Was für einen Schimmel habe ich?

    • Was für einen Schimmel habe ich?

      Hallo,

      anbei mal drei Fotos.
      Ist von einer Holzbalkendecke. Etage war seit 28 Jahren unbewohnt. Wahrscheinlich wurde viel Feuchtigkeit 1976 eingebracht durch Verbundestrich auf dem Lehmboden.
      Eine Probe entnehme ich später und sende dies in ein Labor.
      Habe Weiß Fäule, ca 1m lang, dort wo das weiße Sekret ist, ist keinerlei schaden. Auf dem träger wo nichts weißes ist, ist der typisch fasrige Schaden.

      Das weiße Zeug lasst sich leicht zerdrücken und abmachen. Keine Beschädigung darunter.

      Bin grade zu neugierig weswegen ich frage.
      Bilder
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    • Danke für die Antwort, mit einem nicht geeichten Messgerät werde ich das später einmal Prüfen. Einen verifizierten Wert werde ich am 09.02 erhalten. Dort wird ein Bausachverständiger vorbei kommen welcher so ein Profigerät hat.

      Das Dach wurde 2005 neu gedeckt, kann das evtl. was Älteres sein? Bzgl. 1976...?

      Edit: Der Balken welchen das Betrifft ist einer, welcher mit der Dachkonstuktion direkt verbunden ist. 2 OG
    • Skeptiker schrieb:

      Schimmelpilze wachsen nur auf deutlich feuchtem Holz (> 20 Masseprozent). Die ungefähre Feuchte lässt sich auch mit einem Schätzeisen vom Discounter für 10 € abschätzen. Vor 40 Jahren eingedrungene Feuchte ist längst wieder verdunstet.
      So ein Gerät kommt auch heute mit der Post an.

      Bleibt der Schimmel dann trotzdem da? Also die "toten" Überreste von ihm?

      Der Estrich war auf der Decke gebrochen und diese Etage wurde viele Jahre nicht betreten. Hatte die komplette Decke inkl. Lehm entfernt.
    • desteny schrieb:

      Skeptiker schrieb:

      Schimmelpilze wachsen nur auf deutlich feuchtem Holz (> 20 Masseprozent). Die ungefähre Feuchte lässt sich auch mit einem Schätzeisen vom Discounter für 10 € abschätzen. Vor 40 Jahren eingedrungene Feuchte ist längst wieder verdunstet.
      So ein Gerät kommt auch heute mit der Post an. Bleibt der Schimmel dann trotzdem da? Also die "toten" Überreste von ihm?
      Zuerst klären, ob das Holz aktuell noch messbar aufgefeuchtet ist, dann über weiteres nachdenken!
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Hallo, also ich habe viel gemessen.

      An dem Träger von diesem Foto habe ich eine Feuchtigkeit von 9-11%. Unzwar auf ganzer Länge. Selbst an dem Trägerkopf welcher auf dem Mauerwerk liegt an einem schwer beschädigten Träger. Mein neu (getrocknetes) eingebrachtes Holz hat 8-10%. Der Anteil mit KVH hat 7%.
      Dieses Bild zieht sich an allen Trägern fort.

      Eine Etage Tiefer - die Decke zu bewohntem Bereich - habe ich am Balkenkopf 14% - minimale Beschädigungen.
      An einer Tür (Seiten und der Sturz wurden mit Hölzern realisiert) habe ich 16% (ist neben einer Lehmputzwand). Der Lehm an dieser Wand hat 21% und der Putz darüber hat 3%.
      Mauerwerk hat an der nicht-wetter Seite 17% und auf der Wetterseite 6%. (hab ich nicht vertauscht).


      Ja gibt einen Stein und Holzmodus an dem ungeeichten Messgerät.

      Was meint ihr dazu?


      ---------- 2. Februar 2018, 12:13 ----------

      Weiß denn einer damit was anzufangen?
      Sind die Werte unüblich oder schlecht?
    • Nehmen wir die Messungen mit Deinem Schätzeisen mal nicht ganz so genau, sondern nur als Tendenz. (Obwohl: amtlich geeichte Messgeräte gibt's für Holzfeuchte meines Wissens eh nicht.)

      KVH darf neu 15+/-3 Masseprozent haben, ist im geheizten Innenraumklima eher bei 12% zu suchen, also mit Deinen gemessenen Werten von 7 % "trocken". Den Balkenkopf mit seinen 14 % sollte man mit noch einmal mit einem zuverlässigeren Gerät unter Berücksichtigung der Materialkennwerte messen. Das sollte Dein SV machen können. Die 14 % sind - wenn korrekt gemessen - tendenziell in geheiztem Raumklima ebenfalls unkritisch. Das müsste aber vor Ort genauer abschließend verifiziert werden. Deine Messungen waren bauartbedingt unkritisch. Mit isolierten Sondenspitzen sollte das Holz sicherheitshalber tiefer (z.B. 2,0 und 4,0 cm Einschlagtiefe) gemessen werden, um sicher zu sein, dass die Oberflächenmessung tatsächlich repräsentative Auskunft über den gesamten Holzquerschnitt gibt.

      Dein Pilz findet damit nach bisherigem Wissen keine ausreichende Holzfeuchte mehr vor und dürfte schon länger inaktiv sein.

