Leckageschutz EFH

    Im Zuge der Aktualisierung auf EFB 2.0 werden umfangreiche Wartungsarbeiten (voraussichtlich) vom 27.04 durchgeführt. Wir Entschuldigen, dass das Forum ab 19 Uhr nicht mehr erreichbar sein wird. Bei planmäßigen Durchlauf sind wir spätestens am darauf folgenden Tag (Samstag) wieder erreichbar.

    • Leckageschutz EFH

      Hallo Freunde,

      unsere Hausbaufirma empfiehlt, dass wir uns nachträglich einen Leckageschutz installieren sollen. Die kamen jetzt aber erst auf die Idee, nachdem wir uns die Enthärtungsanlage installieren möchten. Vorher nicht. Nun stellt die Enthärtungsanlage ja nur eine von vielen potentiellen Wasserfehlerquellen im Hausanschlussraum dar:

      - Die Pumpe im Hebefix könnte ausfallen --> Wasser im Keller
      - Die Kondensatpumpe der Wärmepumpe könnte ausfallen --> Wasser im Keller
      - Ein x-beliebiges Ventil kann kaputt gehen --> Wasser im Keller
      - Ein x-beliebiges Rohrverbindungsstück kann undicht werden --> Wasser im Keller
      - etc.

      Ich kann deshalb nicht nachvollziehen, warum beim Einbau einer Enthärtungsanlage ein Leckageschutz nun plötzlich so wichtig wird, während es vorher niemanden gekümmert hat. Fallen Enthärtungsanlagen besonders häufig aus und setzen das Haus unter Wasser oder wie kommen die Dame und Herren darauf? Wir sprechen ja immerhin von >500 €.

      Bin für jede Einschätzung dankbar!

      Viele Grüße
      --
      Fomes
    • Ich sehe keinen Zusammenhang mit der Enthärtungsanlage. Die kann genau so oft/wenig ausfallen, und eine Leckage verursachen, wie andere Anlagenteile auch.

      Sicherheitshalber mal in die Unterlagen der Enthärtungsanlagen schauen, ob der Hersteller entsprechende Vorgaben macht, oder Empfehlungen gibt (kann ich mir jetzt nicht vorstellen, aber sicher ist sicher).

      Warum der Firma das erst jetzt eingefallen ist, dafür habe ich keine sinnvolle Erklärung. Man könnte ja mal nachfragen, aber vermutlich ist das eher Zufall, vielleicht hat er gerade ein entsprechendes Prospekt in die Finger bekommen, oder irgendwo etwas gelesen, oder was weiß ich.
      Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben
      -> [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
    • Je nach Typ der Enthärtungsanlage könnte es herstellerseitig Forderungen nach einen (externen) Leckageschutz geben. Ich weiss nicht, wie sich deine Anlage bei einem Stromausfall verhalten würde...

      Anderer Punkt wären Forderungen des Schadensversicherers, Stichwort Leitungswasserschaden.

      Ich vermute mal, das der Keller so tief liegt, das ein Bodeneinlauf zur natuerlichen Entwässerung wohl nicht in Frage kommt.
    • Danke für Eure Einschätzungen. Da sind wir wohl alle einer Meinung.

      Der Hersteller der Enthärtungsanlage hat einen "Geno-Stop" genannten Leckageschutz als optionales Zubehör im Angebot. Die Enthärtungsanlage muss aber nicht notwendigerweise damit betrieben werden. Der Leckageschutz hätte auch keine physische Verbindung mit der Enthärtungsanlage und würde, wenn ich das richtig verstanden habe, in die Hauswasserzuleitung vor dem Abzweig der Enthärtungsanlage montiert werden. Das scheint in meinen Augen eher ein weiteres "Ich bin rundum abgesichert"-Teil für das scheinbare Wohlfühlgefühl des Häuslebauers.

