Pfütze vor Duschtasse... Baumangel? DIN-Normen, Bauvorschriften?

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    • Pfütze vor Duschtasse... Baumangel? DIN-Normen, Bauvorschriften?

      Liebe Community, ich habe in einem Bauträgerprojekt eine Wohnung gekauft.
      Großer Pluspunkt dieser Wohnung war eine große Dusche. Es gab nur den Grundriss zum Zeitpunkt des Kaufes als Orientierung.Es findet sich eine
      - Duschtasse 80x80 cm an 3 Seiten von Wänden umgeben mit
      - davor befindlicher gefliester Fläche in ähnlicher Größe, auf welche man über eine
      - seitliche Glastür die "Duschkabine" betritt.

      THEORIE: Dem gesunden Menschenverstand folgend war klar: "Das muss so gefliest sein, dass Wasser im Kabinenraum abfließen kann".

      REALITÄT: Es existiert ein Absatz, sodass über die Duschtasse spritzendes Wasser auf der gefliesten Fläche stehen bleibt und manuell irgendwie über die Kante zum Ablauf in der Duschtasse befördert werden muss.

      Nach mehrfacher Prüfung des Sachverhalts kam der Bauträger zu dem Schluss, dass dies keinen Mangel darstelle, weil "Spritzwasser toleriert werden müsse".
      Es muss doch so gebaut sein, dass das Wasser abfließen kann oder etwa nicht?! Der Bauträger hat Abhilfe zu schaffen, oder?!

      Das einizig fundierte, was ich im Internet finden konnte war ein Hinweis auf die DIN 18195 Bauwerksabdichtungen Teil 5. Zitat "5.4 Durch bautechnische Maßnahmen z.B. durch die Anordnung von Gefälle ist für eine dauernd wirksame Abführung des auf die Abdichtung einwirkenden Wassers zu sorgen"
      Leider kann ich weder diese Aussage verifizieren, da das Dokument nicht frei zugänglich ist noch einordnen, ob das auf unser Problem überhaupt anzuwenden ist...

      Ich bitte um Expertenrat insbesondere zum rechtichen Aspekt.
      Danke schonmal!
      Gruß Sebastian

      PS: Die Verkleinerung der Duschkabine durch Umsetzen der Glastür stellt für uns keine Option dar, da es sich auf 80 x 80 cm eben nicht gerade komfortabel duschen lässt.
      Idee unsererseits war es durch eine weitere Schicht Fliesen mit Gefälle einen Abfluss zu ermöglichen
      Bilder
      • Dusche.jpg

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    • 18195-5 kannst Du vergessen, weil sie für häusliche Bäder nicht gilt. Häusliche Bäder sind keine Naßräume.
      Ausserdem geht es da um das Wasser auf der ABDICHTUNG und nicht das auf dem Belag. Wenn also die Abdichtung entwässert wäre und das Wasser auf dem Belag stünde, wäre das kein Verstoß gegen die DIN .
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Verstehe ich richtig? Man geht durch die Glastüre, und steht dann vor dem Sockel der Duschtasse?
      Kann man diesen "Zwischenraum" nicht höhenmässig an die Duschtasse anpassen? So dass des Wasser zurück in die Tasse fließt?

      Wir haben ne Offene Dusch (nische) , der sockel ist 110 x 110 ca. vom Sockel bis zur Wand sind ca 80 cm, und haben da je nachdem wer duscht, auch ne Pfütze, wird dann nach dem Duschen weggewischt, Handtuch ist ja eh nass vom abtrocknen.
    • elTorito schrieb:

      Handtuch ist ja eh nass vom abtrocknen.
      :eek: und das nimmst Du zum Bodenwischen her?
      Wird das Handtuch dann jedesmal in die Wäsche gegeben oder trocknest Du Dich beim nächsten mal wieder mit dem Bodenhandtuch ab?

      @ TE: die spannende Frage wäre für mich, was lt. Vertrag als "Dusche" zählt.
      Ist es nur der 80x80 Bereich mit Tasse, dann sehe ich den BT im Recht, ist es der ganze Bereich hinter der "Glastür", dann sehe ich Deine Chancen besser (bodengleiche geflieste Duschen müssen ein Gefälle zum Tiefpunkt haben)

      Da Du aber eine Duschtasse hast, greift die Regel für die geflieste Dusche nicht direkt, sondern nur die Tasse an sich muss sauber entwässern. Der Bereich davor zählt mMn zum Fusboden und der muss in häuslichen Bädern kein Gefälle haben.

      War die Glastür an dem aktuellen Ort bereits von dem BT so vorgesehen, oder wurde die auf Deinen Wunsch dort angebracht? (man könnte sie ja auch direkt vor der 80x80 Tasse anbringen, dann wäre der Duschbereich für mich eindeutig definiert)
    • Bei den BT Kaufverträgen die ich kenne war nie eine Duachkabine dabei. Nach deiner Logik müsste in solchen Fällen dann das ganze Bad mit zentralem Abfluss ausgestattet werden?
      Also hängt m.E. die Antwort auf deine Frage entscheidend davon ab, ob die Glastür so ebenfalls Kaufgegenstand und in den Plänen so eingezeichnet war.
    • Seb schrieb:

      Liebe Community, ich habe in einem Bauträgerprojekt eine Wohnung gekauft.
      Großer Pluspunkt dieser Wohnung war eine große Dusche. Es gab nur den Grundriss zum Zeitpunkt des Kaufes als Orientierung.Es findet sich eine
      - Duschtasse 80x80 cm an 3 Seiten von Wänden umgeben mit
      - davor befindlicher gefliester Fläche in ähnlicher Größe, auf welche man über eine
      - seitliche Glastür die "Duschkabine" betritt.
      Nö, du hast ne kleine Dusche (80x80cm) die optisch was hermacht (mit Vorfläche - "Walk-IN"), aber im Grunde sehr unpraktisch ist.
    • Also hm, ich bin erst Mal bei [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]! Aber, ich verstehe noch nicht so ganz! Für mich hört sich das nach weder Fisch noch Fleisch an. Habt ihr euch einen größeren Duschbereich suggeriert lassen???
      Bei 80 x 80 kannst du keinen Wellnessbereich erwarten...
      Und ob du nach vorne noch 10 oder 50cm mehr Platz hast, spielt keine Rolle! 80cm bleiben 80cm!
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      18195-5 kannst Du vergessen,
      Die kannst du generell vergessen. Was ist aber mit der Neuregelung? DIN 18534 da dürfte das Bad sehr wohl eine Rolle spielen. Mir liegt sie leider aber nicht vor....


      ---------- 26. Juli 2017, 19:48 ----------

      In übrigen sehe ich in dem Vorraum schon gewaltige Auslegungssache. Ist der Duschraum alles hinter der Glastür befindliche? Das könnte man fast meinen, denn wozu dann die Glastür als räumliche Trennung?
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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    • Sorry, aber das Ding ist völliger Quark!
      Ohne die Details zu kennen, gehe ich davon aus, das der Duschbereich mit 80 x 80 ausgewiesen worden ist. Ist auch völlig normal. Wer so etwas kauft, muss sich im Klaren sein, das er keinen Wellnessbereich erwirbt. Ich kann mir beim besten Willen NICHT vorstellen, das der BT oder sonstiger in dieser Hinsicht irgendwelche Versprechungen gemacht hat...
    • Gast1234 schrieb:

      Kalle schrieb:

      Ralf Dühlmeyer schrieb:

      18195-5 kannst Du vergessen,
      Die kannst du generell vergessen. Was ist aber mit der Neuregelung? DIN 18534 da dürfte das Bad sehr wohl eine Rolle spielen. Mir liegt sie leider aber nicht vor.
      was soll das denn jetzt? die dusche ist vor inkrafttreten der DIN 18534 gebaut worden. der massstab kann doch gar nicht angelegt werden.
      Kennst du den Abnahmetermin? Ich nicht.
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    • Und der Gelbdruck existiert wie lange?

      Was soll Seb nun machen? Wenn Spitzwasser sich auf der Vorfläche ansammelt, die jedoch über keine Abdichtung verfügt - es gar zur Pfützenbildung kommt - was soll er dann machen? Hinnehmen? Weil die Fläche nicht abgedichtet gehört? Sich einen Duschvorhang vor die Tasse stellen um die Spitzbelastung der Bodenfläche zu minimieren?

      Baut man das so? Na dann...
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    • Das wäre aber ja nur eine. Was ist mit:

      wissenschaftlich/ theoretisch als richtig erkannt sein
      technischen Experten in der Praxis bekannt sein?

      Wenn nun die DIN 18534 Querverweise z. B. zum Merkblatt der Fliesenleger zieht dann dürfte dort selbst die Praxiserprobung gegeben sein. Zu dem nach meiner Recherche der Gelbdruck seit 2015 im Umlaufe ist. Sich dann immer noch auf die DIN 18195 zu beziehen, als gültiges Regelwerk erschließt sich mir nicht ganz. Hätte man doch durchaus Kenntnis von Entwicklungen seines Gewerkes vernehmen können.

      Aber man mag es für Sep abkürzen können: Besorge dir einen Sachverstand der die bauliche Gegebenheit bewertet und einen Baujuristen der das vertraglich geschuldete feststellt. Im Idealfall arbeiten beider miteinander.

      Wenn sonst keiner hier ist, der dazu fachlich Stellung beziehen kann wie es sich nun konkret verhält. Wobei mich das natürlich auch interessieren würde, ob man Pfützen im Badezimmer dulden müsste.
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    • feelfree schrieb:

      Ich hätte immer noch gern eine Antwort auf #5, dann erledigt sich das Thema vielleicht von alleine.
      Bin juristisch nur minimal gebildet, aber häufig sind beim Gebäudeerwerb Baupläne kein Vertragsbestandteil, sondern nur "Illustration". Der Vertrag verweist meist mit Bindungswirkung nur auf eine Baubeschreibung und ein Grundstück , welches mit einen Katasterplan auch grafisch definiert wird.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

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