Hilfe, ist das Asbest?

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    • Hilfe, ist das Asbest?

      Wir sind letztes Jahr in ein Reihenhaus Baujahr 95 gezogen. Die Besitzer konnten sich von Vielem nicht trennen, deshalb waren im Garten noch viele alte Dinge, vor allem viele Blumentöpfe. Nach dem Umzug sind wir das erst viel später angegangen. Beim Aufräumen und Entsorgen fand ich eine Platte, die aussah wie Schiefer, die Ecken allerdings abgebrochen, es schauten Haarbüschel raus. Rückseite wie ein Wabenmuster. Da wir dachten bei dem Baujahr kann das kein Asbest sein, warfen wir es in die Mülltonne. Nun fand ich in den letzten Blumentöpfen folgende Materialien und Bruchstücke. Auch mit Haaren versehen. Könnten das die Bruchstücke von der anderen Platte sein oder haben die hier noch mehr Altlasten entsorgt? Da wir drei kleine Kinder haben und nicht genau wissen, ob sie daran rumgefingert haben, machen wir uns riesengroße Sorgen!! Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe.
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    • Könnte Asbest sein. Die Fotos sind aber auch Schrott um das bewerten zu können. Eindeutige Auskunft bringt eine Laborprobe. Die Frage ist aber welche Ängste ihr habt? Wenn überhaupt ist es schwer gebundenes Asbest. Die Wahrscheinlichkeit das Eure Kinder sich mit dem Zeug in Verbindung gesetzt haben ist relativ gering. Entsorgt es auf der Deponie und gut ist. Wenn ihr ganz auf Nummer sicher gehen wollt, packt das Zeug in einen Sack und klebt diesen zu.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • anhand der fotos kann man nicht erkennen, ob es sich um ein asbesthaltiges bauteil handelt.

      solange asbest feucht liegt - im boden, in der blumenerde - ist nichts zu befürchten. wenn asbest mechanisch bearbeitet wird und es staubt dabei, kann es kritisch werden.

      packt das zeug in eine plastiktüte und bindet die zu, anschließend ordnungsgemäß entsorgen.
    • Es kann asbestfaserhaltiger Faserzement solcher mit anderen Fasern oder auch etwas ganz anderes sein. Nach dem Eintüten die Beschriftung "Asbest" nicht vergessen und dann damit zum Recyclinghof.

      Solange damit nicht trocken zerspanend oder brechend hantiert wurde, besteht kein Anlass zu ernsthafterer Sorge!
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

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    • ich mache mir halt Sorgen, weil das Zeug einfach so lose auf der Erde lag und andere Stücke im Blumenkübel. Evtl hat man auch mal beim Aufräumen etwas rumgeworfen.. die Bruchstücke, die ihr auf dem Foto seht, die sind ja auch längs durchgebrochen und da sieht man dann die vielen weißen Härchen und die haben sich doch im Garten verteilt oder? Das Material sah eher brüchig aus. Das Foto ist eigentlich gut.. nur kann man es hier im Forum leider nicht ranzoomen.
    • Die Fasern sind gefährlich, so lange sie ungebunden und trocken umherfliegen können. Nasse Asbestfasern können nicht (mehr) fliegen.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

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    • nicht unbedingt, die fasern sind bei plattenmaterialien mit zement gebunden. erst wenn geschliffen, gesägt oder geschnitten und das zeug staubt, dann wird es kritisch. bei spritzasbest hättest du recht, danach sehen jedoch deine teile überhaupt nicht aus.
    • Du steigerst dich da etwas rein ;)

