Installationszonen bei Installationsebene im Holzrahmenbau

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    • Installationszonen bei Installationsebene im Holzrahmenbau

      Hallo zusammen,

      wie werden in der Praxis Installationszonen für Elektroleitungen bei einer Installationsebene im Holzrahmenbau eingehalten? Bei mir wird die Installationsebene waagrecht aufgebaut. Die erste Latte 40x60mm wird auf 18cm über dem Rohfußboden auf luftdicht verklebte OSB-Platten montiert, dass die Installationsebene später 6cm tief sein wird. Diese Latte ist dann später beim Fertigfußboden direkt hinter der Sockelleiste. Die zweite waagrechte Latte wird mit einem Abstand von 62cm montiert, sodass später Dämmmatten reinpassen, ohne dass diese in der Breite zugeschnitten werden müssen. Allerdings wäre die Installationszone in diesem Zwischenraum. Zur Befestigung der Leerrohre und Leitungen müssten dementsprechend viele Schrauben in die als dampfbremse wirkende OSB-Platte eingeschraubt werden. Die Befestigung auf den Latten wäre wohl einfacher und sicherer in Bezug auf Luftdichtigkeit, allerdings außerhalb der Installationszone. Gibt es diesbezüglich eine Aussage der DIN oder wie wird es in der Praxis gemacht? In den Bereich unter der Decke zu fahren scheint mir auch nicht praktikabel zu sein. Vielen Dank
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    • Frau Maier schrieb:

      Irgendwie blicke ich deine Zeichnung nicht.
      das ist die Ansicht vom Innenraum auf die Außenwand, wenn die Beplankung (Gipsfaserplatte) noch nicht installiert ist. Und nur der Ausschnitt vom Rohfußboden ausgehen, also nicht deckenhoch. Die Latten sind die Konstruktion der Installationsebene. Aber ich habe doch noch ein Bild auf die schnelle gefunden.
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      • wand.jpg

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    • Wenn ich deine Beschreibung richtig verstehe, bilden die beiden Latten "Fussboden und Decke" eines Installationskanals zwischen der (luftdicht verklebten??) OSB und der vorderen Beplankung? In dem Fall würde ich die Abweichung von den Empfehlungen zur Höhe der Installationszone tolerieren und mir mehr Gedanken machen, wie ich die Dämmung trotz evtl. Kabelbündel noch halbwegs gleichmässig hinbekomme. Ebenso könnte man bei solch einen Kanal darueber nachdenken, ob (TK/Daten/TV..)- Leitungen zusätzlich ein Schutzrohr benötigen? Oder ob man die (geforderte/gewuenschte) Auswechselbarkeit dieser Leitungen auch anders sicherstellen kann. Und mal über eine Trennung Stark-/Schwachstrom nachdenken...
    • Mir sind keine Normen bekannt. Braucht es auch nicht, weil die Normen zur Installation in den entsprechenden Normen der Gewerke zu finden sind. Im Prinzip muss die Konstruktion so tief sein, wie die Installationssachen, bei Elektro also die Holraumdosen, die dort eingesetzt werden. Die Kabel selbst haben ja kein Problem, die sind weit dünner. Durch die ausreichende Höhe wird gewährleistet, dass die luftdichte Ebene (bei einer Außenwand/Dach) nicht beschädigt wird. Wie viele Schrauben da rein gejagt werden, spielt eigentlich keine große Rolle, solange man das Ding nicht komplett perforiert wie ein Sieb.
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      Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
    • Nimm kurze Schrauben und es passt scho. Man muss da auch nicht alle 20cm fest machen. Du weichst ja nicht von der Installationszone ab, weil Du eh in dieser bist. Der ganze aufgelattete Bereich ist im Prinzip die Installationszone. Man muss aber achten was da sonst noch so an die Wand kommt, wie Hängeschränke usw, nicht, dass deren Befestigungsschrauben dann durch die Kabel gehen.
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      Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
    • Baumal schrieb:

      green bay schrieb:

      Hinter die Hängeschränke gleich schon Latten einziehen.
      Erfordert halt zeitige Planung ;)
      das würde aber verdammt viel planung und konsequenz erfordern, die latten zur traumküche der bauherr/in ,schon im rohbau zu montieren. ;)
      nö, keine Sache! Multiplexplatten zwischen 1,5 m und 2,5 m umlaufend mit einbauen und gut iss. Mehrpreis beim letzten Mal ca. 30 € / m.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • SirSydom schrieb:

      Frau Maier schrieb:

      Man muss da auch nicht alle 20cm fest machen.
      In ein Leerrohr, dass nicht fest einbetoniert/eingeputzt ist, lässt sich schlecht einziehen. Besser zu oft befestigt, als zu selten !
      Wenn ich den TE richtig verstehe, entsteht in seiner Installationsebene doch eine Art Installationskanal, begrenzt durch die obere und untere Leiste. Wozu sollte man Leerrohre in einen Installationskanal reinlegen und befestigen?
    • karo1170 schrieb:

      Wenn ich den TE richtig verstehe, entsteht in seiner Installationsebene doch eine Art Installationskanal, begrenzt durch die obere und untere Leiste. Wozu sollte man Leerrohre in einen Installationskanal reinlegen und befestigen?
      Datenleitungen werden auf jeden Fall in Rohren verlegt. NYM-Leitungen nicht. Die Installationsebene wird ebenfalls ausgedämmt. Und die Installationsebene wird ja keinen Kabelkanal, wo man wieder aufmachen kann. Der wird mit Gipsfaserplatten verschlossen, um anschließend den Wandbelag aufgebracht. Also müssen die Leerrohre der Datenleitungen so befestigt sein, dass diese austauschbar sind.


      ---------- 10. Juli 2017, 10:01 ----------

      SirSydom schrieb:

      Besser zu oft befestigt, als zu selten !
      Welche Befestigungsmethode eignet sich Eurer Meinung bzw. aus Erfahrung denn am Besten, um Leerrohre auf OSB zu befestigen? Lochband, Gewebemontageband, Klemmschellen etc.?
    • world-e schrieb:

      Welche Befestigungsmethode eignet sich Eurer Meinung bzw. aus Erfahrung denn am Besten, um Leerrohre auf OSB zu befestigen? Lochband, Gewebemontageband, Klemmschellen etc.?
      Klemmschellen:
      + schnell
      - teuer
      - bauen ein paar mm auf, in der breite und tiefe

      Gewebeband:
      + günstig
      + aufwändigere Montage

      Das "Klick" System eines fränkischen Leerrohrherstellers kann ich NICHT empfehlen!
    • Es gibt verschiedene Rohre die man verwenden kann. Die üblichen, die für Hohlwände verwendet werden, sind steif genug, dass man immer was durch bekommt, ohne alle 20cm eine Schelle. Ich würde Rohrschellen verwenden. Wenn man sicher gehen will, zieht man gleich nach Verlegung einen Zugdraht ein. Wenn man ein Kabel austauscht, dann hängt man das neue Kabel an das alte an und dann ist es egal wie das Rohr aussieht. Aber trotzdem sollte das Rohr einigermaßen befestigt sein. Die Kabel kann man, je nachdem wie viele das sind, mit Nagelschellen, oder Lochband, oder Kabelbügel befestigen. Geht alles. Wichtig ist nur, dass sie beim Verschließen der Wand nicht im Weg sind. Vorher Bild machen, damit man später weiß wo alles ist, wenn man mal was reparieren, hinzu fügen, oder umbauen will.
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      Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
    • Frau Maier schrieb:

      Es gibt verschiedene Rohre die man verwenden kann. Die üblichen, die für Hohlwände verwendet werden, sind steif genug, dass man immer was durch bekommt
      Nicht ohne weiteres, die Standart FBY Variante ist innen geriffelt, auf 2-4m geht vielleicht was, dann ist ende.


      Frau Maier schrieb:

      Wenn man sicher gehen will, zieht man gleich nach Verlegung einen Zugdraht ein.
      Vor dem Verlegen deutlich einfacher, länge abmessen, Zugdraht rein, keine 5min sache bei 20m. So läßt sich auch Koax oder Netzwerkabel recht leicht einziehen.
      Ein Tipp was sich bewährt hat, ich binde eine mit Talkum "getränkte" Paketschnur an die Leitungen, damit läßt sich spielend eine neue Strippe einziehen. Deutlich besser als Zugdraht.


      Frau Maier schrieb:

      Aber trotzdem sollte das Rohr einigermaßen befestigt sein.
      Sind es mehrere FBY, nehme ich abschnitte von HT Rohren, das Leerrohr bleibt an gewünschter stelle ohne eingedrückt zu werden bei der befestigung.