Fertighöhe EG

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    • Fertighöhe EG

      Hallo zusammen,

      wir haben jetzt im EG noch die Wahl zwischen 2,57 m Fertighöhe und 2,69/2,70 m Fertighöhe. Es wird ein großer Wohn-/Ess-/Küchenbereich mit knapp über 60 qm und insgesamt ca. 12 lfd. Meter bodentiefe Verglasung, verteilt über 5 Elemente.

      Der Sturz ist deckengleich geplant, allerdings werden ca. 30 cm hohe Raffstorekästen eingbaut. Die Höhe der Verglasung wäre dementsprechend 2,27 m oder 2,39/2,40 m.

      Unser Planungsbüro findet 2,57 m ausreichend, aber wenn wir 2,69/2,70 m möchten, wird das natürlich gerne gemacht.

      Was denkt ihr? Ich tendiere tendenzielle eher zu den knapp 2,70 m. Wir sind keine Riesen, ganz im Gegenteil - absolut durchschnittlich groß jeweils. Aber ich denke, die Raumwirkung des großen Raums wäre bei "nur" 2,57 m gedrückt. Mir ist dabei völlig klar, dass heute viele Neubauten mit Fußbodenheizung tlw. keine 2,50 m bekommen. Es geht ja am Ende nicht darum, wie es andere machen. Trotzdem würde ich natürlich gerne wissen, wie ihr denkt.

      Nur ein kleiner Nebenschauplatz noch, unsere Fenster werden ähnlich RAL 7015 (kein Tippfehler; nicht 7016) und es werden Kunststofffenster. Gibt es das bei knapp 2,40 m hohen Elementen Probleme mit Verzug auf der Südseite/Westseite?
    • Wir haben auch einen großen Wohn/Ess/Koch-Bereich mit fast 50qm (rechteckiger Raum ca. 12x4m) und eine fertige Raumhöhe von 2,48m und das reicht, da sind deine 2,59 absolut ausreichend. Wie Gast1234 schon erwähnt hat, beachtet auch die Mehrkosten, das zählt nicht nur der Stein ;)

      Wir haben dafür fast die gleiche Höhe auf allen 3 Stockwerken (ZFH KG 2,46m EG+OG 2,48m), im Keller ist nämlich bei uns auch ein Büro.
    • Tinu86 schrieb:

      Trotzdem würde ich natürlich gerne wissen, wie ihr denkt.
      Wie immer sind die Ansichten da verschieden. Der Eine findet 2,38 m ausreichend, der Andere fühlt sich erdrückt. Wir haben bei 55 m² Wohn-Ess-Kochzimmer eine Fertighöhe von 2,84 m (3,01 m Rohbauhöhe abzgl. 17 cm Fußboden) und fühlen uns damit wohl. Für kleinere Räume ist m.E. auch weniger ausreichend.

      Gründerzeitbauten haben oft eine Raumhöhe von 3,20 m und mehr. Mancher findet es hervorragend, andere hängen die Decken ab.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas
    • geh mal in ein museum/oder burg und schau dir dort
      die türsturz höhen an. oder die betten.

      man möchte es nicht glauben, aber die leute waren damals echt klein,
      im gegensatz zu uns.

      2.38m ist echt niedrig.
      da benötigst du keine leiter, um eine glühbirne zu wechseln.
    • Die meisten Landesbauordnungen in D geben für Aufenthaltsräume Mindesthöhen von 2,40 m oder 2,50 m im Lichten vor. Darunter geht garnichts, darüber bringt meist angenehmere Raumproportionen. Ich empfehle meinen Bauherrn im Neubau für große Wohnräume meist Höhen ab 2,7 m, für kleinere ab 2,5 m.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

      Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben -> http://www.expertenforum-bau.de/donation-add/
    • Skeptiker schrieb:

      Die meisten Landesbauordnungen in D geben für Aufenthaltsräume Mindesthöhen von 2,40 m oder 2,50 m im Lichten vor.
      Nicht für Gebäudeklasse 1.

