Vergabe von Aufträgen durch Privatpersonen

    • Umfrage

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Vergabe von Aufträgen durch Privatpersonen

      Würdet Ihr den Weg über eine bezogenen Fachplanung auf die Maßnahme wählen? Wenn dies bedeuten würde dass neben der Handwerksleistung auch ein Planungshonorar anfällt. 14

      Das Ergebnis ist nur für Teilnehmer sichtbar.

      Moin Moin,

      wie der Titel schon sagt interessiert es mich, wie Ihr - insbesondere die "Laien" - bei der Vergabe von Aufträgen vorgeht, was Eure potenziellen Entscheidungsfaktoren sind. Dazu möchte ich gerne eine kleine Umfrage machen und hoffe es beteiligen sich viele um eine relativ großes Spektrum der hier lesenden und schreibenden zu erfahren.

      Mir geht es ausdrücklich nicht darum hier irgendwelche Fronten herauszustellen, Schuldzuweisungen zu tätigen oder Dergleichen. Ich wünsche mir einen offenen Dialog auf sachlicher Ebene!

      - Wie ist der normale Weg für Euch - also welche Kanäle nutzt ihr um an potenzielle Auftragnehmer zu gelangen?
      - Warum geht Ihr den obigen Weg?
      - Würdet Ihr einen anderen gehen, wenn....? (Z. B. über einen Fachplaner)
      - Wie wichtig ist Euch der Preis?
      - Sollte ein Angebot kostenlos sein?
      - Was sind Eure Erwartung hinsichtlich Beratung?
      - Wie wichtig ist Euch der Einsatz digitaler Medien bei der Beratung?
      - Legt Ihr Wert auf eine schöne Aufmachung oder interessieren Euch eher harte Fakten?
      - Womit kann man Euer Vertrauen gewinnen?
      - Könnt Ihr Euch vorstellen grundsätzlich eine Planung zu beauftragen und diese beim Handwerker oder Planer entsprechend zu vergüten? Anstelle eines Kostenvoranschlages/ Angebot.
      - Könntet Ihr Euch vorstellen das eine vergleichbare Planung zum Resultat hat, dass die Bauqualität im Einzelnen (auf die Privatperson bezogen) und in der Gesamtheit (auf den gesamten Bausektor) nachhaltig steigen würde?

      Das sollte für den Fragekatalog erst mal ausreichen. Es wäre schön, wenn ihr dies ehrlich und offen beantworten könntet.

      Danke
      Euer Kalle
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Hmm, Kalle, im Bereich TGA sollte eigentlich nix ohne Planung vonstatten gehen, wer auch immer die bezahlt bzw. Kostenlos anbietet.
      Bei größeren Ausschreibungen ist es manchmal so, das der Bieter diese sogar bezahlen soll (die landen bei uns allerdings in Ablage rund)
      Für das grosse ganze werden Archis beauftragt, aber das, wo man sich hinterher wohl fühlt wird oft vernachlaessigt.
    • Mir kommen die Fragen viel zu abstrakt vor.
      Geht es hier (beispielhaft) um eine Dachneueindeckung, einen Badumbau, einen Fensteraustausch, einen Anbau, der Neuerrichtung einer SAT-Anlage, einer nachträglichen Fassadendämmung, oder oder oder. Je nach Gewerk, Umfang, eigenem Vorwissen würde ich evtl. jede deiner Fragen anders beantworten.
    • feelfree schrieb:

      Mir kommen die Fragen viel zu abstrakt vor.
      Wieso zu Abstrakt? Es sind doch offene Fragen? Wenn du zur Beantwortung ein "Szenario" brauchst - z. B. das Decken eines Daches - dann kannst du dies gerne exemplarisch anführen. Andernfalls sind die Fragestellungen so, dass man diese auf das gesamte Thema "Bauen" beziehen kann.

