Sanierung Bodenplatte Einfamilienhaus

    • flehmann schrieb:

      Bei uns in Brandenburg (und 3-4 anderen Bundesländern) gibt es einen Prüfstaktiker der die Statik nochmal prüft.
      Seit 01.07.2016 (Datum der Beantragung) leider nicht mehr. Meines Wissens war Brandenburg das einzige Land, das das so gehandhabt hat. Den verantwortlichen Objektplaner gibt es auch nicht mehr, an den Bauleiter werden keine fachlichen Anforderungen gestellt. Wenn er sich für geeignet hält, darf es der Bauherr selbst sein.

      Das läuft unter "Deregulierung" und "Entbürokratisierung". Ob die Bauherren letztlich was davon haben, bezweifle ich, siehe Thema.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas
    • rodop schrieb:

      das Thema kommt hier immer wieder - wenn du am Auto eine Reparatur für 5000 € beauftragst, dann brauchst du keinen Überwacher/Prüfer beauftragen
      Falscher Vergleich. Wenn DU ein Auto als Einzelstück baust, glaubst Du gar nicht, WEN Du da alles fragen musst wg. Überwachung.

      flehmann schrieb:

      Warum muss ich jetzt noch einen Prüfstatiker beauftragen der den Statiker prüft. Kostet doch nur unnötig Geld........
      Aktueller Fall bei der BQÜ
      Statik liegt vor, auch mit Details und für eine GÜ-Statik gar nicht so schlecht!
      Komme auf die Baustelle - komplett anderer Dachstuhl. Könnte auch funzen, das ist nicht das Problem. Aber eben erstmal ohne Statik.
      Ruft mich der Zimmerer an, er hätte doch eine Statik. Ja und? Wer haftet, wenns Dach fliegen geht?
      Der Erststatiker nicht, denn dessen Statik wurde ja nicht umgesetzt. Den anderen kennen die Bauherren gar nicht, ohne BQÜ hätten die ja nicht mal den Fehler bemerkt Oh ein schönes Dach und wenn was passiert, ist der Pleite und keiner ist haftbar - ausser dem Besitzer.

      ZUmindest eine Überwachung relevanter Teile durch eine staatliche Stelle wäre da ein grosses Korrektiv.
      Wenn die Fliesen von der Wand fallen, blöd, so lange nicht grad ein Kleinkind die abbekommt.
      Wenn das Dach von der Wand fällt, sieht das anders aus.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ich lese in dem Thema gerne mit.
      Mich wundert es nur,das der SV nach mehrmaliger Nachfrage,sein Gutachten nicht fertigstellen kann.

      Irgendwann muss man doch dem SV hier eine Strafe aufbrummen können.

      @rodop

      Eine weitere Bauüberwachung veringert zwar das Risiko ein wenig,aber wenn eine pfeife beauftragst,kannst sogar mehr kaputt machen,als das er dir weiterhelfen kann
    • @Lenker - das mit den nachweislich besten Anwälten hast du schon mal geschrieben, vielleicht nehme ich solche dann für den Bundesgerichtshof, falls ich mich dann mit dem Unsinn noch befassen werde ....

      Aber ok wir können das hier durchdeklinieren und du kannst mir alles erklären, weil ich das alles nicht verstehe:

      I. Wie erkenne ich konkret, dass es sich beim Anwalt XY um den nachweislich besten Baufachanwalt in D handelt?

      II. Meine Meinung - ein Anwalt hat keinen Einfluss auf die Entscheidungen des Richters (der Richter ist ja unabhängig, würde der Anwalt die Entscheidungen des Richters irgendwie beeinflüssen, dann würde es heissen, der Richter ist abhängig von den Vorlagen des Anwaltes usw.)

      Konkretes Beispiel - (mehrere) Fachanwälte haben mir fanatisch behauptet, dass ich die Mangelhaftigkeit des Mauerwerkes beweisen soll und wenn dies gelingt, dann habe ich angeblich Anspruch auf Mangelbeseitigung.

      Praktischer Ablauf:
      1. mein privater SV hat mir die Mängel des Mauerwerkes in einem schriftlichen Gutachten aufgezeigt.

      2. diese Mängel wurden in der Klage dem Gericht vorgestellt, worauf das Gericht einen Beweisbeschluss erlassen hat u.a. mit folgender Frage Zitat Beweisbeschluss " Zur Behauptung der Klägerin, MÄNGEL AUFGEZÄHLT, ist ein schriftliches Sachverständigengutachten beizuziehen. ..... Der Sachverständige soll folgende Fragen beantworten a.) Worauf sind die Mängel zurückzuführen? b.) Welche Arbeiten sind erforderlich, um die Mängel zu beseitigen? .... usw."

      3. Der gerichtlich bestellte SV bestätigt sämtliche Mängel des Mauerwerkes detailliert und abschließend wie folgt Zitat gerichtlich bestelltes Sachverständigengutachten "Fazit Statik: Es wurden vom Sachverständigen am Objekt in prinzipieller
      Llbereinstimmung mit den Vorgutachten zahlreiche und wesentliche Verarbeitungsmängel am Außenmauerwerk
      festgestellt. Dies ist ein Verstoß gegen die Allgemein anerkannten Regeln der Baukunst, ein Verstoß gegen die eingeführte Technische Baubestimmung DIN 1053-1 bzw. DIN 1053-100. Dies ist ein Verstoß gegen Handwerkerregeln und gegen
      Verarbeitungsrichtlinien der Produkthersteller."

      4. Im Urteil schreibt dann Herr Richter Zitat Urteil 1. Instanz: "Ausschlaggebend ist, daß das Mauerwerk funktionstauglich ist und dem Außenmauerwerk insoweit kein Mangel im Sinn von § 633 Absatz 2 Ziffer 2 BGB anhaftet."

      Somit kann rodop Mängel noch und nöcher beweisen - ist das Haus nicht einstürzgefährdet, so ist es vollständig mangelfrei - das habe ich schwarz auf weiß und im Namen des Volkes ;_)


      Preisfrage 1. - wozu fragt das Gericht im Beweisbeschluss "Welche Arbeiten sind erforderlich, um die Mängel zu beseitigen?" - wenn ein nachweislich mangelhaftes Mauerwerk sowieso hingenommen werden muss und die Mängel sowieso NICHT beseitigt werden müssen, da der Text "ein AN schuldet ein mangelfreies Werk" nur reine Theorie ist ... Müsste die richtige Frage dann nicht lauten "Ist das Mauerwerk funktionstauglich"? Da ja ein AN ein funktionstaugliches Werk schuldet - zumindest an diesem Gericht ;_)

      Preisfrage 2. - wie KONKRET könnte ein Star-Anwalt aus New York das Urteil beeinflüssen? Herr Richter tut den Urteilstext und die Anwendung der Gesetze nicht mit Herrn Anwalt konsultieren - so weit ich es weiß. Wenn ich einen Staranwalt bezahlt hätte, dann würde Herr Richter NICHT mit "funktionstauglich" argumentieren? Warum nicht?

      Ich lasse mir das aber gerne von Dir KONKRET erklären - aber bitte keine allgemeinen Theorien, die lese ich schon seit 2006 ausreichend ;_)
    • Ja, du bist ein Typ wie ich - nur ich bin "EX-handelnder" aus Erfahrung!

      zu deiner Preisfrage 1.
      willst/kannst du das nicht verstehen:

      Wer tut, was er kann,
      tut, was er soll…..

      in Gerichtsdeutsch sieht das so aus:
      Der BGH führte zu dieser Thematik bereits im Jahre 1993 Folgendes aus: "Unverhältnismäßig sind die Aufwendungen für die Beseitigung eines Werkmangels dann, wenn der damit in Richtung auf die Beseitigung des Mangels erzielte Erfolg oder Teilerfolg bei Abwägung aller Umstände des Einzelfalls in keinem vernünftigen Verhältnis zur Höhe des dafür gemachten Geldaufwandes steht".
      aber du mußt es verstehen lernen!

      zu Preisfrage 2:
      der aus NY nimmt sich den aus D und
      du zahlst 10000+5000 pro Stunde + spesen.......
      oder PN lesen!

      MfG
    • Off-Topic:
      Genauso konkret wie die vogonische Dichtkunst:


      Oh zerfrettelter Grunzwanzling
      dein Harngedränge ist für mich
      Wie Schnatterfleck auf Bienenstich.
      Grupp, ich beschwöre dich
      mein punzig Turteldrom.
      Und drängel reifig mich mit krinklen Bindelwördeln
      Denn sonst werd ich dich rändern in deine Gobberwarzen
      Mit meinem Börgelkranze, wart's nur ab!

      aus: Per Anhalter durch die Galaxis
      Betontechnologie ist die Kunst, Steine in Wasser schweben zu lassen ... :)
    • @Lenker - ja ja, alle Probleme der Welt basieren darauf, dass rodop irgendetwas nicht versteht ;_)

      der Richter in der 1. Instanz hat nichts mit Unverhältnismässigkeit begründet, er hat nur festgestellt, dass ein Mauerwerk mit zahlreichen Mängeln nicht mangelhaft ist, wenn es funktionstauglich ist ... Deshalb brauchst du über Urteile zu Unverhältnismässigkeit nichts zu schreiben


      in der 1. Instanz hat der Richter einfach absichtlich ein falsches Urteil gemacht, um den Beklagten zu helfen ... die Jahre laufen, bald ist er Rentner, dann ist ihm das ja vollkommen egal, falls seine Versicherung doch noch etwas zahlen muss .... ;_)
    • @rodop

      Du hast also alle Fachleute schon ausgeschöpft.

      Private SV,gerichtl.SV und nicht nur einen Anwalt.

      Was wird durch euch den nun verlangt ?
      Die Mängel zu beseitigen,oder der Rückbau ?

      So wie es in den Beiträgen von dir hier geschrieben wird,ist euer Ziel Rückbau.

      Der Richter und gerichtl.SV suchen aber die Lösung ohne Rückbau.

      Der Richter in der ersten Instanz hat doch das Urteil gesprochen.
      Der jetzige Richter wartet doch,genau wie du,auf das Gutachten(Ergebnis) des gerichtl.SV
      Also ist doch bei dem jetzigen Gericht noch nichts passiert,oder ?
    • @Pin Cho - ja, so wie Du schreibst, alle warten auf das Gutachten und der SV verschleppt es absichtlich mit Einverständnis des Herrn Richters ....

      Ich werde mich da aber nicht einmischen, weil ich das alles sowieso nicht verstehe ....


      ---------- 16. Juli 2017, 23:10 ----------

      Pin Cho - ja, in der 2. Instanz ist noch nicht viel passiert, ausser dass die Herren Richter die Meinung geäussert haben, dass die Klage wegen der Unverhältnissmässigkeit der Kosten für den Beklagten abgewiesen werden kann ... und das obwohl die Fachanwälte behaupteten, dass die Einrede der Unverhältnismässigkeit für einen Planer und Bauüberwacher nicht gilt ... Das lassen wir dann halt beim Bundesgerichtshof in ein Paar Jahren klären ...


      ---------- 16. Juli 2017, 23:17 ----------

      Pincho - in der 2. Instanz läuft ja auch erst das 3. Jahr, in der kurzen Zeit konnte auch noch nicht viel passieren ...
    • @rodop
      selbst "ich" möchte der SV nicht sein!
      wie soll
      ein kl. SV,
      dem BGH beweisen,
      dass ihre DENKE/VORANGSEISE und die ihrer Vorgänger -
      die FALSCHE ist?

      Ich würde das auch aussitzen. bis ich sagen könnte: das Gericht hat mich doch dazu gezwungen. Ich hatte Zuwenig Zeit/Mittel um alle Dinge zu berücksichtigen!

      der Richter in II - sollte mit allen beteiligten sowas machen:

      Was ist ein Barcamp?

