Einbauposition Fenster 2-schaliges Mauerwerk mit WDVS

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    • Einbauposition Fenster 2-schaliges Mauerwerk mit WDVS

      Nabend,

      ich versuche mich gerade schlau zu machen, was die Positionierung von Fenstern innerhalb des Wandaufbaus angeht. In Verbindung mit einer Dämmung liest man viel vom "ersten Drittel der Dämmebene" was bei einem WDVS auch relativ leicht nachzuvollziehen ist. Wie aber sieht das bei einem zweischaligen Mauerwerk aus, welches mit einer Einblasdämmung versehen wird und zusätzlich ein WDVS erhält.

      1) Fenster zwischen die beiden Wände (innerhalb der Einblasdämmung)
      2) Fenster in die äußere Wand (zwischen Einblasdämmung und WDVS )
      3) Fenster vor die äußere Wand (erstes Drittel des WDVS )
      4) ganz anders

      Wie macht man es richtig?
    • Ich denke es kommt darauf an, wo die Fenster überhaupt befestigt werden können und ob Schallschutz eine Rolle spielt. Die Wärmebrücke kann ja ggf. durch Laibungsdämmung beseitigt werden.
      Ich würde entweder auf die innere Wand tippen (da diese ja meist dicker ist) oder im WDVS (dann ein erhebliches Minus beim Schallschutz), sofern die äußere Wand die Fenster tragen kann.
    • Rekham schrieb:

      Nabend,

      ich versuche mich gerade schlau zu machen, was die Positionierung von Fenstern innerhalb des Wandaufbaus angeht. In Verbindung mit einer Dämmung liest man viel vom "ersten Drittel der Dämmebene" was bei einem WDVS auch relativ leicht nachzuvollziehen ist. Wie aber sieht das bei einem zweischaligen Mauerwerk aus, welches mit einer Einblasdämmung versehen wird und zusätzlich ein WDVS erhält.

      1) Fenster zwischen die beiden Wände (innerhalb der Einblasdämmung)
      2) Fenster in die äußere Wand (zwischen Einblasdämmung und WDVS )
      3) Fenster vor die äußere Wand (erstes Drittel des WDVS )
      4) ganz anders

      Wie macht man es richtig?
      Dass ist doch abhängig von der Planung und der Dämmung und den Fenster Typ?

      Unser Planer sagte uns damals die Fenster kommen in die Dämmebene. Wurde auch so umgesetzt, bei allen neuen Fenstern.
      Nun hatten wir aber (Altbausanierung) noch Fenster die recht neu waren, und wir nicht herausreißen wollten.

      Wurde dann der Wandaufbau nachgerechnet, plus die dazukommende Fassadendämmung, und wurde uns gesagt, dass kann gut gehen, könnte aber auch sein dass es Probleme gibt. Sollten wir beobachten.
      Bis jetzt (3 Jahre) noch keine Probleme. Haben beim Bau der Fassade dann berücksichtigen lassen, dass wir irgendwann neue Fenster in die Dämmebene setzen werden, und dementsprechend schon den Unterbau für die zukünftige Fensterbefestigung bauen lassen.
    • elTorito schrieb:

      Dass ist doch abhängig von der Planung und der Dämmung und den Fenster Typ?

      Es werden 70mm Einblasdämmung 033/035 zwischen 2x 12,5 Ziegelwand und außen zusätzlich 120mm Mineralwolle 032/035. Fenster 3-fach verglast mit Uw ~0,9
      Die innere Wand ist tragend und über Maueranker mit der äußeren verbunden.

      Und ja, natürlich ist das Teil der Planung, ich befasse mich allerdings gerade "privat" damit und bin neugierig ;)
      Soweit ich das bisher überblicken kann, "geht" vieles - ich möchte aber wissen, was ideal ist, da wir neue Fenster bekommen und somit flexibel sind.
    • Neugierde ist ja ok. Aber was bringt es wenn du dir im www mehrere Meinungen einholst und dein Planer dann sagt so oder so.
      Wahrscheinlich passt dann auch irgendeine Meinung der eingeholten zu dem was der Planer sagt. Aber in wie fern hilft das?
      Bringt ja nichts wenn hier jetzt jeder sagt ich würde das Fenster da und da machen, und anschließend den Planer damit konfrontieren? hmm.

      Ich würde die Frage dann anders formulieren, "Mein Planer möchte die Fenster dort und dort anbringen, kann das so stimmen"?.
    • Wenn hier jeder sagt z.B. 2) ist richtig und der Planer nachher 3) umsetzen will, würde ich ihn natürlich damit konfrontieren.
      Ich schreibe im Übrigen gezielt hier und nicht "irgendwo im www", weil ich weiß, dass hier einige sehr kompetente Menschen schreiben.

      Und natürlich hätte ich die Frage so wie von dir vorgeschlagen formulieren können, nur was ändert das? Beschränkt die Antwortmöglichkeiten zunächst auf "Ja/Nein", bringt mir aber in keinem Fall einen Erkenntnissgewinn und zieht bei "Nein" wieder obige Fragestellung nach sich.
    • Danke für den Link...aber 299 Seiten Richtlinie für 76,- Euro - ich wollte die nicht selbst einbauen ;)

      Was die Feuchte angeht, sagt zumindest der U-Wert-Rechner: Keine zu erwarten (im Gegensatz zur Variante ohne WDVS ) und die Architektin scheint da auch kein Problem zu sehen.
      Die Tragfähigkeit wird hoffentlich der Statiker berücksichtigen; ich kann mir allerdings auch gerade nicht vorstellen, dass das ein Problem ergibt - die Wände sind soweit identisch (Ziegelmauerwerk auf Bruchsteinkeller). Fehlts da ggf. an der Verbindung zu Zwischendecken und Dach?
    • Rekham schrieb:

      Die Tragfähigkeit wird hoffentlich der Statiker berücksichtigen
      warum sollte er? ist das als besondere leistung vereinbart? etwa
      "mitwirkung an der planung für den fenstereinbau, untersuchung
      und ggfs. steuerung von untersuchungen bestehender bauteile,
      hier insbesondere wände"?

      ein möglicher denkpfad würde u.a. berücksichtigen
      • schlagregenschutz
      • diffusion
      • sorption
      • temperaturverlauf
      • flanken-/laibungsqualität
      • befestigung
      • tragfähigkeit für diese befestigung
      die bauphysikalischen themen beziehen sich nicht nur auf die
      normale fenster-wandfuge, sondern bei dir eben auf alles.
      das ganze kann man kompliziert machen - muss man aber nicht.

      je nach fensterart kann man überlegen, ob nicht überdämmen
      der rahmen und versetzen in einer position ohne grössere
      hebelwirkungen ausreicht.

      ich bin der meinung, grossmaszstäbliche ausführungspläne sind
      kein selbstzweck, erst recht dann nicht, wenn man von den
      berühmt-berüchtigten handwerklichen selbstverständlichkeiten
      abweicht.
    • mls schrieb:

      warum sollte er?
      Gute Frage...ich muss gestehen: Ich weiß aktuell gar nicht was genau "vereinbart" ist. Der wurde von der Architektin ins Spiel gebracht und bisher läuft das auch komplett über sie. Ich habe den Mann einmal auf der Baustelle getroffen, als er mit der Architektin die verschiedenen potentiell betroffenen Bauteile durchgegangen ist. Da die A. aber (hoffentlich) verinnerlicht hat, was wir vorhaben, gehe ich bisher davon aus, dass sie den Statiker entsprechend einbindet. Muss ich mich da tatsächlich noch persönlich hinterklemmen?

      Ansonsten danke für deine Ausführungen. Aktuell sitzen die (alten Kunststoff-)Fenster in der Mitte zwischen den beiden Wänden und bis auf einen Außreißer von 2,70m Breite sind das alles "normale" Größen; es werden wieder Kunsstofffenster eingebaut. Ich wollte hier auch nicht eruieren, wie man ggf. noch ein paar zehntelprozent Optimierung aus den Fenstern herauskitzelt, sondern eher hören "Ist (fast) egal, nur bitte nicht so und so" oder "Macht man heute eigentlich immer so und so".

      Denn natürlich bin ich einer einfachen (und damit ja meist auch günstigen) Lösung zugetan. Das "Überdämmen" bedeutet, man lässt das WDVS von außen einen Teil des Rahmens bedecken, oder ist in jedem Fall "Stückwerk" mit speziellen Laibungsdämmungen erforderlich?
    • Rekham schrieb:

      Muss ich mich da tatsächlich noch persönlich hinterklemmen?
      mein nachahmer in delphi würde sagen "kommt drauf an" ;)

      wenn weg und ziel einigermassen passen: gut. was willst du mehr.
      ich mache, egal ob neubau oder bestand, nichts, ohne den bauherren
      einzubinden, das beginnt bei der vertragsdiskussion und erstreckt sich
      über die planung, inkl. ungeliebter details, die ich für essentiell halte,
      bis hin zu meinem teil der bauüberwachung. klappt meistens.
      wer das nicht will, muss sich nicht quälen.

      Rekham schrieb:

      Überdämmen" bedeutet, man lässt das WDVS von außen einen Teil des Rahmens bedecken .. ?
      ja.