      Berlin: 2,50 m
      Brandenburg: beliebig
      Bayern: beliebig
      Ba-Wü: 2,30 m mit Einschränkungen
      Meck-Pomm: 2,30 m
      Sachsen: 2,40 m mit Einschränkungen
      Sachsen-Anhalt: beliebig
      Thüringen: beliebig
      Hessen: 2,40 m
      Niedersachsen: 2,40 m mit Einschränkungen
      NRW: 2,30 m mit Einschränkungen

      Weiter habe ich keine Lust zu suchen. Der Trend geht zur Deregulierung auf Kosten der Wohnqualität.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas
    • Thomas T. schrieb:

      Skeptiker schrieb:

      Die meisten Landesbauordnungen in D geben für Aufenthaltsräume Mindesthöhen von 2,40 m oder 2,50 m im Lichten vor.
      Nicht für Gebäudeklasse 1.
      Berlin: 2,50 m
      Brandenburg: beliebig
      Bayern: beliebig
      Ba-Wü: 2,30 m mit Einschränkungen
      Meck-Pomm: 2,30 m
      Sachsen: 2,40 m mit Einschränkungen
      Sachsen-Anhalt: beliebig
      Thüringen: beliebig
      Hessen: 2,40 m
      Niedersachsen: 2,40 m mit Einschränkungen
      NRW: 2,30 m mit Einschränkungen

      Weiter habe ich keine Lust zu suchen. Der Trend geht zur Deregulierung auf Kosten der Wohnqualität.
      An der Stelle bin ich gegen Deregulierung! <X Das die schon so weit gediehen ist, hätte ich nicht gedacht.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

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    • Skeptiker schrieb:

      An der Stelle bin ich gegen Deregulierung!
      Ich grundsätzlich auch, andererseits hatte ich immer mal wieder Probleme mit der Bauafsicht, wenn ein Raum im DG nicht die 2,30 m über die Hälfte seiner Grundfläche hatte. Dabei waren das oft große Räume mit 35 m² Grundfläche und mehr, wonach sich die meisten Kinder alle Finger lecken würden und die auch problemlos als Schlafzimmer zu nutzen sind.

      Der mündige Bauherr ist wieder gefragt. Und auch der beratende Planer.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas
    • Thomas T. schrieb:

      Weiter habe ich keine Lust zu suchen. Der Trend geht zur Deregulierung auf Kosten der Wohnqualität.
      Jein.

      Ich hatte mich -zugegeben- auch gewundert, als das bei der Novellierung der BayBO so nachzulesen war.

      Andererseits: warum sollte Jemand, der 2,25m hohe Räume schlichtweg toll findet gezwungen werden 2,40m hoch zu bauen?

      Ist doch gerade bei EFH&Co. eine individuelle Entscheidung eines jeden. Bei größeren Gebäuden (Geb.kl. 3 - 5) besteht diese Vorschrift ja weiterhin.
    • Thomas B schrieb:

      ...warum sollte Jemand, der 2,25m hohe Räume schlichtweg toll findet gezwungen werden 2,40m hoch zu bauen?
      Ich würde da etwas differenzieren. Für eine Schlafkammer können 2,25 m ausreichen, aber für ein Wohnzimmer?

      Außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass solche Häuser nur mit großem Wertverlust wieder zu veräußern sind.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas
    • Thomas B schrieb:

      Thomas T. schrieb:

      Weiter habe ich keine Lust zu suchen. Der Trend geht zur Deregulierung auf Kosten der Wohnqualität.
      Andererseits: warum sollte Jemand, der 2,25m hohe Räume schlichtweg toll findet gezwungen werden 2,40m hoch zu bauen? Ist doch gerade bei EFH&Co. eine individuelle Entscheidung eines jeden. Bei größeren Gebäuden (Geb.kl. 3 - 5) besteht diese Vorschrift ja weiterhin.
      Weil die Butze auch vermietet werden könnte, also "Bewohnerschutz"?
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

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    • Skeptiker schrieb:

      Weil die Butze auch vermietet werden könnte, also "Bewohnerschutz"?
      Gutes Argument! Es wird ja jede Menge Reihen- und Doppelhäuser vermietet, die sind wahrscheinlich alle Gebäudeklasse 2. Und dass bei Wohnungsknappheit jedes Kellerloch vermietet werden kann, wird wohl niemand bestreiten.

      Trotzdem bin ich da etwas zwiegespalten, siehe mein Beispiel in #11.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas
    • Skeptiker schrieb:

      Weil die Butze auch vermietet werden könnte, also "Bewohnerschutz"?
      Ja....und?
      Wem's zu niedrig ist, der mietet sich da eben nicht ein.
      Oder es gibt das teil für weniger Miete.
      Auch schön.
      Ich bin jedenfalls schon der Meinung, dass die Bürger und Bauherren mündig genug sein sollten selber bestimmen zu dürfen wie hoch die Zimmer werden.
      Natürlich gehört von Architektenseite hier auch eine vernünftige Beratung dazu.
      Nochmals : Art 45 der BayBO sagt ja was man von Gesetzgeberseite unter einer ausreichenden Wohnraumhöhe versteht:


      Art. 45 Aufenthaltsräume
      1Aufenthaltsräume müssen eine lichte Raumhöhe von mindestens 2,40 m, im Dachgeschoss über der Hälfte ihrer Nutzfläche 2,20 m haben, wobei Raumteile mit einer lichten Höhe unter 1,50 m außer Betracht bleiben. 2Das gilt nicht für Aufenthaltsräume in Wohngebäuden der Gebäudeklassen 1 und 2.(2) 1Aufenthaltsräume müssen ausreichend belüftet und mit Tageslicht belichtet werden können. 2Sie müssen Fenster mit einem Rohbaumaß der Fensteröffnungen von mindestens einem Achtel der Netto-Grundfläche des Raums einschließlich der Netto-Grundfläche verglaster Vorbauten und Loggien haben.
    • Skeptiker schrieb:

      Und die Mieter haben dann weniger Rechte?
      Wieso das denn ????

      Ist mir die Decke zu niedrig baue ich so nicht oder miete so etwas nicht. Oder die Miete ist entsprechend günstiger, weil eben auf Grund der niedrigeren Höhe weniger wertig.

      Ich bin gerade (u.a.) an einer Planung eines denkmalgeschützten Hauses dran. Muss alles so bleiben wie es ist...gaaaaanz großes Kino. Deckenhöhen im OG: zum Teil 2,00 - 2,10 m, Darin ein Holzbalken (im Zimmer), UK 1,80m).

      Darf man das nun nicht mehr vermieten.....?
    • Wir waren vor Begin der Planungsphase mal in einer Fertighausausstellung. Wir wollten zwar keines, aber zur Meinungsbildung bei solchen Fragen fanden wir das echt Hilfreich.
      Es hat auch an der ein oder anderen Stelle die Gespräche mit dem Planer vereinfacht, da wir so von einigen Dingen (Treppen, Türhöhe, Drempelhöhe mit Fenstern ...) eine Raumwirkung vor Augen hatten.

      Danach stand für uns bzgl. der Raumhöhe fest: ca. 2,70cm!
    • Wir hatten im alten Haus (ehemaliger Bauernhof) auch sehr niedrige Deckenhöhen - z.T. konnte man mit der Hand die Decke erreichen (ich bin ca. 1,70 m groß). Es hat mich nicht so sehr gestört, weil die Räume für einen Bauernhof aus der Zeit (ca. 200 Jahre alt) eher klein waren. Andererseits habe ich jetzt im neuen Haus die DG-Wohnung mit offenem Dachraum mit fast 4,00 m Höhe. Anfangs hatte ich Angst, dass das ungemütlich wird, jetzt liebe ich den hohen Raum mit den vielen Fenstern (der Grundriss ist sehr offen gestaltet). Die EG-Wohnung hat 2,50 m Raumhöhe und wir empfinden diese auch als angenehm (Grundriss fast gleich). Allerdings ist unser Haus nicht sehr groß - jede Wohnung hat ca. 65 m².
      Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!
    • Thomas T. schrieb:

      Baumal schrieb:

      nicht in sachsen, in bayern übrigens auch nicht.
      Da waren wir in #9 schon mal weiter mit der Auflistung. Mit Freistaat hat das nichts zu tun.
      hat damit nichts zu tun?

      wieviele freistaate gibt es in deutschland?

      bayern, sachsen und thüringen.
      alle freistaaten haben keine mindest- lichte höhe in ihrer LBO , für aufenthaltsräume.