Notwendige Qualität/Dicke Mutterboden

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  • Notwendige Qualität/Dicke Mutterboden

    Hallo zusammen,

    in unserer BLB steht der folgende Satz unter der Überschrift 'Humusauftrag': "Im Bereich der nichtbefestigen Freiflächen wird Mutterboden angeliefert und grob verteilt, der Mutterboden ist ungesiebt, Auftragsstärke bis 30cm."

    Gebaut werden 2 DHH auf einem Grundstück , auf dem vorher ein kleines EFH stand. Es wurde der Mutterboden teilweise abgetragen und als Haufen auf dem Grundstück geladert, Leider wurde auch der der Aushub der Baugrube vor der Entsorgung auf dem Mutterboden gelagert. Danach wurde der gelagerte Mutterboden grob verteilt. DIe Stärke der Schicht ist unregelmäßig und beträgt zwischen 15 und 20cm. Der Boden enthält viele kleine Steine (Teile des Aushubs) und hat nicht die Qualität des Bodens, der sich sonst auf dem Grundstück befindet (also dort, wo kein Aushub gelagert wurde, sondern noch der ursprüngliche Boden vorliegt) und ist aus unserer Sicht für die Anlage eines Gartens nicht nutzbar.

    Daher die Frage: anhand der obigen Klausel in der BLB (soweit die rechtlich in der Form zulässig ist):

    - Welche Qualität des Mutterbodens kann/muss man hinnehmen (ist ungesiebt auch als 'mit Aushub vermischt und maximal für Unkautwiese nutzbar' zu verstehen?)?
    - Welche Schichtstärke muss hergestellt werden (da steht ja 'bis zu 30cm' -> d.h. auch 1cm wäre 'bis zu' 30cm, oder bedeutet das eher, dass bis maximal 30cm aufgefüllt werden muss)?
  • wenn 30 cm im bauvertrag stehen, müssen auch 30 cm oberboden eingebaut werden. ob dafür teilmengen des alten oberbodens verwendet werden können, ist wahrscheinlich auslegungssache des vertrags. sortieren und aussieben sollte in deinem fall mit erledigt werden.
  • ich gebe zu bedenken ,dass die vorstellungen von laien ,wie ober/mutterboden auszusehen hat manchmal (sehr oft) derart an der wirklichkeit vorbeigehen ,dass es schon wehtut .

    Da ist der "analogboden "genau das richtige .der macht menschen ohne ahnung glücklich . Das der in wirklichkeit der ist , der nichts taugt ist nicht wichtig.

    Oft genug bekomt unsereins den auftrag ,wiklich brauchbare gartenerde gegen solches optisch überzeugende elend auszutauschen ....
    Und selten gelingt es ,trotz grösstem bemühen ,diesen blödsinn auszureden .
  • vielleicht. vielleicht auch nicht, wenn der jurist denkt:
    ui, da macht man doch bestimmt 50cm mutterboden drauf
    und ausnahmsweise geht man auch mal runter auf 30.
    also: soll = 50. 30 ist unterste grenze.
    es ist ja nicht definiert, von welcher seite die annäherung
    an BIS 30cm erfolgt > auslegung auf hoher see.

    wenn die das ned gscheit innen vertrag reinbringen .. :P

    ach ja: wenn "mutterboden mit steinen" vereinbart wäre,
    würde das so im vertrag stehen. angeblich steht im vertrag
    "mutterboden".

    ich würd trotzdem ned zu hoch pokern ..
  • 50 cm ist völlig widersinnig .

    30 cm ist eigentlich schon zu viel.

    je nach randbedingungen ist die belebte schicht 15 , 20 , selten 25 cm stark.

    daher ist ein auftrag bis 30 cm die oberste grenze (eigentlich schon darüber) des vernünftigen . um rasen einzusäen reichen 5 - 10 cm .

    und ein paar steinchen machen mutter/oberboden nicht unbrauchbar .


    ---------- 4. Juli 2017, 19:40 ----------

    DuaneD schrieb:

    und ist aus unserer Sicht für die Anlage eines Gartens nicht nutzbar.
    .....

    DuaneD schrieb:

    (ist ungesiebt auch als 'mit Aushub vermischt und maximal für Unkautwiese nutzbar' zu verstehen?)
    mag ich nicht komentieren , wäre wahrscheinlich nicht nett


    ---------- 4. Juli 2017, 20:01 ----------

    DuaneD schrieb:

    Mutterboden ist ungesiebt,
    heisst , mit steinchen und steinen versetzt
  • mls schrieb:

    ach ja: wenn "mutterboden mit steinen" vereinbart wäre,
    würde das so im vertrag stehen. angeblich steht im vertrag
    "mutterboden".
    Das Meiste hat ja wwi schon geschrieben

    Was ist heute Verbraucherwissen No1
    Erwarte nicht was nicht ausdrücklich zugesichert

    "Bis zu" ist ja in anderen Bereichen eine juristisch geklärte Vertragformulierung. Es ist das höchste zu erwartende - eher weniger
    laut TEin
    ist der Mutterboden "ungesiebt" angegeben.


