Kellerräume sanieren – mehrere Meinungen von Handwerkern eingeholt

    • Kellerräume sanieren – mehrere Meinungen von Handwerkern eingeholt

      Hallo liebe Gemeinde,

      ich habe ein paar Fragen zum Thema Sanierung der Kellerräume, da ich diverse Handwerkermeinungen eingeholt habe, die sich unterscheiden.


      Infos zum Haus:


      Haus von 1972, Mauerdicke von außen (24cm) und ein 7 cm Stein.

      Rund um das Haus ist ein kleiner Spalt mit kleineren Steinen aufgefüllt

      Alle Fenster im Haus sind 2-fach verglaste Holzfenster, bis auf die Kellerfenster, hier sind einfachverglaste Fenster in einem Stahlbetonrahmen verbaut.

      Die Kellerräume sind (am Wochenende) bewohnt und haben jeweils Fenster, die obenerdig sind. Insgesamt gibt es eine Deckenhöhe von 2,20m im Keller, davon sind ca. 1,40m unter der Erde. Die Fenster sind ca. 50 cm hoch. Im Weiteren gibt es noch eine Eingangshaustür, die nach draußen führt.

      Die Tür der Kellerräume (nach oben) steht meistens offen, so dass eine Zirkulation mit dem oberen Teil des Hauses stattfindet.


      Problem:

      Die Kellerwände sind teilweise nass – gemessen mit einem Gann Compact B (bis 100), der teilweise Werte von 100, größtenteils aber bei ca. 30 bis 60 zeigte.

      Wichtig hierbei, lt. Energieberater (Ingenieur), sieht man äußerlich am Putz nur Salz und keinen Schimmel. Bis vor 1 Woche war eine Holzvertäfelung mit kleinen Leisten und einem Zwischenspalt von 1cm zwischen Holzleiste und Wand angebracht. Auch oben und unten wurde ein Abstand von 2cm bei der Holzvertäfelung gelassen.


      Vermutungen der nassen Wände:

      Die Silikonschicht zwischen Terrasse und Hauswand hat Risse und muss erneuert werden, dadurch ist Wasser ins Mauerwerk gelangt, welches sich dort staut.

      Die Einfachverglasungen haben Wasser durch die Scheibe gedrückt und sind über die Fensterbanksteine (innen) hinter die Holzvertäfelung gelaufen und ins Mauerwerk gezogen.


      Meine geplante Vorgehensweise:

      Silikonschicht abdichten, indem eine Teerschicht zwischen Terrasse und Hauswand aufgetragen wird. Dadurch ist die Wand von oben dicht.

      In einem weiteren Schritt werde ich mir einen Raumentfeuchter mit 40l/24 Stunden und 6l Tank mit 540 Watt zulegen und die Kellerwände versuchen zu trocknen.

      Nach 4 Wochen sollen dann neue Fenster und eine neue Haustür (nach draußen) auf 3-fach Verglasung einschließlich Schalldämmung (wegen lauter Umgehungsstraße) eingebaut werden. Die Fenster sollen nach Möglichkeit eine Falzlüftung haben, damit ein Luftaustausch möglich wird.

      Danach möchte ich immer wieder schauen, ob die Wand weiterhin Wasser durchlässt.


      Falls nein, möchte ich Kalksandputz mit einem Styroporanteil (ich glaub von STO) auftragen, damit die Wand keine Salze oder Schimmel mehr bilden kann.

      Zusätzlich würde ich an die Außenwände 2 weitere Einrohrheizkörper anbringen und versuchen somit dauerhaft die Wände etwas trockener zu halten – bietet sich gerade an, da im Haus neue Ventile und Thermostate an den übrigen Heizkörpern angebracht werden sollen.


      Danach soll eine neue Holzkonstruktion (evtl. MDF-Platten), wieder auf Holzleisten und einem Zwischenraum zwischen Wand und Holzleisten abgebracht werden.

      Zum Schutz würde ich dann dauerhaft – 1-2 Std. täglich – einen Entlüfter laufen lassen um die Luftfeuchtigkeit zu regeln.


      Kritik von Handwerkern (habe mehrere um ein Angebot und ihre Einschätzung gebeten) an dieser Vorgehensweise:




      Niemals eine 3-fach Verglasung im Keller verwenden; da es später zu Schimmelbildungen kommen könnte
      Lieber eine 2-fach Verglasung und Schallschutzdämmung verwenden, da das Mauerwerk einen UG-Wert von deutlich > 1 hat und die Fenster bei 0,5 – 0,7 UG haben und dies nicht gut zusammenpassen würde.
      Für eine 3-fach Verglasung würde ich dann auch ein Belüftungssystem brauchen, da dies „lt. Energierichtlinie?“ so vorgeschrieben ist, sagte einer der Handwerker noch.


      Eine Falzlüftung sollten die Fenster nicht erhalten, da bereits durch die 2-fach Verglasung eine „etwas“ schlechtere Dämmung vorhanden wäre.


      Ohne die Terrasse abzureißen und die Außenwand zu begutachten, würde ein anderer Handwerker keine weiteren Modernisierungsmaßnahmen durchführen (Fenster, Luftentfeuchter, Holzvertäfelung)


      Die zusätzlichen Heizkörper würden nichts bringen, da die Feuchtigkeit trotzdem im Keller bleiben würde.



      Ich bin langsam verwirrt, was ich tun soll. Anbei habe ich noch ein paar Fotos angehangen.


      VG KARL
      Bilder
      • IMG_20170924_150410.jpg

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    • Für eine Kritik des gesamten Gedankenwerkes fehlt mir die Zeit. Da werden sich sicher welche finden, die das aufräufeln.
      Für Karl nur ein Denkanstoß:
      Wieviel Luft und/oder Wasser kann eine Glasscheibe durchdringen?
      Wenn Du Dir diese Frage beantwortet hast, kommst Du zwangsläufig zu der Frage, was sich an daran ändert, wenn Du zwei oder drei Scheiben hintereinander packst.
      Dreimal Null ist wieviel?
      Was also soll die Anzahl der Scheiben mit der Lüftungsnotwendigkeit zu tun haben?

      PS: Irgendwelche bei fremden Hostern hochgeladene Bilder öffne ich nicht. Wir haben hier eine komfortable Uploadfunktion, die solche gefahrenträchtigen Wege überflüssig macht.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • Off-Topic:

      smiley schrieb:

      Anbei habe ich noch ein paar Fotos angehangen.
      Bitte nutze zukünftig die Dateianhangsfunktion innerhalb der Beiträge (unten, in der Mitte auf "Dateianhänge" gehen) oder nutze die Medienverwaltung: [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

      Ich werde deine Bilder im Startbeitrag nachträglich einbinden.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Die gesamte Schilderung liest sich nach vielen unzusammenhängenden laienhaften Vermutungen.

      Zuerst sollte mit fachkundiger Besichtigung vor Ort die Ursache des Feuchtigkeitsanfalls sicher gefunden werden, dann kann diese beseitigt und über Umbauten nachgedacht werden.

      Das gerissene Silikon war nie eine (fachgerechte) Abdichtung oder auch nur ein Teil einer solchen.

      Schimmel benötigt immer organisches Material als Nährstoff.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Skeptiker schrieb:

      Zuerst sollte mit fachkundiger Besichtigung vor Ort die Ursache des Feuchtigkeitsanfalls sicher gefunden werden, dann kann diese beseitigt und über Umbauten nachgedacht werden.
      DAs sehe ich genau so , alles andere ist mMn rausgeschmissenes Geld .

      Ich hatte so ähnliche Bedingungen , da ist mir mal das Tauwasser vom Winter durch die Aussenwand reingekommen , aber nicht nur
      feucht , sondern als Bächlein .
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • Sollte der Feuchtigkeitseintrag gestoppt/behoben sein und es kommt irgendeine Diskussion über mechanisches Entlüften auf,
      dann nur ein System mit "Absolute-Feuchte-Steuerung" evtl. noch mit einem Temperatursensor auf dem potentiell kältesten Punkt
      der Bauteiloberfläche (innen).
      Ich bin ein Fan von John Ruskin (Gesetz der Wirtschaft)
    • klären:
      wasserstand, ggfs. änderungen/anstieg
      bodenplatte - abdichtung - nachstossendes wasser
      rF im keller - langzeitmessung, auch mit laufendem entfeuchter

      wandinnenverkleidung mit organischen werkstoffen würde ich
      ebenso vermeiden, wie sanierputz just4fun - wenn nämlich
      "viel" (oder eher zuviel) wasser kommt, ist der putz schnell versalzt
      und bringt nix mehr, wenn die expansionsräume gefüllt sind.

      jetzt kommt eine jahreszeit, in der man mit dezentr. kwl gut
      trocknen kann ..
    • hallo
      mmmh meine meinung: zusammen gegoogeldes halbwissen gepaart mit mit bauphysikalischen lücken.

      smiley schrieb:

      Die Silikonschicht zwischen Terrasse und Hauswand hat Risse und muss erneuert werden,
      versteh ich nicht was hat da silikon zu suchen und per se wird die abdichtung der wand auf der wand hergestellt.d.h die wand muss eine abdichtung entsprechend dem lastfall haben.
      was ist mit dem spritzschutz, wie ausgebildet.
      das ding in allen einzelheiten auseinander zu bröseln wird eine abendfüllende geschichte.

      gruss aus de palz