Sandwichplatten wieviel überspannen?

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    • Sandwichplatten wieviel überspannen?

      Moin Männers, heiße matze bin 22 Jahre jung, komme aus der Nähe von Braunschweig und bin Grade dabei eine Halle zu bauen/umzubauen.
      Mauerwerk, Ringanker usw sind jetzt fertig.
      Als ich das Dach bestellen wollte kamdann die höllenbotschaft.
      Mit Sandwichplatten könnte man wohl nur 3,5m und nicht (wie benötigt und zuvor informiert) 5m überbrücken. Wisst ihr ob das stimmt???
      Vorher waren auf dem Schuppen einfach nur trapezbleche, das seie wohl kein Problem aber die sind natürlich von der dämmung nicht in Ordnung.
      Gäbe es noch eine ähnliche Alternative ?

      Mit freundlichen Grüßen
    • Okay danke für die schnellen Antworten.
      Belehrungen brauch ich nicht sondern Lösungsvorschläge.
      Ja trapezblech + dämmen und schweisbahn drüber hatten wir uns auch schon überlegt. Soll wohl relativ teuer sein.
      Unser baustoffhändler sagt, das Problem bei den sandwichpaneelen ist, dass es sie nur 100 stark gibt bei ihm. Was dann eben zu dünn für die überbrückung ist.
      Gibt es die paneele allgemein nicht dicker ?
    • Hallo,

      die Stüzweitenabstände sind abhängig vom Windsog,- Winddruck,- und Schneelast. Je nach Standort, schrumpfen da die Stützweiten ziemlich zusammen. Da man aber bei den geschäumten Trapezblechen keine hohen Profile bekommt, wie bspw. bei den normalen/ungedämmten Trapezblechen, bleiben eigentlich nur 2 Möglichkeiten:

      Möglichkeit 1: Zusätzliche Auflager schaffen ( Stahlträger oder Pfetten )

      Möglichkeit 2: Ungedämmte Trapezbleche mit einem höheren Profil wählen, was mit den Stützweiten und den zusätzlichen Lasten wie Wind, Schnee, weiterer Dachaufbau klarkommt ( statisch gesehen ), hierfür gibt es Sickenfüller, die genau in die Tiefsicke des Trapezbleches passen ( man bekommt nach dem Einbringen eine ebene Fläche ) hierauf die Dampfsperre, Wärmedämmung und eine Flachdachabdichtung. ( Befestigung der einzelnen Schichten beachten )

      Bei beiden Varianten muß ein Statiker angeben, welche Dimensionen bei Variante 1 benötigt werden und bei Variante 2, welches Trapezprofil die Lasten des weiteren Aufbaus trägt. Bei Variante 2 kann es sein, dass bisherige Aufbauten wie Ringanker usw. evtl. schon im Weg sind. 8)



      ---------- 10. Mai 2017, 12:13 ----------

      Matze335 schrieb:

      trapezblech + dämmen und schweisbahn drüber hatten wir uns auch schon überlegt. Soll wohl relativ teuer sein.
      Das geschäumte Trapezblech ist ja auch nicht gerade günstig, ist alles ein Rechenbeispiel, in welchem Aufwand die Änderungen stehen.


      Matze335 schrieb:

      dass es sie nur 100 stark gibt bei ihm
      Die geschäumten Trapezbleche gibt es von anderen Hersteller auch mit einem dickeren Dämmkern, nur wird das mit den Stützweiten dadurch nicht wirklich besser. Ohne die Baustelle zu kennen und die Statik kann man hier nur raten. Google doch mal nach einem großen Hersteller, der Angler ist, nur anders heißt, fängt mit F.....r an, die haben das auf ihrer Seite ganz gut erklärt mit Abhängigkeit Schneelast, Windlast und Stützweitenabstände bei welchem Profil und Dämmstoffstärke. Nur muß das ganze dann auch mit der Statik und den vorhandenen Stützweiten übereinstimmen.
    • Nur 5m ist mit Sandwich nicht. Das ist für Trapezbleche als Einfeld schon eine große Dimension -> man ist in Profilen, da gibt es schon lange keine Sandwichpaneele mehr.
      Sandwichpaneele sind eh nix für die Haus- und Hofselberbauer. Schneiden, freie Kanten, seitliche Überstände, Befestigung alles so Themen, nicht aus der Baumarktkiste.
      Trapis sind da deutlicher robuster zu verarbeiten, da eh klar ist, dass man einige Kantbleche benötigt und genug Möglichkeiten findet die zu befestigen.

      Warum gibt es auf dem Markt gewisse Produkte nicht, z.B. deutlich stabilere Sandwichpaneele? die benötigt normal niemand bei Hallendächern.
      Sandwichpaneele liegen idR parallel zu den Hauptträgern daher benötigt man immer Pfetten. Größere Dämmdicken sind nicht gefordert, das Zeug ist eh teuer. IdR sind Trapezblechdächer wirtschaftlicher, spätestens wenn Oberlichter, PV usw dazu kommen
      Nachdenken kostet extra!
    • Ich vermute mal Pultdach? 5m ist zwar für Holz auch nicht so klasse als Einfeldträger aber immer noch besser wie das Sandwichgeraffel. Gibt doch mal ein paar mehr Infos. Welche Dachneigung? Was ist als Deckwerkstoff nach LBO zulässig?

