Sanierung Bodenplatte Einfamilienhaus

    • Kalle schrieb:

      Ein Mangel besteht immer dann, wenn entgegen der a.R.d.T gebaut wird. Das allein begründet den Mangel schon, es muss also nichts kaputt gehen.

      es sei denn, Herr Richter bestimmt, dass die Nichteinhaltung der a.R.d.T . keinen Mangel darstellt.
      z.B. [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

      manchmal reicht es halt, wenn es irgendwie hält, d.h. man kann es als irgendwie "gebrauchtauglich" bezeichnen ...

      Zitat o.g. Seite:
      "DIN-Normen und die anerkannten Regeln der Technik sind kein Selbstzweck. Sie schreiben für Standardfälle vor, was man am Bau zu beachten hat, damit dass Gebäude einwandfrei benutzen werden kann und keinerlei Schäden erleidet. Wenn es sich im Einzelfall herausstellt, dass trotz eines Verstoßes gegen die anerkannten Regeln der Technik das Gewerk einwandfrei zu benutzen ist, liegt kein Mangel vor."
    • Oha.

      Danke für den Link.

      Subtiles Detail: wenn der gegen a. R. d. T verstoßende (!) nachweisen kann, dass es trotz Verstoß nicht zu Problemen kommen kann, ist es kein Mangel.

      Klingt auf der einen Seite logisch, wackelt aber natürlich enorm an den Grundfesten, auf die man sich /du bisher verlassen hat.

      Bleibt zu hoffen, dass die Gerichte hier eine hohe Messlatte für den Nachweis anlegen.

      Ein regengeschützter Balkon mit zu wenig Gefälle ist ja das eine.
      Deine Bodenplatte und die Versuche rechnerisch eine Nichteinschränkung herzuleiten ja eine andere Dimension.
    • so hart es für Dich [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] in Deinem Fall auch sein mag, für mich entspricht dieses Urteil (wie auch schon vor vielen Monaten/Seiten wiederholt gesagt) meinem Rechtsempfinden.
      Deswegen sehe ich nach wie vor Deine Chancen als sehr gering, am Ende auch nach höchstrichterlicher Rechtssprechung hier siegreich aus dem Prozess zu gehen, wenn es der Gegenseite gelingt nachzuweisen, dass es für Dich keinen echten Nachteil durch diese Ausführung gibt....und danach schaut es aus.
    • rodop schrieb:

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] - ich sehe es genauso, ... aber ich muss es ja meiner Frau und den "Fachanwälten" beweisen, sonst würde es ja heissen - ich habe nichts verstanden und war zu faul, für die Rechte der Familie zu kämpfen ...
      Einen sinnlosen Kampf sollte man schleunigst beenden.

      Off-Topic:
      Diesen Satz haben wir doch jetzt mindestens schon ein Dutzend Mal von Dir gelesen. Du bist nicht davon überzeugt, scheinst daran aber auch nichts ändern zu wollen oder zu können.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • der Fachanwalt meint aber, der Kampf wird bald gewonnen werden ... und der kennt sich aus, hat es studiert und hat langjährige Berufserfahrungen aus angeblich sehr vielen Prozessen ... also zählt seine Meinung

      man soll sich doch auf Meinung der erfahrenen Fachleute verlassen, nicht auf die Meinung der Laien, oder?


      ---------- 18. Oktober 2017, 10:28 ----------

      @Sleptiker - ich habe hier schon mindestens einige hundert Male gelesen: Nichteinhaltung der a.R.d.T . = IMMER ein Mangel

      und es wird immer wieder behauptet, auch wenn es falsch ist ...
    • Der Fachanwalt bekommt dein Geld, egal wie der Prozess ausgeht.

      Wenn morgen ein Versicherungsvertreter an deiner Haustür klingelt und dir ganz dringend eine Versicherung empfiehlt, wirst du bestimmt sofort unterschreiben, denn der Vertreter ist ja vom Fach und Experte, im Gegensatz zu dir als Laie.

      Aber es ist ja so einfach und bequem, die Schuld immer anderen zuzuschieben., statt selbst Entscheidungen zu treffen.
    • Skeptiker schrieb:

      Off-Topic:
      Ich würde mich nur auf Wissen verlassen, nicht auf Meinungen.

