Dachflächenfenster undicht

    • Dachflächenfenster undicht

      Hallo zusammen,
      ich hätte da mal ein kleines Problem.

      In den letzten Tagen hat es bei uns viel geregnet, und es gab auch ziemlich viel Wind. Wir haben unser Bad unter einem Teil des Daches, der Dachneigung von +/- 20° aufweist. In diesem Dach ist ein Dachflächenfenster eingebaut. Dachdeckung: Naturschiefer. Heute abend habe ich gesehen, dass unterhalb des Fensters beim Übergang Dach/Wand Wasser unter dem Malervlies kommt, und das Malervlies Blasen wirft.

      Bilder schicke ich gleich rüber. Man sieht die Wasserspuren und -blasen.

      Meine erste Frage: wer ist jetzt eher mein Ansprechpartner? Dachdecker oder Fensterbauer? Dass das Problem möglichst schnell behoben werden muss, ist klar.

      Und noch für die Kristallkugel eine zweite Frage nach Eurer Erfahrung: gibt es erfahrungsbasiert typische Gründe, die solche Undichtigkeiten bei Dachflächenfenstern verursachen? Ist die Reparatur aufwändig (bezogen auf Zeit- und Kostenaufwand des Handwerkers)?

      Beste Grüße und
      alles Gute im neuen Jahr 2018!
      Tom


      ---------- 1. Januar 2018, 21:31 ----------

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    • Tom Koehl schrieb:

      Dachneigung von +/- 20° aufweist. In diesem Dach ist ein Dachflächenfenster eingebaut. Dachdeckung: Naturschiefer.
      Passt irgendwie nicht so zusammen. Naturschiefer in Altdeutscher Doppeldeckung bez. Rechteckdoppeldeckung?

      Ansprechpartner ist definitiv der Dachdecker. Fensterbauer haben an Schieferdächern nichts zu suchen....

      Vermutlich wird der Eindeckrahmen defekt sein oder sich zu viel Dreck (Moos) in den Kehlen befinden. Fotos von außen machen mehr Sinn.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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    • Herzlichen Dank schon mal...
      ...für Eure ersten Antworten!

      Das Haus hat zweieinhalb Jahrhunderte auf dem Buckel, aber vor zwölf Jahren wurde ein Anbau konstruiert, mit einer flacheren Dachneigung.

      Gleich kommen weitere Bilder.

      Viele Grüße,
      Tom


      ---------- 2. Januar 2018, 12:11 ----------

    • Elopant schrieb:

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] die Dachneigung dürfte deutlich größer sein wie 20°
      Hoffst Du? Weil du die gleichen Bedenken hast bei 20° DN ? Mich würde mal der Aufbau des Daches interessieren [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]. Hast Du dazu nähere Infos, bez. der Anordnung der einzelnen Schichten? Beginnend von Innen nach außen?

      Beispiel:
      Innen
      Gipskarton
      Lattung
      DS
      MiWo
      USB/UDB
      Konterlattung
      Lattung
      Schiefer
      außen

      Bei Foto eins (außen) sieht man für mich sehr schön dass der Wasserläufer (Rundung die angeschlagen wurde/ unten am Auslauf) in die Fuge des darunter liegenden Gebindes entwässert. Attestieren wir eine Doppeldeckung, dürfte da lediglich wenige cm Überdeckung auf das dritte untere Gebinde vorliegen. Möglicher Schwachpunkt meiner Meinung nach. Oben das Selbe Spiel in Grün. Ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster und sage, das Fenster ist - nach deutscher Ansicht - verkehrt eingedeckt wurden. Für mich sieht es nicht aus als hätte man sich an die Regel: "drunter, dran, drauf" gehalten. Nun ist natürlich die Frage ob in Luxemburg das auch so gehandhabt wird. Ich komme leider aus keiner Schieferregion um dort Erfahrung mein Eigen nennen zu dürfen.

      Vielleicht hat hier [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] ja etwas mehr Erfahrung. Immerhin sind die Gruben bei Dir dichter dran :p :D
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    • Merci Kalle, Gunther und Elipant,
      leider kenne ich die Anordnung der einzelnen Schichten nicht. Der Umbau wurde vor 12 Jahren vom Vorbesitzer in Auftrag gegeben. Eine Dokumentation über die Planung/Ausführung des Daches gibt es nicht. Nachdem wir das Haus eben erst gekauft haben, lernen wir Stück für Stück dazu. Der Vorbesitzer hatte einen deutschen Architekten beauftragt, was aber ja noch nicht heißt, dass die Ausführung stimmt...

      Frage: was die Dachneigung anbelangt - es war die letzten Tage sehr starker Wind hier in Luxemburg, könnte der das Wasser unter die Überdeckung gedrückt haben? Der steile Teil des Daches hat sechs weitere Dachflächenfenster, da ist (für den Moment :) nichts feucht.

