Architekten.......

  • R.B. schrieb:

    Frage mal was ein "Arzt im Praktikum " verdient
    Die sind doch noch in der Ausbildung , wie der Name schon sagt "im Praktikum"
    Approbation gibts erst danach. Facharzt kommt dann noch oben drauf.


    mls schrieb:

    andererseits habe ich (auch auf dem dorf) architekten kennengelernt, in deren garage sich bar bezahlte edelkarossen stapeln
    Die kenne ich auch, freundlich gesagt sind die meist "gut vernetzt"

    Das was ich kenne, Einstiegsgehalt, so Anfang des Jahrhundert, Denkmalamt, südlich von München war auf jedenfall nicht so üppig.
  • weisduwas schrieb:

    R.B. schrieb:

    Frage mal was ein "Arzt im Praktikum " verdient
    Die sind doch noch in der Ausbildung , wie der Name schon sagt "im Praktikum"Approbation gibts erst danach. Facharzt kommt dann noch oben drauf.

    Bei Architekten ist das doch ähnlich. Nach dem Studium darf er sich noch nicht selbständig machen, muss also seine Zeit in einem Architekturbüro absitzen. Übrigens, bei Rechtsanwälten ist es nicht viel anders. Da werden Studienabgänger gerne mal mit 450,- € Jobs beschäftigt.

    Es ist eine Unsitte die sich immer mehr breit macht, dass Absolventen nach ihrem Studium zuerst einmal zu Minilöhnen verheizt werden. Begründet wird das mit der mangelnden Berufserfahrung, die aber notwendig wäre, um den Job richtig machen zu können.


    ---------- 11. April 2017, 07:50 ----------

    Vielleicht noch als Ergänzung. Das mit dem Arzt im Praktikum hat sich ja geändert, aber oben wurde ja auf "früher" verwiesen.
  • Skeptiker schrieb:

    Andere fertige Ingenieure - ich bin in einer Automobilstadt aufgewachsen - verdienen vom ersten Tag an ein Mehrfaches dessen!
    Nachbars Wiese ist immer grüner?
    Ein Mehrfaches ist einfach nicht wahr. Ich bin auch in einer Automobilstadt aufgewachsen, meine halbe Familie arbeitet da. Ja, die zahlen etwas über dem bay. IG-Metall Tarif, der aktuell für die Entgeltgruppe 9 (Regelfall für Ingenieure mit Hochschulstudium) ein Einstiegsgehalt voin 3991€ im Monat, das sind dann p.a. 52.000€. Bei BMW sind es dank gigantischer Erfolgsbet. dann halt 55+.

    Wenn ich mir meine Kollegen aus dem Studium so ansehe, ist man beim Konzern aber schon mit am besten aufgehoben, was das Gehalt angeht.
    Nicht wenige meiner Kommilitionen haben für 35-40k angefangen.

    Skeptiker schrieb:

    Nicht ich zahle weniger, sondern alle AG zahlen in B weniger, ein erheblicher Teil sogar noch deutlich weniger.
    Ja so ist das.
    Laut Stepstone Gehaltsreport 2016 liegt das Durchschnittsgehalt einer Fach- und Führungskraft in D. bei 52k.
    In Bayern 56k, in Sachsen-Ahalt halt nur 37k.


    Man sollte nie Äpfel mit Birnen vergleichen..
  • R.B. schrieb:

    Es ist eine Unsitte die sich immer mehr breit macht, dass Absolventen nach ihrem Studium zuerst einmal zu Minilöhnen verheizt werden
    zur "pflege" dieser unsitte brauchts immer zwei - und was heisst minilohn? lehrgeld ist der zauber. wenn ich einen insider richtig in erinnerung haben, dürfen "lehrlinge" bei HdM (das sind die mit der elphi und anderen schicken butzen) nichts erwarten - ausser HdM in der vita. angebot und nachfrage ..
    andererseits gibt es ausser entwurf-entwurf-entwurf auch andere themen
    • werkplanung
    • bauphysik (schall, brand, wärme)
    • verträge (vob + lv, hoai + claim management)
    • bauleitung
    • sv, öbuv sv
    • bim (fakenews? ;) )
    • supersonderindividualspezialisierung
    mit denen geld verdient (!) wird. in meiner studienzeit gab es dazu allerdings nicht viel zu hören - dafür jede menge andere lustige themen, die einen netten kontrast zum trockenen baustudium darstellten.
    wer nach praxisfernem studium nicht ganz schnell aus dem knick kommt, egal ob münchhausnerisch oder durch glück, wird von seiner ausbildung verfolgt. training-on-the-job wird nur begrenzt funktionieren, weil zu teuer.
  • es sollte sich jeder im klaren sein, nach dem studium fängt jeder an, in seinem beruf an seinen job zu erlernen. im studium bekommt man bestenfalls eine grundausrüstung vermittelt. dann muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er für die vita einen unterbezahlten job in einem starbüro benötigt - in berlin war vor einigen jahren dem chef sogar daran gelegen, dass der absolvent noch lehrgeld mitbrachte - oder ob mit einem auskömmlichen einsteigergehalt seine erfahrung sammelt.