      Ein Barcamp ist ein innovatives Veranstaltungskonzept, das in Amerika entwickelt wurde. Es handelt sich quasi um eine offene Tagung mit offenen Workshops. Daher spricht man auch von einer “Un”konferenz, da im Gegensatz zu klassischen Konferenzen alle Teilnehmer aktiv den Inhalt und Ablauf der Veranstaltung mitgestalten. Das genaue Programm ist folglich vorher noch nicht bekannt und wird erst am Morgen gemeinsam mit allen Teilnehmern für den anstehenden Tag zusammengestellt.

      darf/kann er aber nicht!

      die super/du per Kanzlei aus Übersee hätte
      es ihm beigebracht
      ohne das es
      "einer - Außer "er :yeah: " " merkt!

      MFG
    • Lenker schrieb:

      ...Was ist ein Barcamp?

      Ein Barcamp ist ein innovatives Veranstaltungskonzept, das in Amerika entwickelt wurde. Es handelt sich quasi um eine offene Tagung mit offenen Workshops. Daher spricht man auch von einer “Un”konferenz, da im Gegensatz zu klassischen Konferenzen alle Teilnehmer aktiv den Inhalt und Ablauf der Veranstaltung mitgestalten. Das genaue Programm ist folglich vorher noch nicht bekannt und wird erst am Morgen gemeinsam mit allen Teilnehmern für den anstehenden Tag zusammengestellt.

      darf/kann er aber nicht!

      die super/du per Kanzlei aus Übersee hätte
      es ihm beigebracht
      ohne das es
      "einer - Außer "er :yeah: " " merkt!

      MFG

      So a Schmarrn ... :wall:
      Wenn meine Oma Räder hätte, dann wäre sie ein Fahrrad.

      Was hilft Deine Aussage jetzt dem Threadersteller?
      Betontechnologie ist die Kunst, Steine in Wasser schweben zu lassen ... :)
    • Lenker - wir sind jetzt erst in der 2. Instanz, bis zum BGH dauert es noch ein Paaar Jahre (falls die Sache dort überhaupt zugelassen wird...)

      Der Sachverständige macht aktuell nur das, was er sich selbst ausgedacht hat, und zwar eine Vorschlag ausarbeiten, wie man aus einer nicht tauglichen elastisch gebetteten Bodenplatte mit umfangreichen Schneidearbeiten Streifenfundamente erstellen kann, die den anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Zeitdruck hat er nicht, er kann sich so viel Zeit nehmen wie er möchte.

      Das Thema "Mauerwerk" ist erst dann dran, dauert also noch ein Paar Jahre ...

      Beim BGH - so wie ich es verstanden habe - wird dann nicht mehr begutachtet, da werden bur die rechtlichen Sachen bewertet, so z.B. die Sache mit der Unverhältnismässigkeit, falls das jetzige Gericht das als Möglichkeit nimmt, dem Beklagten zu helfen ...


      ---------- 17. Juli 2017, 07:47 ----------

      Lenker - ich werde jetzt erst einmal das machen, was der jetzige Anwalt empfiehlt - sonst würde es ja heissen, der Prozess ging verloren, weil rodop nicht verstanden hat, dass man sich von Fachleuten beraten lassen muss in solch schwierigen Sachen ..
    • Pin Cho - ich habe verstanden, dass wir vor Gericht ein "Barcamp" veranstalten sollten.

      Na ja, an Vorschlägen, was man alles im Rahmen der Gerichtsprozesse machen sollte, könnte usw. mangelt es ja seit 2006 nicht, das ist aber den Richtern egal, die sind ja unabhängig und wollen nur ihre Ruhe, nicht irgendwelche Veranstaltungen ;_)
    • Skeptiker schrieb:

      Nein, Gerichtsverfahren sind in D keine Barcamps. :wall:
      Für alle Witzbolde: Wer die Wikipedia-Definition zum Barcamp gelesen hat, wird verstehen, dass es dabei nicht um (alkoholische) Getränke geht. Die American-Bar-Association hat sogar etwas mit der Juristerei zu tun. Leider ist nicht einmal ansatzweise zu verstehen, wie sich der Steuermann die spontane Abweichung von der ZPO praktisch vorstellt und was er damit erreichen will. Eine Mediation hatte er ja auch schon vorgeschlagen. Hauptsache ein Fremdwort als Name und es ist irgendwie anders?
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
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