      Zellstoff schrieb:

      Skeptiker schrieb:

      Ich würde mich nur auf Wissen verlassen, nicht auf Meinungen.
      magst Du das bitte näher erläutern für den vorliegenden Fall?

      rodop schrieb:

      der Fachanwalt meint aber, der Kampf wird bald gewonnen werden ... und der kennt sich aus, hat es studiert und hat langjährige Berufserfahrungen aus angeblich sehr vielen Prozessen ... also zählt seine Meinung
      Off-Topic:
      Von meinem Anwalt würde ich in diesem Fall eine solide fundierte juristische Bewertung erwarten, jedenfalls mehr als nur eine "Meinung", die auch ich als Laie dazu habe. Ich weiß aber, dass dies in der Juristerei nicht ganz so einfach und vor allem sicher ist.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] - man könnte hier stundenlang philosophieren, was "Meinung" und "Wissen" ist

      ist "Nichteinhaltung der a.R.d.T . stellt IMMER einen Mangel dar" nun Wissen oder Meinung?

      der Fachanwalt der 1. Instanz hat diese Aussage meiner Frau als "Wissen" verkauft - so ist das, und nicht anders, so muss jeder Herr Richter urteilen, und das war falsch

      meine Aussage - ALLE Aussagen des Fachanwaltes VOR dem endgültigen Urteil bleiben "Meinungen", da die Herren Richter unabhängig sind und alles nach Bedarf hinbiegen dürfen - sonst wären sie ja nicht unabhängig ...

      "Wissen" hätte ein Anwalt NUR dann, wenn er ein Hellseger wäre und WISSEN würde, wie das Urteil lauten wird, bevor es die Herren Richter anfertigen würden .... und so einen Anwalt habe ich noch nicht getroffen, alle stellen ledigluch Vermutungen an und wenn es dann nicht so im Urteil ist, dann heisst es lapidar "das war lediglich meine anwaltliche MEINUNG, und die darf ich haben ..."


      ---------- 18. Oktober 2017, 14:06 ----------

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] - der Fachanwalt der 1. Instanz hat auch behauptet, dass er eine fundierte juristische Bewertung " durchgeführt hat und er sich deshalb "ganz sicher" ist, dass die Nichteinhaltung der a.R.d.T . einen Mangel darstellt. Nachdem ihn die Herren Richter der 1. Istanz eines Besseren belehrt haben, so hat er mir gegenüber plötzlich erklärt, das war halt nur seine "anwaltliche Meinung"

      Es ist deshalb vollkommen egal, ob man es "fundierte juristische Bewertung" oder "anwaltliche Meinung" nennt, wenn er (der Anwalt) für seine Aussagen nicht haftet, so sind die Bezeichnungen egal, das Ergebnis bleibt gleich ...


      ---------- 18. Oktober 2017, 14:16 ----------

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] - woher soll ein Laie wissen, dass der Fachanwalt da gerade "eine fundierte juristische Bewertung" abgegeben hat?


      ---------- 18. Oktober 2017, 20:50 ----------

      Kalle schrieb:

      Auch vertraglich können Mängel vorliegen, wenn die vereinbarte Beschaffenheit nicht gegeben ist.

      auch das mit der vetraglichen Beschaffenheit wird oft laierartig wiederholt (ohne "kann"), aber hier hat Kalle richtigerweise KANN geschrieben ... hängt also davon ab, was Herr Richter dazu meint.

      In dem hier gezeigten Beispiel der Bodenplatte interessiert z.B. die vereinbarte Beschaffenheit überhaupt nicht - die geplante, vertraglich vereinbarte und bezahlte elastisch gebettete Bodenplatte interessiert das Gericht nicht, es ist seit spätestens 2012 bekannt, dass eine solche nicht erstellt wurde, aber das macht ja nichts, auch eine andere Gründung muss der Bauherr hinnehmen, wenn das Herr Richter (warum auch immer) so entscheidet.
    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

      Ich habe es schon einmal erklärt:

      Die Nichteinhalung der aRdT führt zum Mangel. Das ergibt sich aus dem § 634 BGB und ist in der Juristerei unstreitig.

      Hieran schließt sich die Rechtsfolge an. Die steht in § 634 BGB : Der Unternehmer hat nachzubessern bzw. er hat nach fruchtlosem Ablauf der ihm gesetzten Nachbesserungsfrist nach Wahl des AG Vorschuß oder Aufwendungsersatz, Schadensersatz usw. zu leisten. In der Juristerei gibt es allerdings immer Regel und Ausnahme. Auf der Rechtsfolgenseite gilt die Ausnahme, dass nicht nachzubessern, Vorschuß oder Aufwendungsersatz zu leisten ist, wenn dies unverhältnismäßig ist, d.h. der durch die Mangelbeseitigung zu erzielende Vorteil in keinem Verhältnis zu den hierfür aufzuwenden Kosten steht. Gemeint sind hiermit Bagatellen.

      In Deinem Fall ist die Frage, ob die vielfältigen Mängel als Bagatelle abgetan werden können. Das ist eine tatsächliche Frage und insofern ist sie von einem vom Gericht hinzuzuziehenden SV zu klären.

      Das Problem ist folglich - wie bei Pincho - der SV.

