Wasser unterm Dach

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  • Wasser unterm Dach

    Hallo, ich bin der Neue.
    Mein Name ist Horst (immer hab ich so ein Pech) und komme aus Friesland, Sande.
    1965 geboren in Ostfriesland. das sollte reichen :)
    Mein Gartenhaus 5x6 ist auf einer Seite unterm Dach nass und das bis jetzt nur draußen.
    Ein guter Profi Dachdecker hat mir die Dachrinnen angebaut.
    Ich kapiere allerdings nicht woher das Wasser kommt !
    Eine Augenprüfung ( mit meinen) hat nichts gefunden.
    Bilder sprechen mehr als 1000 Worte.
    Vielleicht kann jemand zum gucken kommen oder mir so helfen.
    Es ist nur eine Seite ,vom ich glaube 15% Gefälle Dach , betroffen.
    Freu mich schon auf den richtigen Hinweis :)
    VG Horst


    ---------- 18. April 2017, 07:30 ----------


    die Hütte ist fast durchgehend bewohnt und beheizt vom Besuch.
    Bilder
    • nass Dach 007 - Kopie.JPG

      158,97 kB, 1.152×863, 44 mal angesehen
    • nass Dach 016.JPG

      371,26 kB, 1.152×863, 53 mal angesehen
  • gunther1948 schrieb:

    horsthobbie schrieb:

    die Hütte ist fast durchgehend bewohnt und beheizt vom Besuch.
    halloda könnte auch die ursache, in verbindung mit einem falschen dachaufbau, liegen.

    gruss aus de palz
    War auch mein erster Gedanke. Man müste dann aber noch klären, warum nur 1 Dachhälfte, und warum bis nach außen (Dachrinne, Bilder 007 und 008). Ich denke es ist unbestritten, dass der Dachaufbau und Nutzung hier nicht passen, ob sie aber ursächlich für den gezeigten "Schaden" sind, da bin ich mir nicht so sicher.

    Vielleicht gibt´s noch Infos zur Belegung der Hütte (Anzahl der Personen, Zeiträume, Leerstand) und einen Grundriss (Nasszelle unterhalb der betroffenen Dachhälfte?) Dann könnte man die Ursache vielleicht besser eingrenzen.

    Was mich stutzig gemacht hat:

    horsthobbie schrieb:

    auf einer Seite unterm Dach nass und das bis jetzt nur draußen.
  • Vermutlich nicht [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] der Rest ist selbsterklärend. Kapillarwirkung.
    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot
  • Eventuell kommt als Ursache für das nur einseitige Auftreten des Feuchtproblems eine stärkere nächtliche Auskühlung oder geringere tägliche Erwärmung der Nordseite oder eine stärkere Niederschlagsbelastung der Wetterseite (meist West) in Frage.

    Die Dachneigung gibt der TS mit 15 Prozent an, also mit sogar noch deutlich weniger als 15 Grad.
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
  • ThomasMD schrieb:

    Weißt oder vermutest Du nur, dass das Zäunchen die Grundstücksgrenze ist?
    Ich sehe auf einem Bild einen "Park", auf einem anderen hinter den Hütten ein Haus. Macht insgesamt den Eindruck einer Gründstücksecke.

    ThomasMD schrieb:

    Wenn es das ist, ist es dann auch der Grund für das Wasser?
    Indirekt, weil die Hütte dann mal als "Hütte" und nicht als Wohnraum ausgelegt wurde. Dampfbremse, luftdichte Ebene, ggf. auch Fenster zum Querlüften fehlen dann.
    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
  • wow, ich danke euch.
    im Profil steht es ja : Bau Laie :) ,
    da ich autodidaktisch unterwegs bin, kenne ich Rückschläge und bin froh wenn ich draus lernen kann.
    Ich bin keiner von denen die alles von Fachleuten machen lassen.
    Beim Motorrad habe ich auch selber meine Bremsen gemacht und dann mit 300 km/h alles von der Autobahn gefegt.
    Ist aber schon 30 Jährchen her.
    Anyway, ich habe es also selber verbockt.
    Ein Traufblech ist drunter.
    Aufbau unterseitig sieht man ja auf Bild 023 Kreisloch. (ich weiß, ist zu eng da hätte mindestens 2 cm Luft zwischen gehört).
    Dachpappe ist quer unter verlegt, und Dach war damit dicht. Nachträglich die Schindeln dann. Dabei habe ich ja auch genagelt und die Dachpappe drunter überall auch... aber das sind ja nur kleine Löcher, wenn überhaupt...
    Im Kreisloch ist absolut trocken ( 0% mit Holzfeuchtigkeitsmesser )
    Haus steht auf vollflächigem Beton Fundament.
    Unterbau schwebend : auf Auflagepads .