      Ja, die Kellersohle liegt deutlich unterhalb der Rückstauebene, kein Bodenablauf vorhanden.
    • Fomes schrieb:

      in die Hauswasserzuleitung vor dem Abzweig der Enthärtungsanlage montiert werden.
      Da gibt es mehrere Möglichkeiten, angefangen von externen Sensoren mit Feuchtemessung, bis hin zur (Fließ)drucküberwachung.
      Beim Geno-Stop werden externe Sensoren eingesetzt, die man an kritischen Stellen positionieren kann. Es wird somit nicht nur die Enthärtungsanlage überwacht, sondern man kann Sensoren auch in benachbarten Räumen positionieren (Funk).
      Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben
      -> [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
    • Das Gefährliche bei einer Enthärtungsanlage in Kombination mit einer Hebeanlage ist ein Stromausfall.
      Die Enthärtungsanlage regeneriert ihr Harz und lässt dabei Wasser in die Hebeanlage abfließen. Dies wird teilweise durch Schrittmotore bewerkstelligt. Das heißt, fällt wärend der Regeneration der Strom aus , fließt solange Wasser nach, bis die Anlage wieder Strom hat oder der Versorger kein Wasser mehr ;)

      Die Hebeanlage kann durch den Stromausfall nicht mehr abpumpen und der Keller läuft voll Wasser.

      Das ist kein unrealistisches Szenario....
    • Brombeerdone schrieb:

      Die Enthärtungsanlage regeneriert ihr Harz und lässt dabei Wasser in die Hebeanlage abfließen. Dies wird teilweise durch Schrittmotore bewerkstelligt. Das heißt, fällt wärend der Regeneration der Strom aus , fließt solange Wasser nach, bis die Anlage wieder Strom hat oder der Versorger kein Wasser mehr
      Wenn das wirklich so konstruiert ist, halte ich das für einen Konstruktionsfehler. Bei Stromausfall hat so ein Teil durch mechanische Kraft jeglichen Wasserfluss zu stoppen. Das wäre grade so, als ob eine Waschmaschine, die gerade ihr Ventil geöffnet hat um Wasser zu zapfen, bei einem plötzlichen Stromausfall weiter Wasser fliessen lassen würde, bis der Keller unter Wasser steht.
    • So gut wie jede Enthärtungsanlage schreibt in Ihren Unterlagen vor, das im Aufstellraum ein Budengulli sein sollte.

      Der geschilderte Fall ist nicht nur der Einzige Betirebspunkt der zu "Wasser im keller" führen kann.

      Der Geno Stop ist z.b. ein entsprchendes Absperrventil, welches Auf Sensoren und/oder ein externes Signal, die Zufuhr stoppt.
      KAnnst ja in jede Enthärtungsanlage so ein Teil reinkalkulieren.....
      Manche Diskussionen dauern länger als das handwerkliche probieren und ausführen. :sos: :lol:
    • Moin zusammen!

      Brombeerdone schrieb:

      Das Gefährliche bei einer Enthärtungsanlage in Kombination mit einer Hebeanlage ist ein Stromausfall.
      Die Enthärtungsanlage regeneriert ihr Harz und lässt dabei Wasser in die Hebeanlage abfließen. Dies wird teilweise durch Schrittmotore bewerkstelligt. Das heißt, fällt wärend der Regeneration der Strom aus , fließt solange Wasser nach, bis die Anlage wieder Strom hat oder der Versorger kein Wasser mehr ;)

      Das ist kein unrealistisches Szenario....
      Naja - da müsste schon allerhand zusammenkommen. Erst einmal ein Stromausfall. Ich kann mich ungelogen nicht an einen einzigen Stromausfall in Berlin erinnern, seit ich hier wohne. Das sind schon einige Jahrzehnte. Deshalb ist dieses Risiko mMn vergleichsweise niedrig. Und dann müsste der Stromausfall auch wenigstens einige Minuten lang anhalten, um überhaupt eine Wassergefahr entstehen zu lassen. Als nächstes müsste die Anlage kumulativ gerade zu diesem Zeitpunkt einen ihrer Regenerationszyklen durchlaufen...

