Land erschließen und bebauen

  • Die Planungshoheit liegt bei der Gemeinde. Du musst also erst einmal nicht mit Planungen bei denen auflaufen. Aber Du darfst sicher mal höflich vortragen, was Du Dir vorstellst und nach den Möglichkeiten einer Ausweisung fragen. Da ist in erster Linie Verhandlungsgeschick gefragt.
    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!
  • Wenn Du Miethäuser machen willst, dann wäre eine Idee u.U. zu einem Bauträger zu gehen und mit ihm als Partner die Sache durchzuziehen. Evtl. gibt es in eurer Gegend noch eine Wohnungsbaugesellschaft, evtl. eine gemeinnützige, oder eine, die mal eine war und verkauft wurde, aber immer noch dabei ist. Die haben oft nen Draht zu den Gemeinden und können solche Gebiete entwickeln. U.U. ist der Draht so gut, dass sie einen Bebauungsplan forcieren können, wenn sie mit entsprechenden Argumenten auftreten.

    Als erstes jedenfalls erst mal den Bebauungsplan anschauen und dann mit den Leuten reden ob dort irgend was in der Mache ist, ob die Gemeinde irgend was im Petto hat dort was machen zu wollen. Mit konkreten Ideen würde ich erst mal nicht aufschlagen, sondern nur erst mal hören was geplant ist, wenn überhaupt. Mehr kann das Bauamt eh nicht sagen, wenn z.B. kein Bebauungsplan für das Gebiet vorliegt.
    -

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
  • Frau Maier schrieb:

    [...]


    Als erstes jedenfalls erst mal den Bebauungsplan anschauen und dann mit den Leuten reden ob dort irgend was in der Mache ist, ob die Gemeinde irgend was im Petto hat dort was machen zu wollen. Mit konkreten Ideen würde ich erst mal nicht aufschlagen, sondern nur erst mal hören was geplant ist, wenn überhaupt. Mehr kann das Bauamt eh nicht sagen, wenn z.B. kein Bebauungsplan für das Gebiet vorliegt.
    Es gibt doch noch gar keinen Bebauungsplan - das war ja der Punkt! Das Bauamt ist hier die falsche Anlaufstelle. Für die Ausweisung von Bauland mittels B-Plan ist die Gemeinde bzw. Stadt zuständig.
    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!
  • Wenn das alles so frei wäre. bvB-Plan hat auch so seine Tücken. Auf der freien Wiese eher nicht.
    Vor allem, wenn im Moment noch Acker, dann ist die ganze Erschließung noch dran. D.h. Planung der Infrastruktur - das ist dann auch Grundlage des B-Plans.
    Bei 4 Hektar ist alleine die Vorleistung ne nette Summe. Dann muss die Erschließung auch vorab bezahlt werden, ggf. sind weiträumige Maßnahmen erforderlich, z.B. zusätzliche Schaltanlage und 2x 1000m NV-Kabel oder 1000m Mittelspannung und ne neu Trafostation, Erweiterung der Kanäle in den weiter abliegenden Straßen, Kläranlage usw.
    Zudem wieviel % gehen drauf für öffentliche Flächen? Straßen, Wege, Parkbuchten, Grünflächen, Spielplatz, dass wird auch umgelegt.
    usw.

    Zudem ist bvB-Plan eher gefürchtet bei solchen Aktionen, da jede Änderung bei der Bebauung eine Änderung des B-Plans zur Folge hat. Nur sinnvoll, wenn haarklein alles vorher bestimmbar ist.
    Ergo müsste für den bvB-Plan auch noch die endgültige Baugesuchsplanung für alles vorab erfolgt sein....
    Nachdenken kostet extra!
  • SirSydom schrieb:

    ich orakle mal..

    wenn man nicht gerade der lokale Baulöwe ist, dann klappt das nur wenn die Stadt B-Plan und Erschließung übernimmt.
    Und das wird sie nicht tun, wenn du nicht einen Großteil des Grundes der Stadt verkaufst (nicht zum Bauland-Preis!).
    Sicher nicht zum Baulandpreis. Aber es muss auf jeden Fall mehr rausspringen, als für reines Ackerland. Ist halt alles Verhandlungssache.
    Bei uns möchten die Gemeinden fast immer einen Teil des Bratens, wenn es um größere Flächen geht.
    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!
  • Ich hab mal kurz diese 4ha auf einem bestehenden Baugebiet rausgemessen. (Schlicht und einfach in rechteckiger Ausführung und Strecken.
    Je nach den Örtlichkeiten kommen da ca 800-1200m Asphaltstrecke zusammen. Das macht je nach Straßenverlauf ca 1/4 der Fläche aus.
    ergo gäbe es im Idealfall bei durschnittlich 1000m² höppchen 30 Parzellen.

    Nur mal so um es in grobe Zahlen zu fassen.

    30 x ~200m² Dachfläche
    30 x6,18 l/s Regen = 54,3l/s bei Starkregen + Ashpahltfläche 309l/s
    30x Telefon & Strom & DSL Anschluß
    120Mwh Strom pro Jahr für die Haushalte
    20 Straßenlampen
    7 Hydranten
    120 Fahrzeugbewegungen/tag

    Da ist nun die Frage, wer sich darum kümmert und das kostenmäßig übernimmt.
    Dazu kommen noch die Immisionsprüfungen und optischen Belange.
    Manche Diskussionen dauern länger als das handwerkliche probieren und ausführen. :sos: :lol: