Zukunft einen Wohnraum daraus machen...

      VG

      Robert
    • robert.leipzig schrieb:

      Wegen Wohnraum ist auch kein Problem - es liegt sogar eine Baugenehmigung vor... :) Aber ich möchte momentan keinen Wohnraum dort haben und nur zu einer geringen Wahrscheinlichkeit in Zukunft einen Wohnraum daraus machen...
      Nur zur Vermeidung unnötiger späterer Enttäuschungen: Baugenehmigungen sind in D nach allen mir bekannten Landesbauordnungen befristet und verfallen, wenn des Bau des genehmigten Objekts nicht binnen der genehmigten Frist begonnen und der Genehmigungsbehörde angezeigt wurde. Von der Genehmigung abweichende Ausführungen oder Nutzungen sind von der Genehmigung nicht gedeckt. Meist ist eine einmalige Verlängerung der Genehmigung möglich, wenn diese vor Ablauf der Frist gestellt wird. Genehmigungen erlauben meines Wissens immer nur eine Nutzung, nicht entweder oder!
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

      Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben -> http://www.expertenforum-bau.de/donation-add/
    • robert.leipzig schrieb:

      es liegt sogar eine Baugenehmigung vor..
      dann müsste dort ja schon alles festgelegt sein. Das engt Deinen Spielraum bei der Umsetzung ein.
      Oder die Genehmigung ist so alt, dass man damit sowieso nichts mehr anfangen kann.


      robert.leipzig schrieb:

      Garage war wohl eher der falsche Begriff. Soll eigentlich eine kleine Werkstatt sein, in die man mal ein Auto rein fahren kann.
      Wie gesagt, Garage oder (Auto)Werkstatt, das ist schon ein anderes Kaliber. Es gibt in DE so gut wie nichts, was nicht irgendwie reguliert ist. Da solltest Du aufpassen, dass Du keinen Ärger bekommst (Die Liste an Anforderungen ist lang, Brandschutz usw. usw. usw.).

      Deswegen hatte ich ja geschrieben, es kommt auch auf den Eindruck an, den man von der Nutzung hat. Wenn da ein Tisch steht und ein bisschen Werkzeug liegt, weil man ab und zu mal den Rasenmäher reparieren muss, dann ist das kein Thema. Wenn das später einer Autowerkstatt gleicht, dann .....
      Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben
      -> [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
    • robert.leipzig schrieb:

      . 20cm Schotter einbringen und diesen verdichten.
      3. Auf den Schotter eine Schweisbahn auslegen und aufschweisen.
      4. Eine Dämmung von ca 5cm aufbringen.
      5. 25cm Beton mit Stahlgittern eingiesen.
      Dein Schotter sollte aus Kapilarbrechendem Material sein !
      Dann wäre mMn die Reihenfolge etwas anders.
      Beton, dann Schweißbahn , dann Dämmung , dann Estrich .


      ---------- 22. März 2018, 05:44 ----------

      Ich habe nen Hofkeller , da war auch früher so ein Boden drin , ich habe ca 40 cm ausgekoffert , und dann mit Schotter und Split weitergemacht , zum Schluß 8er Betonpflaster drauf , jetzt ist der Boden Trocken . In Raummitte habe ich noch ein Schacht (Sickerschacht oder Pumpensumpf ) angeordnet , weil der Keller ca einen 3/4 Meter unter Niveau aussen liegt, und evtl bei Starkregen geflutet werden könnte
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • Wenn man solche Keller oder Schuppen ausbaut sollte man Schaumglasschotter im Blick behalten.
      Ja, ist ein Stück teurer aber wenn man damit den Keller geschottert hat hat man direkt ein gutes Stück Wärmedämmung eingebaut und bei dem Einbauen wird einem nicht so warm weil das Zeug echt handlich ist...
    • Hallo,

      vielen Dank für euere Antworten.

      Habe mich vielleicht nicht ordentlich ausgedrückt. Also die Baugenehmigung für Wohnraum gilt natürlich noch und eine Garage/ Werkstatt soll es ja nicht werden. Eher mein kleiner Abstellraum/ Werkbank usw. wo man zur Not auch mal ein Auto rein fahren kann. Carport habe ich auch noch.

      @AndyG: Wieso hast du auf den Schotter den Beton direkt gemacht? Ich dachte eine Schweisbahn auf dem Schotter soll nochmal zusätzlich vor Nässe abhalten damit der Beton keine Nässe abbekommt?

      @Anda: Ja deswegen mache ich mir jetzt auch sorgen. Werde nicht mehr so tief auskoffern, den Schotter schnellstmöglich einbringen und diesen verdichten.

      Danke für Euere Hilfe!

      Robert
    • robert.leipzig schrieb:

      es liegt sogar eine Baugenehmigung vor.
      In allen mir bekanntedn LBos gibt es entweder die Vorschrift, dass bei Einreichen ders Antrags die Statik vorliegen muss oder es heisst, dass sie mit Baubeginn vorliegen muss.
      Aus der Statik müssten sich Bodenaufbau, Fundamtenunterfangungen, Vorschriften für das Ausschachten usw. ergeben. Und den Statiker könnte man auch noch mal befragen, ob seine wohnraumtaugliche Bodenplatte auch werkstatttauglich ist oder - wenn nicht - was zur Ertüchtigung zu tun wäre.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ich glaube der TO weiß selbst nicht was er an Papieren hat. Wenn es eine Baugenehmigung von vor zig Jahren ist, dann gilt die heute nicht mehr. Und wenn es eine aktuelle Baugenehmigung ist, dann sollte alles schon vorhanden sein was Ralf aufgezählt hat. Die Fragen sollte es also in dieser Form nicht mehr geben. Alles etwas seltsam. Ich glaube, da will jemand einen Schuppen schwarz in DIY umbauen. Das kann sehr böse nach hinten los gehen. Entweder hier liegt ein Kommunikationsfehler vor, dann bitte etwas genauer erklären, zeig mal Pläne usw, oder man nimmt uns auf den Arm.

      Wenn nix vorliegt, dann lass den Schuppen einen Schuppen sein. Was Du darin treibst, ist dein Ding. Kannst auch ein Auto dort abstellen und an dem rum schrauben. Da sagt keiner was, solange das nicht ausartet. Mach ein Pflaster rein und gut ist. Die meisten Schuppen die ich kenne sind eh trocken und deiner wird es wohl auch sein.
      -

      Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
    • Benutzer online 1

      1 Besucher