Holz spalten oder Holzspalter leihen/kaufen?

    • Holz spalten oder Holzspalter leihen/kaufen?

      Hallo,


      mal 'ne Frage in die Runde:


      Wie spaltet Ihr euer Holz, mit ner Axt oder Holzspalter?


      Musste mich zwangsläufig in den letzten Wochen damit beschäftigen, bin aber keinen Ticken weiter gekommen.
      Die Geister scheiden sich imho an drei Punkten:


      1. Holzspalter kaufen
      Da gehts schon los, Marke/Qualität, 400V brauchts schonmal ab 6to, drunter geht nur mit Lichtstrom.
      Leider kenne ich mich mit Marken da garnicht aus, ich weiss nur mittlerweile durch langes googlen,
      ein Posch 240/400V kostet um die 1500 Tacken, Alco/Attika/Scheppach ungefähr ein Drittel/Viertel davon.
      Andrerseits bekommste so nen Posch auch gebraucht nach 7 Jahren auch nicht unter 1000 Euronen.
      Das Schöne an nem Kauf ist halt, man hat das Ding da, wenn mans mal braucht.
      Und da beginnt die Krux: mal
      Wegen zwei Fichten sowas kaufen? Gut - ich weiss jetzt nicht, wieviel weitere Fichten mir es in Zukunft zerlegt.
      Es sei denn, man betrachtet so einen teuren Kauf als Investition.


      2. Holzspalter leihen
      Wegen einer Fichte leihe ich mir keinen Spalter, da hab ich mehr Rüst- und Transportkosten als was der Bettel wert ist. Leihen funzt erst ab mind. 3 Bäumen, dann lohnt sich das.


      3. Manuell - mit Spaltaxt
      Vorteil, man kanns direkt vor Ort machen, und wer fit ist, ich sag mal 18m Stamm, zersägt in 30cm Rundlinge,
      die zu Spalten ist ne Sache von roundabout 2 Stunden, je nach Astlage. Aber ungefähr müsstes hinkommen.
      Vorteil der Spaltaxt ist, sie nimmt keinen Platz weg und man hat nich noch irgendwas rumstehen, was Platz nimmt.
      Kreissäge, Rasenmäher, Häcksler ..., das Zeug steht rum, will gewartet werden und braucht Platz.


      So richtig bin ich mit mir noch nicht im Reinen, ich neige zu Variante 3, allein hier hats ein Problem:
      die Kraft hätte ich schon, aber es scheitert am Kopf, ich traue mich nicht mit voller Wucht zuzuschlagen,
      sodern schlage 'mit angezogener Handbremse' zu, was dann wenig bringt.
      anderseits, wichtig ist eigentlich nur, dass der erste Schlag sitzt, dann wenden die meisten die Axt und lassen das Gegengewicht wirken.
      Werde es vielleicht nochmal mit Keil und Vorschlaghammer probieren, wäre ja auch noch eine Variante, da ich mir ersteres nicht traue.
      ---
      It's not the hammer, it is the way you hit.
    • Im Baumarkt mit der anderen Bezeichnung für Weltkugel gab es vor Jahren einen Kurzholzspalter mit Beinen von .. für unter 200 €. Mit dem habe ich bis jetzt alles gespalten bekommen bis hin zu Scheiben von ca. 70 cm Durchmesser (Länge 25 - 30 cm, Fichte, Kiefer, Birke). Größere hatte ich noch nicht, aber die würde der wahrscheinlich auch schaffen. Der nimmt relativ wenig Platz weg und kommt mit 230 V aus. Insgesamt habe ich den bis jetzt für ca. 10 rm benutzt, wobei ich kleiner Stücke hacke. Das geht dann schneller. Aber für astige Stücke, bei denen Du Dir mit der Axt die Karten legst, ist der recht gut.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas
    • trekkie schrieb:

      Wie spaltet Ihr euer Holz, mit ner Axt oder Holzspalter?
      Als derzeitiger Fichtenreihenbesitzer mit wenig Anfall

      Spaltaxt und zwei Spaltkeile, falls mal einer steckenbleibt.
      Auf Meter gechnitten und mit Beachtung vom Faserverlauf den Keil an der Stirnseite eingetrieben.

