Bauleiter - Betreuung | Kosten

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  • Bauleiter - Betreuung | Kosten

    Hallo zusammen,

    als Neuling hier im Forum hätte ich direkt eine Frage, zu vor stelle ich gerne die Situation kurz vor:

    • wurde durch fam. Umstände in die Situation gebracht mich unvorbereitet in der Position des Bauherren wiederzufinden (nicht Gegenstand des Beitrags hier)
    • Projekt ist ein Altbau der erweitert wird (nicht denkmalgeschützt, Gesamtfläche ca. 120m²)
    • dem verpflichteten Architekten wird von unsere Seite aus nicht (mehr) vollstenst Vertraut (Intransparente Angebotseinholung, Kostenentwicklung instransparent und zu hoch, diverse andere Punkte)
    • mittels Rechtsbeistand wurde die vertragliche Sachlage ermittelt und festgestellt, dass nach Rügung der Mängel eine weitere Zusammenarbeit sinnvoll sei, soweit die Verträge das auch vorgeben
    Soweit die Lage.

    Aufgrund des fehlenden Vertrauens möchten wird nun einen Bauleiter als eine Art Kontrollinstanz hinzuziehen. Aus unseren Laiensicht benötigen wir Hilfe bei:

    • Kontrolle der Leistungsverzeichnisse für die Gewerke
    • Kontrolle der Bauabläufe (macht das Sinn was der Architekt da ablauftechnisch plant? Werden wir nun adäquat beraten oder bleiben wichtige Punkte unberücksichtigt?)
    • Prüfung bereits eingeholter Angebote (hinsichtlich Preis, allg. Plausibilität)
    • Prüfung von bereits getätigten Arbeiten auf der Baustelle hinsichtlich grundsätzlicher Qualitätsstandards
    • Ansprechpartner für Fragen die sich im Laufe eines solchen Projektes ergeben


    Bisher weiß ich das freie Bauleiter (Bauingenieure) nach HOAI vergütet werden (können). Das ist für uns keine Option, da bereits der Architekt in dem Rahmen vergütet wird.
    Wir glauben und wäre mit jemandem geholfen der uns in der Woche x Stunden zur Verfügung stehen würde und in dieser Zeit alles nötige klären können.

    Nun zur eigentlichen Frage: Kennt jemand Vergütungsbeispiele die sinnvoll auf Stundenbasis vereinbart wurden? Was wäre hier als fair anzusehen?

    Für Anregungen bin ich bereits dankbar, Werner
  • in deinem fall ist eine vergütung auf stundenbasis sinnvoll.

    am besten ist, mit dem objektüberwacher/controller den zeitaufwand über die dauer der maßnahme einschätzen. auf der grundlage der stundenzahl und dem stundensatz, den der objektüberwacher aufruft, ergibt sich das honorar. das kann durchaus genauso hoch ausfallen, wie das honorar des beauftragten architekten in der phase 8.

    der stundensatz kann zwischen 65 € bis 85 €, auch darüber ausfallen.
  • das hängt ganz und gar von der qualität der aufbereiteten unterlagen ab, sind die pläne unvollständig, sind die leistungsbeschreibungen lückenhaft, kann der zeitaufwand sehr hoch ausfallen.
  • wenn er ihm mit anwalts hilfe die mängel aufzeigt und ihm eine frist setzt, die mängel zu beseitigen. wenn das dann auch mit nachfristsetzung nicht erfolgt, dann dürfte das mit anwaltshilfe möglich sein.

    dann muss jedoch die planung fortgesetzt werden durch controller.
  • Irgendwie frustrierend, wenn man für ein doch eher einfaches Projekt schon ein halbes Dutzend Planer, Überwacher, Bauleiter braucht. Da muss man sich nicht wundern, wenn dieser Kostenblock später höher ausfällt als der eigentliche Umbau.

    werner76 schrieb:



    Wir glauben und wäre mit jemandem geholfen der uns in der Woche x Stunden zur Verfügung stehen würde und in dieser Zeit alles nötige klären können.
    Schaue ich mir Deine (sicherlich berechtigte) Wunschliste an, dann bezweifle ich, dass das mit ein "paar Stunden" erledigt ist. Arbeit für die der Planer Wochen zur Verfügung hat, soll nun in ein paar Stunden überprüft werden, das wird nicht funktionieren. Dir sollte klar sein, dass Du viele Leistungen doppelt einkaufst und diese dann auch doppelt bezahlen darfst. Du solltest auch wissen, dass der "Überwacher" nicht den ganzen Tag zuhause sitzt und auf Deinen Anruf wartet, d.h. die Zeitabläufe und Verfügbarkeit des Controllers werden sicherlich eine Herausforderung. Nicht auszuschließen, dass auch diese Variante Deine Wünsche nicht vollständig erfüllen kann, und dann hast Du eine zweite Baustelle mit der Du nicht zufrieden bist.

    Ich weiß nicht, ob Du Deinem Architekten einen Freibrief unterschrieben hast, oder was genau der Auftrag vorsieht. Unabhängig davon würde ich versuchen Deine Wunschliste auf die wichtigsten Punkte einzudampfen. Ja ich weiß, an sich sind alle Punkte wichtig, aber meine Glaskugel sagt mir jetzt schon, dass das teuer wird. Mit ein paar hundert Euro ist das definitiv nicht zu erledigen.

    Wenn ich Dich richtig verstehe, dann geht es Dir jetzt primär um die intransparente Angebotseinholung (was verstehst Du hier unter intransparent) und unerwartet steigende Kosten. Ich würde mich daher zuerst einmal auf diese Punkte konzentrieren, wobei sich noch die Frage stellt, was hier bereits beauftragt wurde. Wenn Arbeiten bereits beauftragt oder gar abgerechnet sind, kannst Du im Nachhinein nicht mehr viel daran ändern.
    Ich schätze mal, allein die Einarbeitung in die Planung, Prüfung der LV , Angebote usw. dürfte einige Tage in Anspruch nehmen, zumindest wenn der Überwacher jedes Details auf den Kopf stellen und auf Plausibilität prüfen soll. Ob das dann 10 oder 20 oder 30 oder 40h werden, das hängt von der Planung und Komplexität ab. Sicher ist, die Kosten werden im vierstelligen Bereich liegen.

    d.h. Du solltest genau festlegen, was, wo, wie und zu welchen Kosten zu tun ist, damit Du nicht den nächsten Kostenblock an der Backe hast, dessen Kosten unkontrolliert davonlaufen.
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  • Off-Topic:
    Wie wäre es [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] wenn Du Deinen Fall genauer schildern würdest? Vielleicht können durch mehr Infos die Antworten treffender zu Deinem Problem gestellt werden, oder es ergeben sich ganz neue Blickwinkel. Natürlich nur wenn Du magst!
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  • werner76 schrieb:

    Hilfe bei:



    Kontrolle der Leistungsverzeichnisse für die Gewerke

    Kontrolle der Bauabläufe (macht das Sinn was der Architekt da ablauftechnisch plant? Werden wir nun adäquat beraten oder bleiben wichtige Punkte unberücksichtigt?)

    Prüfung bereits eingeholter Angebote (hinsichtlich Preis, allg. Plausibilität)

    Prüfung von bereits getätigten Arbeiten auf der Baustelle hinsichtlich grundsätzlicher Qualitätsstandards

    Ansprechpartner für Fragen die sich im Laufe eines solchen Projektes ergeben
    Ich fürchte vor allem, die Zusammenarbeit wird im Frust enden, weil der Erwartungshorizont viel zu hoch gesteckt ist.

    Nehmen wir den Punkt Prüfung bereits eingeholter Angebote (hinsichtlich Preis.... Was soll der Kollege da prüfen? Maurer X nimmt 50 €, Maurer Y 75 € für die gleiche Leistung. Das ist so - Punkt.


    Natürlich kann man sagen - Angebot insgesamt recht hoch. Aber was dann?

    War der Architekt böse, weil er nur teure Firmen aufgerufen hat, hat er die nach guter Ausführungsqualität ausgesucht, die immer höhere Preise hat als ein HuiPfui-Betrieb, haben die preiswerten einfach nicht abgegeben?
    Aktuell Dachdeckerausschreibung:
    5 Firmen aufgefordert, ein 1 Angebot fristgerecht eingegagen, eine Anfrage um Fristverlängerung wg. Urlaub, eine Absage, 2 ???

    Wenn das ein Externer prüft, was kann der machen. Klar, er kann sich profilieren, in dem er mir gleich vorwirft, ich hätte andere Firmen aussuchen müssen und 10 statt 5 anschreiben.
    Aber das ist rein subjektiv.

    Ich fürchte, am Ende wird auf allen Seiten nur Frust zurückbleiben. Beim TE, weil ihm vermeintlich nicht genug geholfen wurde, bei Architeten, weil ihm "ein Schlaule" erzählen will, wie man besser arbeitet, bei den Firmen, weil sie plötzlich widersprüchliche Anweisungen haben, beim Prüfer, weil er den Ärger aller abbekommt.
    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
  • Norbert, ich hab solches schon gemacht. Ich weiß aus eigenem Erleben, das man den Erwartunsghorizont nicht erfüllen KANN.

    Zumindest dann nicht, wenn man versucht, die Lage sachlich und rechtssicher umzusetzen.

    Klar kann man ein riesen Faß aufmachen, um dem Kunden zu gefallen. Nur wird der um so saurer, wenn es zum Rechtsstreit kommt und Anwälte und Richter ihm erklären, wie die juristische Wirklichkeit aussieht.
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  • Ralf, ich bin mir sicher, dass du einen bestimmbaren erwartungshorizont erfüllen kannst. ich kenne bauleiter, die liegen um klassen tiefer.

    ob das hier so ist, kann ich aus dem bisherigen vortrag nicht erkennen.
  • Gast1234 schrieb:

    Ralf, ich bin mir sicher, dass du einen bestimmbaren erwartungshorizont erfüllen kannst. ich kenne bauleiter, die liegen um klassen tiefer.
    Norbert, es geht um den Erwartungshorizont an den Prüfer des Architekten.

    Ob der Kollege, der da tätig ist, gut oder mies arbeitet, ist nicht mein Thema. So lange der arber nicht unterridisch schlecht ist, hat der Prüfer das Problem, das der TE vom ihm erwartet, dass er ihm alle von ihm vermutetetn Fehler des Archichtekten beweist. Kann der oft gar nicht, weil es keine Fehler sind oder man sich in einem Graubereich bewegt.

    Wenn ein Kollege klar Mist als LV abliefert, ist das ganze einfach. Aber so lange der ahlbwegs sauber gearbeitet hat und ein ggf sogar berechtigtes Grummeln des TE alles in Frage stellt, was der Kollege macht, wirds schwierig.
    Da bekommt dann der Bote die Strafe für die Botschaft, deren Urheber er gar nicht ist!
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  • auch da gelten die gleichen parameter zwischen erwartungs- und erfüllungshorizont. natürlich wird die messlatte im erwartungshorizont höher gelegt. das risiko muss jedoch derjenige für sich entscheiden, der diesen job annimmt. das kann eben nicht jeder loddel.
  • Hallo zusammen,

    ziemlich was los hier!

    Sicherlich muss am Ende geschaut werden was wirklich benötigt wird. Für mich stellen sich konkrete z.B. solche Fragen:

    • gehört dieses blaue Schaumstoffplatte mit 3mm Zement drüber in den Raumpfeiler, oder war jemand zu faul noch Ziegel auf Maß zu bringen (Laienannahme)?
    • ist das LV sinnvoll oder wurde mir was aufgeschwatzt was ich gar nicht brauche? (sofern das dann bald mal vorliegt)
    • wo ist sinnvolles Einsparpotenzial im LV was mir eventuell vorenthalten wurde (durch fehlende oder falsche Beratung)
    Um solche Fragen zu klären muss es ja eine Lösung geben die hinsichtlich der Kosten keinem 2ten Architekten gleichkommt. Kontrollen am Bau können aus meiner Sicht in zyklischen Abständen und vor Begleichung von Rechnung erfolgen. So stell ich mir das zumindest in etwa vor.

    Sofern jemand aus praktischer Erfahrung / hören sagen berichten kann wie eine Vergütung aussehen kann, würde mich das freuen. Pauschalangebote sind sicherlich kaum zu kalkulieren, es sei denn die Tätigkeiten sind differnziert genug definiert.
  • werner76 schrieb:

    gehört dieses blaue Schaumstoffplatte mit 3mm Zement drüber in den Raumpfeiler, oder war jemand zu faul noch Ziegel auf Maß zu bringen (Laienannahme)?
    Ich bin Architekt. Ich leite auch Baustellen.

    Ich kann diese Frage auch nicht beantworten. Um ehrlich zu sein: ich verstehe sie nicht mal.... :eek:

    werner76 schrieb:

    ist das LV sinnvoll oder wurde mir was aufgeschwatzt was ich gar nicht brauche? (sofern das dann bald mal vorliegt)
    Schwierig, da es nicht selten mehrere "richtige" Lösungen gibt. Ist Poroton sinnvoll.? Oder Porenbeton? Oder was weiß ich? Nichts ist für sich falsch.
  • werner76 schrieb:

    gehört dieses blaue Schaumstoffplatte mit 3mm Zement drüber in den Raumpfeiler, oder war jemand zu faul noch Ziegel auf Maß zu bringen
    Ich vermute mal, es handelt es sich um eine XPS-Platte mit zementöser Beschichtung und die wird in aller Regel als Dämmung vor Betonbauteile eingebracht, die in Poroton- oder Porenbetonmauerwerksbauteile eingreifen, um die Dämmwirkung des Mauerwerks zu ersetzen und gleichheitig einen Putzgrund hinzubekommen.
    (Find grad kein Foto)

    Wenn Du aber derart die gesamte Arbeit des Kollegen angreifst, obwohl Du ja wohl nicht sein ursprünglicher Partner/Auftraggeber warst, dann wird das eine sagen wir mal höflich sehr spannende Kiste.
    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
  • ein sturz, der gedämmt wurde?

    hier ist echt was los....
    du lässt ein gebäude errichten, hast aber nüsse
    ahnung , was du überhaupt kaufst.
    das fällt dir nicht selbst auf?
    findest das nicht auch bedenklich?

    es geht ja nicht um eine summe von 6.78€,