      Wenn du eine Leistung vergibst, wie gehst du vor? Auf nichts anderes zielen die Fragen im einzelnen ab.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Kalle schrieb:

      Wenn du eine Leistung vergibst, wie gehst du vor?
      Das habe ich genauso allgemein beantwortet wie dein Frage formuliert ist:

      feelfree schrieb:

      Je nach Gewerk, Umfang, eigenem Vorwissen würde ich evtl. jede deiner Fragen anders beantworten.
      Beispiel Dach: Wenn nur die Dachsteine am Ende ihrer Lebensdauer sind, würde ich mir wohl ein paar Angebote holen und dann nach Bauchgefühl und Preis vergeben. Wäre jedoch auch Dämmung zu ergänzen, würde ich vermutlich einen unabhängigen Planer/Energieberater einschalten.
    • feelfree schrieb:

      Das habe ich genauso allgemein beantwortet wie dein Frage formuliert ist:
      Nun eine Ja/Nein-Antwort wird man auf komplexe Sachverhalte nicht stellen können - so wie du es dir wünscht.

      Aber ich hatte mir so eine "Beteiligung" schon fast gedacht. Schauen wir mal ob sich noch jemand wagt sein Verhalten zu analysieren und darlegen zu können warum er handelt wie er handelt.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Ich spreche den passenden Handwerker meines Verttrauens an , und der erledigt das dann .
      Zumindest bei Sachen , die ich nicht selber erledigen kann .


      Ich fände es gut , wenn die Auftraggeber zumindest bei größeren Bauvorhaben eine Fach-Planung mit Ausschreibung beauftragen würden ,
      dann ist die Basis für ein Angebot für alle Bieter gleich , und nicht der , der dasmeiste vergessen hat , bekommt den Auftrag .
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • Moin,

      bevor ich gesperrt werde, würde ich dazu gerne auch meinen Sermon abgeben :).

      - Wie ist der normale Weg für Euch - also welche Kanäle nutzt ihr um an potenzielle Auftragnehmer zu gelangen?

      Für den Bau des EFH haben wir einen Architekten gehabt, der die Gewerke Rohbau, Zimmermann, Dachdecker und Fenster augeschrieben hat. Das sehe ich für mich persönlich auch als die wichtigsten Gewerke an, die initial nicht durch den Handwerksbetrieb geplant werden sollten.

      Kommen jetzt aber Folgeaufträge, Veränderungen o.ä., dann würde ich nicht zu einem Fachplaner gehen, sondern direkt zum Handwerker.

      - Warum geht Ihr den obigen Weg?

      Vertrauen in die Erfahrung und Unabhängigkeit des Planers. Später halt Vertrauen in den handwerker - nicht für jeden Furz benötge ich dann noch einen extra Fachplaner.

      Muss dazu aber auch sagen, dass der Architekt (=mein Planer) an sich nur in Teilen das abbildet, was hier von einigen zumindest als gelebte Realität beschrieben wird. Und ich habe solche Architekten auch noch nirgendwo anders im Bekanntenkreis getroffen - auch bei sehr teuren Bauten sehe ich nicht den ultrakorrekten Archi, der vollumfassend alles ausschreibt, anmahnt, sieht...

      - Würdet Ihr einen anderen gehen, wenn....? (Z. B. über einen Fachplaner)

      s.o.

      - Wie wichtig ist Euch der Preis?

      Wichtig, aber nicht primär entscheidend. Ich habe beim Bauen nie den günstigsten und nie den teuersten genommen - gut, beim Dachdecker dann doch und da hat sich mein Archi auch SEHR mit der Kostenschätzung versemmelt :-/

      - Sollte ein Angebot kostenlos sein?

      Jop, aber nur, wenn er es auch sofort konkret stellen kann. Muss er erst aufwendig "planen", dann gehört es sich, dass dafür Kohle genommen werden kann.

      - Was sind Eure Erwartung hinsichtlich Beratung?

      Möglichst umfassend, gerne mit Alternativen und auch Vor- und Nachteilen der vom Bauherrn gewünschten Ausführung.


      - Wie wichtig ist Euch der Einsatz digitaler Medien bei der Beratung?

      Unwichtig

      - Legt Ihr Wert auf eine schöne Aufmachung oder interessieren Euch eher harte Fakten?

      Die Frage benatwortet sich doch fast von selbst ;). Harte Fakten - nur das zählt.

      - Womit kann man Euer Vertrauen gewinnen?

      Ehrlichkeit und eine gewisse Lockerheit

      - Könnt Ihr Euch vorstellen grundsätzlich eine Planung zu beauftragen
      und diese beim Handwerker oder Planer entsprechend zu vergüten? Anstelle
      eines Kostenvoranschlages/ Angebot.

