Abdichtungsnormen in Überarbeitung

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    • Abdichtungsnormen in Überarbeitung

      Ich hatte die Woche einen Vortrag über die künftigen Abdichtungsnormen eines Produktherstellers bekommen.
      Die neue Norm ist noch nicht in Kraft, ändert aber einiges, gerade in häuslichen Bädern im Innenbereich, natürlich auch in gewerblichen Naßräumen.
      Ich stell das hier mal nur so zu info rein, der augsburger Hersteller schult gerade die Ausschreiber.
      Noch ist die geplante Änderung nicht in Kraft, bei mancher Planung weiß man bloß nicht, wann es zur Ausführung kommt.
      Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)
    • Gast1234 schrieb:

      Skeptiker schrieb:

      Die geschuldete Leistung hat bei der Abnahme den dann geltenden a.R.d.T . zu entsprechen.
      kann aber eine latte an nachträgen zur folge haben!
      Das hat den BGH bisher nicht interessiert. Es obliegt aber allen Beteiligten, sich frühzeitig durch Gelbdrucke etc. über die Entwicklung der a.R.d.T . zu informieren. Die fallen ja nicht plötzlich und unerwartet vom Himmel.

      Außerdem sind diese Nachträge ja dann begründet. Möglicherweise könnte man den Planern aber mit Recht auch mangelhafte Beratung / Planung vorwerfen, denn sie hätten ja davon wissen und darüber informieren müssen.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Ich denke es gilt die zum Zeitpunkt der Vertragsschließung geltenden a.R.d.T ? Und nein ich hab dazu jetzt auf die Schnelle kein Beleg. Ist quasi eine Wiedergabe aus den Gedanken. So wurde uns das nämlich beigebracht.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Kalle schrieb:

      Ich denke es gilt die zum Zeitpunkt der Vertragsschließung geltenden a.R.d.T ? Und nein ich hab dazu jetzt auf die Schnelle kein Beleg. Ist quasi eine Wiedergabe aus den Gedanken. So wurde uns das nämlich beigebracht.
      Mir wurde mehrfach das Gegenteil gesagt, siehe bspw. [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] Seite 4, 2. Absatz. Schade, dass die Juristen sich hier momentan so rar machen.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Aber wie kann das Abändern/ Ergänzen einer Norm, Fachregel what ever automatisch zur a.R.d.T werden? Der Begriff definiert sich ja nun nicht unlängst über die praktische Erfahrung. Ich versuche mal ein plakatives Beispiel:

      Du lässt ein Flachdach mit einer einlagigen Hochpolymeren Abdichtung abdichten. Zum Zeitpunkt der Vertragsschließung waren 1,5mm Bahnenstärke zulässig. Nun ändert sich die Fachregel und lässt nur noch 2,3 mm starke Bahnen zu.

      Es würde ja bedeuten dass, das Dach rückgebaut werden müsste um es mit 2,3mm zum Abschluss zu bringen. Warum sollte man so etwas fordern? Obskurer wäre ja noch, dass der Endverbraucher zum Handwerker geht und innerhalb der Gewährleistung auf Austausch klagt. Weil sein Dach nicht mehr geltenden Bestimmungen entspricht und eben nicht mehr die zu erwartenden Güte aufweist.

      Anderes Beispiel:

      Steildach, Kehle. Schnittlkanten in der Kehle werden von einer Handvoll Betriebe gepinselt mit Kaltengobe. Viele jedoch machen das nicht. Ist es nun die zu erwartenden Güte, dass die Kanten gepinselt gehören? Weil z. B. in dem Neubaugebiet sehr viele das so haben? Darf der Kunde das also erwarten.

      Gehen wir einen Schritt in die andere Richtung:

      Produkt XY mit Eigenschaften Z - vertraglich niedergeschrieben. Nun ändert sich die Fachregel. Produkt XY hat keine Zulassung mehr oder es gibt es nicht mehr mit Eigenschaft Z. Nun um die a.R.d.T einzuhalten verbaue ich was Jener entspricht. Damit hätte ich aber wieder einen Sachmangel begangen. Denn ich habe nicht das geliefert und eingebaut was vertraglich zugesichert wurde.

      Der Fall mag konstruiert sein, weil es in der Regel mit der Anforderung hoch geht und nicht runter. Nutznießer der Änderung also in beiden Fällen der Kunde ist. Persönlich sehe ich mehr ärger und Wagnis in der geltenden Rechtsprechung als das Koppeln an den Zeitpunkt der Vertragsschließung.
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    • Manfred Abt schrieb:

      kenne es wie Skeptiker
      und ja, das ist oft praxisfremd
      ...kenne ich auch so.

      Eine neue Norm kommt ja meist nicht aus heiterem Himmel sondern kündigt sich langfristig an.
      Unsere Firmenkontakte - beispielsweise der Dachabdichtungsfirmen - weisen darauf auch meist sehr aktiv hin.

      Wir hatten neulich bei den Elektroarbeiten an einem Krankenhaus eine Normänderung während der Bauphase.
      Der Bauherr hätte die alte Norm umsetzen dürfen (Zeitpunkt der Baugenehmigung).
      Allerdings wollte er nicht bei der Einweihung schon eine veraltete Anlage. Er hat die neue Norm umgesetzt und ja, das gab einen ordentlichen Nachtrag.

      Die nächste Frage ist, ob diese neue Norm dann in die Liste der technischen Baubestimmungen im jeweiligen Bundesland aufgenommen wurde.
      Bei der DIN 18040 war das in BW ein längeres Hängen und Würgen - das wusste man nicht so recht, wie man den Bauherrn beraten soll.
    • Ich weise schon seit Monaten auf die "Neuen Normen" hin.
      Es dauert noch bis die raus kommen.
      Interessanterweise sind die alten schon zurückgezogen.

      Es ist richtig, dass die Leistung zur Abnahme den aRdT widerspiegeln müssen.
      Die Alte Normenserie lag mit kleineren Überarbeitungen seit 08/2000 vor.
      Die verstößt nicht automatisch gegen die aRdT nur weil es neue Normen gibt.
      Letztere müssen erst einmal aRdT werden. Nun gut, die Vermutung liegt vor...........
      öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    • Carden Mark schrieb:

      Nun gut, die Vermutung liegt vor...........

      Ich stehe zwischenzeitlich vielen Normenneuerungen kritisch gegenüber, vor allem wenn deutlich erkennbar ist, dass hier Herstellerinteressen (vorrangig zum Produktplacement oder der Ermöglichung von noch lausigeren Konstruktionen) die erste Geige bei ner Änderung gespielt hat.


      Carden Mark schrieb:

      Letztere müssen erst einmal aRdT werden.

      Ebent ... und in vielen Fällen bleibts bei manchem Krampf nur der Wunsch der/des Herstellers der das Dollarzeichen im Auge hat .....

      Gruß
      Achim Kaiser
    • Es gilt leider Tag der Abnahme. Ist gerade bei "offiziellen" Dingen immer wieder ein Thema.
      Im Brandschutz in den letzten Jahren kleiner Alltag.


      aRdT: Da ist die oberste Rechtsprechung inzwischen offener geworden und postuliert, dass nicht alles was die Normenmacher auf den Markt werfen die Allgemeinheit überzeugt/für richtig hält.
      Nachdenken kostet extra!
    • Das erklärt, warum Grossbaustellen immer so teuer und fehlerhaft sind. S21 und BER :D

      Bis die fertig sind, wurden die Regelwerke 3 mal geändert.. und eben dreimal der Bau in teilen erneuert... und das meinst als NAchtragsarbeiten :D :D *kopfschüttel*
      Manche Diskussionen dauern länger als das handwerkliche probieren und ausführen. :sos: :lol:
    • warum solche voruteile? das ist nicht bei jedem bvh so, da gibt es viele faktoren: bauherr, bauherrin, baugrund, baugenehmigung, baufrma, bauverzug, baustopp .........

      wie du siehst, immer bau........, aber nicht bauarchitekt!
    • nun ja, das ist Deine Liste

      Bei uns liest sich das eher
      ... fehlende Pos. im Lv
      ... fehlerhafte Pos. im Lv
      ...baubehinderung durch ungeplante Bauabläufe
      ..............

      ... natürlich bieten wir die Nachträge dann zum Selbstkostenpreis an (fast 8) )
      öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk