Mengenberechnungen von Gipsfaser- und Gipskartonplatten. Norm?

    • world-e schrieb:

      Thomas B schrieb:

      Ich habe das Problem noch nicht erfasst....ehrlich!

      Sollte es am Ende nicht reichen, müssen die Zimmerer eben nachbestellen/ nachliefern lassen.

      Das einzige "Problem", das man in diesem Zusammenhang evtl. konstruieren könnte, wäre ein Zeitverlust, wenn es zwischen der Erkenntnis "Oh...reicht doch nicht. Schnell nachordern!" und dem Liefertermin für eben diese Platten zu einige Tagen Montageausfall kommen sollte.
      Geliefert wurden 245m². Nach meiner Berechnung (Wandfläche abzüglich Fenster- und Türöffnungen, plus Leibungen inkl. 10% Verschnitt) werden 280m² benötigt. Diese Berechnung deckt sich auch mit dem externen Holzbauleiter. Mir ist klar, dass der GU und die Zimmerei das klären müssen, aber mich wurden hierzu die Grundlagen der Berechnung interessieren. 1,25m x 2,61m haben die Platten
      Ich kenne keine Norm für diese Berechnung, aber vielleicht melden sich ja die Trockenbauer zu Wort. Die 10% für den Verschnitt erscheinen mir aber etwas großzügig kalkuliert, ich hätte hier eher im Bereich 5% gedacht. Wenn ich mich richtig erinnere, dann hatten wir diese Diskussion mal vor ewigen Zeiten, und es war glaube ich Peeder der gesagt hat, dass der Verschnitt vom Ausführenden abhängt, und dass er mit 5% immer klar käme. Aber das ist schon lange her.

      Andererseits, worst case fehlen Dir also 35m² im Gegenwert von vielleicht 50,- € oder 70,- €. Wenn Du merken solltest, dass es eng wird mit der Menge, dann fährst Du halt in den nächsten Baumarkt und holst Dir noch eine handvoll Platten. Dann kannst Du so einkaufen, dass es eine Punktlandung gibt, und musst nicht später die Platten von einer Ecke in die nächste räumen, weil sie ständig im Weg sind.
    • Off-Topic:
      Leute, die Frage mag zwar ungewöhnlich sein aber wir müssen den TE ja nun auch nicht gleich in Schubladen stecken oder?
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    • Skeptiker schrieb:

      Das BGB kennt keine Abrechnungsregeln.
      Heisst das jetzt im Umkehrschluß nach BGB kann ich Abrechnen was ich will ?










      Euch ist aber schon aufgefallen , das der TE diese Platten schwer selber irgendwo bokommen wird , wenn nicht zufällig der passende Händler um die Ecke sitzt ?
      Ich wüsste jetzt nicht wo ich die Platten so ( 1,25*2,61m) von jetzt auf gleich bekomme
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • AndyG schrieb:

      Skeptiker schrieb:

      Das BGB kennt keine Abrechnungsregeln.
      Heisst das jetzt im Umkehrschluß nach BGB kann ich Abrechnen was ich will ?
      Nö, es sind mathematisch korrekt die realen Flächen abzurechnen, Vereinfachungen, Übermessungen etc. der VOB / C gelten nicht.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Skeptiker ()

    • Hallo, world-e!

      Noch mal kurz zur Zusammenfassung dessen, was die anderen schon geschrieben haben:

      Ja, es gibt eine Norm, nämlich die ATV DIN 18340 für Trockenbauarbeiten.

      Danach werden bei einem Aufmaß Aussparungen, wie Öffnungen und Nischen bis 2,5 m² Einzelgröße übermessen, größere entsprechend abgezogen.

      Aber diese Norm gilt nicht für deinen Fall, denn es handelt sich hierbei um „Abrechnungsvorschriften für Trockenbauarbeiten“. Es geht in jenem Abschnitt der Norm nur um die In-Rechnung-Stellung von „Arbeiten“ = Werkleistungen, nicht um „Materiallieferungen“.

      Bei dir leistet niemand Trockenbauarbeiten, sondern du erhältst im Rahmen deines Ausbauhausvertrags (ich gehe davon aus dass es ein solcher ist, oder?) nur Baumaterialien ausgehändigt. Deshalb kannst du dich auf diese Norm leider nicht berufen, wenn es um die Frage geht, wie viel Material die Firma (du nennst sie GU ) dir für deine Eigenleistung zur Verfügung stellen muss.

      Die o.g. „Übermaßregelungen“ bei kleineren Fenstern und Türen haben in jener Norm auch nicht allein etwas mit Verschnitt zu tun. Das Übermessen soll vielmehr eine Kompensation für den Trockenbauer dafür sein, dass es arbeitsaufwendiger ist, Tür- und Fensterausschnitte herzustellen. Damit soll er für diese zusätzliche Arbeit vergütet werden, kann dann aber nicht nebenher die Herstellung solcher Ausschnitte nochmal extra in Rechnung stellen.

      Das alles trifft aber auf dich nicht zu und hat mit deiner Problemlage leider nichts zu tun.

      Messe und rechne einfach alle Flächen, die du beplanken musst, genau aus. Türöffnungen und Fensteröffnungen musst du dabei in Abzug bringen, denn die brauchst du ja nicht zu beplanken. Soweit du Türnischen und Fensternischen aber beplanken musst, rechne auch diese schmalen seitlichen Flächen im Zargenbereich genau aus, alles erstmal ohne einen Zuschlag für Verschnitt, also netto.

      Wenn das, was dir geliefert wird, sogar geringer ist, als das, was du bereits netto, ohne Reste und Verschnitt ausgemessen und ausgerechnet hast, schreibe dem GU , stelle deine Berechnung dar und setzte ihm eine Frist, um so schnell wie möglich die fehlenden Platten nachzuliefern. Schreibe ihm, dass diese Berechnung ohne Verschnitt errechnet wurde und bitte ihn, auch eine entsprechende Menge Platten für den üblichen Verschnitt bei der Nachlieferung hinzuzufügen.

      Das sollte eigentlich dann relativ problemlos zu einer entsprechenden Nachlieferung führen.

      Viel Glück beim Hausbau und viel Erfolg!

      Ralf
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      Viele Menschen haben nie darüber nachgedacht, was ein Haus ist; sie sind unnötigerweise ihr ganzes Leben lang arm, weil sie glauben, ein gleiches Haus wie ihre Nachbarn haben zu müssen. Thoreau, 1854
    • Richtig Ralf, die DIN hat nix mit der Planung für das Material zu tun.

      Die Berechnung hängt unter andern davon ab, mit was für einen Objekt habe ich es zu tun. Meine Erfahrung beim Häuslebau --
      Die Gesamtfläche , alle Öffnungen Übermessen , zzgl 10 % Verschnitt ( was schon ein Profi nicht leicht fällt ) .

      Das ist das Mindeste, was ich an Material bestellen würde.

      Peeder
    • Ralf Wortmann schrieb:

      Die o.g. „Übermaßregelungen“ bei kleineren Fenstern und Türen haben in jener Norm auch nicht allein etwas mit Verschnitt zu tun. Das Übermessen soll vielmehr eine Kompensation für den Trockenbauer dafür sein, dass es arbeitsaufwendiger ist, Tür- und Fensterausschnitte herzustellen. Damit soll er für diese zusätzliche Arbeit vergütet werden, kann dann aber nicht nebenher die Herstellung solcher Ausschnitte nochmal extra in Rechnung stellen.
      Off-Topic:
      da muss ich mal einhaken.
      das Herstellen von Öffnungen und Laibungen sowie die Eckausbildung sind, gemäß DIN ATV 18340, besondere Leistungen und müssen somit extra vergütet werden.
      Das dies mit dem Übermessen mit abgegolten ist stammt aus einer alten VOB (ca. 2002), dort wurde das Herstellen von Öffungen und von Laibungen nur bei Ausschnitten über 2,5m² vergütet.
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