    Kurz mal gockeln
    Lieferrant für "gesiebten" gefunden, und der gibt an eine 30mm siebung an.
    WWI War schneller ^^

    Ökologisch betrachtet ist interessant wies unter dem verteilten Mutterboden ausschaut, wenn sich nämlich arg verdichtet ist dort mit den Verwurzeln da erstmal Schluss.


    ---------- 4. Juli 2017, 20:12 ----------

    Mit dem Unkraut ist das auch eine Sache.
    Die meisten Wildkräuter geben nämlich Aufschluss auf den Bodenzustand.
    Bei Brennnesseln wäre der Boden besonders Nährstoffreich

    Bei der Anforderung stein, bis steinchen frei biste dann schnell bei Sand, und dann noch keimfrei dazui => analog Mutterboden
  • weisduwas schrieb:

    Ökologisch betrachtet
    das ist beim häuslebauer in der regel unwichtig . hauptsache das zeug hat die "richtige" farbe und man sieht keinen krümel , der grösser als 1,5mm ist .....


    für alle die es interessiert :

    Umkehrfräse
    Die Umkehrfräse ist eine Sonderbauform, bei der die Fräswelle sich entgegengesetzt zur Drehrichtung der Schlepperräder dreht. Die von den Fräsmessern herausgeschnittene Erde wird gegen ein Sieb geworfen, wodurch Steine oder grobe Pflanzenreste von der Feinerde getrennt und folgend von dieser abgedeckt werden. So erhält man ein von Steinen und sonstigem störenden Material freies, feingekrümeltes Saatbeet.
    (aus wikki)

    ist schon erfunden
  • Ist es denn "schlimm", wenn der Mutterboden dicker ist? Bei uns um die 50 cm....schön mit Steinen, aber wofür gibt es Harken :D?

    Wir hatten auf dem gesamten Grundstück Brombeeren (bis zu 3-4m hoch) - das wuchs am allerbesten bei uns...leider...
  • Großer Teil ist durch den Aushub der Baugrube für den Keller weggeschafft worden, ansonsten viel von dem Zeug mit der Hand entfernt. Vorher mit Trecker + Mulcher drüber...dann noch 200 kg Eisen/Stahl gefunden, Betonposten, Maschendrahtzäune...war fast wie Weihnachten.

    Zumindest kann ich nicht bestätigen, dass die flach wurzeln (hab ich zumikndest so gelesen). Da hingen in der Baugrube so dicke Wurzeln, wo das Wasser rausfloß...

    Schreckliches Gewächs, wenn es unkontrolliert wuchert.

    Aber scheinbar sauber gearbeitet, denn bis auf vielleicht 15-20 Triebe vor 2 Monaten haben wir nix mehr gefunden im Garten.
  • vollmond schrieb:

    die Wurzeltiefe von Rasen sind doch 10cm??

    Ist es da nicht egal was drunter ist?
    Ups, sorry, da bin ich missverstanden worden. Es gingt nicht um Rasen (k.A. wie Du darauf kommst, dass wir da Rasen haben wollen).

    Aber gut, wir werden wohl mit der mäßigen Qualität zurechtkommen müssen. Ungesiebt bedeutet wohl, dass man die Vermischung mit Bauschutt/Aushub dulden muss. Nachträglich bekommt man die Sachen nicht mit vertretbarem Aufwand wieder raus.

    Wir hatten gehofft, es müsste ungefähr wieder die Qualität des restlichen Mutterbodens (auf dem kein Aushub gelagert wurde) auf dem Grundstück hergestellt werden und hatten die 'bis zu 30cm' auch so verstanden, wie die zum Beispiel die Angabe aus Kochrezepten bis auf einem Liter auffüllen (da bedeutet das ja, dass man, wenn man weniger als einen Liter Flüssigkeit hat, solange auffüllt, bis 1Liter erreicht ist und nicht das 'bis zu 50MBit/s' aus der Werbung von Internetanbietern, wo man am Ende auch 20MBit/s akzeptieren muss (OK, letzteres ändert sich ja ggf. bald).

    Derzeit ist die Qualität des Mutterbodens auch eher eines der kleineren Probleme.