      Es gibt zum einen eine Art natürliche Asbest-Belastung, die atmet jeder von uns ein, wie wir auch beständig einer gewissen Radioaktivität ausgesetzt sind. Sollten darüber hinaus in eurem Fall tatsächlich zufällig zusätzliche Fasern irgendwann einmal freigesetzt worden sein, haben die sich entweder längst großflächig verteilt (war ja draußen) und sind somit im allgemeinen Grundrauschen untergegangen, wurden im Erdreich gebunden, durch Regen hinfortgespült oder vom Vorbesitzer in deren Lungen abtransportiert. Halte dich an die Entsorgungshinweise, die hier gegeben wurden und alles wird gut :)
    • Ich glaube auch , Du machst Dir da zu große Sorgen drum , tüte das zeugs ein , Klebe die Tüte zu , und bring das zur Deponie .
      Solange Du da nicht dran rumflext , schleifst oder bohrst , sollte Dein / Euer Risiko sehr gering sein .
      Asbest kommt ja schließlich auch in der Natur vor ( Ist Quasie ein Naturbaustoff) , und viele Menschen trinken täglich Wasser das durch Asbetzementwasserleitungen läuft .
      Die Faser ist gefährlich wenn sie in die Lunge gerät .
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • Da würde ich aber dagegenhalten , meines Wissens , wurden die auch als Trinkwasserleizung verlegt , das weis ich von jemanden der in der TrinkwasserTiefbaubranche bei den Stadtwerken "Kapo " war .
      und auch von einem Bekannten der in einer Tiefbaufirma arbeitet , die den Leitungsbau / Havariebeseitigung für den Trinkwasserzweckverband durchführen .


      ---------- 25. Mai 2017, 09:02 ----------

      Goo*le doch mal nach AZ Trinkwasserleitung !
      Ich möchte aber niemanden den Himmelfahrtstag vermiesen !
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • alfred1 schrieb:

      Als Abwasserleitung kenn ich das, aber Trinkwasser?
      Vorher wusste ich es auch nicht und dachte es gäbe nur Abwasserrohre aus Asbestzement, aber EFB bildet und nun weiß ich: Ja, Trinkwasserleitungen aus Asbestzement waren auch in Westdeutschland bis 1995 zulässig. Das Karzinogenitätspotential von Asbestzementrohren wird bei Trinkwasserleitungen aber sehr viel kleiner bis gegen Null gehend gesehen, siehe dieses [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]. Gefährlich ist jedes Einatmen gelöster, also einzelner, trockener, Fasern. Diese Gefahr besteht vor allem in Räumen, in deren Raumluft Spritzasbest eindringen kann und bei trockener brechender oder zerspanender Bearbeitung von asbest(zement)haltigen Bauteilen und asbesthaltigen Dichtstoffen und Klebern. Nach den TRGS sind bei bestimmten Bauteilen bestimmte Formen der Asbestentsorgung (z.B. unter ständiger Wasserbenetzung) unter reduziertem Gesundheitsschutz möglich.

      Für den TS bleibt nur zu wiederholen, dass er das vorgefundene Material dicht in Kunststoff verpacken und beschriftet der Entsorgung zuführen soll. Mehr Grund zur Sorge besteht nicht.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

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    • Rekham schrieb:

      eine Art natürliche Asbest-Belastung
      zur "natürlichen" Belastung

      mlul.brandenburg SACHSTANDSBERICHT Die Bewertung der Immissionsbelastung durch Asbestf asern in der Außenluft schrieb:

      S2:
      Während an bestimmten Industriearbeitsplätzen in Innenräumen Asbestkonzentrationen von 10 hoch 7 F/m³ bis 10 hoch 8 F/m³ auftreten können, die für die betroffenen Arbeiter Schutzmaßnahmen zwingend erforderlich machen, liegt die Konzentration in der Außenluft in Mitteleuropa, die durch die langsame Abwitterungvon Asbestflächen entsteht, bei 50 F/m³ bis 150 F/m³. Dabei gilt die genannte Obergrenze von 150 F/m³ nur punktuell und nicht flächendeckend für Ballungsgebiete. Für Reinluftgebiete ist von 50 F/m³ bis 100
      F/m³ auszugehen /4, 5, 6/.