      Laut Betriebsanleitung und nach fertigem Anschluss kann ich hinzufügen: sie verfügt über einen Sicherheitsüberlauf, der per Gefälle in den Hebefix abläuft. Nachteil: Wenn Stromausfall, läuft der Hebefix natürlich auch nicht. No risk, no fun.

      Aber nochmal eine andere Frage zu der einzustellenden Deutschen Härte.
      Mit welchen Härtegraden sollte man im EFH arbeiten? Wir versorgen uns seit die Anlage läuft mit gekauftem Mineralwasser, so dass wir keinen Unterversorgung an Mineralien fürchten müssen. Nichtsdestoweniger empfiehlt der Hersteller eine Härte von 3 - 6 dH einzustellen. Welchen Nachteil hat denn unsere bislang eingestellte vollständige Enthärtung?
    • Es geht dabei nicht um Mineralienmangel, sondern um zu viel!
      Der Kalk kommt zwar raus, aber der Natrium gehalt steigt dadurch. Deshalb auch in der Bedieungsanleitung der Hinweis darauf!

      Und ein kalkfreies Wasser mit 0°dH wird dir im Haus keiner danken! Aber das darf mal probiert werden, so für 1-2 Tage ;)
      Manche Diskussionen dauern länger als das handwerkliche probieren und ausführen. :sos: :lol:
    • Fomes schrieb:


      Ich kann mich ungelogen nicht an einen einzigen Stromausfall in Berlin erinnern, seit ich hier wohne. Das sind schon einige Jahrzehnte. Deshalb ist dieses Risiko mMn vergleichsweise niedrig.
      Erfolgreiche Verdrängung? Allein in Mitte jedenfalls ca. 3 mal > 30 Minuten in den letzten 10 Jahren. Insgesamt in über 25 Jahren rd. 10 für mich persönlich wahrnehmbare Ausfälle.

      (Und dann war da noch diese Baustelle in Schwabing, die es schon allein geschafft hat in Schwabing dreimal mehrere tausend Haushalte für Stunden stromlos zu setzen ... :D nein, ich war nur Planer)
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

      Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben -> http://www.expertenforum-bau.de/donation-add/
    • Klinke mich mal kurz ier mit ein.
      Unser Wasserversorger hat hier
      - Gesamthärte Min 17, Mittel 24, Max 26
      - Karbonathärte Min 11, Mittel 12, Max 18

      Da ich gerade die Wasserhähne nach 4 Jahren einmal komplett zerlegt habe, da der Hebel sich schwer drehen/hoch/runter bewegt hat, habe ich das Innenleben / Kartusche einmal komplett gereinigt / entkalkt. Nun läuft er wieder. Ich frage mich nur, was mit den Kunststoffwasserleitungen passiert.
      Die verkalken doch innen genauso, oder ? Unabhängig vom Plattenwärmetauscher für Trinkwasser, aber den kann man ja wechseln.

      Nun also die Überlegung einer Enthärtungsanlage.
      Macht es Sinn diese nur vor die Therme zu hängen um das Kaltwasser für die Erwärmung zu enthärten ?
      Damit hätte man ja in Küche trotzdem kaltes normales Wasser.
      Wie sieht es dann aber mit Kalk aus ?
    • Skeptiker schrieb:

      Fomes schrieb:

      Ich kann mich ungelogen nicht an einen einzigen Stromausfall in Berlin erinnern, seit ich hier wohne. Das sind schon einige Jahrzehnte. Deshalb ist dieses Risiko mMn vergleichsweise niedrig.
      Erfolgreiche Verdrängung? Allein in Mitte jedenfalls ca. 3 mal > 30 Minuten in den letzten 10 Jahren. Insgesamt in über 25 Jahren rd. 10 für mich persönlich wahrnehmbare Ausfälle.
      (Und dann war da noch diese Baustelle in Schwabing, die es schon allein geschafft hat in Schwabing dreimal mehrere tausend Haushalte für Stunden stromlos zu setzen ... :D nein, ich war nur Planer)
      Klingt nach einer ganzen Menge Pech, da Stromausfälle in Berlin praktisch immer lokal begrenzt sind. Ich kann - wie gesagt - von keinem einzigen berichten. Neukölln ist eben Neukölln, Alta ;)

      Wenn das primäre Problem letztlich ein potentieller Stromausfall ist, dann wäre die Anschaffung einer viel viel günstigeren USV, die Enthärtungsanlage + Hebenfix beim Ausfall versorgen kann, viel sinnvoller als ein >500 € Wasserstopmechanismus. Kostenpunkt USV - je nach Kapazität und Qualität <100 € aufwärts...
    • Fomes schrieb:

      Skeptiker schrieb:

      Fomes schrieb:

      Ich kann mich ungelogen nicht an einen einzigen Stromausfall in Berlin erinnern, seit ich hier wohne. Das sind schon einige Jahrzehnte. Deshalb ist dieses Risiko mMn vergleichsweise niedrig.
      Erfolgreiche Verdrängung? Allein in Mitte jedenfalls ca. 3 mal > 30 Minuten in den letzten 10 Jahren. Insgesamt in über 25 Jahren rd. 10 für mich persönlich wahrnehmbare Ausfälle.(Und dann war da noch diese Baustelle in Schwabing, die es schon allein geschafft hat in Schwabing dreimal mehrere tausend Haushalte für Stunden stromlos zu setzen ... :D nein, ich war nur Planer)
      Klingt nach einer ganzen Menge Pech, da Stromausfälle in Berlin praktisch immer lokal begrenzt sind. Ich kann - wie gesagt - von keinem einzigen berichten. Neukölln ist eben Neukölln, Alta ;)
      Off-Topic:
      war ick oooh ma jewesen - fluchhafenstraße, alta, voll krass, aber dort keinen Stromausfall erlebt, nur einen Wohnungsbrand
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

      Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben -> http://www.expertenforum-bau.de/donation-add/
    • Skeptiker schrieb:

      Fomes schrieb:

      Ich kann mich ungelogen nicht an einen einzigen Stromausfall in Berlin erinnern, seit ich hier wohne. Das sind schon einige Jahrzehnte. Deshalb ist dieses Risiko mMn vergleichsweise niedrig.
      Erfolgreiche Verdrängung? Allein in Mitte jedenfalls ca. 3 mal > 30 Minuten in den letzten 10 Jahren. Insgesamt in über 25 Jahren Berlin rd. 10 für mich persönlich wahrnehmbare Ausfälle.


      (Und dann war da noch diese Baustelle in Schwabing, die es schon allein geschafft hat, in Schwabing dreimal mehrere tausend Haushalte für Stunden stromlos zu setzen ... :D nein, ich war nur Planer)
      Zu Häufigkeit von Stromausfällen in Berlin: Seit 15 Minuten ist in meinen Wohngebiet in B-Mitte auf der Fläche von ca. 6 x 8 Blöcken der Strom ausgefallen. Laut VNB soll das Netz hier nach knapp 120 Minuten wieder verfügbar sein. Soviel zur Ausfallswahrscheinlichkeit!
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

      Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben -> http://www.expertenforum-bau.de/donation-add/

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Skeptiker ()

    • Ach, der VNB ist wohlhabender Skandinavier!


      ---------- 4. April 2018, 19:22 ----------

      Und da isst schon wieder, der Strom aus ... dem Kohlekraftwerk!
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

      Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben -> http://www.expertenforum-bau.de/donation-add/
    • Benutzer online 1

      1 Besucher