Nachträgliche Begrünung Flachdach

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    • Nachträgliche Begrünung Flachdach

      Nachdem Kalle hier bei Premiumrezes Garage die Vorteile einer Begrünung genannt hat und auch unser LArchi das Thema mehrfach angesprochen hat, mal hier die Frage in die Runde, was denn dafür notwendig ist.

      Unser LArchi ist der Meinung, das gehe ohne Weiteres. Das mag Thomas Meinung zu ihm ggf. verfestigen, der in dem Entwurf ja schon DIY sah, aber was solls...

      Auf der Garage hab ich Betondecke 300mm, Schweißbahn, EPS-Gefälledämmung, Folie (*1), Bautenschutzmatte, Kies

      *1
      ist eine bitumenverträgliche, mit einer mittigen Verstärkung ausgerüstete Kunststoff Dach-bahn auf Basis einer patentierten Rezepturkombination mit ASA (Acrylsynthesekautschuk)
      wurzel-und rhizomfest nach FLL Prüfverfahren
    • Schutzvlies. Drainage. Substrat. Pflanzen. Das Go des Statikers. Wenn aber schon Kies drauf ist, dann ist das ziemlich sicher möglich. Ggf. müssen Notabläufe höher. Ganz sicher muss der Ablauf höher bez. eine Kombi. Entwässerund der Abdichtung und OK Substrat. Gibt es Elemente für. Ggf. kann der Dachrand Schwierigkeiten machen, wenn er zu niedrig is ;)
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Alles was an Substrat stärker ist als 5 cm, bedeutet gegenüber einer Kiesschicht von 5 cm Stärke eine Lasterhöhung und muss deshalb vom planenden Statiker geprüft werden. Die Tragfähigkeitsreserven von Garagendächern sind meist zu vernachlässigen, so dass es dann doch eher bei einer leichten und pflegeleichten Extensiv-Begrünung bleibt.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Das Substrat ist doch selbst im gesättigten Zustand leichter als der gleiche Teil 16/32 Kies.
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    • Skeptiker schrieb:

      Alles was an Substrat stärker ist als 5 cm, bedeutet gegenüber einer Kiesschicht von 5 cm Stärke eine Lasterhöhung und muss deshalb vom planenden Statiker geprüft werden. Die Tragfähigkeitsreserven von Garagendächern sind meist zu vernachlässigen, so dass es dann doch eher bei einer leichten und pflegeleichten Extensiv-Begrünung bleibt.
      Bei 30 cm Beton keine Reserven? Glaube ich nicht...
    • Hä? Alle einlagigen Dachbahnen - berechtigt mich wenn ich falsch liege - haben dieses Kredo. Das ist ja gerade deren Vorteil zum "herkömmlichen" Bitumenaufbau. Bei den Bitumenbahnen versucht man das durch Kupfereinlagen und Wurzelgiften wieder auszugleichen, Schwachstelle bleibt aber die Naht. Deswegen empfiehlt es sich dort die Funktionsschichten zu trennen oder dafür zu sorgen das Wurzeln (Birke) nicht zum Schaden führen. Ob das Wurzelagressive Mistzeug selbst durch die einlagigen Hochpolymeren Abdichtungen kommt weiß ich jetzt aus dem Stehgreif nicht.

      Zum Flächengewicht eines extensivem Daches: Es kommt schon auf den Aufbau drauf an. Es gibt aufbauten, die kommen gesättigt mit 60kg/m² aus. Für so richtig statisch ausgelutschte Tragsysteme. Ob nun Matte/ Eierkarton als Dränung oder "Schotter" macht schon einen ziemlichen Unterschied im Flächengewicht aus. Ich lasse mich da aber gerne eines besseren Belehren [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] ;)
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    • Kalle schrieb:

      Bei den Bitumenbahnen versucht man das durch Kupfereinlagen und Wurzelgiften wieder auszugleichen
      das ist der letzte mist, den sich die industrie hat einfallen lassen, ist besonders kritisch, wenn das niederschlagswasser auf dem grundstück versickert. das giftige zeug wird vom regen ausgewaschen. ob sich die giftstoffe in der abwasserbehandlung (klärwerk) abbauen, weiss ich grad nüscht.
    • Kalle - ich kenne die handlungsempfehlung. vor 2 jahren wurde uns die grundwasserversickerung untersagt, wenn wir bituminöse wurzelschutzbahnen verwenden. wir haben dann PVC nach FLL als oberlage aufgebaut und die dächer begrünt.

      hier die 2 entscheidenden sätze aus der handlungsempfehlung:

      Aufgrund der geringen Eliminationsrate in Kläranlagen ergibt sich ein besonders hohes Gefährdungspotenzial.Bei einer dezentralen Regenwasserversickerung besteht die Gefahr einer Boden- und Grundwasserkontamination.
    • Kalle schrieb:

      Das Substrat ist doch selbst im gesättigten Zustand leichter als der gleiche Teil 16/32 Kies.
      Ja, aber nur unwesentlich.

      Relevant für die Statik ist immer das Nassgewicht + Pflanzen und das liegt immer bei mind. 12 kg / m2 pro cm Schichtdicke Zentimeter Aufbau. Kies 16/32 bringt es auf rund 16 kg / m2 pro cm Schichtdicke. Die Differenz liegt also bei max. 20 kg oder rd. 1,5 cm Schichtaufbau Substrat pro m2. Leichtere bzw. dünnere Systeme kenne ich nicht.