      Zu prüfen wäre deshalb jetzt, woher früher die Feuchtigkeit kam und ob wirklich auf keinen Fall mehr mit Feuchtezutritt zu rechnen ist. Danach gilt es, den Schädigungsgrad des Holzes festzustellen um abschließend zu prüfen, ob dieses noch ausreichend tragfähig ist. Dann komm entweder nix mehr oder eine Instandsetzung.

      In B würde ich Dir anbieten, die notwendigen Untersuchungen zu machen, Niedersachen ist mir aber überwiegend zu weit entfernt - jedenfalls, wenn es kurzfristig sein soll.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Dankeschön für die Antwort :)
      Hört sich ja zunächst beruhigend an.
      Ich habe an jedem Träger mindestens eine holzbohle dran geschraubt mit Schraub Verbindungen UND Gewindestangen beidseitig mit selbstsichernden Muttern.

      Der eine Träger welcher gebrochen ist hat zwei bekommen. Stärke: 60x200.
      Die Spannweiten habe ich auf maximal 4m reduziert. Entsprechend kann allein diese Bohle knapp 300kg/m2 tragen ehe sie sich unzulässig durchbiegt. Statiker war zwei mal da und hat sein ok gegeben.

      Ein anderer Träger zum beheizten Rahm war am Balken Kopf zu 1/3 weg weg gegammelt.
      Diesen habe ich mit einem kantholz 8x16 verstärkt. Spannweite 2m.

      Entsprechend statische Probleme gibt es keine mehr.

      So was jetzt den Rest angeht; also am 09.02 kommt ein Bau Gutachter zufällig bei meinem papa vorbei. Den werde ich mir schnappen um kurz ein paar Kontroll Messungen mit dem geeichten Gerät zu machen.

      Unter der Annahme das mein Gerät nicht ganz falsch gemessen hat, bin ich jetzt wieder recht optimistisch.

      Probe werde ich trotzdem ans Labor senden, mich interessiert es einfach.
      Was mache ich jetzt mit dem Rest den ich da habe an schimmel oder was auch immer das ist.
      Ist das "toter" schimmel oder kann der wieder los gehen wenns feucht wird? Kann man sicherheitshalber noch etwas bekämpfenden Schutz machen? Aus Angst vor Ausbreitung bin ich ja kurz davor mir permehtrin zu organisieren und die Decke luftdicht zu verschließen... Aber andererseits weiß ich auch das das dumn ist weil nicht gesund...

      Das Dach wurde wohl so 2005 neu gemacht, oder teilweise neu gemacht. Weiß es nicht 100%.


      ---------- 8. Februar 2018, 07:47 ----------

      Guten Morgen, ich habe nun Ergebnisse schwarz auf weiß.


      Vorweg: KEIN echter Hausschwamm. (da freut man sich wenn man sowas ließt).

      Folgende Wehwehchen hat der Träger:

      • Ausgebreiteter Haussporling
      • Braunfäuleerreger (Es gibt nur einen Hinweiß auf Braunen Kellerschwamm/Braunsporrindenpilz)
      • Schimmel und Bläuepilze


      Zweite Probe, anderer Träger:
      • Braunfäule Erreger aus Gruppe der Weißen Porenschwämme
      • Gelbe Braunfäuletramente
      • Schimmel und Bläuepilze


      Wie schlagt Ihr den weiteren Verfahrensweg vor?

      Bitte folgendes im Hinterkopf behalten:
      • Statisch erfolgten schon Ausbesserungen
      • Dach wurde 2005 teilw. Saniert
      • Etage war 28 Jahre unbewohnt
    • desteny schrieb:

      Entsprechend statische Probleme gibt es keine mehr.

      hallo
      was soll man dir antworten?
      du hast doch alles im griff und musst jetzt nur noch die stellen finden wo das wasser reinkommt.
      naja weiterhin angefaulte balken drinn mit z.t einseitiger holzlasche mit gewindestäben und dann soll ich an den statiker glauben.
      sowas wirft man raus und macht eine neue decke rein, holzbalkendecke, hohlkörper- rippendecke oder somst was.

      gruss aus de palz
    • Und der hat nicht gemault, weil Du das befallene Holz nicht vor dem Anlaschen weggenommen hast?

      Einen Löwen macht man nicht zum Vegetarier, in dem der Wärter das Grünzeug immer persönlich ins Geheg bringt. Auch nicht, wenn der Wärter Vegetarier ist. Dann wird der Löwe nur zum Vegetarier 2. Ordnung, wenn er den Wärter frisst!
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • gunther1948 schrieb:

      sowas wirft man raus und macht eine neue decke rein,
      Was denkst Du , was ich schon alles gesehen haben , da fasst man sich an den Kopf .( Du hast bestimmt noch mehr gesehen )
      Zb die Kirche bei uns im Nachbarort , da wurde eine Stütze mit einer " Prothese " gestückelt , der neu angesetzte Teil war ca 0,5m lang , die ganze Stütze ca 2,80m , der Rest der Stütze war auch etwas befallen . Ich hätte die Stütze komplett ersetzt , aber mit reparieren auf zweifelhafte und arbeitsintensive art und weise lässt sich eben mehr Geld verdienen als mit einem schnellen Komplettaustausch .
      Diese arbeiten wurden ca 1/4Jahr vorher ausgeführt.
      Mir ist das aufgefallen , beim montieren der neuen Decke , ich habe diese Stütze dann auf Wunsch komplett getauscht .
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein