Notar Vertrag - was kommt rein bei Reihenmittelhaus von Bauträger?

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  • Notar Vertrag - was kommt rein bei Reihenmittelhaus von Bauträger?

    Hallo!

    Wir, meine Frau und ich, überlegen gerade ein EFH freistehend auf einem Grundstück zu bauen oder ein Reihenmittelhaus zu kaufen. Das Reihenmittelhaus wird von einem Bauträger gebaut und steht noch nicht. Verkauft wird es über einen Makler. Preislich waren wir uns soweit einig. Bis dahin lief auch alles gut.
    Dann hat die Maklerin einfach einen Termin mit einem Notar ihrer Wahl ausgemacht. Uns fehlen aber noch Infos. Vielleicht sagt ihr jetzt aber, dass es diese erst nach dem Notartermin geben kann. Und zwar haben wir nur eine Zeichnung ohne Maße von dem Reihenmittelhaus, also da stehen nur qm Angaben in den Zimmern, aber keine genauen Maße. Beim Parkplatz wissen wir auch nur wieviel qm dieser hat.
    Da wissen wir nicht mal, ob wir einen Carport bauen dürfen. Aussage war, das müssten wir nach dem Hausbau mit der Stadt klären. Wir wollten für ein E-Auto gerüstet sein und am Parkplatz einen Starkstromanschluss haben. Das muss laut Makler nicht in den Vertrag. Ich hatte es aber so verstanden, dass diese Sachen im Vertrag drin stehen müssen, sonst kommen die später ja noch extra dazu.

    Also 4 Infos fehlen, Bauplan mit Maßen, Parkplatz mit Maßen, Carport erlaubt, Starkstrom verlegung.

    Mit dem Termin ist auch doof, weil die Notar Termine gar nicht mit uns abgesprochen werden.
  • Was soll denn beim Notar beurkundet werden? Der komplette Kauf?
    Das ergäbe irgendwie keinen Sinn, denn wie soll man etwas kaufen, und vermutlich auch noch finanzieren, dessen Kosten noch gar nicht bekannt sind? Die von Dir genannten Punkte können ja die Kosten erheblich beeinflussen. Was machst Du, wenn diese Zusatzkosten Dein Budget überschreiten oder keine Bank das finanzieren möchte?

    Ich würde nichts unterschreiben, bevor dieser Vertrag nicht von "meinem " Anwalt geprüft wurde. Der Notar muss zwar beide Seiten beraten, aber Details interessieren ihn nicht,so lange diese nicht rechtswidrig sind.

    Also, Vertrag unter den Arm nehmen, ab damit zu Deinem Anwalt, vorzugsweise Fachanwalt für Baurecht, und mit dem diese Details besprechen. Er soll dann den Vertrag prüfen und evtl. notwendige Änderungen einarbeiten.

    Auf keinen Fall unter Druck setzen lassen, Zeitdruck ist ein schlechter Berater. Sollte der Verkäufer dazu nicht bereit sein, dann würde ich mir sehr gut überlegen, ob das der richtige Vertragspartner für Dich ist.
  • Vielen Dank für deine Antwort zu später zeit.
    Jepp der komplette Kauf. Die Kosten für das Reihenmittelhaus sind bekannt. Es gab da auch nur ein paar Grundrisse zur Auswahl. Aber so wie wir es wollten war dabei.
    Genau die anderen Sachen können den Preis dann ja noch beeinflussen, deswegen wollten wir das vor dem Notartermin geklärt haben.
    Den Vertrag wollten wir auch anschauen lassen, hatten den Bauherrenschutzbund angeschrieben, leider ohne einen Termin bis jetzt. Haben gute Erfahrungen mit dem Mieterschutzbund gemacht und daher dachten wir so ein Bund sei eine Möglichkeit. Dann müssen wir uns aber wohl dringend mal einen Anwalt suchen der sich das anschaut und uns beraten kann.

    Zeitdruck des Maklers ignorieren wir. Wir haben keinen Druck, wäre schön wenn, wenn nicht geht die Welt auch nicht unter.
  • baeckerman83 schrieb:

    Also 4 Infos fehlen, Bauplan mit Maßen, Parkplatz mit Maßen, Carport erlaubt, Starkstrom verlegung.



    wo ist das problem?

    wer die kapelle bezahlt, bestimmt die musik.
    lass einen vertrag ausarbeiten, mit dem du gut beraten
    bist und leben kannst.

