Außenwandtemperatur eines Koaxialabgasrohres im Dachbereich

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    • Außenwandtemperatur eines Koaxialabgasrohres im Dachbereich

      Hallo,

      bei einem Koaxialabgasrohr werden die Heizungsabgase in dem mittigen Rohr abgeführt und in dem äußeren Bereich die Frischluft zugeführt. Die Frischluft hat Außenlufttemperatur. Die Abgastemperatur der Brennwerttherme liegt bei 35-50°C am Ausgang des Gerätes. Das Abgasrohr wirkt wie ein Wärmetauscher. Ich gehe davon aus, das ab einer gewissen Rohrlänge die Abgase die umliegende Außenluft nicht mehr ausreichend aufheizen können und so die äußere Manteltemperatur des Abgasrohres unter die Taupunkttemperatur abfällt.

      Ist eine kritische Rohrlänge bekannt, ab der die Rohrmanteltemperatur unter die Taupunkttemperatur fällt, wenn das Rohr durch normal beheizte Räume geführt wird? Kritischer wird die Sache zudem, wenn das Rohr zusätzlich mit GK umbaut wird.

      Von Seiten der Hersteller konnte ich hierzu keine Infos bekommen.
    • Hä? Ich v ersteh Dein Problem nicht.

      Wenn die Aussenluft in den Rindspalt einströmt, ist sie im Winter unter Taupunkttemperatur. So oder so. Erst ab einer Länge X haben es die Verbrennungsabgase geschafft, die Luft im Ringspalt so weit zu erwärmen, dass der Taupunkt übertroffen wird.

      Wo ist jetzt Dein Problem?
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    • Genau, und diese einströmende Luft kühlt ja das Rohr ab. Befindet sich das Rohr aber in einem beheizten Wohnraum, dann ist es doch vorstellbar, das die Rohrtemperatur in diesem Wohnraum die Taupunkttemperatur unterschreitet. Die Folge wäre Kondensat auf dem Rohr im Wohnraum (wie die kalte Bierflasche).

      Wenn das Rohr nicht zu lang ist, wird das Abgas das Rohr ja ausreichend aufheizen, so dass es zu keinem unterschreiten der TP kommt. Bei einem sehr langen Abgasrohr wird die Temperatur der Außenluft aber die Rohrtemperatur im Dachbereich bestimmen.
    • Denkfehler?

      Im Dachbereich wird IMMER die Aussenlufttemperatur auf x m die Temperatur bestimmen. Ob zwischen der Heizung und der Ansuagöffnung x+1 m oder x+100 m liegen.

      Umgekehrt wird ein Schuh draus. Wenn das Rohr nicht lang genug ist, kann es sein, dass der Taupunkt bis an die Therme reicht, weil der Wärmetausche nicht genug Fläche hatte.
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    • Das würde bedeuten, dass immer Kondensat an dem Rohr ist, wenn dieses durch beheizten Raum geführt wird. Das ist mir neu.

      Wohlgemerkt es geht um Kondensat auf der Außenseite des Rohres. Die Rohre sind doch in der Regel nur mit GK umbaut und z.T. der Hohlraum auch noch gedämmt. Das würde das Problem verschlimmern. Die Dämmung und das Rohr würden feucht. Das Kondenswasser kann unbemerkt seine Wirkung entfalten.
    • und x lässt sich nicht genau bestimmen, weil vom LAS und der Betriebsweise des Wärmeerzeugers abhängig.

      Das "Problem " ist bekannt, spielt aber in der Praxis zumindest bei Gasbrennwertern anscheinend keine Rolle.

      Der Wärmeaustausch im LAS funktioniert relativ gut, da die dünne Wandung einen geringen Wärmeübergangswiderstand hat. Dadurch wird die Außenluft schnell vorgewärmt.
    • J.B. schrieb:

      Ist eine kritische Rohrlänge bekannt, ab der die Rohrmanteltemperatur unter die Taupunkttemperatur fällt, wenn das Rohr durch normal beheizte Räume geführt wird?
      Das ist weitestgehend uninteressant, da GBW Geräte zwangsläufig einen Kondensatablauf besitzen, der bauseits fortzuführen ist.
      Um wirtschaftlich zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!
    • Das mag sich mir nicht erschliessen, wie es da noch zum Kondensatausfal kommen soll.

      1. Das Abgasrohr Innen hat höhere Temperaturen und einen grösseren Massestrom
      2. Die angesaugte Außenluft ist von der Masse her deutlich geringer als der Abgasstrom und die feuchte an der Mündung gleich Außenluft.
      3. Das Ringspaltmantelrohr ist entweder aus Metal oder aus ehemaligen Schamottrohr oder Kaminziegel.

      Mit dem Eintritt der Außenluft in den Ringspalt beginnt automatisch die Erwärmung und ebenso die Trocknung dieser = rel Luftfeuchte sinkt.
      Die Außenluft ist im Winter kalt und rel feucht, oder gleich rel trocken, da durchgefroren, jedenfalls sehr geringer feuchtegehalt. Dafür ist der Unterschied Ringspaltmantel Temp. zur Außenluft sehr hoch.
      Die Außenluft ist im Sommer warm und feucht, hoher Feuchtegehalt. Dafür ist aber der Unterschied Ringspaltmantel Temperatur zur Außenluft zu gering.
      Und wenn es im Mantelrohr innenseite nicht kondensiert, wird es auf der außenseite nur kondensieren, wenn dort feuchtere und/oder kältere Temperaturen herrschen als üblich...(20°C und 50%feuchte)

      Ich wollte jetzt noch ein Foto anhängen wo man sieht, das ein LAS Schacht deutlich wärmer ist als ein Raum. trotz 21°C


      ---------- 1. Juni 2017, 14:17 ----------

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      Manche Diskussionen dauern länger als das handwerkliche probieren und ausführen. :sos: :lol:
    • chieff schrieb:

      3. Das Ringspaltmantelrohr ist entweder aus Metal oder aus ehemaligen Schamottrohr oder Kaminziegel.
      Also, ich weiß nicht, mit was für Anlagen DU arbeitest, aber ICH kenne nur Mantelrohre aus Metall und Kunststoff. Jedenfalls wenn es LAS Systeme sind.
      Alte Kaminzüge, in die nur das Abgasrohr eingezogen wird und bei denen der verbleibende Restquerschnitt für die Zuluftführung genutzt wird, sind zwar denkbar, aber eher die Ausnahme.
      Meist werden alte Kamine mit LAS ausgerohrt. Auch wegen des im Luftquerschnitt anfallenden Kondensats im Sommer.

      Und die Aussenluft, die darin (LAS) angesaugt wird, kühlt nun einmal das Mantelrohr ab (im Winter). Genau wie bei einer schlecht dämmenden Aussenwand kann es also in entsprechender Umgebung (Wohnräume im DG z.B.) durchaus zu einer Unterschreitung des Taupunkts an der raumseitigen Oberfläche des Mantelrohrs kommen. (Das Kondensat IM Mantelrohr interessiert keinen, so lange die Stöße dicht sind), da die Aussenluft (z.B. -5 °C) eine gewisse Zeit braucht, bis sie von der vom Abagsrohr abgegebenen Wärme auf 12° C erwärmt wird.
      Wie lang diese Strecke X ist, wissen wir nicht, aber es werden mehr als 30 cm sein, die das Mantelrohr im gedämmten Dachquerschnitt verläuft.
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    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      chieff schrieb:

      3. Das Ringspaltmantelrohr ist entweder aus Metal oder aus ehemaligen Schamottrohr oder Kaminziegel.
      Alte Kaminzüge, in die nur das Abgasrohr eingezogen wird und bei denen der verbleibende Restquerschnitt für die Zuluftführung genutzt wird, sind zwar denkbar, aber eher die Ausnahme.
      Genau das gegenteil...

      Auf den Bild sieht man einen Lüftungsschacht eines Kamins, in dem ein reines Abgasrohr DN80 eingezogen ist und der Ringspalt als Zuluft genutzt wird.

      LAso ich hab noch nie einen versotteten Kamin durch LAS gesehen.
      Manche Diskussionen dauern länger als das handwerkliche probieren und ausführen. :sos: :lol:
    • chieff schrieb:

      LAso ich hab noch nie einen versotteten Kamin durch LAS gesehen.
      Wenn da früher n Festbrenner dran gehangen hat und ausreichend Ruß im Mauerwerk ist - dann findest du eher keinen Kamin der nicht versottet. Ist quasi tägliches Brot der Dachdeckerzunft die nachträglich einzupacken.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Kalle schrieb:

      chieff schrieb:

      LAso ich hab noch nie einen versotteten Kamin durch LAS gesehen.
      Wenn da früher n Festbrenner dran gehangen hat und ausreichend Ruß im Mauerwerk ist - dann findest du eher keinen Kamin der nicht versottet. Ist quasi tägliches Brot der Dachdeckerzunft die nachträglich einzupacken.
      jepp, war bei uns der Fall, aber LAS war nicht der Auslöser... Sondern die Folge.
    • chieff schrieb:

      Auf den Bild sieht man einen Lüftungsschacht eines Kamins, in dem ein reines Abgasrohr DN80 eingezogen ist und der Ringspalt als Zuluft genutzt wird.
      Und welche Aussagekraft hat das Bild? Genau - KEINE!

      Weder sagt es etwas über die oberhalb gelegene "Wärmetauscher"länge noch etwas über die Bauteil- und Raumtemperaturen noch über die Abgastemperaturen noch übe die Aussenlufttemperaturen noch über die Luftdichte noch über sonst irgendetwas.
      Ausserdem sprachen wir ganz eindeutig NICHT über alte Kaminzüge, sondern über die Aussenwandungen von Zweirohr- LAS.

      LAS heisst Luft-Abgas System und nicht Abgasrohr in Schornstein eingezogen! Kann man machen, ja. Hat aber nichts mit der Frage zu tun!

      Ich setze hier nochmal den Titel des Themas als Zitat rein

      Außenwandtemperatur eines Koaxialabgasrohres im Dachbereich
      Man mag zwar auch ein in einen alten Zuluftzug eingezogenes Abgasrohr als Koaxial definieren unter kräftigem Verbiegen. aber daraus ein KoaxialROHR zu machen, geht weit über das mögliche des Verbiegens hinaus!
      Also am Thema vorbei. In der Schule hätts dafür ne 6 gegeben.
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