Salpeter im Keller, besteht Handlungsbedarf?

    • Salpeter im Keller, besteht Handlungsbedarf?

      Hallo zusammen,



      wir haben ein Haus welches voll unterkellert ist. Das Haus selbst ist 37 Jahre alt. Bis jetzt hatte ich noch nie Probleme mit dem Keller, doch jetzt habe ich bemerkt, dass sich an einer Stell an der Wand Salpeter bildet (siehe Fotos). Auf der Außenseite der Wand, an welcher der Salpeter sich bildete befindet sich eine Betonkellertreppe. Ich habe mal ein paar Bilder gemacht um die Befallene Stelle hier zeigen zu können.

      Erstmal Bilder von der befallenen Stelle








      Hier noch 2 Bilder von der Außenwand (Die rote Markierung auf den Bildern zeigt die Stelle, an welcher sich der Salpeter auf der Innenseite der Wand gebildet hat)




      Ich habe im Keller auch eine Wetterstation stehen um die Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren



      Könnt ihr mir sagen ob das bedenklich ist bzw. hier Handlungsbedarf besteht und falls ja, was müsste hier getan werden?

      Danke für eure Hilfe.
    • zitat "an welcher der Salpeter sich bildete befindet sich eine Betonkellertreppe.
      Das Haus selbst ist 37 Jahre alt."

      hallo
      bei 37 jahren ist salpeter im mauerwerk unwahrscheinlich. für salpeterbildung im mauerwerk brauchts fäkalien wie sie früher in ställen, dunggruben,usw. vorkommen, ausser dir pisst einer ständig an die wand/auf die treppe.
      mit hoher wahrscheinlichkeit handelt es sich um sulfat-/ chloritausblühungen in verbindung mit wasser von aussen über die kellertreppe.
      hmm....... wer hat denn den salpeter diagnosisiert????? ...
      lies mal bei wiki unter mauersalpeter.

      gruss aus de palz
    • Das Wasser kann an der "Sirnseite" der Treppe durch die Stützmauer oder seitlich entlang der Treppe durch die Seitenmauer eindringen oder (sehr oft der Fall) links und rechts der Treppenstufen ins Mauerwerk eindringen.

      Oftmals haben wir in solchen Fällen tatsächlich stehendes Wasser unter der untersten Treppenstufe.
    • Die 62% rel. Luftfeuchtigkeit würden mir jetzt noch keine Bauchschmerzen bereiten.

      Handlungsbedarf ergibt sich aus der geplanten Nutzung, es gibt viele alte Keller die feucht sind, und die können einige hundert Jahre alt werden. Als Wohnraum ist so ein Keller dann natürlich nicht zu gebrauchen.

      Soll die Treppe neu gestaltet werden? An der Stelle würde ich ansetzen. Dann könnte man gleich das anfallende Wasser ableiten, bevor es die Wand erreicht.
    • Danke erstmal für die vielen Antworten.


      gunther1948 schrieb:

      zitat "an welcher der Salpeter sich bildete befindet sich eine Betonkellertreppe.
      Das Haus selbst ist 37 Jahre alt."

      hallo
      bei 37 jahren ist salpeter im mauerwerk unwahrscheinlich. für salpeterbildung im mauerwerk brauchts fäkalien wie sie früher in ställen, dunggruben,usw. vorkommen, ausser dir pisst einer ständig an die wand/auf die treppe.
      mit hoher wahrscheinlichkeit handelt es sich um sulfat-/ chloritausblühungen in verbindung mit wasser von aussen über die kellertreppe.
      hmm....... wer hat denn den salpeter diagnosisiert????? ...
      lies mal bei wiki unter mauersalpeter.

      gruss aus de palz

      Die Diagnose habe ich auf Basis der Google Bildersuche erstellt, kann natürlich falsch sein weil ich gar keine Ahnung von dem Thema habe und ich wirklich nur nach den Bildern gegangen bin, das hat optisch gut zu Salpeter gepasst.


      Fungus schrieb:

      Das Wasser kann an der "Sirnseite" der Treppe durch die Stützmauer oder seitlich entlang der Treppe durch die Seitenmauer eindringen oder (sehr oft der Fall) links und rechts der Treppenstufen ins Mauerwerk eindringen.

      Oftmals haben wir in solchen Fällen tatsächlich stehendes Wasser unter der untersten Treppenstufe.

      Ich habe das Thema nochmal in einem andern Forum gepostet, dort wurde mir geraten die unterste Stufe mit einem 14mm Betonbohrer vertikal anzubohren. Das würde ja zu deiner Aussage passen um das Wasser abfließen zu lassen. Mir erschließt sich nur nicht wie sich dort Wasser stauen kann, es müsste doch eigentlich versickern oder ist die Treppe zu allen Seiten versiegelt, sodass Wasser welches unter die Treppe gelangt nicht mehr versickern kann?