      Für normale Handwerkertätigkeiten? Ehrlich gesagt schwierig...

      - Könntet Ihr Euch vorstellen das eine vergleichbare Planung zum
      Resultat hat, dass die Bauqualität im Einzelnen (auf die Privatperson
      bezogen) und in der Gesamtheit (auf den gesamten Bausektor) nachhaltig
      steigen würde?

      Das ist sicher die vorherrschende Meinung von vielen Experten hier. Ich würde es persönlich nicht ganz so schwarz-weiß sehen, denn die beste Planung kann der schlechteste Handwerker mit dem geizigsten Bauherrn zunichte machen. Und auch Überwachung geht nicht durchgängig - weder will das ein Handwerker noch möchte es jemand allumfassend bezahlen.

      Planung ist wichtig, aber vielleicht solte man das auf gewisse "Gefahrenbereiche" reduzieren, wo das Schadenspotential sehr hoch ist?
    • Kalle schrieb:



      - Wie ist der normale Weg für Euch - also welche Kanäle nutzt ihr um an potenzielle Auftragnehmer zu gelangen?

      - Warum geht Ihr den obigen Weg?
      - Würdet Ihr einen anderen gehen, wenn....? (Z. B. über einen Fachplaner)
      - Wie wichtig ist Euch der Preis?
      - Sollte ein Angebot kostenlos sein?
      - Was sind Eure Erwartung hinsichtlich Beratung?
      - Wie wichtig ist Euch der Einsatz digitaler Medien bei der Beratung?
      - Legt Ihr Wert auf eine schöne Aufmachung oder interessieren Euch eher harte Fakten?
      - Womit kann man Euer Vertrauen gewinnen?
      - Könnt Ihr Euch vorstellen grundsätzlich eine Planung zu beauftragen und diese beim Handwerker oder Planer entsprechend zu vergüten? Anstelle eines Kostenvoranschlages/ Angebot.
      - Könntet Ihr Euch vorstellen das eine vergleichbare Planung zum Resultat hat, dass die Bauqualität im Einzelnen (auf die Privatperson bezogen) und in der Gesamtheit (auf den gesamten Bausektor) nachhaltig steigen würde?
      Meine Erfahrungen der letzten Jahre.

      1.) Normalerweise versuchen wir fuer einzelne Auftraege verschiedene Handwerker anzusprechen um ein (kostenloses) Angebot zu erhalten. Hat bisher auch ganz gut funktioniert.
      2.) --
      3.) --
      4.) Der Preis ist wichtig, aber nicht unbedingt ausschlaggebend. Innerhalb eines gewissen Rahmens zaehlen dann auch Zuverlaessigkeit, Beratung, und vor allem: bisherige Erfahrungen mit dem Betrieb! Unseren Eli wuerde ich z.B. immer wieder beauftragen, selbst wenn er einiges teuerer waere. Qualitaet, Leistung, und Zuverlaessigkeit sind erstmal schwer mit einem billigne Preis aufzuwiegen.
      5.) Das Angebot duerfte auch was kosten, sollte aber von vorneherein klar sein. Und vielleicht auch zum Auftragsvolumen passen. Neuer Dachstuhl, neue Fassade? Ok. 1 Fenster tauschen? Eher nicht.
      6.) Ehrliche Beratung, keine Schmeichelei, oder wolkenkuckucksheim.
      7.) Brauchts nicht. Fuer die Haustuer ist ein Betreib mit einem schicken Tool auf 'nem Tablet gekommen. Die projektierte Haustuer konnte dann gleich in ein Bild des Hauses eingefuegt werden. Nettes Gimmick, aber wenn einem die Tueren nicht gefallen bringts halt nix. Gebaut hat die Tuer dann der ortsansaessige Schreiner nach unseren Vorstellungen und voellig "analog".
      8.) harte Fakten, was sonst...
      9.) Planung haben wir gerade versucht... und sind grandios gescheitert.... Planung fuer Gartengestaltung beauftragt. Kosten waren klar, unsere Wuensche auch. Betrieb lieferte einfach nicht. Nach einem Jahr ohne Ergebnis dann der Abbruch. Der Auftrag war wohl zu klein und wir haben nicht gleich gesagt: "Mach mal die Planung, und ein Angebot fuer den ganzen Rest, Geld spielt keine Rolle". Fuer uns war immer klar dass einiges selbst gemacht wird, Teile aber auch vergeben werden. Haben wir auch immer so kommuniziert. Schade eingentlich.
      10.) Ja, erfordert wahrscheinlich auch Umdenken bei den Handwerksbetrieben.... Bisher ist noch keiner von sich aus auf dieses Thema zu sprechen gekommen
    • Juanito schrieb:

      1.) Normalerweise versuchen wir fuer einzelne Auftraege verschiedene Handwerker anzusprechen um ein (kostenloses) Angebot zu erhalten. Hat bisher auch ganz gut funktioniert.
      Mit Kanälen war gemeint, wie Ihr die potenziellen Handwerksbetriebe findet. Mundpropaganda, Internet, Branchenbuch und so was.

      Juanito schrieb:

      4.) Der Preis ist wichtig, aber nicht unbedingt ausschlaggebend. Innerhalb eines gewissen Rahmens zaehlen dann auch Zuverlaessigkeit, Beratung, und vor allem: bisherige Erfahrungen mit dem Betrieb! Unseren Eli wuerde ich z.B. immer wieder beauftragen, selbst wenn er einiges teuerer waere. Qualitaet, Leistung, und Zuverlaessigkeit sind erstmal schwer mit einem billigne Preis aufzuwiegen.
      Wo ran hast Du das damals fest gemacht? Leistung, Zuverlässigkeit sind ja keine messbaren Größen im Sinne von Zahlen. Sondern die basieren ja eher auf Mutmaßen, Abschätzen usw. Was hat da zur Bewertung besonders beigetragen? Z. b. Professionelles Auftreten im Internet, beim Angebot unterbreiten usw.


      Juanito schrieb:

      6.) Ehrliche Beratung, keine Schmeichelei, oder wolkenkuckucksheim.

      Juanito schrieb:

      8.) harte Fakten, was sonst...

      Nun, ich kann dir mit etwas rhetorischem Gespür, vielen Fremdwörtern und tausenden DIN auch eine "ehrliche" Beratung anbieten - hypothetisch. Ganz viele harte Fakten, die letztlich aber so gar nichts mit dem Thema zu tun haben.

      Wir müssen uns ja vergegenwertigen, dass der Kunde in der Regel nicht weiß, was ich weiß. Insofern ist diese Beschreibung höchst subjektiv. Was macht also eine ehrliche Beratung mit harten Fakten für dich aus? Mir geht es hier primär um die Reflektion des Kunden/Käufer. Wie man das theoretisch als Unternehmer umsetzen sollte ist mir bewusst.

      Für mich wäre halt mal interessant zu wissen wie der Kunde sich selber im Nachhinein bewertet und analysiert.

      Juanito schrieb:

      9.) Planung haben wir gerade versucht... und sind grandios gescheitert.... Planung fuer Gartengestaltung beauftragt. Kosten waren klar, unsere Wuensche auch. Betrieb lieferte einfach nicht. Nach einem Jahr ohne Ergebnis dann der Abbruch. Der Auftrag war wohl zu klein und wir haben nicht gleich gesagt: "Mach mal die Planung, und ein Angebot fuer den ganzen Rest, Geld spielt keine Rolle". Fuer uns war immer klar dass einiges selbst gemacht wird, Teile aber auch vergeben werden. Haben wir auch immer so kommuniziert. Schade eingentlich.
      Gab es damals einen Vertrag? Oder wie lief das ab?
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Kalle schrieb:

      Mit Kanälen war gemeint, wie Ihr die potenziellen Handwerksbetriebe findet. Mundpropaganda, Internet, Branchenbuch und so was.
      Naja, Mundpropaganda (selten genug, aber wenn, hat's bisher sehr gut funktioniert), ansonsten lokale Betriebe uebers Branchenbuch, bzw. Internet. Lokal v.a. wegen der Anfahrtswege fuer Besprechungen Besichtigungen etc.


      Kalle schrieb:

      Wo ran hast Du das damals fest gemacht?
      Termine werden eingehalten, Abweichungen rechtzeitig kommuniziert. Das ist bei weitem nicht selbstverstaendlich! Auf Ansagen folgen Taten: Angebot bis naechste Woche? Dann ist das Angebot auch tatsaechlich da. Ohne Nachfragen.
      Arbeit wird sauber erledigt (z.B. Installation auch optisch ansprechend, saubere Baustelle), Beratung zum Stand der Technik, was ist moeglich was ist sinnvoll, was wird gemacht (auch wenn es vielleicht nicht mehr dem Stand der Technik entspricht. Eine Darstellung der Vor und Nachteile einzelner Komponenten oder Vorgehensweisen. Nichts hat nur Vorteile! Worst Case Scenarien etc. Ich bin kein Experte, aber ein Handwerker, der kritische Fragen abwiegelt, oder mit dem klassischen 'haben wir immer schon so gemacht' antwortet geht gar nicht. Die Leute sollten wissen was und warum sie etwas tun, und gegebenfalls auch bereit sein das zu erlaeutern. Und die Bereitschaft dazu laesst sich selbst fuer Laien erkennen.


      Kalle schrieb:

      Nun, ich kann dir mit etwas rhetorischem Gespür, vielen Fremdwörtern und tausenden DIN auch eine "ehrliche" Beratung anbieten - hypothetisch. Ganz viele harte Fakten, die letztlich aber so gar nichts mit dem Thema zu tun haben.
      Das ist genau das was man nicht haben will. Rhetorischens Gespuer zeichnet sicher einen guten Verkaeufer aus. Aber wenn mir einer z. B. eine Haustuer fuer 20k andrehen will, will ich schon wissen warum das so viel kostet, was die Vor und Nachteile sind, ich will in die Lage versetzt werden Entscheidungen zu treffen. D.h. ich muss den Informationen des Verkaeufers/ Betriebs vertrauen koennen. Eine kleine Google Recherche nach dem Gespraech sollte also nicht voellig entgegengesetzte Positionen zum Vorschein bringen (gilt auch fuer Materialpreise, auch wenn das eine leidige Diskussion ist). Nicht das Google alles weiss, aber wenn es offensichtlich unterschiedliche Ansichten gibt, kann man das ja auch sagen und seine Position erlaeutern. Ansonsten siehe oben.



      Kalle schrieb:

      Gab es damals einen Vertrag? Oder wie lief das ab
      Einen gesonderten Vertrag gab es nicht, wir haben das Angebot angenommen. Wir haben es jetzt gelassen, ich will niemand zu kreativen Arbeiten zwingen muessen....
    • Juanito schrieb:

      bzw. Internet.
      Habt Ihr/Du da spezielle Portale befragt oder eher über die Google "Firmensuche"?


      Juanito schrieb:

      Nicht das Google alles weiss, aber wenn es offensichtlich unterschiedliche Ansichten gibt, kann man das ja auch sagen und seine Position erlaeutern. Ansonsten siehe oben.
      Würdest Ihr/ Du es als positiv werten, wenn auf der Internetseite prinzipiell grundlegendes erklärt würde? Wann wäre der Punkt erreicht, an dem es Euch/Dir zu viel Infos wäre? Ab wann kommt ein Gefühle der Erschlagenheit?


      Juanito schrieb:

      Einen gesonderten Vertrag gab es nicht, wir haben das Angebot angenommen.
      Was war da inbegriffen?


      ---------- 5. Juli 2017, 21:08 ----------

      Entschuldige [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.], dass ich erst jetzt antworte! Ich habe Dich glatt überlesen, sorry.

      Stahlhuber schrieb:

      Kommen jetzt aber Folgeaufträge, Veränderungen o.ä., dann würde ich nicht zu einem Fachplaner gehen, sondern direkt zum Handwerker.
      Hmm, aber woher willst du wissen dass diese überhaupt nötig sind oder ob sich nicht sogar Abstimmungsbedarf ergibt, der vom Unternehmer evtl. gar nicht geleistet wird? Wäre es nicht ratsam da zu mindestens ein "prüfendes" Auge zu haben?


      Stahlhuber schrieb:

      Wichtig, aber nicht primär entscheidend. Ich habe beim Bauen nie den günstigsten und nie den teuersten genommen - gut, beim Dachdecker dann doch und da hat sich mein Archi auch SEHR mit der Kostenschätzung versemmelt :-/
      Magst du denn Grund nennen, warum er so daneben lag? Positiv oder negativ?

