Betrug mit Energieausweisen

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  • Es gibt anscheinend auch welche, die das immer noch per internet machen, egal ob Verbrauch oder Bedarf.
    Hatte mal so einen Fall: Der Ausweis war definitiv falsch, aber ein Laie kann das nicht erkennen.
    Die Zahlenleiste tut so, als ob es einfach sei- ist es aber nicht!
    Nothing is forever, except death, taxes and bad design

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  • Ja, soll der Mod es in ein neues verschieben. Es ist auf alle Fälle interessant.

    Der Käufer könnte mal den Ausweis genauer anschauen und die Berechnung angucken und sehen, das nix mit dem Haus zusammen stimmt, was wiederum zu einem rechtlichen Problem für den Verkäufer führen kann. Das ist durchaus interessant für die mitlesenden Laien, die ihre Bude verkaufen wollen. Bzw für die Leute, die ein Haus gekauft haben.
    Er meinte, er habe sich bei anderen Hausbesitzern erkundigt und das sei so bei denen normal. Das mache jeder so. Da bin ich hellhörig geworden. Da könnte viel Sprengstoff versteckt sein, wenn die Leute mal ihre Energieausweise anschauen. Das ist schon arglistige Täuschung vom Verkäufer. Der Aussteller des Ausweises kann auch ein Problem bekommen...

    [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] : Ja, für einen Verkauf benötigt man den Bedarfsausweis und für Häuser zur Vermietung, wenn sie älter als 1977 sind (oder war es 1978?).

    Also manchmal muss man echt den Kopf schütteln...
    -

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
  • Betrug mit Energieausweisen

    Da die Mods bisher das Thema nicht verschoben habe, mache ich hier das Thema noch einmal auf, da es einige interessiert hat.

    Gerade mit einem Hausbesitzer gesprochen, der sein Haus verkaufen will. Der wollte wissen was so Energieausweise kosten und ich habe ihm gesagt, dass die schon paar Hundert Euros kosten, je nach Aufwand. Schließlich ist das ein altes Haus und das muss sich jemand ansehen und alle Materialien aufnehmen und messen. "Was, so teuer?", meinte er. Dann habe ich erfahren, er habe das im Internet machen lassen, ohne Daten, ohne nix, für paar Eurofuffzich. Ich habe ihn dann darauf hingewiesen, dass das Bußgeld kostet wenn die falsch sind und es auffliegt. Er meint, dass die eh nix wert sind und alle das so machen. Na, denn...

    Der Käufer könnte mal den Ausweis genauer anschauen und die Berechnung
    angucken und sehen, das nix mit dem Haus zusammen stimmt, was wiederum
    zu einem rechtlichen Problem für den Verkäufer führen kann. Das ist
    durchaus interessant für die mitlesenden Laien, die ihre Bude verkaufen
    wollen, bzw für die Leute, die ein Haus gekauft haben mal genauer hin zu schauen.
    Er meinte, er habe sich bei anderen Hausbesitzern erkundigt und das sei
    so bei denen normal. Das mache jeder so. Da bin ich hellhörig geworden.
    Da könnte viel Sprengstoff versteckt sein, wenn die Leute mal ihre
    Energieausweise anschauen. Das ist schon arglistige Täuschung vom
    Verkäufer. Der Aussteller des Ausweises kann auch ein Problem
    bekommen...

    Also manchmal muss man echt den Kopf schütteln...
    -

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  • Mein Kenntnisstand ist der, dass es zweierlei Ausweise gibt. Einen auf Basis von Berechnungen (Bedarfsausweis) und einen vereinfachten auf Basis des Verbrauchs der letzten Jahre (Verbrauchsausweis). Für einen Verkäufer reicht, meines Wissens, die einfache Version, also der Verbrauchsausweis. Gerade beim Verkauf von Bestandsgebäuden dürfte der teure Bedarfsausweis doch meist ohnehin wenig Sinn machen, da kleinste Veränderungen durch die neuen Eigentümer (z.B. neue Haustür) theoretisch ein anderes Ergebnis bringen, oder?!
  • Rekham schrieb:

    Für einen Verkäufer reicht, meines Wissens, die einfache Version, also der Verbrauchsausweis.
    Ne - da gibts auch noch eine zeitliche Komponente. Verbrauchsabhängig nur bis zu Bj 19XY (ältere nur gebäudebasiert)

    Ich sag ja in Anlehnung an eine Schokoriegelwerbung: Energieausweis, das wahrscheinlich bunteste Klopapier Deutschlands

    Weder ist ein GRUNDSÄTZLICH gebäudebasierter Ausweis Pflicht noch wird die Richtigkeit kontrolliert noch sind grundsätzlich fehlerhafte strafbewehrt.
    Das ist ein reines politisches Placebo, mit dem vorgegaukelt wird, was die Politik nicht alles tut, um Energieeinsparung zu fördern!

    Ob die Unzulänglichkeiten bewusst gewollt sind oder einfach nur schlampige Arbeit. Ist auch egal, was zählt ist der Effekt und der heisst wirkungslos!

    PS - Ich hab im letzen Jahr einige Verkäufe in der Verwandschaft und Bekanntschaft am Rande begleitet. Kein Kaufinteressent hat je von sich aus nach den Ausweisen gefragt, das kam dann entweder von den Banken oder vom Notar.
    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
  • Habs gerade auch nochmal in die Suchmaschine geschmissen, Frau Maier hat recht:

    Verbrauchsausweis nur bei

    - mehr als 5 Wohneinheiten
    oder
    - Bauantrag nach '77
    oder
    durch zwischenzeitliche Modernisierung auf Wärmeschutzniveau von '77


    Erschließt sich mir überhaupt nicht; wieso den Vorbesitzer zwingen hunderte Euro für einen Bedarfsausweis zu investieren, der dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch Maßnahmen der neuen Besitzer direkt wieder obsolet wird. Wer bezieht denn ein 40+ Jahre altes Haus mit Investitionsstau ohne zu modernisieren?
  • In §27 ist auch das mit den Ordnungswidrigkeiten geregelt. Dort wird auf das Energieeinspargesetz verwiesen und dort wiederum sind Bußgelder bis zu 50.000 Euro angegeben, bei Nichteinhaltung, d.h. auch für Falschangaben.

    Aus Privatrechtlicher Seite würde ich aber auch die arglistige Täuschung sehen. Da der Verkäufer ein Gebäude anbietet, mit bestimmten energetischen Eigenschaften. Meist sind die 08/15 Ausweise geschönt, um das Haus besser verkaufen zu können. Ob das nur buntes Papier ist, spielt keine Rolle. Wichtig ist das was im Gesetz steht und dessen Einhaltung. Bei Neubau für den Eigenbedarf dürfte es niemanden tangieren. Aber wenn man verkauft, dann wird es interessant.

    Im vorliegenden Fall war das Haus älter als 1977 und somit war ein Bedarfsausweis nötig. Also ein Ausweis mit entsprechender Berechnung, die ja nachvollziehbar ist.

    Wo ist denn nur unser Haus- und Hofjurist geblieben... Der macht sich immer noch nen faulen Lenz in Afrika... :D
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  • Frau Maier schrieb:

    und dort wiederum sind Bußgelder bis zu 50.000 Euro angegeben, bei Nichteinhaltung, d.h. auch für Falschangaben.
    Ich kenne keinen einzigen Fall, bei dem in irgendeinem Zusammenhang mit der EnEV ein Bußgeld auch nur verhängt wurde, geschweige denn wirklich geflossen ist.

    Ich glaub, da ist der Verfolgungsdruck geringer als beim Wild-Entsorgen eines Papiertaschentuchs.
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  • Hmm nicht unterschätzen. Bei den neuen EnEV Nachweisen wird inzwischen der Druck erhöht.

    Nr ziehen, stichprobenartige Kontrollen. Die werden nun mal intensiver angegangen. Bisher fehlte einfach das Personal. Zum Bestand dauert es noch etwas.

    Der Órdnungsgeber realisiert, dass es mit der Selbstkontrolle über das Privatrecht nicht funktioniert, schon länger. Aus irgendeinem Grund wird der Handlungsdruck größer. Ein Schelm, wer an aktuelle Entwicklungen im Umwelt/Energiesektor denkt.
    Nachdenken kostet extra!
  • Pemu schrieb:

    Hmm nicht unterschätzen. Bei den neuen EnEV Nachweisen wird inzwischen der Druck erhöht.

    Nr ziehen, stichprobenartige Kontrollen. Die werden nun mal intensiver angegangen. Bisher fehlte einfach das Personal. Zum Bestand dauert es noch etwas.
    Die KfW hatte das auch mal vor. Vor Jahren. Abgleich Soll / Ist. Hat man gelassen. Offizielle Begründung - keine. Wahrscheinlich war der Druck der Banken zu groß. Da wären zu viele Häuslebauer in die Insolvenz gegangen, wenn die KfW den KfW XY Kreidit heruntergestuft oder gestrichen hätte und das Geld am normalnen Kapitalmarkte hätte beschafft werden müssen - zu marktüblichen Zinsen.

    Sprich - alle wissen um den Beschiß und keiner hat die Eier, auch mal tätig zu werden. Zu viel Sprengkraft.
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  • Pemu schrieb:

    Der Órdnungsgeber realisiert, dass es mit der Selbstkontrolle über das Privatrecht nicht funktioniert, schon länger. Aus irgendeinem Grund wird der Handlungsdruck größer. Ein Schelm, wer an aktuelle Entwicklungen im Umwelt/Energiesektor denkt.


    Wobei im Privatrecht einiges für Hauskäufer heraus zu holen wäre.
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  • Was willst Du denn da holen?
    Erst mal musst Du bewussten Betrug und nicht (grob) fahrlässige Fehler nachweisen.
    Dann muss da effektiv was zu holen sein. Die Tatsache, dass 6- stellige Beträge geflossen sind, heisst ja nicht, dass der Verkäufer flüssig ist. Der hat Altkredite bedient, ein neues Haus daraus mitfinanziert, ....
    Bestenfalls bei Erbfällen könnte bei den verkaufenden Erben etwas zu holen sein - wenn sie nicht die Kosten einer jahrelangen Pflege refinanziert haben.
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  • Ralf Dühlmeyer schrieb:

    Was willst Du denn da holen?
    Erst mal musst Du bewussten Betrug und nicht (grob) fahrlässige Fehler nachweisen.

    Na ja, wir wissen doch, dass sich Leute über alles mögliche streiten können, warum nicht über einen falschen Energieausweis? Beim Verkäufer würde ich sagen, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, und wer weiß, vielleicht kriegt man auch noch denjenigen dran der den Ausweis ausgestellt hat. Mit etwas Glück könnte es so ablaufen, dass man vom Verkäufer 3,50 € kriegt, und der dann gegen den Aussteller des Energieausweises klagt.
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  • Wenn der Energieausweis eine bessere Energieklasse zeigt, als die Bude mit korrekt ausgeführtem Energieausweis gehabt hätte, dann wäre das für mich ein Grund für eine Wertminderung und die würde ich mir vom Verkäufer wieder zurück holen.
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    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
  • habe ich das richtig verstanden: nur Gebäude älter als Bj.77 brauchen überhaupt einen bedarfsausweis?
    Welchem Käufer würde denn das was nutzen? Ich als Käufer würde dem potentiellen Verkäufer lieber noch etwas vom Kaufpreis runterhandeln, als auf einen völlig nutzlosen, aber korrekt und teuer erstellten energieausweis zu bestehen.
  • Frau Maier schrieb:

    Wenn der Energieausweis eine bessere Energieklasse zeigt, als die Bude mit korrekt ausgeführtem Energieausweis gehabt hätte, dann wäre das für mich ein Grund für eine Wertminderung und die würde ich mir vom Verkäufer wieder zurück holen.

    Könnte man versuchen, doch das erste Problem wäre, den Schaden zu bestimmen. Das dürfte schon einige Gutachter und Gerichte beschäftigen. Das nächste Problem, Wertminderung und Ausgleich oder Wandlung?
    Ich vermute mal, die Verkäufer spekulieren einfach darauf, dass der Käufer die Sache einfach abhakt, weil ihm der Aufwand zu hoch ist.

    Damit ich nicht falsch verstanden werde, ich finde das ausdrücklich nicht gut ! in meinen Augen müsste der Verkäufer automatisch zu einer Strafe verdonnert werden, egal wie die Sache ausgeht. Es ist auch egal ob bei dem noch etwas zu holen ist oder nicht, wenn der dem Finanzamt 5,- € schulden würde, wäre er auch fällig.
    Meine Befürchtung ist halt, und das zeigt ja die bisherige Praxis, dass so etwas eher als Kavaliersdelikt behandelt wird. So lange aber die Verkäufer keine Strafe befürchten müssen, wird sich da auch nichts ändern.
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  • Frau Maier schrieb:

    Wenn der Energieausweis eine bessere Energieklasse zeigt, als die Bude mit korrekt ausgeführtem Energieausweis gehabt hätte, dann wäre das für mich ein Grund für eine Wertminderung und die würde ich mir vom Verkäufer wieder zurück holen.
    Das ist schon richtig, aber [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] hat auch recht, man muss dem Verkäufer erstmal den Vorsatz nachweisen können. Wenn er sagt, oh das hab ich nicht gewusst, bin doch Laie, dann wird es schwierig, da doch bei Privatverkäufen in der Regel die Gewährleistung für Angaben ausgeschlossen ist.

    Also besser als Käufer vor dem Kauf schon die Unterlagen auf Unstimmigkeiten abklopfen. In Städten wie München mit Meistbieterzuschlag, wo schon zig Leute Schlange stehen, nützt dir das dann aber auch nix.
  • Elias73 schrieb:

    Frau Maier schrieb:

    Wenn der Energieausweis eine bessere Energieklasse zeigt, als die Bude mit korrekt ausgeführtem Energieausweis gehabt hätte, dann wäre das für mich ein Grund für eine Wertminderung und die würde ich mir vom Verkäufer wieder zurück holen.
    Wenn er sagt, oh das hab ich nicht gewusst, bin doch Laie, dann wird es schwierig, da doch bei Privatverkäufen in der Regel die Gewährleistung für Angaben ausgeschlossen ist.

    ich weiß nicht ob das so einfach ist. Bei einem Energieausweis handelt es sich ja nicht nur um irgendwelche mündlichen Angaben, sondern um Dokumente die zum Haus gehören, genau so wie Baugenehmigung, Pläne, usw.
    Mag sein, dass der Verkäufer einen auf unschuldig macht, aber dann soll er sich mit dem auseinandersetzen der ihm das eingebrockt hat, in erster Linie wird er dem Käufer gegenüber den Kopf hinhalten müssen, danach kann er schauen, ob er sich am Energieberater schadlos halten kann.



    Elias73 schrieb:

    Frau Maier schrieb:

    Wenn der Energieausweis eine bessere Energieklasse zeigt, als die Bude mit korrekt ausgeführtem Energieausweis gehabt hätte, dann wäre das für mich ein Grund für eine Wertminderung und die würde ich mir vom Verkäufer wieder zurück holen.
    Also besser als Käufer vor dem Kauf schon die Unterlagen auf Unstimmigkeiten abklopfen. In Städten wie München mit Meistbieterzuschlag, wo schon zig Leute Schlange stehen, nützt dir das dann aber auch nix.
    und deswegen sollte man den Verkäufer grundsätzlich verdonnern, egal an wen er das Haus dann verkauft.
    Was würden die Leute sagen, wenn das Haus anstatt 150m² nur 120m² Wohnfläche hätte? oder wenn der Keller aufgrund eines verschwiegenen Schadens plötzlich umfangreich saniert werden müsste?

    Sobald es an den Geldbeutel geht werden die Menschen hellhörig, aber EnEV.....was ist das?
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  • R.B. schrieb:

    Mag sein, dass der Verkäufer einen auf unschuldig macht, aber dann soll er sich mit dem auseinandersetzen der ihm das eingebrockt hat, in erster Linie wird er dem Käufer gegenüber den Kopf hinhalten müssen, danach kann er schauen, ob er sich am Energieberater schadlos halten kann.
    Glaube ich kaum dass ich als Verkäufer für einen falsch ausgestellten Energieausweis haften soll. Den gebe ich in Auftrag, bekomme ihn fix und fertig und unterschrieben zurück und lege ihm den Käufer vor. Wieso sollte ich da haften?

    Mal wieder ein Autovergleich: Ich gehe mit meiner Karre zum TÜV, die kommt einwandfrei durch, ich verkaufe das Auto, und der Käufer stellt dann fest, dass die Bremsen total runter sind und sofort ausgetauscht werden müssen. Ich wusste es nicht, und der TÜV-Mensch hat es wohl übersehen oder aus Schlampigkeit einfach die Plakette draufgepappt. Im Kaufvertrag steht "wie gesehen" und unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung. Wer ist jetzt der Dumme: Käufer, Verkäufer oder TÜV-Prüfer?
  • feelfree schrieb:

    R.B. schrieb:

    Mag sein, dass der Verkäufer einen auf unschuldig macht, aber dann soll er sich mit dem auseinandersetzen der ihm das eingebrockt hat, in erster Linie wird er dem Käufer gegenüber den Kopf hinhalten müssen, danach kann er schauen, ob er sich am Energieberater schadlos halten kann.
    Glaube ich kaum dass ich als Verkäufer für einen falsch ausgestellten Energieausweis haften soll. Den gebe ich in Auftrag, bekomme ihn fix und fertig und unterschrieben zurück und lege ihm den Käufer vor. Wieso sollte ich da haften?

    Ich muss meinen obigen Beitrag korrigieren. Es ist anscheinend tatsächlich so, dass der Verkäufer nicht automatisch bei einem falschen Energieausweis haftet.

    OLG Koblenz, Urteil vom 04.08.2016 - 1 U 136/16

    Das müsste ich mir jetzt mal komplett durchlesen.
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