Schwankungen des Wasserdrucks durch Temperaturveränderungen

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    • Schwankungen des Wasserdrucks durch Temperaturveränderungen

      Nabend,
      wenn in einem geschlossenen Rohrsystem (ca 60´Meter 22er Durchschnitt) aus CU mit "Abdrücken (Kompressor angeschlossen)" getestet wird mit Wasser. Inwieweit und in welchem Rahmen machen sich Druckänderungen durch Änderung der Außentemperatur bemerkbar?
      Danke :)
    • Meinst Du die Temperaturänderungen während der Druckprüfung bzw. Prüfung ob das Rohr "dicht" ist?

      Man kann ein CU Rohr bei entsprechenden Temperaturänderungen des Wassers sogar zum Bersten bringen, vorher versagen aber die meist vorhandenen Verbindungsstellen.

      Während einer Druckprüfung sind die Tempersturveränderungen aber eher gering, so dass sich nur eine Änderung der Druckanzeige im Bereich weniger Zehntel bar einstellen kann.

      Eine weitere Voraussetzung ist, dass man davon ausgeht, dass das Rohr komplett mit Wasser gefüllt ist, also ohne irgendwelche Lufteinschlüsse o.ä.

      Die Druckerhöhung lässt sich im Vorfeld berechnen. Dazu muss man aber ein paar Rahmenbedingungen festlegen.

      Nehmen wir mal an, Wassertemperatur 10°C. Der Rohrinhalt Deiner Strecke lässt sich zu 18,849 Liter berechnen. Das ist noch die leichteste Übung.

      Jetzt würde man anhand der Temperaturdifferenz die Volumenänderung des Wassers berechnen. Danach müsste man die Volumenänderung der Rohrstrecke ermitteln, denn das CU Rohr wird ja auch größer.
      Etwas schwieriger wird die Volumenänderung der Rohrstrecke aufgrund des höheren Drucks. Das Rohr ist ja relativ weich und wird sich bei steigendem Druck etwas ausdehnen, und dem Wasser Platz machen.

      Am Ende erhält man den zu erwartenden Druckanstieg. Diese worst case Berechnung trifft in der Praxis eher selten zu, da sich die Rohrstrecke gutmütiger verhält. Bei langen und verzweigten Netzen sind auch die Temperaturänderungen nicht konstant und könnten bei einer genauen Berechnung nur für Teilstrecken angewandt werden. Das führt dazu, dass man in der Praxis eher geringe Druckunterschiede zu sehen bekommt.

      Die Frage ist also, wie genau brauchst Du das Ergebnis, und mit welchen Annahmen soll man rechnen?
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    • Du hast ein Messproblem.
      Druckprobleme erfolgt mit Wasser und einer Handpumpe.
      Ein Kompressor hat da nichts zu suchen.
      Ausnahmsweise, wenn die Anlage nicht sofort nach der Druckprobleme in den bestimmungsgemäßen Betrieb geht, ist eine Druckprüfung mit Luft zulässig. Dannabernur mit verminderten Druck (Habe jetzt die Zahlen nicht parat).




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • Hmmmm..... Oben steht, dass mit Wasser geprüft wird.

      Gab es nicht Befüllstationen mit integrierter Pumpe, die man zur Druckprüfung einsetzen kann? Was ist mit Kompressor gemeint?

      Der zu prüfende Kreis wird zuerst auf Druck gebracht und dann abgesperrt. Ich bin davon ausgegangen, dass es sich nur um ein Stück Rohr handelt, keine SV o.ä.

      Also, bitte noch ein paar Infos.
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    • Luft lässt sich einfach komprimieren. Zudem sind Leckstellen schwer zu finden.


      Hast Du sichergestellt, dass nach dem Befüllen der Druck konstant war?

      Wurde zuvor eine Dichtheitsprüfung durchgeführt?
      Was befindet sich noch an Teilen an den 60m Rohr?

      Bis zu welchem Druck wurde das Rohr befüllt?

      Ob ein Rohr dicht ist, prüft man mit geringem Druck (um die 100mbar, müsste ich jetzt nachschauen) und einem hoch auflösenden Manometer mit entsprechender Genauigkeit (<1mbar).
      Dazu wird befüllt und beobachtet, bis sich der Druck stabilisiert hat. Erst dann startet man den Countdown für die Prüfung.

      War diese Prüfung erfolgreich, dann beginnt die Druckprobe, also quasi der Belastungstest. Hier prüft man mit max. 3bar.

      Ich kann am Montag mal in die Normen schauen. Dann kann ich Dir auch noch Infos zur Beobachtungsdauer liefern. Diese liegt unter 60 Minuten, wenn ich mich richtig erinnere.
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    • Im allgemeinen ist Wasser zum Abdrücken besser geeignet:
      A) Sicherheit: Der Druck ist im Falle des Versagens schnell abgebaut, Luft dehnt sich aus und schießt ggf. Bruchstücke durch die Gegend.
      B) Luft wird bei der Komprimierung warm und kühlt dann langsam auf Umgebungstemperatur ab, wobei sich dann auch der Druck wiederum etwas verringert. Eine kleine Änderung der Umgebungstemperatur ist da eher selten entscheidend. (kann man rechnen ...)
    • ok. danke.
      jetzt wurde nochmal alles mit wasser gemacht.
      ein pressfitting war undicht. allerdings erst richtig merkbar bei über 4,5 bar wasserdruck
      was kann da die Ursache sein? kommt "sowas öfter mal vor"?

      andere frage. wie bekomme ich das wasser aus den leitungen. hatte ja jetzt noch nicht vor die leitungen in betrieb zu nehmen. und im internetz steht... es könnte jetzt Bakterienalarm geben (??)
    • Rabotti schrieb:



      was kann da die Ursache sein? kommt "sowas öfter mal vor"?
      Falsches Presswerkzeug?
      Pressbacken falsch angesetzt?
      Rohr gequetscht?
      Schmutz an der Pressstelle?


      Rabotti schrieb:

      andere frage. wie bekomme ich das wasser aus den leitungen.
      Druckluft und durchblasen?


      Rabotti schrieb:

      und im internetz steht... es könnte jetzt Bakterienalarm geben (??
      Bei der Inbetriebnahme die Leitungen ordentlich spülen
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    • Abhängig von der Duisburger Keimbelastung des Rohwassers, der Standleitung des Brackwasser im Rohr und der Behandlung der Rohre und Fittiche auf der Baustelle würde ich dringend dazu raten, nicht selber zu spülen sondern eine Firma mit einem Spülautomaten zu beauftragen und unmittelbar vor der Ingebrauchnahme die vorgeschriebene Wasseranalyse vom Gesundheitsamt durchführen zu lassen.

      Nicht umsonst schrieb ich oben, dass ausnahmsweise eine Druckluftprüfung erlaubt ist, wenn nicht sofort der bestimmungsgemäße Betrieb beginnt.


      ---------- 15. Mai 2017, 21:57 ----------

      Bitte "Standleitung des Brackwasser" durch "Standzeit des Brackwassers" ersetzen. Danke.

      Ich sollte mir wohl abgewöhnen, vom Handy aus zu schreiben.




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      M.G.Wetrow