      Beste Grüße,
      Tom

      P.S.: morgen habe ich einen Dachdecker im Haus, der sich das Ganze im Detail ansieht (und hoffentlich behebt)
    • Also, wenn wir mal nach deutschen Maßstäben herangehen. So ist in dem Regelwerk für Schiefer festgehalten, dass bei Rechteckdoppeldeckung - bei dir vorliegend - eine RDN von 22° gilt. Dazu werden bei Unterschreitung Ausnahmen definiert. Wäre es eine Deckung auf Holzschalung müsste bei Unterschreitung ein wasserdichtes Unterdach angeordnet werden. Da die Rechteckdoppeldeckung auf Lattung montiert werden kann, gibt es hier davon eine Ausnahme. Die wie folgt aussieht: Bei Lattung und einer Unterschreitung von nicht mehr als 4 Grad zur RDN ist es auch Möglich eine Unterspannung/Unterdeckung vorzusehen.

      Würden wir mal davon ausgehen, hier lege eine USB/UDB vor - dann könnte die bedingt des Alters ihren Zenit überschritten haben. Funktion kann also teilweise oder im gesamten nicht mehr gegeben sein. Was dann dazu führt, dass Niederschlags dass unter die Deckung gelangt direkt in den Innenraum gelangen kann. KANN! nicht muss. Das wäre aber nicht ohne Öffnung festzustellen.

      RDN sagt immer aus, dass bei dieser Dachneidung der Deckwerkstoff ausreichend regensicher ist. Regensicher! nicht wasserdicht. Infolge kann also durch extreme Wetterbedingungen es dazu kommen, dass Wasser unter die Eindeckung gelangt. Das sollte aber eigentlich nur Tropfen sein, bei dir sprechen wir lang nicht mehr von Tropfen. Natürlich kann Infolge von Sturm unter den Eindeckrahmen (vordere Schürze) Wasser untergedrückt werden. Je flacher die Dachneigung um so länger bleibt das Wasser. Unsere Vorfahren haben nicht umsonst steile Dächer für Schiefer gewählt. ;)

      Charistika einer Doppeldeckung ist, dass die dritte Deckreihe die erste Reihe noch um die Höhenüberdeckung überdeckt. So kommt es zu einer geschlossenen Deckung. Andernfalls wäre die Fuge ja offen, da im oberen Bereich kein Deckstein darunter liegen würde. Deswegen ist bei Rechteckdoppeldeckung, als auch der Altdeutschen Doppeldeckung die RDN auf 22°. Bogenschnitt, Schablone etc. habe eigentlich 25° RDN
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    • Ob die 3. Reihe die 1. Reihe noch überdeckt, kann man so nicht sagen, ohne aufzudecken.... Ich hätte als Eindeckrahmen eher den mit Schichtstücken verwendet, ist aber jetzt nicht mehr zu ändern. Ich gehe mal davon aus, dass die Fenster genau so alt sind wie die Eindeckung, also +- 12 Jahre, da müssten die Befestigungswinkel vom Dachfenster schon im Eckbereich angeordnet sein, d.h. die Ausspitzer unterhalb des Fensters hören wahrscheinlich unterhalb der Befestigungswinkel auf, d.h. die Überdeckung vom Eindeckrahmenunterteil auf die Schiefer sind vielleicht noch 10 - 12 cm. Wenn dann noch die dazugehörige Kittschnur vergessen worden ist oder ihr zeitliches durch Alterung gesegnet hat, kann es passieren, dass bei Wind mit Regen hier Feuchtigkeit eintritt/hochgedrückt wird . Für eine nicht fachgerechte Ausführung ist mir persönlich zu wenig Wasser im Innenbereich. Warten wir mal morgen den Termin ab. :haue: :thumbsup:
    • Off-Topic:


      Elopant schrieb:

      da müssten die Befestigungswinkel vom Dachfenster schon im Eckbereich angeordnet sein
      Könnte man hier nicht wechseln auf die seitliche Befestigung? Bei Schiefer als auch Biber um die Überdeckung zu erhöhen?
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    • Elopant schrieb:

      Ich hätte als Eindeckrahmen eher den mit Schichtstücken verwendet, ist aber jetzt nicht mehr zu ändern.

      AndyG schrieb:

      Elopant schrieb:

      Ich hätte als Eindeckrahmen eher den mit Schichtstücken verwendet
      Das war auch so mein Gedanke , könnte auch Ursächlich sein , ist aber nur so ein Bauchgefühl das es daran liegen mag im Zusammenhang mit abgelagertem Schmutz

      Hallo zusammen,
      der Dachdecker hat sich das Fenster im Detail angesehen und ist auch der Meinung, dass das Problem im Eindeckrahmen liegt. Alle anderen DFFs, die bei uns verbaut sind, haben einen anderen Eindeckrahmen. Er bestellt den anderen und tauscht ihn aus. Ist also doch zu ändern :) aber natürlich aufwändiger als gehofft :-/

      Aber alles ist besser als eine regelmäßige Belastung des Dachs durch eindringendes Wasser...

      Beste Grüße und
      vielen Dank für Eure Unterstützung!
      Tom