Abwasserrohr unter Bodenplatte

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    • Abwasserrohr unter Bodenplatte

      Hallo,

      wir bauen ein EFH (10x10m) und die Tiefbauarbeiten beginnen nächste Wochen. Der Boden wurde 40cm ausgehoben + umlaufende (80cm tief) Frostschürzen. Der Bauleiter hat kurzfristig vorgeschlagen, das Abwasserrohr von der Küche unter der Bodenplatte zu verlegen. Dadurch würde sich eine Ersparnis von ca. 15-20m Erdaushub + Verdichten für den Schmutzwasserkanal über ein Tiefe von ca 80cm ergeben. Wir haben einen Gutachter beauftragt, den ich noch diese Woche befragen werde. Mich interessiert trotzdem die Meinung der Community und ich möchte meine Entscheidung dem Bauleiter auch begründen.

      Folgende Gedanken habe ich mir dazu gemacht.

      Vorteil:
      - Kosten- und Zeitersparnis aufgrund weniger Erdarbeiten
      - Verringerung der Gefahr von Bauschäden bei Rohrverlegung am Rohbau (Mediengräben werden erst nach Rohbaufertigstellung hergestellt).

      Nachteil:
      - Rohrbruch aufwendig zu reparieren
      - Versicherung zahlt nicht, wenn Abwasserrohr unter Bodenplatte gebrochen ist

      Wir haben ein getrenntes System (Abwasser/ Regenwasser). Wenn Regenwasser- und Schmutzwasserkanäle zusammen verlegt werden, welchen Abstand (Breite / Tiefe) müssen diese Rohre voneinander haben?

      Danke für euer Meinungen!

      Grüße....
    • Oh ha! Dem Bauleiter würde ich aber GANZ genau auf die Finger gucken lassen. Nicht nur 3* in der ganzen Bauzeit.

      Abwasserleitungen sind auf dem kürzesten Weg unter der Bodenplatte herauszuführen! Eben wegen der Zugänglichkeit im Schadensfall!

      bau4me schrieb:

      Wir haben ein getrenntes System (Abwasser/ Regenwasser). Wenn Regenwasser- und Schmutzwasserkanäle zusammen verlegt werden, welchen Abstand (Breite / Tiefe) müssen diese Rohre voneinander haben?
      Tiefe ergibt sich der Entwässerungsplanung. Breite hängt dann davon ab.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Grundsätzlich geb ich Ralf recht,

      aber / und /oder..

      von welcher kosteneinsparung reden wir hier?
      Welches Material ist vorgesehen?


      Soweit ich meine erinnerung noch inne hab, ist auch geschrieben, das die Kanalanschlüsse auch auf kürzestem weg zu legen sind.
      Denn es ist auch riskant, 20m Leitung mit 10 Bögen und Muffen mehr zu verlegen, die dann auch vom Setzungen und Schäden einhergehen können.
      Manche Diskussionen dauern länger als das handwerkliche probieren und ausführen. :sos: :lol:
    • Vom Gefühl her sehe ich es auch so, dass die Herausführung auf kürzestem Weg erfolgen soll. Die Kostenersparnis beläuft sich auf ca. 1000 EUR. Die Baufirma sieht hier vermutlich in der Zeitersparnis einen Vorteil. Ich bin ein misstrauischer Mensch und bezweifel, dass der Bauleiter mir zu Liebe was optimieren will. ;)

      Auch werde ich den Gutachter daraufhin stärker als geplant hinzuziehen. Solche Aussagen vom Bauleiter wie "Ich habe das studiert!" bestärken mich darin.
    • EN12056

      Bei Verlegung unterhalb der Bodenplatte auf kürzestem Weg raus aus dem Gebäude. Über zusätzliche Revisionsöffnungen auf dem Weg nach draußen nachdenken, auch wenn die bei den relativ kurzen Strecken bei einem EFH nicht zwingend vorgeschrieben sind.

      Was sagt die Abwassersatzung der Stadt/Gemeinde dazu?
    • Thomas. Haus 10*10. Küche hinten links, Abwasseranschluß sonst vorn rechts.
      Raus unter der BoPla, hinten lang, rechts lang (links Garage am Haus) nach vorn.
      Schwupps - schon haste 20 m.

      Ich sehe hier noch einen anderen möglichen Grund. Der Planer hat bei der Höhenlage des Hauses gepennt und nicht an den Abwasserkanal gedacht.
      UNTER der Bopla brauch keine Frostfreiheit. Wenn ich nach aussen gehe, muss ich frostfrei verlegen > 80 cm Tiefe.
      + Gefälle von 15 - 20 m und schwupps -bei korrekter Verlegung käme der Anschluß UNTER dem Strassenkanal an.
      Oups ;(
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    • Lässt sich ja herausfinden, indem man das Angebot einfach ablehnt. Wenn dann der Bauleiter sagt "....tja....ähh...wir müssen aber so, weil es anders nicht geht...."

      tja dann.....

      Selbst wenn 10 x 10 m an entgegengesetzten Punkten des Hauses, dann 10 + 10 = 20 (soweit, so schön) aber abzüglich des Grabens quer unter der Bopla (14m). Verblieben also nur 6m Ersparnis.
    • Naja. Ist schon ein Unterschied, ob man mit dem Spaten 14 m "Graben" in das Sandbett der Bodenplatte reinkratzt oder ob man in Lehm oder noch schlimmer Kies 80 cm+ tief abteufen muss.


      ---------- 5. Juli 2017, 17:59 ----------

      Thomas B schrieb:

      Wenn dann der Bauleiter sagt "....tja....ähh...wir müssen aber so, weil es anders nicht geht...."
      Das sagt der nicht.
      Der sagt zu den Erdmännchen: Das mit dem Gefälle müsst ihr hinbiegen. Wenns nicht reicht, dann eben hinten nur 30 cm tief. Merkelt ja keiner.

      Ach, ich bin aber auch immer ein Schwarzseher. :whistling:
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