      Stahlhuber schrieb:

      Jop, aber nur, wenn er es auch sofort konkret stellen kann. Muss er erst aufwendig "planen", dann gehört es sich, dass dafür Kohle genommen werden kann.
      Was bedeutet für Dich aufwendig? Grundsätzlich müsste jedes Angebot aufwändig erarbeitet werden. Zu mindestens in sehr vielen Bereichen. Das fällt selten in die reine "Akquise".

      Stahlhuber schrieb:

      Die Frage benatwortet sich doch fast von selbst ;). Harte Fakten - nur das zählt.
      Naja, du stimmst mir sicher zu, dass Fachmensch und Kunde da zweierlei Ansichten zu haben oder? Ich glaube nicht, dass dir zusagen würde, was ich unter "harte" Fakten verstehe. Würdest du es begrüßen, wenn der Begründung entsprechende Auszüge aus DIN / Fachregel/ Merkbläter beiliegen würden? Das Angebot würde vermutlich ein vielfaches mehr an Buchstaben besitzen. Würde Dich das also wirklich interessieren?

      Stahlhuber schrieb:

      Für normale Handwerkertätigkeiten? Ehrlich gesagt schwierig...
      Stellt eine Planung doch im Grunde die Freistellung von Haftungen da. Klar, es gibt die a.R.d.T . die weißt der Kunde oft nicht und die weiß auch nicht immer der Handwerker. Man könnte meinen, der Handwerker muss sich dran halten, was aber wenn wir an den Punkt kommen wo Planung und Ausführung sich kreuzen?

      Kann ich vom Handwerker eines Gewerkes fordern, dass seine Lösung auch mit anderen an der Schnittstelle funktioniert? Wo ist meine Pflicht als Kunde das alles zu managen? Was also muss der Handwerker wirklich? Ausführen oder Abstimmen oder beides?

      Klar, ein paar Ziegel auf das Dach legen erfordert nicht unmittelbar eine tiefgreifende Planung. Beim Streichen einer Wand vermutlich ebenso wenig. Nur was ist jetzt "normal"? ;)


      Stahlhuber schrieb:

      Das ist sicher die vorherrschende Meinung von vielen Experten hier. Ich würde es persönlich nicht ganz so schwarz-weiß sehen, denn die beste Planung kann der schlechteste Handwerker mit dem geizigsten Bauherrn zunichte machen. Und auch Überwachung geht nicht durchgängig - weder will das ein Handwerker noch möchte es jemand allumfassend bezahlen.
      Einen ganz wichtigen Punkt übersiehst du aber. Ein "Planer" haftet - so wie es die Architekten tun - auch noch nach 30 Jahren für seine Planung. Ein Handwerker ist nach 5 Jahren durch. Also selbst mit einer schlechten Planung würde man als Kunde vermutlich mehr profitieren als ohne. Die "Überwachung" kann auch nur noch das retten was bis dahin schiefgegangen ist und das auch nicht immer. Die Planung setzt ja doch deutlich früher an. Klar, Fehler kommen trotzdem vor. Es ist aber schon ein Unterschied, ob ich einen Klops in der Überwachung "heilen" muss oder ob ich das an Papier tue.

      Denn die spannende Frage ist doch, wer zahlt die Musik die nötig ist um festzustellen wer es vergeigt hat?
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • diese frage braucht man nicht - wenn man andere wege geht!
      dazu muss der kunde allerdings, zu aller erst, seine Hausaufgaben richtig machen.
      die sprache der handwerksfirmen und planer zu verstehen - ist seine wichtigste. (nicht schlecht kalle aber nicht mehr lange zeitgemäß)
      um dann auf "Augenhöhe" - das Uralte-Bau-Spiel-Preis-System zu Aller Gunsten, auch mal richtig aus zu nutzen.

      z.B.: alle anbieter, zur gleichen zeit, an einen runden tisch bringen und erstmal: grundsätzlich über die Möglichkeiten zu reden.

      mfg
    • Lenker schrieb:


      um dann auf "Augenhöhe" - das Uralte-Bau-Spiel-Preis-System zu Aller Gunsten, auch mal richtig aus zu nutzen.

      z.B.: alle anbieter, zur gleichen zeit, an einen runden tisch bringen und erstmal: grundsätzlich über die Möglichkeiten zu reden.
      was ein nonsens! was kommt denn da als wettbewerb raus!

      Lenker - du schreibst viel und noch mehr blödsinn!
    • Kalle schrieb:

      Habt Ihr/Du da spezielle Portale befragt oder eher über die Google "Firmensuche"?
      Eher das Oertliche, aber auch mal Google, keine speziellen Portale (muesste ich auch erst mal suchen....)

      Kalle schrieb:

      Würdest Ihr/ Du es als positiv werten, wenn auf der Internetseite prinzipiell grundlegendes erklärt würde? Wann wäre der Punkt erreicht, an dem es Euch/Dir zu viel Infos wäre? Ab wann kommt ein Gefühle der Erschlagenheit?
      Der Vorteil einer Internetseite ist ja gerade, dass man die "Tiefe" der Informatinoen variieren kann. Also z.B. allgemeines uebersichtlich vorneweg, aber verlinkt mit Details. Das muss man sich dann ab irgendeinem Punkt nicht mehr selber aus den Fingern saugen, sondern ggf. verlinken (z.B. auch auf entsprechende Forumsdiskussionen?!)

      Aber wenn man die Site des Betriebs als Landingpage versteht von wo aus der potentielle Kunde seine Informationen finden kann, waere das sicher eine gute Sache. Erschlagenheit kann sich dann jeder selber raussuchen. Ich denke man hat halt verschiedene Typen. Kunde A will nur wissn geht das und was kostet das? Kunde B will ein paar Details, und Kunde C fragt dir Loecher in den Bauch...
      Gerade fuer letztere ist eine gut gepflegte (!) Linksammlung vielleicht viel hilfreicher als langatmige, selbstverfasste Texte.
      Ich gehoere (auch berufsmaessig) nicht du dem Typ, fuer den es zu viel Information gibt. (Auch wenn es Dinge gibt die ich nicht wissen will und nie wissen wollte, hat aber in der Regel nix mit dem Bau zu tun.)


      Kalle schrieb:

      Was war da inbegriffen?
      Gegenstand des Angebots war das erstellen eines Plans fuer die Gestaltung, optional inkl. Pflanzkonzept.


      Lenker schrieb:

      z.B.: alle anbieter, zur gleichen zeit, an einen runden tisch bringen und erstmal: grundsätzlich über die Möglichkeiten zu reden.
      ganz ehrlich, hat das schon mal irgendwo, irgendwie, irgendwann geklappt und wenn ja, kam dann was dabei raus?
    • ja, ganz oft! allerdings wird es dort befohlen.
      wenn du alle anbieter = alle Teilnehmer die du möchtest (und auch wollen) setzt - gibt es das auch in Deutschland (schon lange aber selten öffentlich! damit meine ich nicht:absprachen)

      bevor du dich damit beschäftigst solltest du das lesen und verstehen:
      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

      richtig ernst nimmt man das in d aber erst seit 2014-2015 durch die hohen Baupreise, Wohnungsmangel...... und das:

      Der Bau soll von der produzierenden Industrie lernen
      Quelle: VDI- Nachrichten. dafür brauchst du aber zutrittsrechte!
      und durch die Fraunhofer-Allianz Bau mit einem Forschungs-Volumen von 240 Millionen, auch für kleine u. mittlere Betriebe. ("damit ihnen nichts mehr durch die lappen geht")

      wenn du das verstanden hast - können wir weiter diskutieren oder willst du antworten sofort: warum das so lange dauert und wo die gemachten Fehler stecken?

      MfG
    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] - wenn du den Kasseler bericht glauben schenken magst, dann passt das zum niveau der uni kassel.

      ich habe nur kurz reingeschaut, wenn diebstahl von geräten und material solch einen hohen stellenwert beim bauleiter hat, dann ist das weltfremd und nicht praxisbezogen. unvollständige oder mangelbehaftete pläne liegen nur zum teil in der verantwortung des bauleiters - wenn er seiner prüfpflicht vor weitergabe der pläne nachgekommen ist.

      ich werde mich heute abend amüsieren und lese mir den kasselaner bericht durch.

      nur zur info, wer bei uns in den 80-ern in Holzminden wegen bauko, statik und bauphysik aufgab, der ging nach Kassel, Herr B. hat es dann mit seinen balkon-orgien gerichtet.

      einige bauten von Herrn B. stehen in Berlin und sind unabdichtbar.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gast1234 ()

    • das system "runder tisch" ist nicht neu.
      ich finds immer noch interessant - aber nicht so, wie allgemein praktiziert.
      am interessantesten ist es für die, die ohne peilung, dafür möglichst
      vollmundig, die kosten aufblähen, ohne zum erfolg beizutragen.
      zum glück gibts ja immer ein paar hansln in so einer gruppe, die sich
      wenigstens mit´m bauen auskennen und den karren aus dem dreck
      schieben.
      spätestens seit dem schweizer smartprinzip ist das thema dokumentiert
      (vielleicht auch schon eher), ich vermute, jeder im entsprechenden alter
      wird das aber schon viel früher erlebt und praktiziert haben.
      das hauptproblem (jedenfalls, wie ich das erlebt habe, wenns eben nicht
      richtig läuft): es fehlt an organisatorischen/strukturellen vorgaben, die
      nicht "mal eben so" vereinbart werden können: das ist ein gigantischer
      aufwand. ich bin froh über klare leistungsverteilungen, wie sie bei normalen
      vertragskonstrukten gebräuchlich sind.
    • Lenker schrieb:

      ja, ganz oft! allerdings wird es dort befohlen.
      Klingt mir zu sehr nach Bundeswehr.... ich denke nicht dass eine Privatperson bei der Vergabe von Auftraegen in der Lage ist irgendetwas zu befehlen...


      mls schrieb:


      am interessantesten ist es für die, die ohne peilung, dafür möglichst
      vollmundig, die kosten aufblähen, ohne zum erfolg beizutragen.
      Ist doch irgendwie immer so, bei "runden Tischen" oder aehnlichem kommt nur was bei raus, wenn es gelingt die Schwaetzer und Profilneurotiker im Zaum zu halten und es eine klare Moderation bzw. Struktur mit Zielvorgabe gibt. Sich zusammenzusetzen und erstmal "grundsaetzlich" zu reden ist schoen fuer die konstituierende Sitzung einer Ethik-Kommision, aber fuer die Vergabe von Auftraegen von Privatpersonen?

      mls schrieb:


      es fehlt an organisatorischen/strukturellen vorgaben, die
      nicht "mal eben so" vereinbart werden können: das ist ein gigantischer
      aufwand.

      Sehe ich eben auch so. Das Problem ist nicht der runde Tisch, das Problem ist, das der nur funktionieren kann, wenn es eine klare Zielvorgabe, Struktur, Organisation, Zeitplan, etc gibt und das vorzubereiten ist dann der Aufwand, der beliebig gross wird. Was einen aber nicht davor bewahrt, sich auch ohne runden Tisch Gedanken um Ziele, Organisation und Zeitplan zu machen, auch bei "kleineren" Auftraegen, sobald eben koordiniert werden muss...
    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
      lös dich mal von Personen (das gilt für die meisten Architekten/Planer ihr könnt nicht alle "baumanagen") es geht nur um die Sache = Veränderungen zum guten!
      zu meiner zeit gab es, an meiner kl. Hochschule, nur Architekten u. Bau-Ingenieure. was glaubst du wie viele, von den b,ing.-studierenden - p.v.-A`s. wurden - weil sie Mathe noch immer nicht richtig anwenden können?

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] u. mls.......
      dafür braucht man einen CEO (Generaldirektor) wie den Schweden (in einer anderen Branche der aber alle können soll) der mit allen, auch dem "kleinsten" Mitarbeiter redet/reden kann!
      sie lenkt und führt, nicht Personen bezogene "E-Mail"`s sofort löscht und sich sowas auf die Fahne schreibt:
      mit Arbeit verbringe ich 2/3 meines Lebens - da muß sie spaß machen!
      wenn du weiter suchst, wirst du auf b+b kommen und all die anderen die es auch versuchen aber an ihrer Hierarchie-Ordnung scheitern! Außer einer, der ist nah dran und liegt eigentlich hinter Deutschland. Sagt aber von sich: Wir überholen bald D!


      oder

      man bekommt es - vom obersten bau Politiker, bei staatsaufträgen, per Verordnung serviert. obwohl, er genau weißßßßß das es Selbst in seinem hause, in der Urform, Es noch gar-nicht gibt.

      MfG


      ---------- 8. Juli 2017, 02:44 ----------

      nachtrag:
      die Eigenschaften werden dort beschrieben:
      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
      sorry