Fenster & Terrassentür richtig eingebaut?

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    • Fenster & Terrassentür richtig eingebaut?

      Guten Morgen,

      ich bin neu hier, da ich eine aktuelle Problem habe und über Google auf das Forum aufmerksam geworden bin.
      Aktuell saniere/modernisiere ich ein Reihenmittelhaus von 1968 am Niederrhein. Unter anderem wurden hierbei auch neue Fenster und Türen verbaut.
      Ich wurde nun von meinem Heizungsmonteur darauf hingewiesen, dass der Fenster und Türeneinbau mangelhaft durchgeführt wurde.
      Folgende Punkte hat er mir genannt:
      - Dichtungsbänder fehlen am Rand
      - Terrassentür zu niedrig eingebaut (Entwässerung teilweise überdeckt)

      Zudem waren die Scheiben vor dem Einbau beschädigt, was nun nach dem Einbau nicht mehr sichtbar ist.

      Wie ist die allgemeine Vorgehensweise bei solchen Mängeln?
      Muss ich einen Sachverständigen einschalten, einen Anwalt frühzeitig einbinden?
















    • Poschi88 schrieb:

      Wie ist die allgemeine Vorgehensweise bei solchen Mängeln?
      Wenn du es selber nicht kannst, jemand holen der den mangelhaften Einbau protokolliert. Mängelanzeige an das ausführende Unternehmen mit einer Fristsetzung zur Behebung Jener. Die Fotos bestätigen was der Heizungsbauer gesagt hat. Da ist so ziemlich alles falsch was geht.

      Es fehlt die Luftdichtende Ebene, es fehlt die schlagregendichte Ausführung und der Aufbau am Übergang Terrasse/Wohnraum im Sockelbereich ist mehr als verkehrt. Wer hat hier die Terrasse erstellt?
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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    • Die Terrasse gehört zum Bestand. Hier waren keine Änderungen geplant.
      Auf dem letzten Foto (mit der Terrassentür) kann man erkennen, dass die gesamte Fensteranlage um ca. 5-6cm nach hinten verlegt wurde. Der Fensterbauer erklärte uns, dass sonst eine Wärmebrücke am mittigen Träger entsteht.
      Hierdurch ist der Spalt zwischen den Fliesen und dem Fensterrahmen entstanden. Diesen sollten wir laut Meinung der Fensterfirma mit einem Aluminiumprofil oder Fliesen auffüllen, dabei würden jedoch die Entwässerungslöcher teilweise verdeckt werden - die Terrasse ist halt auch von 1968 und die Fliesen nicht 100% gerade.
      An den Seiten möchte er Leisten setzen, damit alles ordentlich aussieht.
    • nach bild 3 ein klares nein und damit mangelhaft. bei abdichtung in der leibung ohne putz ist die luftdichtigkeit nicht gegeben.

      vor das fensterelement gehört eine rinne!!! damit ist der anschluss sowieso komplett zu überarbeiten.
    • Das mit der Wärmebrücke mag ja nicht unbegründet sein. Was wurde genau kommuniziert? Schwellenloser Ausgang? Man kann auf den Fotos zum Teil erkennen dass die Terrasse überdacht ist? Das mindert zwar die Schlagregengeschichte, ob nun an der Laibung oder im Sockel. Dennoch hätte man da mal ein Wort verlieren zu müssen. Ist dies geschehen?

      Man könnte jetzt sagen, da kommt kein Tropfen Wasser hin - was vermutlich auch der Fall ist, wenn ausreichend überdacht ist. Trotzdem baut man ein Fenster nach einem gewissen Prinzip ein, ebenso die fachgerechte und lastabtragende Befestigung/ Verklotzung. Das schuldet der AN dir. Nun kann man sich über gewisse Punkte streiten - hinsichtlich der Schlagregenbelastung. Das Fehlen der Luftdichtung bleibt davon aber unberührt. Das alleine hat zur Folge, dass die Elemente wieder raus kommen müssen.