      Die sogenannte Hintergrundkonzentration kommt zustande, weil durch Verwitterung pro Jahr bis zu 3 g aus einem m² Asbestoberfläche herausgelöst werden können. 80 % dieser Emissionen werden im Wasser (Abwasser) gebunden und 20 % gehen in die Luft /5/.
      Konzentrationen, die deutlich über 150 F/m³ liegen, wurden in früheren Jahren in Straßenräumen, an Flugplätzen und in Bahnhöfen beobachtet, wo viele mechanische Bremsvorgänge stattfanden. Vor dem Jahre 1990 wurde Asbest dem Material für Bremsscheiben und Bremsklötzen aus technischen Gründen
      beigefügt. Die Herstellung, der Vertrieb und der Einbau von asbesthaltigen Bremsbelägen sind in der Europäischen Union jedoch seit 1989 verboten. Durch
      die Erneuerung der Fahrzeugflotten und den Austausch von Bremsanlagen bei Zügen und Flugzeugen gibt es heute in Bremsanlagen faktisch kein asbesthaltiges Material mehr. Höhere Asbestkonzentrationen treten im Straßenraum faktisch nicht mehr auf. Daraus lässt sich erklären, warum bereits seit etlichen Jahren in Deutschland kein Erfordernis für die Messung von Asbest in der Außenluft mehr gesehen wird. Auch unter dem Einfluss des witterungsbedingten Verschleißes von asbesthaltigen Dächern und Wandflächen wird in einer Entfernung von größer zwei Metern der deutsche Zielwert von 220 Fasern pro Kubikmeter eingehalten
    • Skeptiker schrieb:

      alfred1 schrieb:

      Als Abwasserleitung kenn ich das, aber Trinkwasser?
      Vorher wusste ich es auch nicht und dachte es gäbe nur Abwasserrohre aus Asbestzement, aber EFB bildet und nun weiß ich: Ja, Trinkwasserleitungen aus Asbestzement waren auch in Westdeutschland bis 1995 zulässig. Das Karzinogenitätspotential von Asbestzementrohren wird bei Trinkwasserleitungen aber sehr viel kleiner bis gegen Null gehend gesehen, siehe dieses [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]. Gefährlich ist jedes Einatmen gelöster, also einzelner, trockener, Fasern. Diese Gefahr besteht vor allem in Räumen, in deren Raumluft Spritzasbest eindringen kann und bei trockener brechender oder zerspanender Bearbeitung von asbest(zement)haltigen Bauteilen und asbesthaltigen Dichtstoffen und Klebern. Nach den TRGS sind bei bestimmten Bauteilen bestimmte Formen der Asbestentsorgung (z.B. unter ständiger Wasserbenetzung) unter reduziertem Gesundheitsschutz möglich.
      Für den TS bleibt nur zu wiederholen, dass er das vorgefundene Material dicht in Kunststoff verpacken und beschriftet der Entsorgung zuführen soll. Mehr Grund zur Sorge besteht nicht.
      EFB bildet echt, ich zieh mir das Mal rein, bei uns in der Region ist das nicht Gang und gäbe gewesen.
    • Gast1234 schrieb:

      interessiert mich jetzt - wie werden denn die stoßstellen der rohre druckbeständig dicht als trinkwasserleitung?
      Per Muffen AZ Stück, Das is dann ein muffenloses Rohr, welche mit "doppelmuffen mit Dichtring" verbunden wurde.

      Wurden verbaut und waren beständig gegen korrosion... allerdings gerne ein problem mit Spannungen und Druckschlägen mit dem Alter.
      AZ Leitungen von DN100 bis DN250 sind gerne mal im Stadtgebiet geplatzt auf der Rohrlänge von 5-6m längsseits, was zu "tollen" Quellen auf der Straße geführt hat.
      Was wiederum durch die Druckschläge ander teilabschnitte belastete. Der Whorstcase für eine Stadt, die dann echt Probleme bekommt wenn das eine Kettenreaktion gibt...
      d sich das meist in der nähe der Ursächlichen Schadstelle ereignete... Am schlimmsten, wenn dann die Umgehungsleitung ist... dann braucht es eine Umgehung von der Umgehung.
      Manche Diskussionen dauern länger als das handwerkliche probieren und ausführen. :sos: :lol:
    • kennt ihr noch diese blumengestecke aus den 70/80`er jahren?
      dort wurden trockengestecke in diese grünen schaumstoffteile
      eingesteckt?

      das wird es sein, anhand der spärlichen fotos.
      nix asbest, oder so etwas.