Photovoltaik und deren Sinnhaftigkeit

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  • Was für eine "Batterie "?
    Es gibt Akkus die mögen es nicht wenn man diese leer fährt, das quittieren die mit einer verkürzten Lebensdauer

    60kWp, das ist mal eine Ansage. :thumbsup:

    Das dürften fast 500m2 Dachfläche sein. Wenn Du jetzt genauer rechnen möchtest, dann müsste man die Ausrichtung der Anlage kennen, dazu Infos zum üblichen Haushaltsstrom (Nutzungsgewohnheiten) und dann noch so Dinge wie Heizlast. Ein Blick in's Datenblatt und die Leistungskurven hilft beim Abschätzen des Betriebsverhaltens der LWP.
  • Rabotti schrieb:

    bei -5 grad im Januar
    Bevor ihr da das rechnen anfangt.
    bei -5 Grad scheint im Januar die Sonne?
    wenn dann wie lange? 3 Stunden
    Bewölkungsgrad / Schnee

    wieviel bleiben dann von 60kwp übrig?

    daran scheitert doch alle überlegung an einen wirtschaflichen Akkuspeicher.

    Wenn sich das rechnen würde wäre das längst der Renner!

    Der wirtschaftlichste Speicher aus Liefer und Verbrachersicht ist das Netz.
  • Du kannst für eine erste Abschätzung einfach mal die Daten bei-7°C nehmen. Thermische Leistung etwa 21,x kW bei einer Leistungszahl von 3, also el. Leistungsaufnahme von 7kW.

    Bei 33kWh el. pro Tag wären das dann 4,7h Laufzeit oder knapp 100kWh, wenn Du den Ertrag komplett verwerten könntest. Dein Akku reicht theoretisch für 2h, praktisch für irgendwas zwischen 1 und 1,5h. Wie gesagt, die Akkukapazität kannst Du nicht komplett nutzen.

    Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist der Ertragsverlauf über den kompletten Tag betrachtet. Verteilt sich der Ertrag über mehrere Stunden, oder gibt es nur 1 oder 2 nutzbare Sonnenstunden?
    Man kannden Akku auch nicht beliebig schnell laden und entladen.

    Wie weit die erzeugte Heizenergie reicht, das müsste man jetzt über die Heizlast abschätzen. Um das Anlagenverhalten abschätzen zu können, müsste man noch das Anlagenkonzept hinsichtlich Speichermassen untersuchen (Evtl. Pufferspeicher vorhanden? Estrichmasse? Sonstige Gebäudemasse).
  • Ok. Schonmal ein guter ansatz
    ja inkl. Pufferspeicher.

    das ganze ust ein kfw 85 haus.
    kann ich jetzt ableiten wieviel std die pumpe bei -7 laufen müsste?

    so wie ich das sehe kommuniziert die pumpe mit dem sma homemanager der immer die ajtzallen wetterdaten hat, um passend zu heizen oder den pufferspeicher zu füllen
  • Rabotti schrieb:

    Ok. Schonmal ein guter ansatz
    ja inkl. Pufferspeicher.

    Ich bin zwar kein Freund von Pufferspeichern ,aber hier wird er wahrscheinlich erforderlich.

    Leistung mit Reserve geplant, WP kann ihre Leistung nicht regeln, ohne Puffer kriegt man das wohl kaum in den Griff.


    Rabotti schrieb:

    Ok.

    das ganze ust ein kfw 85 haus.
    kann ich jetzt ableiten wieviel std die pumpe bei -7 laufen müsste?
    Nein, das reicht nicht aus, nicht einmal für eine grobe Abschätzung. Da könnte man genau so gut würfeln.


    Rabotti schrieb:


    so wie ich das sehe kommuniziert die pumpe mit dem sma homemanager der immer die ajtzallen wetterdaten hat, um passend zu heizen oder den pufferspeicher zu füllen
    Die Kommunikation ist gut, hilft aber nichts wenn man die Ernte nicht verteilen kann.
    Wenn an einem Januartag für 1h die Sonne scheint, dann kannst Du auch nur so viel verwerten wie zu diesem Zeitpunkt auch Abnehmer vorhanden sind. Der Akku kann je nach Ladezustand die Situation nur bedingt entschärfen. Du kannst keine 60kW in den Akku schieben, ohne dass er Dir um die Ohren fliegt.
    D.h. Während dieser Stunde könnte vielleicht die WP 7kW abnehmen, der Akku vielleicht um die 5kW und dann noch ein paar Watt Haushaltsstrom. Macht dann in dieser Stunde vielleicht 15kWh. Der Rest wandert in's Netz.
  • Hallo,

    da nach Erfahrungswerten gefragt wurde, hier sind meine:

    PV Anlage mit 4,6 kWP, Süd- (2,9 kwP) und West-Dach

    14,7 kWh Blei Akku Puffer,

    Ertrag (seit drei Jahren in Betrieb) bisher etwa 4600 kwh/a, davon Einspeisung etwa 2700 kwh (60 % limit bei KfW Förderung), Eigenverbrauch deckt ca 80 % unseres Bedarfs. Allerdings kochen und heizen wir mit Gas.

    Gesamtverbrauch ca 2300 kWh /a, unsere Stromrechnung ist also vergleichsweise klein...

    Ob sich das rechnet? Wenn nix kaputt geht, der Akku länger hält wie garantiert (7 Jahre) und die Sonne weiter kräftig scheint, dann gefühlt auf jeden Fall (ein Sonnentag im Frühjahr freut einen noch viel mehr!), rechnerisch ist momentan noch schwer zu sagen, ich denke mit 2-3 Jahren mehr EInspeise-erfahrung lässt sich der Amortisationszeitpunkt besser absehen.
  • Rabotti schrieb:

    ja inkl. Pufferspeicher.
    Ein thermischer Pufferspeicher im Heizkreislauf ist ein Effizienzkiller, besonders bei LW-WP . Er führt zu überhöhten Verbrauchskosten!


    ---------- 19. Juni 2017, 09:25 ----------

    Rabotti schrieb:

    kann ich jetzt ableiten wieviel std die pumpe bei -7 laufen müsste?
    Eine LW-WP muß auch bei tiefen AT, z.B. -14°C Heizleistung abliefern. Die jeweiligen Arbeitsstunden in Abhängigkeit von der AT lassen sich relativ exakt vorher berechnen.
    Der Schwerpunkt der Jahresheizarbeit liegt je nach standortspezifischen Klimabedingungen bei -4°C.....+4°C.
  • Prozent von Gesamtsonnenenergie.
    Also auch bei dichten Wolken gibt es noch Strom.

    Aber 10% erreicht man im Jan und Dez ja nicht. Nur ca 2%

    Ok GESBB, aber Verbrauchskosten sind ja relativ.
    Wenn ich Strom vom Dach unnötig verheize, dann zahlt mir ja Deutschland sogar noch Geld dafür ;)


    Die Frage ist halt: Wie viel muss ich zukaufen bei -10 Grad bewölkter Tag im Januar? Das würde mich mal echt interessieren.

    Wie könnte man das Näherungsweise ermitteln?
  • Rabotti schrieb:



    wo und wie sehe ich wieviel Strom die Wärmepumpe benötigt um bei -5 grad im Januar zu heizen?

    Ich habe mal nachgeschaut. In der Installationsanleitung finden sich alle Leistungsdiagramme, inkl. el. Leistungsaufnahme. Ohne Infos zum Gebäude (optimalerweise Heizlast) und Angaben zum Nutzerverhalten (inkl. WW) kann man aber nur spekulieren.

    Zum Pufferspeicher. Ich hatte schon geschrieben, dass ich kein Freund von Pufferspeichern bin, je nach Anlage aber ein Pufferspeicher notwendig werden könnte. Schaut man in die technischen Daten, dann sieht man, dass die LWP während der Übergangszeit (AT +10°C) satte 31kW bei VLT 35°C liefert. Unterstellen wir nun, dass unter diesen Bedingungen die VLT normalerweise niedriger liegt (max. 30°C, eher weniger), dann dürfte die LWP irgendwas um die 32-33kW an Wärmeleistung liefern.

    Der Hersteller empfiehlt heizungsseitig einen Volumenstrom von knapp 5m³/h, fordert mindestens jedoch 3m³/h. Sollte der Nennvolumenstrom eingehalten werden, dann läuft die WP in der Heizzeit mit einer Spreizung < 6K. Wird der Mindestvolumenstrom eingehalten, dann bleibt die Spreizung selbst im worst case (Heizbetrieb) knapp unter 10K.

    Jetzt ist die spannende Frage, ob es möglich ist, den Nennvolumenstrom zu jeder Zeit sicherzustellen. Die 5m³/h sind schon eine Menge.

    Der nächste Knackpunkt ist die WW Erzeugung, zum Nutzerverhalten liegen aber noch keine Infos vor, also auch hier, Spekulation. Was man bedenken muss, die LWP liefert bei den aktuellen Außentemperaturen eine Leistung > 35 kW, und das selbst bei hohen Vorlauftemperaturen, wie für die WW Erzeugung benötigt. Die el. Leistungsaufnahme steigt auf 10kW. Diese Wärmeleistung muss man zuerst einmal sicher in´s WW bringen, und dafür braucht es....s.o. Volumenstrom. Es versteht sich von selbst, dass ein WW-Speicher und dessen Wärmetauscher für diese Leistung geeignet sein müssen.

    Passt die LWP nun zum Haus und den Bewohnern? Ich weiß es nicht, weil dazu alle Infos fehlen.
    Kann man die LWP ohne Puffer betreiben? Auch das kann man nicht einschätzen, es darf aber leise bezweifelt werden.
    Kann die PV Anlage sinnvoll eingesetzt werden? Auch da kann man nur um Nebel stochern. Es darf aber vermutet werden, dass schon ein paar kWh abfallen die man verwerten kann. Angesicht der Anlagengröße wird der Anteil aber gering sein.
  • Rabotti schrieb:

    Ok GESBB, aber Verbrauchskosten sind ja relativ.
    Irrtum! Tatsächlich zu bezahlende Verbrauchkosten sind dem individuellen, spezifischen Anwendungsfall unterworfen

    Rabotti schrieb:

    Wenn ich Strom vom Dach unnötig verheize, dann zahlt mir ja Deutschland sogar noch Geld dafür
    Wie kann man Strom vom Dach unnötig verheizen, wenn kein Heizenergiebedarf besteht? Das wäre doch völlig sinnfrei ;)
  • Rabotti schrieb:





    Die Frage ist halt: Wie viel muss ich zukaufen bei -10 Grad bewölkter Tag im Januar? Das würde mich mal echt interessieren.

    Wie könnte man das Näherungsweise ermitteln?
    indem Du mehr Daten lieferst. Wir wissen noch immer nicht über welche Heizlast wir reden und wie das Nutzerverhalten aussieht, auch keine Infos zum WW Bedarf. Es gibt nicht einmal Infos zum Gebäude.
    Ich schätze mal, es ist den ganzen Tag niemand zuhause, das Haus wird nicht beheizt, die paar stand-by Verbraucher gehen im Rauschen unter, -> Eigenverbrauch 0 kWh ;)
  • Rabotti schrieb:

    Wenn ich Strom vom Dach unnötig verheize, dann zahlt mir ja Deutschland sogar noch Geld dafür ;)
    Geld dafür daß man PV Strom verbraucht gibt es seit 2012 nicht mehr.
    zur Zeit ist es eher so daß für direktverbrauchte Energie im Regelfall ca. 4 bis 5 Cent Umsatzsteuer abzuführen sind.

    Und die diffuse Strahlung in der dunklen Jahreszeit kann so viel Prozent sein wie will, wenn kein Ertrag daraus erzeugt werden kann ist das eine akademische Betrachtung.
  • das brauchwasser hat eine eigene wärmepumpe.

    es werden knapp 400m². zwei wohneinheien mit 6 personen (2 & 4) beheizt . kfw 85 . estrich 6cm
    ich kenne den bedarf ja selbst noch nicht, außer aus dem wärmeschutznachweis, da hütte noch nicht bezugsfertig.

    die wp sollte etwas überdimensiert sein. allerdings steht das teil noch nicht. das ist die aktuell geplante

    nun.. sonnenlicht, januar, diffuse strahlung usw usf
    wie schon gesagt: ca 33 kw am tag im januar... damit kann man schon rechnen im schnitt.
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