Schallschutz bei Holzrahmenbau mit massivem Unterzug in Zwischenwand

    • Schallschutz bei Holzrahmenbau mit massivem Unterzug in Zwischenwand

      Hallo zusammen,

      in meinem Neubau wurde im OG ein massiver Unterzug (oder heißt es anders?) in der tragenden Zwischenwand verbaut, wo von unten die massive Leimholzdecke verschraubt worden ist. In Deckennähe befindet sich ein weiterer massiver "Balken". Diese Wand ist genau in der Mitte der Längsachse vom Haus und ist 16cm breit und ca.60cm hoch. Der obere "Balken" ist ungefähr 40cm hoch. Auf beiden Seiten zu den Räumen hin ist bzw. kommt eine Gipsfaserplatte. Lang ist die Wand ca. 4,5m und trennt 2 Räume voneinander. Die Zwischenräume zwischen den Ständern sollen mit Holzfaserdämmmatten ausgedämmt werden.

      Wie ist diese Zwischenwand in Bezug auf Schallschutz anzusehen? Besser, schlechter, gleich als eine Wand nur aus Ständern und Holzfaserdämmmatten?

      Vielen Dank


      ---------- 19. Juli 2017, 11:04 ----------

      kann hier niemand etwas dazu sagen?
      Oder anders gefragt: Was bietet theoretisch besseren Schallschutz, eine massive Holzwand oder eine Holzständerwand mit Holzfaserdämmung bei gleichen Stärken und gleich mit Gipsfaserplatten beplankt?
      Bilder
      • Zwischenwand.jpg

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    • Frau Maier schrieb:

      Grundregel: Je mehr Gewicht, desto besser der Schallschutz.
      Richtig.

      Richtig, aber in diesem Fall auch so?

      Es gibt einen massiven Ober- und Untergurt. Dazwischen Gefache. Diese stellen sicher die "Schwachstelle" dar, sind also (möglicherweise) so gut/ so schlecht wie die anderen Wände im Haus.

      ich denke daher nicht, dass diese Wand einen spürbar besseren Schallschutz bietet, nur weil oben und unten etwas massiver.

      (Ist natürlich auch und gerade davon abhängig wie die anderen Wände im haus so ausgebildet sind).
    • world-e schrieb:

      theoretisch besseren Schallschutz, eine massive Holzwand oder eine Holzständerwand mit Holzfaserdämmung bei gleichen Stärken und gleich mit Gipsfaserplatten beplankt
      Das ist aber nicht zu vergleichen mit

      world-e schrieb:

      Zwischenwand in Bezug auf Schallschutz anzusehen? Besser, schlechter, gleich als eine Wand nur aus Ständern und Holzfaserdämmmatten?
      oder ich habe dich nicht richtig verstanden.

      Grundsätzlich "funktioniert" der Schallschutz (in dem Fall gehe ich vom Luftschall-Dämmmaß aus) einer massiven Wand anders, als der einer biege-weichen Konstruktion. Eine Ständerwand zählt in der Regel zu den Zweiteren. Wenn du diese biegeweiche Wand aussteifst, wird sie ihre Eigenschaften verlieren und zu einer "schlechten" biegesteifen Wand (massiv). Die Wand ist in ihrem Aufbau diesbezüglich recht sensibel, es reicht z.B schon ein anderer Schraubenabstand, Ständerabstand, Mineralwollfüllung, etc. um den Schallschutz zu beeinflussen.

      Als Beispiel sei eine W112* mit Standard GKB-Platten genannt, die ein Luftschall-Dämmmaß von 56 dB erreicht (ohne Berücksichtigung der Flanken). Um das massiv zu erreichen bist du schon bei einer Wand mit 530 kg/m² (äquivalent ein Stein mit einer Rohdichte von 2200 kg/m³ bei 24 cm Wandstärke).

      Das Luftschall-Dämmmaß der von dir oben beschriebenen Wand (Holzständerbauweise mit Weichholzfaserfüllung) ist mir im Augenblick nicht bekannt. Ich würde aber vermuten, dass deine Wand aufgrund der Aussteifung durch die Träger eher schlechter ist als ohne diese.

      Bei den großen Herstellern für Trockenbauwände gibt es mannigfaltige Unterlagen zum Thema Schallschutz. Bin mir aber nicht sicher ob dies auch für deine Konfiguration zutrifft. Holzständerwände sind da aber in jedem Fall enthalten.

      Ich würde die Wand auf jeden Fall nicht als massive Holzwand ausführen ;) aber ich glaube das hattest du auch nicht vor :)

      W112* = Doppelt beplankte Metallständerwand mit CW100-Profilen (Wanddicke 15 cm)

      Thema Körperschall ist übrigens beim Thema Holzbau ne knifflige Sache, die gesondert zu betrachten ist.
    • Frau Maier schrieb:

      Ich bin davon ausgegangen, dass die Wand noch nicht da ist und er wissen will was besser ist.

      J.B. schrieb:

      Ich würde die Wand auf jeden Fall nicht als massive Holzwand ausführen aber ich glaube das hattest du auch nicht vor
      die Wand steht schon, die ist auch so vom Statiker berechnet und von der Zimmerei aufgebaut worden. Wollte nur wissen, wie der Schallschutz geschätzt sein wird und ob es Sinn machen wurde, doppelt mit Gipsfaserplatten zu beplanken (nach den Richtlinien der Hersteller in Bezug auf Schallschutz). Zwischen die Ständer soll auf jeden Fall Hozfaserdämmung kommen. Die anderen Wände sind alle als Holzständer ausgeführt bzw. noch im Aufbau.
    • Skeptiker schrieb:

      Mit Metallständerwänden wäre der Schallschutz bei gleicher Wandstärke besser. Aber das Holz war vermutlich gewollt, der Schallschutz nicht ganz so wichtig?
      Warum wären Metallständerwände vom Schallschutz besser gewesen? Sind die Metallständer nicht aus nur dünnem Blech?
      Da es ein EFH wird, hat Schallschutz nicht die höchste Priorität. Ich gehe nicht davon aus, dass die Zimmerei, von der das Haus in Holzständerbauweise kommt, Metallständerwände gemacht hätte. Die hätte mir bei dem Wunsch wohl eher den Vogel gezeigt *g*
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