    Das ist das Problem. Weder die Hütte noch der Platz an dem sie steht sind für Wohnen und Beheizung geeignet. Kannst du mir die wichtigsten Gründe dafür bitte mitteilen ?

    im Netz habe ich mir ein paar Schindeldächer angeschaut... sehen alle so aus wie meins :(

    und ja, es ist Westseite, no sunshine.

    Wie kann ich am einfachsten langfristig und preiswert das Problem beheben ?

    Ich versuche mal nachher wenn es nicht mehr regnet zu gucken ob das Traufblech über oder unter der Dachpappe ist...

    Vom Gefühl her ist das Problem nur die ersten 30 cm....

    Horst
  • Ich sagte ja schon Kapillar. Schindeln runter und dann Schweißbahn. Mit höchster Wahrscheinlichkeit muss die Schalung erneuert werden. Für DIY eher ungeeignet, das sollte der machen der die Rinne erneuert hat so er Dachdecker ist.
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  • horsthobbie schrieb:

    warum ist dann die andere Baugleiche Wetterseite trocken ?
    Du hast zwei Westseiten an deinem Dach? Aber mach mal, mir ist die Zeit zu schade als sie in irgendeinem Gebastel zu verschwenden.
    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • horsthobbie schrieb:

    ich habe lange nach dem richtigem Forum gesucht, zu dumm das ich dann doch im falschen gelandet bin,
    wo ist das richtige Forum für mich dann ?

    VG
    Horst

    Glaubst Du ernsthaft, dass ein Forum Dein Problem lösen kann? Oben wurden doch Ansatzpunkte genannt, jetzt muss man tiefer einsteigen, sprich das Dach (Eindeckung) öffnen und genauer nachschauen. Alles andere ist ein Ratespiel, und führt mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu, dass Du im nächsten Frühjahr wieder vor dem gleichen Problem stehst. Das funktioniert halt nicht aus der Ferne, dazu muss man vor Ort sein. Es kann sich ja um 1 Mangel handeln, oder auch um eine Kombination aus mehreren Mängeln.

    Was haben wir?

    1. ein paar bunte Bilder
    2. Ein Dach das auf einer Seite (traufseitig) Wasserschäden am Holz aufweist
    3. Ein Aufbau der nicht zur Nutzung passt (bewohnt, beheizt, Luftfeuchtigkeit usw.)

    Anhand dieser 3 Punkte kann man Vermutungen anstellen, die oben ja alle genannt wurden, viel mehr ist aber nicht möglich.

    Man könnte nun überlegen die Hütte zu sanieren und entsprechend der Nutzung umzubauen. Das bedeutet erst einmal viel Aufwand, dürfte aber langfristig den meisten Erfolg versprechen. Man könnte natürlich auch die Nutzung wieder ändern, dann ist es wieder eine "normale" Gartenhütte und wird nach Reparatur des Schadens wohl die nächsten Jahre (bei entsprechender Pflege auch Jahrzehnte) problemlos funktionieren.

    Meine Befürchtung ist, sollte beispielsweise der Mangel an der Eindeckung liegen, und beseitigt werden, dann könnte sich in absehbarer Zeit der nächste Mangel zeigen, der bisher vielleicht noch gar nicht so auffällt (Thema, Wärmebrücke Wand/Dach, Luftfeuchtigkeit, Kondensat usw.). Dann wäre man trotz Reparaturkosten an sich keinen Schritt weiter.

    Es liegt doch an Dir, ob Du eine Lösung für Dein Problem suchst, oder ob jetzt nur der Schaden ein bisschen kaschiert werden soll. Für den zweiten Fall empfehle ich etwas Schleifpapier und ein bisschen Lasur, dann hält das wieder bis zum nächsten Frühling. In absehbarer Zeit wird Schleifpapier aber nicht mehr ausreichen, dann muss der Kram halt ersetzt werden.
    Suchst Du hingegen eine langfristige Lösung, dann wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als das volle Programm.

    So, und wenn das volle Programm angesagt sein sollte, dann beginnt das mit einer Planung. Ja ich weiß, Planung wird völlig überbewertet, aber was passieren kann wenn man darauf verzichtet, das sieht man ja.

    Grundsätzlich muss zuerst einmal geklärt sein, ob die geplante Nutzung überhaupt zulässig ist. Das setze ich jetzt einfach mal voraus, ansonsten würde ich mir jeden Euro sparen, und zuerst mal diesen Punkt abklären.
    Wir wissen ja, dass die Hütte die meiste Zeit des Jahres bewohnt sein soll. Das bedeutet, sie muss beheizt werden, Dämmung ist angesagt, und vor allen Dingen das Thema Lüftung muss geklärt werden, denn bei mehrere Personen auf so engem Raum, steigt die rel. Luftfeuchtigkeit sonst im Winter rasant an. Heizen und Lüften sind hier zentrale Punkte damit die Hütte den Winter ohne Schaden übersteht. Auf dem einen Bild sieht man anscheinend ein Abgasrohr, ich hoffe da ist nicht ein raumluftabhängiger Holzofen in Betrieb, sonst haben wir nämlich gleich die nächste Baustelle.

    d.h. die Hütte braucht eine Wärmedämmung, Wärmebrücken müssen vermieden werden, und man muss verhindern, dass (Luft)Feuchtigkeit in den Aufbau gelangt. Zudem muss durch Lüften die Luftfeuchtigkeit in einem erträglichen Rahmen gehalten werden.
    Meine Frage zur Nasszelle hast Du nicht beantwortet, also weise ich sicherheitshalber noch einmal darauf hin, dass bei so einem hohen Feuchteeintrag zusätzliche Maßnahmen erforderlich werden.

    Jetzt kommen wir noch kurz zum Dach, da dazu ja schon alles geschrieben wurde. Ich würde den kompletten Dachaufbau ändern, vergleichbar zu normalen Dächern an EFH, also mit Hinterlüftung. Als Eindeckung dann keine Bitumenschindeln, sondern Bitumenplatten, Bleche o.ä. Bei der überschaubaren Fläche bleiben auch die Mehrkosten überschaubar. Die Vorteile dieser Konstruktionen sind ja bekannt, und richtig ausgeführt halten diese eine Ewigkeit.

    Kurzum, es ist sicherlich möglich so eine Gartenhütte dauerhaft bewohnbar zu machen, ohne dass es zu Schäden kommt, man darf nur nicht den Fehler begehen, und einfach die Nutzung ändern, ohne die neuen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.
  • Gast1234 schrieb:

    vielleicht ist es auch kondensatbildung und der aufbau ist abgesoffen!
    Wie oben schon geschrieben, stutzig machen mich hier die Bilder 007 und 008. Bei der Aufnahme "von innen" sieht es zumindest trocken aus, was aber nichts bedeutet. 1m weiter links oder rechts kann es schon wieder ganz anders aussehen.
    Denkbar wäre auch, dass Laub auf dem Gitter der Dachrinne einen Teil des Wassers wieder nach innen leitet, die Bretter sind ja von der Stirnkante her nach innen feucht. Vielleicht lag auch Schnee auf der Dachrinne, der beim Schmelzen als Wasser nach innen gezogen ist.

    Deswegen auch meine Vermutung, dass sich weitere Mängel noch bemerkbar machen könnten, sobald der augenscheinliche Schaden (und dessen Ursache) beseitigt ist.
  • R.B. schrieb:

    Denkbar wäre auch, dass Laub auf dem Gitter der Dachrinne einen Teil des Wassers wieder nach innen leitet,
    Prinzipiell kommt das vor, aber nicht, wenn Traufbleche eingebaut sind, andererseits glaube ich nicht an die Traufbleche, weil dann das Laubschutzgitter sich nicht auf die hintere Rückkantung der Dachrinne legen kann und in die Dachrinne fällt. :thumbup: