Kellerfenster nachträglich einbauen - Weisse Wanne

    • Kellerfenster nachträglich einbauen - Weisse Wanne

      Hallo zusammen,

      ich bin neu hier im Forum und brauche dringend eure Expertenhilfe bei meinemProjekt.

      Mein Projekt:

      Ich habe eine DHH von 1996 in Neuss erworben und erhalte bald die Schlüssel.An dem Haus muss eigentlich nur optische Renovierungsarbeit gemacht werden, BISauf einen nachträglichen Fenstereinbau im Keller, weil ich zwei Räume (imKeller) als Wohnraum nutzen will. Diese wurden auch zuvor als Wohnraum genutztaber nicht beim Bauamt als Wohnraum genehmigt (sondern sind als Hobbyraumeingetragen). Das Bauamt hat mit dem Vorhaben auch kein Problem, bis dass einRaum zu wenig Fensterfläche hat (1/8 der Raumwohnfläche ist Vorgabe wegenLichteinstrahlung). Der andere Raum erfüllt die Anforderung. Ebenfalls ist auchein zweiter Fluchtweg vorhanden. In dem besagten Raum ist ein Holzfenter (2,00mx 1,01m) vorhanden (über Erdreich. Da die Grundfläche des Raumes 34,58m²beträgt, muss die Fensterfläche 4,32m² betragen. Ich brauche also noch 2,30m²als Fensterfläche. Der Keller ist als Weisse Wanne ausgeführt.

      Nun zu meiner Frage:

      Kann man bei der Konstellation hier ein Fenster einbauen? Es handelt sichdoch bei einer weissen Wanne um Stahlbeton (also Beton mit Stahlbewehrung)? Muss das Beton rausgesägt werden oder wiekommt der Stahlbeton da weg? Das kann man ja nicht „rauskloppen“, oder? Mussdas zuvor mit einem Stahlträger abgefangen werden bzw. mache ich die Statikkaputt, weil ich die Bewehrung zerschneide? Bei was für einer Firma bin ich bei dem Vorhaben richtig? Kann sowas ein Fensteranbieter realisieren? Das Vorhaben erfordert laut Bauamtauf jeden Fall einen Baugenehmigungsantrag (Nutzungsänderung reicht nicht aus),mit einer Statikberechnung und einfachen Zeichnung.

      Ich bin für jede Hilfe dankbar.Vielleicht könnt ihr ja auch eine Firma empfehlen.

      Adi
    • Adi schrieb:

      Baugenehmigungsantrag (Nutzungsänderung reicht nicht aus),mit einer Statikberechnung und einfachen Zeichnung.

      Ich bin für jede Hilfe dankbar.Vielleicht könnt ihr ja auch eine Firma empfehlen.
      Empfehlen können wir einen Architekten oder Bauingenieur mit Bauvorlageberechtigung. Den/die brauchst Du sowieso für den Bauantrag und mit der/dem kannst Du dann den Rest klären, denn der/die kennt dann das Vorhaben!
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Zum Thema Antrag wurde ja schon etwas geschrieben.

      Wird das neue Fenster auch komplett über Geländeniveau eingebaut? Ansonsten kommt sicherlich noch das Thema druckwasserdichte Lichtschächte auf die Tagesordnung.

      Für das Herstellen der Öffnung gibt es Firmen die sich auf solche Arbeiten spezialisiert haben. Von einer einfachen Kernbohrung bis hin zum Trennen kompletter Gebäude bieten die fast alles an. Baufirmen die öfter mit solchen Arbeiten konfrontiert werden, dürften auch das notwendige Werkzeug und Maschinen haben. Solche Firmen gibt es sicherlich auch bei Euch in der Nähe (bei uns könnte ich Dir auf Anhieb Adressen nennen, aber die fahren mit Sicherheit nicht nach Neuss). Also Tante Google fragen, Branchenbuch, oder Baufirmen und Architekten in der näheren Umgebung fragen, die solche Arbeiten auch ab und zu vergeben und Kontaktadressen haben sollten.

      Bevor aber die Maschine an der Wand angesetzt wird, braucht es jemanden der sagt, wie und wo. Das wäre ein Fall für einen Statiker. Immer daran denken, die o.g. Firmen sägen das Loch aus der Wand, sie übernehmen aber keine Haftung dafür, dass an der richtigen Stelle gesägt wird, das ist allein Aufgabe des Auftraggebers. Für Schäden durch mangelhafte Ausführung kann man die Firma in Haftung nehmen, für alles andere steht der Auftraggeber gerade.

      Vorher auch das Thema Kosten abklären, denn wenn die nur wegen einer einzelnen Öffnung anrücken müssen, wird das nicht ganz billig. Je nach Verfahren kann Dich das bei 2,x m² irgendwas zwischen 500,- und 1.000,- € kosten. Also nicht einfach einen Auftrag erteilen, ohne vorher zu klären, was an Kosten auf Dich zukommen wird.

      d.h. bis das Fenster eingebaut ist, gibt es einiges zu tun.
    • meist gibts keine brauchbaren bestandsunterlagen oder, wenn
      es welche gibt, fällt man ins leid .. sei es, weil die "unterlagen"
      nur zum unterlegen sind, sei es, weil das bauwerk nur unter
      schmerzen geändert werden kann.

      wäre eine "fensterkonforme" kellerwohnraumverkleinerung
      möglich?

      beides: mit dem planer klären.
    • Hallo zusammen,
      vielen Dank erst mal für die Antworten.
      Einen Statiker habe ich an der Hand, einen Fensterbauer und Betonscheider habe ich gegoogelt. Daher werde ich speziell keinen Architekten beauftragen. Die Koordination kann ich auch alleine. Dass das trotzdem Geld kosten wird ist mir schon klar. Ich will aber bevor ich an die Firmen zugehe, für mich selber ein Bild davon machen was auf mich zukommt.
      Hat an der Ecke jemand Erfahrungen gesammelt und kann mit Informationen aushelfen als "geh zum Planer" und "das kostet Geld"?
      Eine "fensterkonforme" kellerwohnraumverkleinerung kommt nicht in Frage MLS. Ich werde natürlich zuvor alles mit dem Fensterbauer durchgehen, bevor die Betonsägearbeiten anfangen R.B.. Das Fesnter wird komplett über Geländeniveu eingebaut. Es handelt sich also letztlich um einen Einbau von einem Fenster mit 2,30m², das ist heutzutage keine Raketenwissenschaft. Ich könnte auch das bestehende Fenster raus und eine Glastür einbauen aber dann komme ich unter Gälendeniveu udn muss mir dann Sorgen machen, wie ich mit anstehendem Grundwasser/Regenwasser in der Zukunft klarkomme. Auf den Stress habe ich keine Lust.
      Die Firmen die Betonsägearbeiten machen, habe ich mir rausgesucht. Sofern ich die Schlüssel erhalten habe (nächste Woche), werde ich mit Fotos und Zeichnungen diese anschreiben, um die Kosten zu eruieren. Was gluabt ihr den kostet so ein Holzfenster oder ein vergleichbar gutes Fenster (alle anderen Fenster sind Holzfenster) bzw. das Betonsägen? Die alten Statiken hoffe ich vom Verkäufer oder Bauamt zu bekommen, damit ist dem Statiker wahrscheinlich geholfen. Mal schauen wir lange das Bauamt an Zeit benötigt bis es genehmigt wird. Laut Amt reicht hier eine kleine Sttik mit einer Handzeichnung auf den Originalen Zeichnugne als Kopie.

      VG, Adi
    • Du schreibst doch selbst, dass das Bauamt eine Baugenehmigung und Umwidmung will. D.h. mit einem Fensterbauer allein wirst Du nicht weit kommen. Du braucht einen Vorlagenberechtigten, also einen Architekten oder Bauingenieur. Am besten letzteren der auch die Baugenehmigung macht, dann hast Du alles was Du brauchst zusammen. Somit ja, die Antworten sollten reichen, weil mehr kann man kaum sagen, außer das was schon geantwortet wurde.
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      Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
    • Adi schrieb:

      Daher werde ich speziell keinen Architekten beauftragen. Die Koordination kann ich auch alleine. [...] Hat an der Ecke jemand Erfahrungen gesammelt und kann mit Informationen aushelfen als "geh zum Planer" und "das kostet Geld"?
      Du wirst ohne, daß ein Architekt dies in genehmigungsfähige Papiere kleidet, kein noch so kleines Korn entfernen dürfen. Ich lese, daß Du Dir andere Antworten erhoffst, kraft Beruf ans eigenständige werkeln gewohnt bis, jedoch ist mit den Mitarbeitern des BA Neuss nicht zu spaßen ... und der Neußer "plaudert" gerne (der Filz in Neuß ist dichter, als es gemeinhin den Kölnern zugeschrieben wird). Hinzu kommt, daß der, unter Deiner DHH, verbaute druckwasserdichte Keller einen Sinn hat; in manchen Regionen Neuß´steht das Wasser unter der Grasnarbe. Drauflos buddeln und auf die eigenen Fähigkeiten vertrauen, ist nicht wirklich der Sieger auf der Skala möglicher Auswahlszenarien.

      Such Dir einen Architekten Deines Vertrauens (DHH 1996 errichtet - das seinerzeit beauftragte Büro existiert sicher noch) und er wird nicht nur einen Statiker an der Hand haben, sondern auch seriöse Firmen, welche sich mit dem Thema auskennen. Kosten Architekt, Statiker, Maschinen, Material, Arbeitskraft und vergleichsweise kleiner Auftrag - mit der, von @'R.B. genannten Summe wirst Du nicht hinkommen ... vlt. für die Bezahlung des Statikers.
      Mit Rheinischen Grüßen; ms