      Fliesen auf Estrich im Außenbereich ist dem Baujahr geschuldet und auch wenn abdichten nicht die Aufgabe des Fensterbauers ist, muss er die nötigen Schritte in der Gewerkeübergreifenden Schnittstellen erkennen und dich dahingehend beraten. Das kann zwar kaum einer der HW aber so ist das nun mal, wenn einem die Planung obliegt. Aus der Nummer wird er nicht rauskommen. Immerhin hätte man hier über die entstehende Sonderkonstruktion sprechen müssen. Das sollte jetzt nachgeholt werden und ggf. einen Kompromiss zu finden. Vielleicht machst du mal ein Foto vom Garten auf das Element um die umlegenden Baukonstruktion zu erkennen und die Wasserbelastung an den Punkten "bewerten" zu können.

      Dann kann man dich zu mindestens informieren was passieren könnte. Die Entscheidung musst du selber treffen oder von einem Sachverstand treffen lassen.
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    • Vielen Dank schon mal für eure fachliche Einschätzung. Als Laie (zumindest in diesem Bereich) ist es immer schwer gegenüber einen Fachmann zu argumentieren. Die Terrasse ist tatsächlich teilweise überdacht, da wir im ersten OG einen Balkon über die gesamte Hausbreite haben, dieser ist jedoch 1-1,5 Meter tief.
      Der Verkäufer sagte uns, dass die Fenster von Innen eingesetzt werden müssen. Das war die Absprache. Ein schwellenloser Ausgang wurde nicht besprochen.
      Die Monteure, die vor Ort waren, wussten selber nicht wie sie die Fenster einbauen sollen und haben erstmal eine Stunde auf den Verkäufer gewartet, der dann angewiesen hat die Rahmen anzupassen und einzusetzen. Hierzu wurde ein Teil des Parketts ausgesägt und die Rahmen der Fenster seitlich zugesägt damit sie passen. Die unschöne Sägekante rund um den Rahmen soll nachträglich durch eine Leiste verdeckt werden.

      Das Problem ist, wenn wir jetzt den Spalt zwischen Fenster und Fliesen schließen wollen, wären die Entwässerungslöcher teilweise zu, offen oder halboffen. Wir haben mit dem Verkäufer nicht besprochen, dass die Terrasse in irgendeiner Form verändert werden soll. Insgesamt sitzt das Fenster sehr Eng in der Wandöffnung. Ich befürchte daher, dass das Fenster einfach viel zu groß für die Öffnung ist, daher um 5cm nach hinten versetzt wurde (hinter den vorhandenen Stahlrahmen).
      Da die die Häuser in der Nachbarschaft alle identisch sind haben wir uns auch bei den Nachbarn die Fenster angeschaut und können nur feststellen, dass keine andere Fensterfirma die Fenster um 5cm versetzt eingebaut hat (das kam mir merkwürdig vor). Der Verkäufer der Fensterfirma meinte darauf hin, dass die anderen Firmen sich keine Gedanken über die Wärmebrücken gemacht haben, Sie aber professionell arbeiten und keine Wärmebrücken zulassen.

      Das Foto ist noch was älter:
    • Ich sehe auf den Bildern nichts, was auch nur ansatzweise an eine fachgerechte Montage erinnern würde!

      DAS

      Poschi88 schrieb:

      Als Laie (zumindest in diesem Bereich) ist es immer schwer gegenüber einen Fachmann zu argumentieren.
      ist das Problem, das immer erst erkannt wird, wenn das Kind im Brunnen liegt. Hättest Du das VORHER erkannt, hättest Du Dir einen Fachmann dazugeholt, der entweder von vorneherein den Anbieter aussortiert hätte (wegen techn. Unfähigkeit) oder die richtigen Rahmenbedingungen vorgegeben hätte - dann hätts auch geklappt (naja -sehr wahrscheinlich)

      Jetzt kannst Du Dir nur noch Hilfe suchen, die VERSUCHT, den Handwerker von seinem Mist zu überzeugen. Meist läuft das aber auf Streit raus, denn z.T. lassen sich die Mängel nur noch mit neuen Fensterelementen beheben! Und das ist teuer, ergo der Handwerker unwillig.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ich kapier das mit der Wärmebrücke nicht, Kalle. Wenn das Fenster nach hinten gesetzt wird, dann wird der Bereich doch größer?
      "am mittigen Träger" Was ist damit gemeint? ( Ich kapiers nicht)


      ---------- 5. Mai 2017, 11:02 ----------

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] : Wen konkret soll er sich Deiner Meinung nach holen? Dass das Kind im Brunnen liegt, ist dem TE glaubs klar. Das weitere Vorgehen ist jetzt wichtig.
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      Sorry, aber für andere, die das Lesen mag das als Warnung dienen, Fenstertausch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Daher der Vor-Satz.

      Holen? Einen SV für Fenster oder einen Architekten/BauIng (auch in weiblicher Form), die/der Ahnung von Fenstereinbau hat und der/dem der " RAL Leitfaden" ein Begriff ist.
      Denn da sind LEIDER auch viele Kolleginnen und Kollegen nicht auf dem laufenden!
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    • ich bin gespannt, wie´s weitergeht und wie evtl. gequotelt wird:
      weil, bei den baulichen randbedingungen, ist eine fachgerechte ausführung unmöglich.
      jedenfalls dann, wenn die allein der fenstermonteur leisten soll.
      natürlich hätte hr. fenster darauf hinweisen müssen .. egal ob
      • wärmedämmung
      • schlagregenschutz
      • dampfbremse
      • fusspunkt abdichtung/entwässerungsrinne etc
      • fehlender putz
      • usw.
      in wieviel % aller ähnlichen fälle das vom kunden nicht gewollt wird, ist egal.
    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] Dat Fenster sitzt vor dem Träger oder sehe ich das Falsch? Ergo nicht in der thermischen Hüllfläche. Hätte man aber auch anders machen können
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    • Jetzt seh ichs, glaub ich. Bild 1?


      ---------- 5. Mai 2017, 11:28 ----------

      Off-Topic:
      Hab die Bilder nur im Thread angeschaut, nicht einzeln angeklickt
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    • vielleicht hätte das element noch 10 mm näher an die vormauerziegel rangekonnt. wenn ich jedoch in den leibungsspalt schaue, frage ich mich nach dem regendichten anschluss! die lösung bleibt spannend.
    • Die Firma machte einen sehr soliden Eindruck und auch der Verkäufer war sehr freundlich und wirkte fachlich korrekt.
      Er hatte sofort das Baujahr und die Konstruktionsweise des Hauses erkannt und konnte Fragen kompetent beantworten. Als Laie ist das Problem, dass man 1-2 mal im Leben vielleicht neue Fenster kauft und in enorm hohen Zeitabständen, sodass man im Endeffekt keine andere Möglichkeit hat, als sich auf die Fachfirma zu verlassen.
      Diese wirbt übrigens mit:

      - Eigenen Tischlermeistern in der Produktion und Montage
      - Fertigung mit Markenrahmen, Beschlägen usw. in NRW
      - Seit 15 Jahren aktiv

      Wir haben uns für die Firma aufgrund der schnellen Lieferzeit & kompetenten Beratung entschieden. Es gab auch Unternehmen die preislich attraktiver waren.

      @Kalle: Das Fenster wurde nach innen versetzt ca. 5cm

      @Gast1234: Auch hier soll ein Leiste alles schließen


      Ich halte euch gerne auf dem Laufenden. Für Montag nachmittag habe ich einen Gesprächstermin vor Ort organisiert, an dem auch ein Fachmann (meinerseits) anwesend sein wird.
      Sollte ich bei diesen Termin die Mängel aufschreiben, mit Fotos ergänzen und diese Liste anschließend vom Fensterbauer unterschreiben lassen?
    • Poschi88 schrieb:

      Sollte ich bei diesen Termin die Mängel aufschreiben
      Ist die Abnahme schon erfolgt oder nicht.
      Wenn ja, dann ist es eh zu spät. Wenn nein, dann musst Du an dem Termin ja keine Abnahme machen!