    makler stehen immer uuuunglaublich unter zeitdruck.
    lass dich davon nicht ins bockshorn jagen.
  • keine sorge - das ist mein vorletzter Beitrag!
    [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
    sorry aber dein Satz ist doch wohl eine Selbstverständlichkeit und sagt nicht mehr als der spruch : kopf unter der Höhensonne ....und Füße im Gefrierfach! über Statistiken aus.
    als tipp hättest du ihm folgendes mit, auf dem weg, geben können:
    1. solche Termine kann man auch wunderbar für den Käfer nutzen. den ihm sitzen Verkäufer gegenüber die meist nur nach dem schnellen Geschäft hächeln!
    2. dafür muß aber der Käfer seine besonderen Haus-aufgaben machen!
    3. der ausgesuchte beratend tätige Anwalt des Käufers - muß auch Notar sein und schon für BT-Geschäfte gearbeitet haben.
    4. Der Käufer darf sich nicht mit den Hilfsgesellen (in dem Büro tätigen weiteren Anwälte) des Notar`s "abspeisen"/vertreten lassen.

    MfG
  • vorsicht bei solchen aktivitäten und unvollständigem informationsinhalten!

    nehmt euch eine sachkundige person dazu, die/der planunterlagen, baubeschreibung berechnungen etc. auf vollständigkeit und widersprüchen prüfen kann.

    allein die einseitige festlegung eines notartermins ist ein grund vom kauf abstand zu nehmen. das ist überrumpelung. entweder du bestimmst den notar oder der notar wird gemeinsam ausgewählt, aber nicht allein vom makler!
  • Aus eigener Erfahrung kann auch ich nur raten, sich an einen Fachanwalt für privates Baurecht zu wenden. Der soll - wie schon geschrieben - Baubeschreibung und Vertrag vorab prüfen. Zeitdruck seitens des Maklers sollte man nie akzeptieren - das machen alle, die schnell etwas verkaufen wollen.
    Dass Du keinen Druck hast, ist schon einmal gut - dann läufst Du weniger Gefahr, schnell in etwas hineinzulaufen, das Du nachher bereust.
    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!
  • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] genau das wunderte uns auch, dass der Makler einfach einen Termin ausmacht mit dem Notar, ohne uns zu fragen.

    Wir schreiben jetzt Anwälte, BSB und Verbraucherzentrale an, damit wir jemanden finden, der sich den Vertrag mal anschaut und uns das erklären kann. Da nehmen wir die Fragen zwecks Vollständigkeit der Unterlagen mit.

    Wenn ich euch richtig verstehe, sollten wir auch die Kosten für extra Steckdosen, etc. schon vor Vertragsabschluss kennen.

    [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] Das würden wir dann danach machen wenn wir der Vertrag nich zu viele negativen Stellen für uns enthält.
  • ideal wäre ein fachanwalt für baurecht und ein architekt an deiner seite,
    für den vertrag.

    das kosten nicht die welt, bzw. ist vernachlässigbar, bei der summe
    die du ausgeben möchtest.

    aber es lohnt sich. glaub mir.
  • baeckerman83 schrieb:

    [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.][Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] Das würden wir dann danach machen wenn wir der Vertrag nich zu viele negativen Stellen für uns enthält.
    Vor der Auseinandersetzung um die vertraglichen Modalitäten würde ich mich erst mit der Sache, also der Bauleistungsbeschreibung, beschäftigen, das ist doch der Kaufgegenstand.
    Oder läßt Du erst die Kaufverträge prüfen, bevor Du Dir die bevorzugten Autos in technische Hinsicht näher anschaust? "Huch, toller Vertrag, aber leider nur ein Dacia in Grundausstattung?"
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
  • baeckerman83 schrieb:

    Wenn ich euch richtig verstehe, sollten wir auch die Kosten für extra Steckdosen, etc. schon vor Vertragsabschluss kennen.
    ..... öhmm... ja.

    du kommst mir jetzt (sorry, ich will dich nicht doof anmachen),
    etwas sehr blauäugig um die ecke!

    das ist ein stück haus das du erwerben möchtest, kein DVD player.
    such dir unbedingt einen anwalt für baurecht und idealer weise noch
    einen architekten, die einen vertrag für dich entwerfen.

    ansonsten, ziehen sie dich über den tisch. du bist opfer... :D
    btw. bauträger , eh nicht, wenn ein bauträger über makler verkaufen möchte.....
    erst recht nicht! mein ding wäre das nicht als unbedarfter käufer.

    also augen auf, beim häuslekauf! ;)
  • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] Ja das ist der Kaufgegenstand. Den Gegenstand kennen wir ja, Skoda sagen wir mal, in der BLB kann es dann doch nur noch um Fabia oder Octavia gehen. Und im Kaufvertrag geht es darum ist es wirklich Kauf oder doch eher Leasing? Also was würde denn überhaupt uns gehören.

    Da wir aber ja für das zweite Thema EFH in Burgdorf auch noch Architekten suchen, versuchen wir da Termine zubekommen und dann sprechen wir am besten das ganze Thema an.

    [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] die Kosten sind es uns wert. Lieber jetzt Geld ausgeben als später nen halbes Haus zu haben. Naja wir hatten die ganzen Themen auf dem Schirm auch mit den Steckdosen kosten, haben das angefragt und es hieß, das müssten wir mit dem Elektriker klären, der vom Bauträger beauftragt wird. Finden wir ja auch komisch. Deswegen haben wir ja nichts unterschrieben.
    Ein generell ungutes Gefühl ist bei Maklern ja immer da, sorry an alle seriösen...aber hier kamen nach und nach die unschönen Dinge, was vermutlich auch normal ist. So blauäugig, wie es klingen mag, sind wir nicht dran gegangen, sonst hätten wir vermutlich schon unterschreiben. Aber ohne Ahnung denkt man dann ja erst mal, vielleicht sind wir ja nur zu negativ eingestellt. Dann dachten ok wir haben das alles angefragt und die Kosten werden dann im Vertrag stehen. Genau ja wie die Maße in der Baubeschreibung. Dann kam ein dicker Brief und nichts davon war enthalten. Das mussten wir ja erstmal sehen und auf Nachfrage beim Makler wurden wir dann eher abgeblockt und jetzt wird das ungute Gefühl halt wieder lauter...
  • baeckerman83 schrieb:

    [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] Ja das ist der Kaufgegenstand. Den Gegenstand kennen wir ja, Skoda sagen wir mal, in der BLB kann es dann doch nur noch um Fabia oder Octavia gehen. Und im Kaufvertrag geht es darum ist es wirklich Kauf oder doch eher Leasing? Also was würde denn überhaupt uns gehören.
    Nein, es geht um Basisausstattung, Klimaanlage, Nebelscheinwerfer, beheizte Außenspiegel, Scheibenwischerautomatik, demontierbare Anhängerkupplung, Sitzbezüge, Handschuhfachkühlung. Nur was drinsteht bekommst Du auch. Der Vertrag wird vom Anwalt nicht bezüglich der Sache, sondern nur in sich geprüft. Beim Auto erkennst Du wahrscheinlich etliche Punkte selbst, beim Haus so gut wie sicher nicht. Stichworte: Abdichtung Keller / Bodenplatte, Wandaufbauten, Schallschutz, Wärmeschutz, Heizungsanlage, Wärmequelle, Niveau der Elektroausstattung ... Und jetzt schreib bitte nicht "normal", das gibt es nämlich nicht. Es geht um Eure Bedürfnisse, nicht um "normal"!
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
  • Doch der Makler hat für den BT schon ganz viele Reihenhäuser in Seelze und Umgebung vermarktet. Denke das ist einfach Taktik, wenn wir nicht nachfragen und jetzt einfach unterschreiben hängen wir ja am Haken.

    Denkt man zu viel nach? Nehmen andere das einfach viel lockerer und machen einfach mal und schauen was passiert? Wir denken viel darüber nach, auch weil wir keinen Druck haben. Und die Versprechungen hören sich ja immer gut an. BLB und Bauträgervertrag haben wir ja jetzt bekommen und seit der Durchsicht kommen die bedenken und Fragen.
  • baeckerman83 schrieb:

    Denkt man zu viel nach?
    nö, nö.
    ihr macht das schon richtig.

    weiterhin locker bleiben.
    ihr bezahlt die kapelle, die musik bestimmt ihr (mit unterstützung)
    und nicht der makler eines BT.

    lass ihn mal richtig auseinander pflücken , diesen
    makler-/BT "vertrag", den du so schnell noteriel
    abzeichnen sollst.


    ---------- 9. Juli 2017, 22:48 ----------

    Baumal schrieb:

    baeckerman83 schrieb:

    Denkt man zu viel nach?

    aus der not machen einige eine tugend.
    safety first.
  • Bauberatung schrieb:

    alfred1 schrieb:

    Den Notar bestimmt der Käufer!
    Mitnichten. Käufer + Verkäufer müssen sich auf ein Notariat verständigen.
    Bei den Objekten mit denen ich privat zu tun hatte hatte der Käufer das Vorschlagsrecht. Wir haben mal ein Grundstück von einer Gemeinde erworben, da wollte die Geminde uns Ihren Notar aufdrücken, was wir erfolgreich abgelehnt haben. Bei allen anderen Grundstücksgeschäften lief es genauso.