      Ansonsten wegen Kurzatmigkeit, Einsatz von Nachbars Holzspalter, irgend einer hat ihn fast immer am Schlepper montiert.

      trekkie schrieb:

      sodern schlage 'mit angezogener Handbremse' zu, was dann wenig bringt.
      Das dürfte sich geben wenn du der eigenen Zielgenauigkeit zu trauen anfängst ;)
    • trekkie schrieb:

      wichtig ist eigentlich nur, dass der erste Schlag sitzt, dann wenden die meisten die Axt und lassen das Gegengewicht wirken.
      hallo nancy,
      lass das bei einer spaltaxt mit dem wenden wenn dein kopf nicht härter wie das holz ist.
      wenn du kurzstücke spalten willst ca. 25 - 40 cm lang hol dir eine vernünftige spaltaxt von fiskars oder ochsenkopf, ca.+- 60 euronen.
      lass die finger von hecht oder fuxtec ( chinaböller ein kuppel zerlegt die reihenweise ).
      gewicht und stiellänge müssen für dich passen.
      ich spalte zu 95% im wald mit einer fiskars x27 ( längste axt von denen ) .
      wenn du etwas erfahrung hast, würde ich dir die x 24-25 empfehlen.
      holz wird so gespalten wie die spatzen scheissen.
      auf windrisse achten.
      hol dir einen alten 19-20 zoll autoreifen und stell die klötze rein.

      gruss aus de palz
    • Spaltaxt (Gränsfors) und Spaltkeil für die dicken Eichen, kleinere Handaxt (Fiskars) um dann nach Bedarf zum Kiefernspäne zum anfeuern zu machen.


      ---------- 14. November 2017, 09:45 ----------

      Für mich ist das eine Ausgleichstätigkeit, die mit Spalter wenig Spaß machen würde, allerdings muss ich auch nicht die ganze Bude mit Scheitholz heizen.
      The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
      - John Maynard Keynes -
    • trekkie schrieb:

      Wie spaltet Ihr euer Holz, mit ner Axt oder Holzspalter?
      Mein Nachbar und ich machen pro Jahr ca. 60 - 80 Festmeter für Lagerhalle und Büro ( Feststoffbrenner ) und zu Hause ( zwei Kaminöfen ). Am Anfang haben wir einen elektrischen Spalter und Wippkreissäge ( beides Starkstrom ) gekauft, das Spalten machen wir mittlerweile mit einem Spalter am Schlepper, der ist einfach schneller, die Wippkreissäge ist dagegen viel im Einsatz. Wir schneiden immer Meterstücke, spalten die und setzen die Meterstücker zum trocknen auf. Nach dem trocknen gehts dann durch die Wippkreissäge auf die gewünschte Länge ( 50 cm oder kleiner ). Wir lassen uns jedoch auch die Stämme Zugweise kommen und bearbeiten das ganze am Betriebsgelände ( Stapler und Stromanschluß :rolleyes: ). Das ganze ist aber auch unter Hobby zu verbuchen.
    • R.B. schrieb:



      1 oder 2 Ster im Jahr, für ein gelegentliches Kaminfeuerchen im Winter, oder 20 oder 30 Ster um den kompletten Winter das Haus vollständig zu heizen?
      Ist doch egal.

      Da sollte doch so oder so ein schweizer Taschenmesser reichen... :whistling:


      Ok, ok, ich denke man merkt schon, dass ich mir das Zeuch ofenfertig kommen lasse :corn:


      :topic:
      Ich bin ein Fan von John Ruskin (Gesetz der Wirtschaft)
    • hallo
      ich mach das holz im wald ofenfertig, bedeutet einmal weniger anfassen.
      ralf m

      R.B. schrieb:

      Im zweiten Fall wäre mir das mit der Axt zu anstrengend.
      ich bin mit der axt mindestens doppelt sc schnell wie dem spalter zuhause.
      die buche die bei uns hauptsächlich als brennholz genutzt wird spaltet man ohne grosse kraftanstrengung ( wenn man etwas erfahrung hat :keule: ).
      gruss aus de palz
    • gunther1948 schrieb:


      R.B. schrieb:

      Im zweiten Fall wäre mir das mit der Axt zu anstrengend.
      ich bin mit der axt mindestens doppelt sc schnell wie dem spalter zuhause.die buche die bei uns hauptsächlich als brennholz genutzt wird spaltet man ohne grosse kraftanstrengung ( wenn man etwas erfahrung hat
      Da gebe ich Dir Recht , das habe ich auch meist so gehandhabt , aber ich bevorzuge frei Haus gelieferte Stämme mit max 6m länge .
      Ja und ganz wichtig , wie du auch schon erwähntest , "wie der Vogel scheißt , so das Holz reißt "
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • Hallo und Danke erstmal für eure Wortmeldungen,


      so richtig entschieden habe ich mich noch nicht, ist auch schwierig.
      Wie Gunther richtig schreibt, geht es am schnellsten, das Holz im Wald klar zu machen,
      um es dann - in unsrem Fall - mit der Schubkarre bis zum Holzunterstand zu karren und aufzustapeln.
      Die Logistik ist wichtig bei sowas, man muss es so wenig wie möglich anfassen.
      Holzunterstand wurde heute etwas erweitert und stabilisiert via diagonal angeschweißten alten Rohren.
      Die streich ich morgen und dann muss ich schauen, dass ich das Holz da in 2'er oder 3'er Reihe hinstapeln kann.


      Die zwei Bäume sind jetzt erstmal klar gemacht, Äste durch die Kreissäge und den zweiten Stamm hat mir
      ein netter junger Mann in 2h gespalten, bis auf 5 Stamm-Rundlinge, die hat er nicht durchbekommen (Äste ohne Ende).
      Die krach ich mal auf den Hänger und fahr zu einer Freundin, die hat nen Spalter (Iseki? oder so, auch egal).


      Vom Kauf eines Spalters sehe ich also vorerst mal ab, weil momentan nicht mehr notwendig und dann stünde das Ding
      nur rum und nimmt Platz weg.
      Sollte es mir doch noch einen umhauen (ein Kandidat steht noch halb in der Hauptwindrichtung), dann isses halt so,
      werde ich auch eine Lösung finden.
      Wie lange kann man eigentlich Stämme lagern?
      Also im Wald sieht man ja manchmal solche Polter. Nur mal gesponnen:
      Ich warte, bis mir wieder einer umfällt und lasse danach noch 2-3 gezielt ummachen,
      bei 4-5 Stämmen würde es in meinen Augen Sinn machen, einen Spalter zu leihen.


      Zum Heizen:
      Es handelt sich um ein Gartengrundstück, wir wohnen nicht dauerhaft dort.
      Es gibt eine Luftschachtheizung, geheizt wird im Keller.
      Kombination mit Ölheizung für die Frostfreiheit im Winter und WW wenn dort gewohnt wird.
      Sind also nicht zwingend auf Holz angewiesen, eher eine Art Zuheizung in den Wetterübergangsphasen und über Winter,
      wenn wir denn draussen wären. Also alles nicht so wild, als dass ich nen Spalter unbedingt brauch.
      Und für 2-300 Tacken gleich recht keinen, dem Frieden trau ich nicht.


      Habe mir, aus genau dem Grunde nach langer Recherche eine Gränsfors große Spaltaxt gekauft, das Ding ist recht handlich
      notfalls auch einhändig führbar, selbst für mich.
      Aber wiegesagt, mit voller Wucht beidhändig überkopf ausholen und zudreschen - ich glaub das muss ich noch üben,
      weil da hab ich eine Blockade im Kopf ;)


      Gunther der Tip mit dem Autoreifen ist gut - Danke!


      Also erstmal üben, üben, üben ..., mit der Axt.
      Seltsamerweise gehe ich mit meinem sauscharfen Beil völlig angstfrei um, und auch volle Kanne,
      zB beim Äste abasten, aber da schlag ich immer weg vom Körper ... ist vielleicht der springende Punkt.


      Jedenfalls erstmal Danke und lg trekkie
      ---
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    • trekkie schrieb:

      aus genau dem Grunde nach langer Recherche eine Gränsfors große Spaltaxt gekauft, das Ding ist recht handlich
      notfalls auch einhändig führbar, selbst für mich.
      hallo
      und du bist sicher, dass das ne spaltaxt ist so ab 3,5 kg und 85++++ cm stiellänge oder doch nur ein grösseres küchenbeil.

      trekkie schrieb:

      zB beim Äste abasten, aber da schlag ich immer weg vom Körper ... ist vielleicht der springende Punkt.
      mmhhh ich glaube die haltung ist verbesserungswürdig

      trekkie schrieb:

      Aber wiegesagt, mit voller Wucht beidhändig überkopf ausholen und zudreschen - ich glaub das muss ich noch üben,
      nimm den reifen und spalt auf dem boden die gefahr für die beine reduziert sich ( wenn die stiellänge stimmt )
    • trekkie schrieb:

      Habe mir, aus genau dem Grunde nach langer Recherche eine Gränsfors große Spaltaxt gekauft, das Ding ist recht handlich
      notfalls auch einhändig führbar, selbst für mich.
      Also ich habe die Spaltaxt von Gränsfors, aber die kann ich nicht einhändig führen und handlich ist für meine Begriffe auch etwas anderes. Aber ich weiß natürlich nicht wie Deine Statur ist ;)
      Ich würde es aber grundsätzlich vermeiden, die Axt beim Holzspalten einhändig zu führen.
      The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
      - John Maynard Keynes -
    • Moment mal, ich glaube das war ein Mißverständniss mit dem einhändig führen ;)

      Ich meinte, dass man damit notfalls einhändig arbeiten kann, wie mit einem Beil, aber nicht einhändig Stammholz spalten.
      Man könnte quasi _zur Not_ das Ding als Beilersatz nehmen, sofern es richtig scharf ist.
      Dass es nicht die Idealbesetzung ist, ist klar, aber zur Not ginge es. Natürlich kann man damit nicht einhändig Holz spalten,
      kleines Anzündholz abspalten aber wiederrum doch.
      Das war mit notfalls einhändig gemeint und nix anderes ;)

      Naja und so schwer find ich die jetzt nicht - sicher ein Beil ist leichter - aber es liegt in meinen Augen noch gerade im Rahmen, es 'handlich' zu nennen.

      Gunther, eine 3,5kg Spaltaxt? Das geht dann doch eher Richtung Spalthammer?
      Aber gut, Begrifflichkeiten sind egal, weil jeder was andres darunter versteht.
      Bezogen auf deine genannten Daten stimmt das Ding nicht überein, mal den Zollstock rangelegt und geknipst, knapp 70cm Gesamtlänge bei um die 2,4kg Kopfgewicht. Küchenbeil weniger, wobei ich aber nicht weiss, was du so in deiner Küche machst ;;;-)))))))) *Joke* ;)

      Haltung verbessern ist immer gut, ich meinte beim Äste abasten oder Äste abzweigen (mit dem Beil) schlage ich immer vom Körper weg,
      beim Holzspalten wäre diese Haltung natürlich fatal ;)

      Wieauchimmer, nochmal Danke & lg Nancy

      Bilder
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