Fluchttür - Aufschlag

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    • Fluchttür - Aufschlag

      Hallo,

      mal ne fixe Frage, was wäre denn in dieser Situation 'richtig' oder 'richtiger'?

      Denke ich zB an die Strömungslehre wäre Var2 besser, weil sie 'im Fluss' verläuft,
      speziell hier bei 180° Öffnungswinkel.

      Entweder hab ich da nen Denkfehler oder ich vergrübeliere mich gerade?

      Danke für eure Einschätzung :)

      lg trekkie

      ---
      It's not the hammer, it is the way you hit.
    • In beiden Varianten schlagen die Türen in Fluchtrichtung auf. Das ist soweit erst mal richtig.

      Für die Flüchtenden aus dem Raum ist Variante 1 günstiger, da sie nicht um die Tür 'drumherum gehen müssen. Die Nähe zu der Tür im Flur ist ungünstig.

      Wenn es T-30-Türen sind, werden diese mittels Schließvorrichtung wieder geschlossen und der Weg ist wieder frei. In Variante 2 müssen die im Flur gehenden ggf. warten und die entgegenkommende Tür gegen die Laufrichtung schließen. Das ist sehr ungünstig. Hier ist Variante 1 aus meiner Sicht deutlich besser.

      Da im Fluchtfall die Tür nur soweit geöffnet wird, dass die flüchtende Person durchpasst, ist der Öffnungswinkel deutlich übertrieben dargestellt.

      Wenn die Fluchtwegbreite auf die Anzahl der Personen abgestimmt ist, sollte das passen. Der Flur macht einen sehr schmalen Eindruck.
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
      Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
      (Andreas Marti; Schweizer)
    • Ja genauso sehe ich das auch, kommt immer auf die Gefahrensituation an.

      Nur mal als Beispiel, hätte man von aussen stehendes Wasser (Überflutung, Hochwasser) und die Fluchttür schlägt nach aussen auf,
      wäre das lebensgefährlich.

      Blöde Situation, mal schauen wie ich das lösen kann.


      ---------- 2. Juli 2017, 23:16 ----------

      Überschnitten ...

      Holger, so ähnlich waren auch meine Gedankengänge.
      Ich hab die Situation nur mal abstrakt dargestellt, geht ja ums Prinzip.

      Konkret ist die Flurbreite 1.25m.

      Suboptimal ist die Situation in jedem Fall @Wolfgang ;)

      Mit der Zulässigkeit das muss ich klären, ist ja kein Neubau ... tricky irgendwie.

      Erstmal danke & nachti
      lg trekkie
      ---
      It's not the hammer, it is the way you hit.
    • Ich würde sagen, man muss eine Nische machen, damit die offene Fluchttüre nicht in den Fluchtgang rein ragt. Soweit ich es noch in Erinnerung habe, dürfen Türen nicht in den Fluchtgang hinein ragen, zumindest darf durch die Tür nicht der Gang nahezu geschlossen werden. Bei einem breiten Gang geht es, in dieser Situation würde ich es als Problematisch sehen. Also Nische machen. Dann geht im Raum eben etwas Raum verloren.
      -

      Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
    • ich hätte bei dem schmalen flur die raumzugangstür in einer nische positioniert, dannist es egal, ob links oder rechts angeschlagen wird.

      wieviele menschen flüchten denn im falle des falles?
    • Für mich wäre erstmal wichtig zu wissen, welche konkrete Nutzung dahinter steht.
      Ist es eine Stätte mit großen Menschenansammlungen ohne Ortskenntnis, sind ganz andere Anforderungen zu stellen als an ein Wohnhaus, auch mit 40 Wohnungen, oder an eine Betriebsstätte mit nur gelegentlichem Besucherverkehr.
      Gegen Ersteres spricht schon der schmale Flur.
      Bleibt also das Gebäude mit überschaubaren Personenzahlen.

      Hier würde ich das Freihalten von Fluchtwegen der Öffnungsrichtung vorziehen.
      Beispiel Mehrfamilienhaus. Hier sind die WE-Türen Fluchttüren für die Bewohner. Diese gehen grundsätzlich nach innen auf, um nicht in den notwendigen Fluchtweg zu ragen.
      Selbst die Haustüren sind in den meisten Fällen nach innen öffnend, weil die Bewohner das hinreichend verinnerlichen. Wichtig ist hier, dass die Haustüren einen Panikverschluss haben oder unverschlossen bleiben.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • Erstmal Danke für eure weiteren Antworten.

      > Für mich wäre erstmal wichtig zu wissen, welche konkrete Nutzung dahinter steht. (ThomasMD)

      > Da braucht man mehr Informationen: (tillfisc)

      Da ist vieles unklar, ich steck da auch nicht tief drinnen in dem Umbau, geht meist nur über Zuruf, mach mal schnell ...
      Es handelt sich um einen Fluchtflur in den zwei Mietbereiche entfluchten, ein Mietbereich ist eine Bankfiliale (ca. 600qm) ,
      sowie eine Fremdmietfläche von ca. 700qm deren Nutzung noch offen ist (noch nicht vermietet).
      Ich sag' mal so, flächenmässig wäre das was für einen kleineren Discounter, Fahrrad- oder Sportladen, Reform- oder Sanitätsgeschäft,
      sowas in der Richtung/Größenordung vielleicht.

      Hab jetzt erstmal Var01 reingenommen und es als Vorentwurf betitelt, werde mal die Reaktionen der weiteren Beteiligten abwarten.

      Nochmal Danke
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      It's not the hammer, it is the way you hit.
    • In beiden Fällen ist mit ortsunkundigen Personen zu rechnen.
      Deshalb würde ich die Fluchttüren immer in Laufrichtung aufschlagen lassen, jedoch niemals in den anderen Fluchtweg hinein.
      Deshalb sehe ich die Nischenlösung als einzig sinnvoll an.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • ich hatte mal genau so eine situation und da wollte der berufsfeuerwehrmeister dass die brandschutztür in richtung des raumes aufgeht, damit der fluchtweg (Flur) nicht mit einer tür blockiert wird.
      dann abnahme vom amt von fertig war die laube.

      hing aber auch davon ab wieviele Personen aus dem Raum kommen könnten, in den die fluchtür dann hinein aufgeht.

      also frag doch einfach mal den örtlichen feuerwehrchef
    • In immer mehr Landesbauordnungen wird bei Gebäuden ab Klasse 4 und bei Sonderbauten inzwischen ein Brandschutzgutachten und dessen Prüfung durch einen Prüfingenieur für Brandschutz gefordert. Eine behördliche Abnahme findet nicht mehr statt. Der Aussage des Feuerwehrhäuptlings hat insofern keine Relevanz mehr. Für Rettungswege in Arbeitsstätten ist aber immer das jeweilige Landesamt für Arbeitsschutz zuständig. Das nimmt auch weiterhin ab.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

      Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben -> http://www.expertenforum-bau.de/donation-add/
    • Der alte Zielkonflikt: Brandschutz (was ist sinnvoll) und der Arbeitsschutz (Regelungen)

      Konzept ist immer gut - bedeutet ja summe und nicht nur lokale Einzelbetrachtungen.

      also:
      notwendiger Flur - no go gerade bei mind. Breite
      außer Nebenräume wie Putzraum, Abstellkammer, das Behinderten WC wenns partout nicht anders geht..

      Tür in Fluchtrichtung - ASR immer, bzw. weniger als 20 Pax kann man abwägen.
      Nachdenken kostet extra!
    • wenn das ein (echter) fluchtweg werden soll,
      wirst du noch V1 oder V2 genehmigt bekommen.

      denn wie man es drehen und wenden möchte,
      eine zweite tür schlagt im fluchtweg auf (die von
      unten kommende) genau dort gibt es ein knäuel von menschen im panikfall,
      dort gibt es stau und im enstfall, die meisten verletzten oder
      (todes) opfer.

      und ein wenig, vieeel zu schmal scheint er mir auch zu sein,
      der fluchtweg.
    • Die eigentliche Flurbreite beträgt 3.51m, davon ab gehen 2.26m (2x1.13) für eine zweiläufige Rampe,
      verbleiben noch 1.25m.
      Rein gefühlsmäßig würde ich die untere Tür (gelb) entgegen der Fluchtrichtung aufschlagen lassen ...,
      ich schaue grade ob da die Lüftungsanlage vom HLS-Planer nicht noch kollidiert.

      Na mal sehen, das Dingens geht eh noch über einen Gutachter.
      ---
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