Photovoltaik und deren Sinnhaftigkeit

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  • Rabotti schrieb:



    es werden knapp 400m². zwei wohneinheien mit 6 personen (2 & 4) beheizt . kfw 85 . estrich 6cm
    ich kenne den bedarf ja selbst noch nicht, außer aus dem wärmeschutznachweis, da hütte noch nicht bezugsfertig.
    Na dann schätzen wir eben mit diesen Infos. Schau mal in die Berechnungen, was dort zum Ht´, der Hüllfläche und
    dem beheizten Volumen steht. Ich nehme an, eine KWL ist nicht geplant.


    Rabotti schrieb:

    wie schon gesagt: ca 33 kw am tag im januar... damit kann man schon rechnen im schnitt.
    Abgesehen davon, dass Du sicherlich kWh gemeint hast, damit rechnen kann man im Schnitt, aber das hilft Dir nicht viel, wenn Dein Bedarf nicht dazu passt. Der kleine Akku kann ein klein wenig puffern, aber angesichts der Anlagengröße spielt das kaum eine Rolle. Der "Vorrat" reicht für gut 1h Betrieb der WP, wenn man den Akku stresst dann vielleicht für 1,5h. Gibt es keine Schutzschaltung, und Du fährst den Akku leer, dann wird er nicht alt.
  • wie soll man bei PV sonst rechnen.
    1000 kwh im Monat sind halt ungefähr drin im Januar.

    eine KWL ist geplant. Bzw. Wicklfalzrohrerohre sind bereits verlegt.
    Warum sollte keine geplant sein?

    Je nachdem wie die Preisentwicklung ist kann man ja eine weitere Powerwall dazukaufen, immerhin können die als Verbund arbeiten.
  • R.B. schrieb:

    Rabotti schrieb:

    es werden knapp 400m². zwei wohneinheien mit 6 personen (2 & 4) beheizt . kfw 85 . estrich 6cm
    ich kenne den bedarf ja selbst noch nicht, außer aus dem wärmeschutznachweis, da hütte noch nicht bezugsfertig.
    Der "Vorrat" reicht für gut 1h Betrieb der WP
    Sicher dass du dich da nicht verrechnet hast?
    Eine WP die 26kW thermisch bringt sollte doch bei Vollast nicht mehr als 8kW el. benötigen. Bei 33kWh würde das also für 3h Vollast oder entsprechend längerem Teillast Betrieb reichen.
    Dazu kommt, dass die 26kW ja gar nicht benötigt werden, sondern laut TE ja überdimensioniert sind. Nehmen wir mal großzügig 10kW Heizlast an bei 0 Grad AT, dann sind das 3.3kW el. oder 10h Heizbetrieb.
    Problem sehe ich eher in der Regelung. Woher weiss die WP, wann sie wieviel Strom ziehen darf bzw. auf Vorrat ziehen soll?
  • feelfree schrieb:

    R.B. schrieb:

    Rabotti schrieb:

    es werden knapp 400m². zwei wohneinheien mit 6 personen (2 & 4) beheizt . kfw 85 . estrich 6cm
    ich kenne den bedarf ja selbst noch nicht, außer aus dem wärmeschutznachweis, da hütte noch nicht bezugsfertig.
    Der "Vorrat" reicht für gut 1h Betrieb der WP
    Sicher dass du dich da nicht verrechnet hast?Eine WP die 26kW thermisch bringt sollte doch bei Vollast nicht mehr als 8kW el. benötigen. Bei 33kWh würde das also für 3h Vollast oder entsprechend längerem Teillast Betrieb reichen.
    Dazu kommt, dass die 26kW ja gar nicht benötigt werden, sondern laut TE ja überdimensioniert sind. Nehmen wir mal großzügig 10kW Heizlast an bei 0 Grad AT, dann sind das 3.3kW el. oder 10h Heizbetrieb.
    Problem sehe ich eher in der Regelung. Woher weiss die WP, wann sie wieviel Strom ziehen darf bzw. auf Vorrat ziehen soll?

    Die WP hat bei 35°C VL eine el. Leistungsaufnahme von 7kW. Der AKKU hat 14kWh, darum ging es mir. Die 1-1,5h beziehen sich auf die Nutzbarkeit des Akkus bei fehlendem Ertrag von den Kollektoren.
    Die 33kWh Ertrag, irgendwie über den Tag verteilt, sind ein anderes Thema. Die können innerhalb einer halben Stunde anfallen, dann kann man sie nicht schnell genug verwerten, oder auch mit minimaler Leistung über den Tag verteilt, dann kann man die nur noch in den Akku schieben oder einspeisen, falls der kleine Akku voll ist. Die WP kann mit beispielsweise 300W Leistung von den Kollektoren nichts anfangen.

    Die 33kWh durchschnittlicher Ertrag pro Tag im Januar, sind halt ein Durchschnittswert. Da gibt es Tage ganz ohne Ertrag, Tage mit ein paar Wh, und Tage da liefert die Anlage vielleicht sogar 60kWh oder 100kWh über den Tag verteilt. Auch im Januar gibt es ja sonnige Tage, wenn auch die Anzahl der Sonnenstunden eher gering ist.
  • Rabotti schrieb:

    [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
    Kooperation der Hersteller von Wärmepümpe und Wechselrichter. Es gibt eine Schnittstelle über die alles miteinder kommuniziert
    Gibts dazu Beispiele aus der Praxis, wie gut das funktioniert? Wenn ja, könnte man aus einem solchen Beispiel ja auch "deine" Daten ableiten oder abschätzen.
    Wenn nein, dann funktioniert das nur laut Datenblatt (so meine Vermutung).
  • Rabotti schrieb:

    naja, durch das diffuse Sonnenlicht wird es keine 0 Ertragstage geben. Echte sonnenstundern haben nur einen 50%tigen einfluss auf den ertrag
    Ist das auch nur ein Schnitt oder sind das reale Werte.
    Es gibt in Duisburg kein Schnee kein Nebel kein Reif keine niedrig stehende Sonne?

    Im Januar kann es auch gern mal 10 Tage klares Wetter bei -20° Grad geben (Dann treibs den Schnitt hoch bei kälte steigt auch der Wirkungsgrad) nur wenn die Rest mies ist ...
    weil diffus bezieht sich auf was
    mann kann sich alles schönrechnen
    wenn mann realistisch ist sollte man die Abweichungen genauer betrachten.
  • Um zu erläutern was ich oben meinte, hier ein typischer Januarertrag.


    ---------- 19. Juni 2017, 18:17 ----------

    Vielleicht erkennt man da, was ich meine. Kurzzeitig ein Ertrag, der Rest ist rauschen. Über den Tag summiert sich das natürlich, nur eine leistungsstarke WP kann nichts damit anfangen.

    Achtung, das Bild soll nur ein Beispiel darstellen.
    Bilder
    • Ertrag08-01-17.jpg

      29,58 kB, 880×400, 13 mal angesehen
  • Ich bin überzeugt, dass die Softwareschnittstelle ganz hervorragend funktioniert.
    Ob die Regelung aber auch die erwünschten einspareffekte hat würde ich hinterfragen.
    Wenn es sich wirklich in der Praxis bewährt, müsste man ja irgendwo passende Postivbeispiele finden. Und sei es nur durch Referenzen im Werbematerial der Hersteller.


    ---------- 19. Juni 2017, 18:22 ----------

    R.B. schrieb:



    Achtung, das Bild soll nur ein Beispiel darstellen.
    Dieses Rauschen sind aber auch bestimmt 300w. Anlage 10mal größer, und schon hat man rauschen mit 3kW. Damit kann die Wärmepumpe ganz sicher was anfangen.
  • feelfree schrieb:



    R.B. schrieb:

    Achtung, das Bild soll nur ein Beispiel darstellen.
    Dieses Rauschen sind aber auch bestimmt 300w. Anlage 10mal größer, und schon hat man rauschen mit 3kW. Damit kann die Wärmepumpe ganz sicher was anfangen.
    Deswegen hatte ich ja geschrieben, dass der TE das Glück hat, ein Anlage mit 60kW zu besitzen, und wenn sie in der Spitze dann an einem trüben Tag nur 10% liefert, kann seine WP mit 7kW el. schon etwas anfangen. Je nach Heizlast bräuchte er an so einem Tag aber vielleicht 70kWh oder 100kWh el. um die Raumtemperatur zu halten, und da bringen ihm dann die paar kWh Ertrag nicht viel.

    Selbst an sonnigen Januartagen hat man kaum mehr als 3-5h Ertrag.
  • Rabotti schrieb:




    abends muss es schön warm sein und morgends beim aufstehen. und über nacht wird kaum der akku voll gemacht.
    Wie gesagt, Du darfst die Speicherkapazität dieses kleines Akkus nicht überschätzen. Er kann die Laufzeit der WP um 1-1,5h verlängern, aber das war´s. Anstatt 2h am Tag kannst Du die WP dann halt 3h am Tag durch die PV versorgen. Die restlichen 10-15h wird die WP über das Netz versorgt (bitte die Zahlen jetzt nicht auf die Goldwaage legen, es geht nur um die Größenordnung).

    Interessanter wird da schon die Übergangszeit, auch ohne Akku. Du hast nun mal die Anlage, die während der Übergangszeit weit mehr liefert als Du verbrauchen kannst, und da steigt auch die Anzahl der Sonnenstunden. Da sollte immer einiges abfallen, damit die WP versorgt werden kann, so dass wird dann von vielleicht 5 oder 7h reden. Gleichzeitig sinkt aber die Heizlast und die WP hat nicht mehr so viel zu tun. Mangels Leistungsregelung wird sie anfangen zu takten, und so lange sie steht, braucht sie nun mal keinen el. Strom.
  • Rabotti schrieb:

    die Wärmepumpe hat 26,6 kw ist aber etwas überdimensioniert.
    Davor sollte man sich hüten, denn Überdimensionierung führt zu überhöhten Verbrauchskosten sowie verkürzter Lebensdauer. Nach Möglichkeit sollte man vollmodulierende Splittgeräte verwenden.
    Die Idee mit einer separater BW-WP ist zwar nicht schlecht, hier aber unbedingt notwendig?
    Um wirtschaftlich zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!
  • GESBB schrieb:

    Rabotti schrieb:

    die Wärmepumpe hat 26,6 kw ist aber etwas überdimensioniert.
    Davor sollte man sich hüten, denn Überdimensionierung führt zu überhöhten Verbrauchskosten sowie verkürzter Lebensdauer. Nach Möglichkeit sollte man vollmodulierende Splittgeräte verwenden.Die Idee mit einer separater BW-WP ist zwar nicht schlecht, hier aber unbedingt notwendig?
    Ist das so?
    Vllt habe ich den Heizungsbauer falsch verstanden?
    Es hieß: Die WP sollte nicht immer am Limit arbeiten. Damit es nicht knapp würde was den Wärmebedarf angeht und damit die Lebensdauer sich eben gerade nicht verkürzt.
  • Eine WP arbeitet bei korrekter Dimensionierung nur wenige Tage (wenn überhaupt) "am Limit", was aber nicht negativ ist, sondern sie einfach durchläuft.

    Die allermeiste Zeit muss sie modulieren oder eben pausieren. Und diese Starts gehen auf die Lebenszeit, aber man spricht von ca. 100.000 Starts, die der Kompressor aushält. Das sind bei korrekter Auslegung dann 25-30 Jahre.
  • Um noch mal auf die PV Anlage zurueck zu kommen:

    60 kWP sind viel, In der Uebergangszeit wird diese Leistung auch locker erreicht. Das Problem ist aber, man muss 30 % selbst verbrauchen (alternativ kann man sich vom EVU einen Rundsteuerempfaenger installieren lassen (gegen ein geringes Entgelt) und der faehrt dann die Anlage runter, wenn zuviel Strom angeboten wird). D.h. um die Mittagszeit muss man an die 20kW verbrauchen, um nicht Abregelungsverluste zu haben. Also muesste ein Akku schon ganz schoen gross sein, und auch eine WP wird das alleine nicht aufnehmen.
    Wenn die Anlage in Planung ist, sollte man das bei der Dimensionierung vielleicht auch beruecksichtigen. Sonst ist man halt immer schon in der Abregelung (siehe Bild, das war noch bevor die Firma mit den drei Buchstaben es hingekriegt hat die Ladung des Akkus zu planen... Gruen: Verbruch: Gelb Einspeisung, Orange: Akkuladung)
    Bilder
    • Abregelung.jpg

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