      Die zusätzlich Last dafür liegt bei ca. 5 x 12 kg / m2, entsprechend 0,6 kN/m2. Soviel Lastteserve ist oft, mehr selten, denn Tragwerke werden schon länger nicht völlig überdimensioniert. Die absolute Deckenstärke ist egal, auf die Gesamtbetrachtung kommt es an.

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.], der Lehrer bin ich hier aber nicht, nur der Spezi für Gründächer!
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Kalle schrieb:

      Ggf. müssen Notabläufe
      ja.. das waren die etwas merkwürdigen Entwässerungen.. du erinnerst dich? Hab dir damals die Fotos geschickt. Nix Gully.


      Kalle schrieb:

      Drainage. Substrat.
      oder beides in einem?

      Kalle schrieb:

      Ggf. kann der Dachrand Schwierigkeiten machen, wenn er zu niedrig is
      nö, is ne 50er Attika.. da is noch Luft.

      AndyG schrieb:

      wichtig ist immer eine Wurzelfeste Abdichtungsbahn , auch die Anschlußbahnen

      Gast1234 schrieb:

      gibt es als folie, nicht gerade billig, aber gut. mal nach einem schweizer produkt gurgeln.

      Nur nochmal zur Klarstellung: Auf dem Dach ist eine Abdichtungsbahn, die als Wurzel- und Rhizomfest nach FLL blabla gekennzeichnet ist.
      Die "Beschreibung" vom Hersteller bzgl. des Material hab ich unter *1 zitiert.
      Es ist eine "Lupus"in Te***fin RG


      Gast1234 schrieb:

      die deckenspannweiten der garage sind nicht gerade klein! der statiker sollte schon gefragt werden.
      6,50m.
      Ich lass mir mal die Unterlagen geben..
    • Skeptiker schrieb:

      Leichtere bzw. dünnere Systeme kenne ich nicht.
      Schau mal bei dem grünen Z. Da gibt es einen "speziellen" Aufbau wo die Kammern der Drainelemente für Substrat genutzt werden und nur ganz wenig oben auf kommt. Sicherlich nicht das Optimale, scheint aber zu funktionieren (ich habs noch nicht verbaut)

      Skeptiker schrieb:

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.], der Lehrer bin ich hier aber nicht, nur der Spezi für Gründächer!
      Mir egal wer der Lehrer ist, wenn ich mir Wissen aneignen kann ;) Du bist zuverlässig für gut recherchiertes Wissen ;)


      SirSydom schrieb:

      oder beides in einem?
      Es soll Aufbauten geben, die kommen ohne Dränung aus. Ich rate dir zur Matte, oder Element. Schüttdränung könnte Gewichts technisch Probleme machen. Zu deinen Abläufen hatte ich damals ja schon wat geschrieben. Aber auch hier gibt es Elemente, die sicherstellen das im Attikabereich sich kein Bewuchs einstellt (vom Kies mal abgesehen, der anzuordnen ist).
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Kalle schrieb:

      Hä? Alle einlagigen Dachbahnen - berechtigt mich wenn ich falsch liege - haben dieses Kredo. Das ist ja gerade deren Vorteil zum "herkömmlichen" Bitumenaufbau. Bei den Bitumenbahnen versucht man das durch Kupfereinlagen und Wurzelgiften wieder auszugleichen, Schwachstelle bleibt aber die Naht.
      Sik* hat meines Wissens Bahnen , die konnten entwerder UV oder Wurzelfest , beides war nicht . kann aber mitlerweile schon anders sein !
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • HPF schrieb:

      Und da bricht auch nix zusammen wenn das überschritten wird sondern es ist der Wert bei dem es keine Durchbiegungen gibt...
      Steht da Schneelast noch getrennt drin?
      Ich sehe da gute Chancen das du ohne Probleme ein grünes Dach aufbauen kannst...
      Nein, das ist nicht die Last, bei der es keine Durchbiegung gibt (denn jede Decke biegt sich durch), sondern die Last, bei der das zulässige Maß der Durchbiegung noch nicht überschritten wird ... unter Berücksichtigung von Eigenlast, Schneelast, Windlast, Nutzlast und Verkehrslast.

      Und die Deckenstärke ist allenfalls ein Indiz für die Dimensionierung der Decke.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • HPF schrieb:


      Betondecken sind halt robuster als Holzbalkendecken und haben tendenziell mehr Reserven und Möglichkeiten und deswegen ging es mir eher drum ob Holzdachstuhl oder Beton...
      Bei einer Holzbalkendecke würde ich tiefer einsteigen und prüfen, ob eine Begrünung überhaupt mit überschaubarem Risiko möglich ist. Bei Beton sehe ich wie Du auch grundsätzlich mehr Möglichkeiten, nur im Neubau ohne entsprechende Vorbereitung eben selten mehr als die genannte Extensivbegrünung von 5 cm. Im Bestand sieht es aber meistens auch nicht viel besser aus.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Skeptiker schrieb:

      HPF schrieb:

      Und da bricht auch nix zusammen wenn das überschritten wird sondern es ist der Wert bei dem es keine Durchbiegungen gibt...
      Steht da Schneelast noch getrennt drin?
      Ich sehe da gute Chancen das du ohne Probleme ein grünes Dach aufbauen kannst...
      unter Berücksichtigung von Eigenlast, Schneelast, Windlast, Nutzlast und Verkehrslast.
      Ich muss mich korrigieren: qk steht für die "Nutzlast", also allen einwirkenden Lasten ausser der Eigenlast. Welche dabei mit eingerechnet wurden, ist im Einzelfall zu prüfen. Eine Extensivbegrünung von 5 cm bringt um die 0,6 kN auf die Waage, 10 cm bereits 1,1 kN. Die anderen Lasten bleiben erhalten.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker