Verschmelzung von Parzellen

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  • Verschmelzung von Parzellen

    Hallo Zusammen,

    ich weiß nicht, ob das Thema hier rein passt, habe aber auch nichts anderes passendes gefunden.

    Ich habe ein Grundstück gekauft, welches aus 4 Parzellen besteht. 1+2 sind Bauland und ca. 550 qm groß, 3+4 liegen dahinter, unterliegen einer Grünplanordnung und sind ca. 700 qm groß.

    Nun sieht der aktuelle Entwurf so aus, dass das Gebäude die üblichen Abstandsflächen zu 3+4 unterschreitet. Grundsätzlich kein Problem, allerdings möchte die Stadt nun das ich alle Parzellen zu einer vereinige.
    Das wäre wohl kostenfrei. Den Begriff für die andere Variante hab ich schon wieder vergessen ?( Da müsste dann eine Baulast bei 3+4 eingetragen werden, dass die Abstände unterschritten werden. Das würde Geld kosten.

    Nun hab ich mich schon eine Weile durch das Internet gequält, finde aber eher nur neue Fragen. Z.B. ob das Grundstück dann neu (kostenpflichtig) vermessen werden muss?

    Ausgangsfrage war aber eher, ob so eine Verschmelzung Auswirkungen auf Grundsteuer und ggf. Erschließungsbeiträge hat. Insbesondere da 3+4 ja nicht bebaut werden dürfen.

    Hat jemand da schon mal mit zu tun gehabt und kann mir eine grobe Idee liefern worauf ich achten (und im Zweifel beim Amt nachfragen) muss?

    Lieben Gruß
    Isabell
  • Hier hab ich jetzt grad leider nur die Vermessungsunterlagen. Pläne muss ich, wenn ich zuhause bin, fotografieren.



    988-989-990-991 gehören mir. Die Bebaubarkeit von Parzelle 991 wurde über eine Bauvoranfrage geklärt. Da ist wohl bei der letzten Bebauungsplanänderung nur bis zur Parzelle 989 geändert worden. Allerdings gilt für die Parzelle 990 dann auch die (jetzt nicht eingezeichnete) Grünplanordnung.

    Das Gebäude liegt im ausgewiesenen Baufenster, allerdings wird die vorgeschriebene Abstandsfläche zu anderen Grundstücken wohl um ca 40 cm unterschritten. Das ist wohl nicht weiter schlimm, da das andere Grundstück mir auch gehört. Nur will die Stadt jetzt wissen ob die verschmolzen werden oder eine Baulast (keine Ahnung ob das so heißt) eingetragen werden soll.

    Ersteres ist umsonst, zweites kostet Geld. Ich frag mich nur warum die was umsonst machen und ob ich mir damit anderweitig schade.
  • Nein, nein, ja...
    Es wird eh irgendwie Geld kosten.

    Also erstmal die Begriffe: nach dem Plan sind das 4 Grundstücke. Für jedes Grundstück gibt es ein Grundbuch .
    Änderungen der Grundbücher übernimmt die Gemeinde auf ihre Kosten - dann nix wie los.
    Es fallen Kosten für Vermesser und Grundbuchamt/Notar an. Welche Kosten übernimmt die Gemeinde?

    Fürs Baurecht muss aus den Grundstücken ein zusammenhängendes Konstrukt gebildet werden.
    Wird auf 989+991 ein Gebäude errichtet, ist eine Vereinigungsbaulast notwendig oder Zusammenlegung der beiden Grundstücke.
    Werden Abstände nicht eingehalten wird eine Baulast auf dem Nachbargrundstück erforderlich oder Grundstück zusammengelegt.

    Was für dich am sinnvollsten ist, das musst du mit dir, deinen Vorstellungen, Steuerberater, Notar, Architekt mal abklären.
    Ein Gebäude, 2 Gebäude erstellen, später separat veräußern, vererben können, ... Alle Kosten mal zusammenstellen
    Wird ein Gebäude auf 989+991 errichtet - Zusammenlegen.
    Nachdenken kostet extra!
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    Vereinigungsbaulast. Das war das Wort was mir nicht mehr einfiel.

    Also sollte ich auf jeden Fall klären:

    Zusammenlegung
    - Kosten der Zusammenlegung
    - Kosten Neueinmessung
    - Kosten Grundbuch /Notar
    - gibt es einen Unterschied alle wenn man alle 4 zusammenlegt oder 2+2

    Vereinigungsbaulast
    - Kosten für die Eintragung der Baulast

    Auch wenn man niemals nie sagen sollte, aber separat veräußern oder getrennt vererben kommt nicht in Frage. Mehr als ein Gebäude auf 989+991 ist nicht geplant und danach ist auch kein Platz mehr da
  • Zwei Grundstücke, zwei Häuser und dann Abstandsflächenproblem... Da fiele mir ein einfach ein DH machen und die Abstandsflächen zum Nachbargrundstück entfallen und man kann aber trotzdem beide getrennt verkaufen. Es gibt Gemeinden, bei denen zahlt man Gebühren je nach Grundstücksfläche, bei anderen ist es wieder anders geregelt. Ich würde mich erst mal erkundigen wie das mit Gebühren bei euch geregelt ist und dann entscheiden was mit den zwei oberen Grundstücken passieren soll. Evtl. kann man die an einem Nachbar verkaufen, oder jeweils zwei Grundstücke zusammen legen, dann hat man nen großen Garten, oder an Landwirt verpachten, wenn einer daneben ist usw...
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    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
  • Nein, nein. Nur ein Haus auf die beiden unteren Parzellen. Hauptsächlich in die Rechte, die ja bei der Bebauungsplanänderung irgendwie vergessen wurde.

    Warum das mal so aufgeteilt wurde weiß ich gar nicht. Auf jeden Fall gehörten die beiden oberen der Tochter des Verkäufers. Die haben sich vermutlich mal was dabei gedacht.

    Das ist ordentlich Hanglage. Wirklich nutzen kann man das eh nicht. Und dann noch die Auflage da "Waldrand" draus zu machen. Also verkaufen oder verpachten macht nicht so viel Sinn.

    Hier geht es scheinbar nur darum dass ich 3 m Abstand zum nächsten Grundstück haben muss. Rechts, links, vorne kein Problem. Hinten unterschreiten wir den Abstand, was ich mir aber selbst erlaube als Eigentümer.

    Ich bin nur so misstrauisch wenn die was umsonst machen wollen. :P