      Es ist Aufgabe des Anwalts, den SV - ggfls. unter Beistand weiteren Fachverstands - zu " zer- und notfalls erlegen ". Ansatzpunkte sind hierzu in ausreichender Anzahl bereits genannt worden. Ich lese den Thread nicht mehr regelmäßig mit. Zuletzt habe ich aber gelesen/verstanden, der SV habe seine bisherige Beurteilung, die Bodenplatte müsse raumseitig umlaufend vor den Außenwänden durchgeschnitten werden, fallen gelassen. Das war zwar auch grober Unfug. Aber damit und mit der plötzlichen Meinungsänderung sollte sich doch argumentieren lassen. Der Kerl " schwimmt " und wenn das dem Gericht begreiflich gemacht wird, dann dürfte er von der Gutachtertätigkeit entbunden werden.
    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] - danke. Mal sehen, ob der G-SV von seiner Tätigkeit entlassen wird, im Moment scheint das Gericht beeindrückt von ihm zu sein: Aus riesigen Schadenersatzforderungen macht er Summen nahe Null, aus massiven Mängeln macht er mangelfreie Bauwerke - einfach genial der Mann ...


      ---------- 19. Oktober 2017, 07:08 ----------

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]- ist die Bewertung von Eric eine solide juristische Bewertung, so wie von Dir oben erwähnt?
    • rodop schrieb:


      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]- ist die Bewertung von Eric eine solide juristische Bewertung, so wie von Dir oben erwähnt?
      Den Eindruck habe ich durchaus, bin aber auch juristischer Laie und kenne Eric nicht näher. Und genau seine Aussage zum notwendigen Umgang mit dem Gerichts-SV habe ich hier bei Dir und auch schon in [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]s Fall ebenfalls gemacht. Über die Erfolgsaussichten kann ich nichts sagen.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] - die Fachleute - wie Eric hier durch seine solide juristische Bewertung - schätzen die Aussichten als sehr gut ein. Da ist es dann sehr schwierig, meine Frau dazu zu überreden, den Prozess SOFORT zu beenden und zwar egal wie hoch die Verluste wären und auch egal, das am Ende realistisch gesehen ein Haus mit Mängeln verbleibt (egal was der G-Gesundbeter darüber schreibt).

      Also geht es in den nächsten Jahren weiter, allen beteiligten (bis auf mich) scheint es viel Spaß zu machen.
    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

      Die zwei Anwälte hier im Forum haben nicht nur juristisch was drauf.Sie verstehen auch was von Mängel.

      Ich habe wieder festgestellt,das nicht alle Anwälte sich besonders gut auskennen.

      Ich lese hier oft,das man ein Privaten SV hinzuziehen soll,wenn man ein falsches Gutachten vom G-SV
      dem Richter klarmachen soll.

      Nun kommt einer dieser Fachanwälte(meiner) um die Ecke und behauptet,er dürfe bei der mündlichen
      Befragung vor Gericht nicht dabei sein.

      Na wer soll nun gegen die unantastbaren G-SV was ausrichten ?
      Mein Anwalt der ein grösserer Laie ist als ich,was Mängel angeht.
      Oder soll ich dem Richter klarmachen das der G-SV ein falsches Gutachten erstellt hat.

      Wie gesagt,viele Anwälte liegen bei ihren Aussagen auch falsch.
      Leider sind dann wir Bauherren die mit der A...karte
    • Eric schrieb:

      Die Nichteinhalung der aRdT führt zum Mangel. Das ergibt sich aus dem § 634 BGB und ist in der Juristerei unstreitig.
      sollte sich das nicht aus dem §633 ergeben? §634 beschreibt doch die Rechte des Bestellers bei Mängel, also erst die Folge wenn es ein Mangel ist.

      Und wenn die Nichteinhaltung der aRdT immer zu einem Mangel führt, wie passt das dann zu dem Urteil?

      OLG Nürnberg schrieb:

      Ein Mangel liegt nicht vor, soweit mit dem Verstoß gegen die "anerkannten Regeln" der Technik ein auch tatsächlich nachweisbares Risiko nicht verbunden ist, mithin irgendwelche Gebrauchsnachteile nicht erkennbar sind.
      Das Gericht urteilt doch, dass es kein Mangel ist, obwohl Verstoß gegen die aRdT. (weil eben kein nachweisbares Risiko für Gebrauchsnachteile)
    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]- wichtiger wäre dass die andere Seite ihre Sichtweise postet, weil ich da ganz wesentliche Sachen verheimliche.


      ---------- 20. Oktober 2017, 14:27 ----------

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] - es wäre sicherlich für einige hier interessant, wenn Du aufklären könntest, warum die Experten hier behaupten, die Nichteinhaltung der a.R.d.T . stellt IMMER einen Mangel dar, wenn es doch Urteile gibt, wo ihre Nichteinghaltung von Herren Richtern doch nicht als Mangel gewertet wird - vielen Dank!
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