      Alfons Fischer schrieb:

      was und in welchem Umfang etwas getan werden müsste, hängt entscheidend davon ab, wie der Keller genutzt werden soll.

      Offensichtlichen Feuchteeintritt von aussen würde ich aber immer versuchen, zu unterbinden
      Dieser Bereich des Keller ist kein Wohnraum, dort ist lediglich die Waschküche, die Sauna und die Werkstatt. Von daher ist es nicht so schlimm, dass hier das Klima etwas feuchter ist als in anderen Bereichen des Keller's ich möchte nur nicht, dass die Bausubstanz hier Schaden nimmt. Von der Lösung das Thema mit dem anbohren der letzten Kellerstufe außen in den Griff zu bekommen wäre optimal, denn ich möchte ungern die Treppe komplett öffnen.


      R.B. schrieb:

      Die 62% rel. Luftfeuchtigkeit würden mir jetzt noch keine Bauchschmerzen bereiten.

      Handlungsbedarf ergibt sich aus der geplanten Nutzung, es gibt viele alte Keller die feucht sind, und die können einige hundert Jahre alt werden. Als Wohnraum ist so ein Keller dann natürlich nicht zu gebrauchen.

      Soll die Treppe neu gestaltet werden? An der Stelle würde ich ansetzen. Dann könnte man gleich das anfallende Wasser ableiten, bevor es die Wand erreicht.
      Die Treppe soll nicht saniert werden wenn umgänglich ist. Meine Favourit ist die letzte Treppestufe anzubohren, ich hoffe das hilft.

      Danke für eure Antworten, falls jemand noch weitere Hinweise hat immer gern ;)
    • und wohin soll das Wasser durch die Bohrung geleitet werden?
      Wie lange bleibt die Bohrung offen und funktioniert?

      Ursache ist doch nicht Wasser das sowieso die Stufen hinab läuft, sondern Wasser das von den Stufen seitlich an die Wand gelangt.
      Eine Bohrung in der untersten Stufe bringt da gar nichts.
    • hallo
      als ich den vorschlag mit dem 14er loch gelesen habe war mein tag für heute gerettet, einmal am tag sollte man herzlich lachen.
      der "experte" hat nur die hinweispfeile für das wasser vergessen.

      alles was da grün-grau eingefärbt ist , egal ob wand oder treppe unterliegt einer belastung mit wasser.
      d.h. das wasser spritzt an der wand hoch.
      in dem bereich ist im prinzip eine spritzwasser-abdichtung wie für den wandsockel erforderlich.
      ausserdem nuss mal geprüft werden ob die treppe oder die stufen in die wand einbinden.
      zwischen treppe und wand muss die vertikalisolierung durchgeführt werden.

      ich weiss das willste alles nicht hören wo so ein poppelloch doch so einfach wäre.

      gruss aus de palz
    • @Alfons Fischer:
      Dies ist absolut zutreffend, vor allem bei Abdichtungen welche Feuchtigkeit nicht berücksichtigen, die über die Stirn-bzw. Seitenmauern selbst seitlich eindringt.
      Wir haben auch schon Abdichtungen festgestellt, die auf das WDVS-System angebracht wurden bzw. die Estrichebene nicht geöffnet haben.

      @gunther1948: Haben Sie als "Experte" schon tatsächlich Kellertreppenabichtungen vorgenommen?=
      Ich bin mir sicher, als Forst-Experte mit Rauschebart haben Sie soetwas schon tausendfach gemacht :) :r.b:
    • Ein Werbefuszzi muss es ja am Besten wissen :)

      Ich denke es 5 Kellertreppenabdichtungen / Jahr Praxiserfahrung sind besser als blosses Gerede ....

      Ich warte immer noch auf Kommentare von "Experten" die mehr solche Kellertreppenabdichtungen TATSÄCHLICH vorgenommen haben...
    • hallo,
      r.b und skeptiker lasst´s mal gut sein, wer mich beleidigen kann entscheide ich schon selber und da gehört ein schimmelexperte mit fantasienamen nicht dazu.
      nur soviel fungus, ich hab im zuge von gebäudesanierungen schon kellerabgänge saniert, treppen abgerissen und neu aufgebaut und...., aber
      noch nie ein 14er loch zur sanierung gebohrt.
      sachliche antworten hat der te bekommen.
      fungus an deiner stelle würd ich mal nachhilfe bei adam riese nehmen so mit 5 pro jahr und 1000 stück.


      gruss aus de pfalz
    • Na dann!

      Was ist denn dann Dein konkreter Rat an den TE?

      Ach ja:
      Die Bohrung soll - wie Du sicherlich weisst - klarstellen ob das Wasser über Estrichhöhe ist.
      Nicht vergessen: 1981 wurden fast nur noch Bodenplatten errichtet, die oft auch unter der Kellertreppe weitergezogen wurden .
      Also nochmal: Loch bohren... :D


      ---------- 11. Januar 2018, 16:03 ----------

      Oh sorry, habe erst jetzt gemerkt, das Ironie nicht Deins ist :
      Die 1000 Stück sind auf Dich bezogen ... - bitte genau nachlesen :D
      Und Loch bohren !
      And clearly: You made my day - "expert" = schmunzel
    • Das Ganze scheint mir ein Missverständnis zu sein.

      Ich habe mit den Beitrag von Fungus in dem anderen Forum mal angeschaut, wo er unter einem anderen Nickname unterwegs ist. Dort schreibt er:

      1. Beitrag: „Nehmen Sie einen Betonbohrer 14 mm Durchmesser und bohren Sie an der Vertikalen der untersten Stufe der Betontreppe unmittelbar über dem Estrich durch die Stufe durch.
      Bitte erst wieder Kommentare, wenn dies erfolgt ist.“

      2. Beitrag: „Und : sehr viele der in einem Stück gefertigten Beton-Fertigstufen haben - wenn überhaupt nur losen "Dreck" darunter, die meisten gar nichts.
      Deshalb: Erst 5 min bohren, dann weitersehen.“

      Der TE gibt da hier bei uns im Forum nicht komplett wieder, sodass der Eindruck entsteht, jemand habe ihm diesen Rat mit dem 14 mm-Loch erteilt, als Abhilfe, um der Feuchtigkeit Herr zu werden.

      Dabei soll das Loch nicht etwa als Reparaturmaßnahme, sondern wohl nur dazu dienen, erst einmal zu schauen, ob sich dort unter der Treppe vielleicht Wasser staut. Das erscheint mir - als technischem Laien - vernünftig, um zunächst einmal zu schauen, wo ggf. das Wasser herkommt.

      Ich selbst hatte auch schon erhebliche Wassermengen unter unserer Beton-Außenkellertreppe. Erst, als wir dort aufgegraben und lose Bereiche verfüllt und intensiv nachverdichtet haben, war damit Schluss.
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      Viele Menschen haben nie darüber nachgedacht, was ein Haus ist; sie sind unnötigerweise ihr ganzes Leben lang arm, weil sie glauben, ein gleiches Haus wie ihre Nachbarn haben zu müssen. Thoreau, 1854

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Ralf Wortmann ()

    • ist es wirklich die Zahl der Bohrungen, die jemand gesetzt hat, die ihn als "Fachmann" qualifiziert?

      Oder ist es die grundsätzliche Herangehensweise, einschließlich des Abprüfens aller in Frage kommenden Ursachen?

      ganz ehrlich: ich habe noch keine einzige Kellertreppe selbst saniert. Und ich habe in so einem Fall noch keine einzige Bohrung gesetzt. Und ich bin sicher nicht unfehlbar. Ja, auch mir passieren gelegentlich Fehleinschätzungen.

      Und trotzdem habe ich schon viele Fälle eindringender Feuchte aufklären können, wo andere vorher schon dran gescheitert waren...
    • Einfach mal das Bild der Treppe genauer anschauen. Die seitlichen Wände sind nass, und zwar über alle Stufen hinweg. Zwischen Stufen und Wand sieht man einen Schlitz, zudem Wasser und Laub. Das kann aufgrund der Lage auch nicht richtig abtrocknen, aber das nur nebenbei.
      Bei den Bildern von innen zeigt sich die Feuchtigkeit bereits über eine Höhe von mehr als 3 Steinreihen.

      Da kann man die unterste Stufe perforieren wie einen Schweizer Käse, so lange oben das Wasser direkt an die Wand kommt, und diese durchfeuchtet, hilft das alles nichts.
    • Ich gebe auf, soviel Experten-Geschreibsel ohne konkrete Hilfestellung.

      Die Herren Experten denken immer an die seitlichen Treppenstufen.
      Ich erlaube mir auf meinen Eintrag andere Möglichkeiten des Feuchtigkeitseintrags hinzuweisen.

      Wie es scheint haben die Experten ja sehr viel Erfahrung ....

      ich wünsche viel Spaß der der seitlichen Abdichtung und den langen Nasen bei trotzdem weiter vorhandenem Wassereintritt.