      Aber um es gleich Vorweg zu nehmen: Nix ohne Statiker! Und die Antworten werden dir hier auch keine durchgeplante Lösung liefern. Höchstens Tipps. Streng genommen müssten wir das Thema hier eigentlich schon zunageln - siehe die Nutzungsbedingungen dieses Forums. Weil hier nicht unwesentlich das Leben anderer in Gefahr ist wenn man hier ohne Wissen am Dachtragwerk rumbaut. Insofern hoffe ich dass ein Statiker an Bord ist.

      Wir lassen das Thema laufen, haben wir aber den Eindruck hier wird irgendwas gebaut ohne Plan, dann ist Schluss.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Off-Topic:


      Pemu schrieb:

      Dann kannste gleich dicht machen.
      Es gibt ja noch genug zu dem Thema das nicht unmittelbar mit der Statik im Zusammenhang steht. Außerdem wissen wir ja nicht ob ein Statiker vorhanden ist. Wir wollen den Leuten ja nicht gleich mit dem Brett vorn Kopp hauen. Letztlich hat der TS es in der Hand wie sein Thema verläuft. Gradwanderung ;)
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    • Matze335 schrieb:

      und bin Grade dabei eine Halle zu bauen/umzubauen.
      Mauerwerk, Ringanker usw sind jetzt fertig.
      Als ich das Dach bestellen wollte kamdann die höllenbotschaft.
      Mit Sandwichplatten könnte man wohl nur 3,5m und nicht (wie benötigt und zuvor informiert) 5m überbrücken. Wisst ihr ob das stimmt???
      Vorher waren auf dem Schuppen einfach nur trapezbleche, das seie wohl kein Problem aber die sind natürlich von der dämmung nicht in Ordnung.
      Gäbe es noch eine ähnliche Alternative ?

      Mit freundlichen Grüßen
      dein statiker, der zufällig gerade im urlaub ist,
      hat doch vermutlich eine bestandsaufnahme/detailzeichnungen
      gemacht, so dass dir die sandwichplatten nicht auf den kopf fallen?

      mal eben ein "dach zu bestellen", ist alles andere als vernünftig.
    • Es geht nur um den Umbau eines alten Schauers und kein ganzes Haus oder industriehalle oder so... Der Dachdecker versicherte uns bei der Planung dass es solche platten gibt, hatte jetzt aber zurück gerudert.
      Wir wollen jetzt einfach stärkere Trapezbleche legen, bei denen die Spannweite gewährleistet ist und von unten dämmplatten anschrauben.
      Was haltet ihr davon ?
    • Matze335 schrieb:

      Wir wollen jetzt einfach stärkere Trapezbleche legen, bei denen die Spannweite gewährleistet ist und von unten dämmplatten anschrauben.
      Was haltet ihr davon ?
      Wenn jetzt ein leichtes Dach gebaut werden soll, möchte ich noch auf die aktuellen Lastannahmen für Schneesackbildung, Schneedreieeckbildung an aufgehenden Wänden und an die Windsogbereiche F und G hinweisen.

      Da Ihr einen planenden Dachdecker habt, frag ihn doch nach einer Kopie seiner Berechnungen und ob er diese Randbedingungen berücksichtigt hat, insbesondere gegen abhebende Kräfte bei Windsog im Eckbereich.

      Bei solchen großen Stützweiten und flachen Dachneigungen kommt es auch zu nichtunerheblichen Durchbiegungen. Diese sind nicht tragisch, statisch auch nachweisbar und können vom Material "vertragen" werden, aber es ist zu berücksichtigen, dass z.B. bei Schnee auf dem Dach und zusätzlichem Regen das Wasser unter Umständen nicht abfließen kann, weil sich das Dach gerade im Zustand einer Durchbiegung befindet.

      "Dämmplatten von unten anschrauben"??
      Was kommt dann oben 'drauf als Abdichtung ?
      Wieso eine Innendämmung?
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
      Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
      (Andreas Marti; Schweizer)
    • Matze335 schrieb:

      Wir wollen jetzt einfach stärkere Trapezbleche legen, bei denen die Spannweite gewährleistet ist und von unten dämmplatten anschrauben.

      Was haltet ihr davon ?
      gar nix!

      das soll vermutlich kein architektur highlight werden.
      aber ohne statiker geht nix, egal was der dachdecker sagt.
    • Hallo Matze,
      da wird mindestens mal ein Statiker drüber schauen müssen.
      Was du da vor hast kann gewaltig in die Hose gehen.

      Stell dir mal vor das Dach biegt sich soweit durch dass irgendwas aufreißt und rein suppt.
      Dann wünsche ich dir viel Glück dass in dem Bereich nichts teures steht.

      Ich denke mal es macht absolut keinen Sinn da was zusammen zu schustern ohne jeglichen Sachverstand.
      Was würdest du denn sagen wenn ich ohne Plan versuchen würde eine SPS oder Pneumatiksteuerung zu bauen
      die am Ende irgendwas in meinem Haus steuern soll.

      Wenn man sich nicht 100% sicher ist lässt man am Besten die Finger von etwas.
      Zumindest von teuren oder gefährlichen Sachen.
      Das Dach entspricht beiden Kategorien.

      Grüße
    • wasweissich schrieb:

      Bei der momentanen baumärktewerbeoffensive wird den leuten doch suggeriert ,dass man nur im richtigen baumarkt das ( teilweise brutal überteuerte)zeug kaufen muss und schon ist das erbauen eines trumptowers oder der towerbridge ohne fachlichen beistand garkein problem ......
      Fast .... [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] :)

      Ist das nun die Größe im Scheitern oder das große Scheitern ?
      Im Gegensatz zu den Werbefuzzis geht mir da der Humor irgendwie ab ....

      Gruß
      Achim Kaiser