Rechtliches durcheinander

  • Rechtliches durcheinander

    Das ist eine Frage an die Anwälte.

    Also folgendes ist für mich nicht einleuchtend.

    Wir haben im Beweisverfahren ein Gutachten vom gerichtl.SV erhalten(Geologe)

    Das wir in einem anderem Thema geklärt haben.Das Gutachten ist falsch.(Drainage nicht zulässig und nicht möglich)

    Nun will ich eine Privaten SV zur mündlichen Anhörung mitnehmen.
    Der sozusagen dem Geologen von seiner Idee mit der Drainage abbringt.
    Da sie nicht funktioniert.

    Wie hat [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]dazu mal in einer Beitrag geschrieben.Der Private SV muss das Gutachten des gerichtl.SV zerpflücken.

    Nun zum Problem.
    Wie soll er das machen,wenn er nicht teilnehmen darf ?
    Das zumindest ist die Aussage von meinem Anwalt.

    Also wer soll das dem Richter glaubhaft rüberbringen ?
    Rechtsanwalt der nur das Recht kennt ?
    Bauherr als Laie ?

    Die Aussagen in seinem Schriftsatz füge ich mal hier hinzu.

    Den von Ihnen hinzugezogenen Sachverständigen in die mündliche Verhandlung zu stellen wird nicht ganz einfach sein. Grundsätzlich ist ein selbstständiges Beweisverfahren ein nicht öffentliches Verfahren, in dem Dritte nicht gehört werden. Dies müssen wir daher auf jeden Fall vorher ankündigen und mitteilen, dass diesem auch die Ausführungen der Parteirechte ausdrücklich übertragen werden. Dann müssen wir darauf warten, ob dies vom Gericht zugelassen wird. Eine Terminierung, die sich nach Wünschen des Sachverständigen richtet, wird nicht möglich sein. Das Gericht wird keinen Termin verlegen, nur weil dieser Sachverständige keine Zeit hat. Das gerade deshalb, weil er offiziell nicht am Verfahren beteiligt ist.
  • Dein Anwalt schreibt nicht, dass der SV nicht teilnehmen darf, sondern nur, dass es schwierig sein könnte.

    Ich halte dies nicht für schwierig. Mit vorheriger schriftlicher Ankündigung, sodass sich etwaig unsichere Richter vorher ein bisschen belesen können, hat das bisher, soweit ich mich erinnere, immer geklappt. Erklärungen zur Übertragung der Parteirechte etc. habe ich dafür noch nie benutzen müssen.

    Wenn ich Zeit finde, reiche ich ggf. bis Montag dazu noch etwas Rechtsprechung nach.

    Wenn dein SV aus wirklich guten Gründen unabkömmlich ist (Krankheit oder lange vorher gebuchter Auslandsurlaub, => berufliche Verhinderung genügt indes nicht!), dürfte sogar eine Terminsverlegung möglich sein!
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    Viele Menschen haben nie darüber nachgedacht, was ein Haus ist; sie sind unnötigerweise ihr ganzes Leben lang arm, weil sie glauben, ein gleiches Haus wie ihre Nachbarn haben zu müssen. Thoreau, 1854
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    Erstmal danke für ihre Mühe.

    Meine Sorgen liegen darin,das weder mein Anwalt noch ich in der Lage sind,
    einem G-SV von seinem Vorhaben abzubringen.Wenn er weiterhin an seinem Gutachten fest hält.

    Hier wäre ein Privater SV,der auf augenhöhe mit dem G-SV ist,dem Richter zu erklären was am Gutachten falsch ist.

    Obwohl ihm das Baugrundgutachten bekannt war hat er die Schichtenwasser problematik nicht erkannt.
    Wieso stellt das so ein Problem dar ?

    Ist das nicht gang und gebe das Private SV hierzu teilnehmen.
    Oder liegt das daran,das er zu einem späteren Zeitpunkt hinzugekommen ist ?


    ---------- 23. Oktober 2017, 16:52 ----------

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    Wie mein Anwalt zu dem Schriftsatz kommt,erklärt er hiermit.



    Um nochmals auf die von Ihnen angesprochene Frage des Sachverständigen in der mündlichen Verhandlung zurückzukommen, kann ich nur auf meine Erfahrung in dieser Sache zurückgreifen.
    Exakt die gleiche Situation hatte ich in einer anderen Angelegenheit vor einiger Zeit. Es ist nicht die Frage, wo in der ZPO steht, dass ein anderer Sachverständiger nicht an der mündlichen Verhandlung teilnehmen darf. Das Problem ist, dass es sich bei dem selbständigen Beweisverfahren um ein nichtöffentliches Verfahren handelt und daher nur die am Rechtsstreit beteiligten Parteien zugegen sein dürfen und andere sofern sie ausdrücklich zugelassen werden. Ich werde selbstverständlich versuchen, dies zu erreichen. Ich möchte nur vorab darauf hinweisen, dass nicht notwendigerweise gehen muss. In dem anderen Verfahren, auf das ich oben verwiesen habe, war es so, dass die Gegenseite zunächst eine sachverständige Person zum Termin mitgebracht hatte. Ich habe deren Anwesenheit gerügt. Der vom Gericht beauftragte Sachverständige hat sich hierzu nicht geäußert. Um nicht den Sachverständigentermin vor Ort zu gefährden, haben wir uns dann darauf verständigt, dass die dritte Person zumindest vor Ort zugegen sein darf, der Sachverständige hatte sich jedoch dann verbeten, dass dieser sich überhaupt äußert.
    In der mündlichen Verhandlung, in der die dritte Person dann ebenfalls wieder zugegeben sein wollte, wurde deren Anwesenheit vom Richter unter Hinweis auf die Nichtöffentlichkeit des selbstständigen Beweisverfahrens abgelehnt und hat ihn aus dem Sitzungssaal geschickt. Von daher ist das, was ich Ihnen mitgeteilt habe, einfach eine Erfahrung aus anderen Verfahren. Um die Sachausführungen des Sachverständigen zu überprüfen, steht jeder Partei, genau so, wie Sie es machen, die Möglichkeit zu, das Gutachten im Vorhinein, nämlich vor der mündlichen Anhörung zu überprüfen und Fragen zu stellen. Man muss dann tatsächlich, so wie Sie es andeuten, durch einen weiteren Gutachter, der ebenfalls vom Gericht beauftragt wird, eine Überprüfung erreichen.
    Zunächst einmal muss ohnehin zugewartet werden, wie Herr Kl........die Kritik an seinem Gutachten reagiert und erst dann kann man sehen, ob eine mündliche Verhandlung zum Gutachten benötigt.