      In jedem Fall soll Dir DEIN Fahcmann die Mängel, die er feststellt, auflisten und dann siehst Du weiter.
      Ich sehe hier (ohne die beweisbaren Vereinbarungen zu kennen) eine Abnahmeverweigerung wegen der Vielzahl und Schwere der Mängel.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Poschi88 schrieb:

      Das Foto ist noch was älter:
      Die Laibungen könnten trocken bleiben, ob die Schwelle es bleiben wird? Bei Regen und Sturm würde ich jetzt nicht dafür garantieren. Klar muss sein, dass eine fachgerechte Lösung nicht in

      "Fenster raus und neues rein" zu finden ist. Das ist um alle Eventualitäten abzusichern schon etwas aufwendiger. Grundsätzlich kann man natürlich alles vereinbaren und auch neben jeder a.R.d.T vorbei arbeiten. Das Risiko der Abweichung sollte man aber beziffern und vorallem erwähnen. Mag ja sein, dass es ein solides Unternehmen ist - für den Laien - dort hat es nicht sehr solide gearbeitet.

      Warum z. B. hat man den Träger nicht mit Dämmung eingepackt? Und das Fenster wieder an die alte Stelle gesetzt um wenigsten Schlagregendicht einbauen zu können? Das Problem ist, hier kommen mehrere Faktoren zusammen - das Problem wird aber nur auf einen Nenner reduziert. Man will ja Geld mit dem Fenstereinbau verdienen, nicht mit einer planerischen Tätigkeit.

      Auf der anderen Seite kann man von Handwerkern nicht erwarten etwas kostenlos zu machen wofür andere bezahlt werden. Klar, als Laie weiß man um diese Tatsache nicht. Was man sich als Laie aber durchaus fragen kann ist:

      Wie kann ich das Gesagte überhaupt verifizieren? Per Bauchgefühl? Nach Fachwissen kann es nicht sein, denn das haben die wenigsten. Hier sollte man das eine oder andere mal besser reflektieren. Hilft dir jetzt nicht mehr aber vielleicht in Zukunft ;)
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    • Poschi88 schrieb:

      und haben erstmal eine Stunde auf den Verkäufer gewartet, der dann angewiesen hat die Rahmen anzupassen und einzusetzen. Hierzu wurde ein Teil des Parketts ausgesägt und die Rahmen der Fenster seitlich zugesägt damit sie passen. Die unschöne Sägekante rund um den Rahmen soll nachträglich durch eine Leiste verdeckt werden.
      hallo
      das sind doch kunststofffenster und da wurde am rahmen rumgeschnippelt damit das passt?
      oder versteh ich da was falsch.
      dein fachmann ist ein fensterverticker und war vorher ...?

      gruss aus de palz
    • Habe schon viel in Foren gesehen, aber das toppt nochmal alles - Der Einbau ist ne einzige Katastrophe, alles falsch was geht.
      Keine Aussenabdichtung, innen keine Dichtbänder, Aufmaß falsch, beschädigte Rahmen und Fensterelemente.
      Mein Vorschlag, anderen Fensterbauer beauftragen, anschließend kann er seine fachmännisch demontierten Fenster wieder heimschleppen.
    • Poschi88 schrieb:

      Die Firma machte einen sehr soliden Eindruck und auch der Verkäufer war sehr freundlich und wirkte fachlich korrekt.
      so sollte es sein, ansonsten würde der verkäufer ja nix verkaufen können, an laien. :D

      das ist ja löblich, dass dich ausgerechnet der heizungsmonteur auf den sachverhalt hinweist.
      zitiere den chef von der "fensterbaufirma" auf die baustelle und frag ihn ob so etwas in ordnung
      ist und ob seine "firma" die fenster immer so einbaut.

      und drohe ruhig mit einem rechtsanwalt, möchte er dir das elend als "alles ist gut" verkaufen.

      eine LPH 1 gibt es ja wohl nicht.
      aber der fensterbauer, darf auch ein wenig mitdenken.