    dabei sollte man die aufzählung von mls beachten, in welcher kategorie man sein auskommen sucht.
  • mls schrieb:

    R.B. schrieb:

    Es ist eine Unsitte die sich immer mehr breit macht, dass Absolventen nach ihrem Studium zuerst einmal zu Minilöhnen verheizt werden
    zur "pflege" dieser unsitte brauchts immer zwei -

    Jaein. David gegen Goliath funktioniert in der Praxis wohl kaum. Von Glücksfällen mal abgesehen, können sich die meisten Bewerber dieser Situation kaum entziehen.
    Lehrgeld lasse ich nur bedingt gelten, denn schließlich reden wir hier über fertig ausgebildete Akademiker. Bei Praktikanten, also Studenten die während des Studiums ein Praktikum absolvieren, meist nach 3-5 Semestern, wäre die Bezeichnung Lehrgeld angebracht. Diese Praktikanten sind in den Betrieben um zu lernen, und der Betrieb fährt damit sicherlich keinen Gewinn.

    Wenn ich aber einen Arzt oder Rechtsanwalt 1-2 Jahre die Routinearbeit machen lassen, und das zu einem Minilohn (Gehalt typ. 30-50% einer normalen Stelle, in Extremfällen auch noch weniger), dann sehe ich das nicht mehr als Lehrgeld.

    Ach ja, das mit der Gehaltsentwicklung hatte ich nicht ohne Hintergedanken geschrieben. Es ist in manchen Betrieben durchaus üblich, dass Vereinbarungen getroffen werden, die eine Art "Probezeit" vorsehen, und nach Ablauf der Probezeit dann eine Gehaltserhöhung. Da reden wir dann aber von 10% oder 20%.
  • SirSydom schrieb:

    Nachbars Wiese ist immer grüner?
    ja, aber sowas von...
    Ein ehemaliger Kommilitone und sehr guter Freund ist beim DPMA Patentprüfer (A15). Neben all den anderen Vergünstigungen als Beamter, geht der mit über 4.200k€ NETTO / Monat nach Hause. Worte wie Stress & Druck oder Überstunden kennt der nicht. 3 Tage die Woche arbeitet er von zu Hause...ich will gar nicht weiter reden.

    Da bin ich letztens echt mit Ihm zusammengerauscht, als er sich darüber beschwerte, dass "Die" am Europäischen Patentamt deutlich mehr (und ja das ist so...bis zu 8k€ Netto) bekommen, er diese Ungleichbehandlung nicht versteht und das auch verdienen will. Dafür kämpfen sie jetzt.

    Das witzige: Die Deutschen die am am Europ. Patentamt arbeiten, fühlen sich auch ungerecht behandelt, weil Ihre ausländischen Kollegen die hierherkommen und am EPO arbeiten, weitere unfassbare Vergünstigungen bekommen. Und dann gibt es noch die Deutschen, die sich über die anderen Deutschen beschweren die ähnliche Vergünstigungen wie die "echten" Ausländer bekommen, nur weil sie vorher 2 Jahre im Ausland waren.

    Edit: um Prüfer am DPMA zu werden, braucht man neben einem techn. Hochschulstudium 5 Jahre Berufserfahrung in der Technik.
    Mein Kumpel war nach dem Studium 5 Jahre an der techn. Hotline eines großen Baumaschinenherstellers CAT....für wenig Geld.
    Aber er hatte auch immer das Ziel, ins DPMA zu gehen. Er hat also diese 5 Jahre sehr geringen Verdienst als Invest gesehen.
  • Das sind die "Beamten" die mit dem Manager-Magazin unter´m Arm in ihrer Behörde sitzen und jammern, was sie in der freien Wirtschaft verdienen könnten. Natürlich wären sie alle qualifiziert genug, um schon morgen einen Vorstandsposten in einem DAX-Konzern zu übernehmen. Ein Verwandter hat den Schritt gewagt, raus aus dem Amt auf einen Geschäftsführerposten einer GmbH, nach nicht einmal 3 Jahren war er wieder zurück auf seinem Sessel. 10 Jahre später Vorruhestand, in einem Alter, da müssen andere erst noch einmal richtig Gas geben, damit sie überhaupt eine Rente bekommen die zum Überleben reicht.

    Ich kenne ehrlich gesagt niemanden der sagt, er würde mehr als genug verdienen. Bestenfalls hört man, "na ja, es reicht, man kann gut davon leben".
  • Mein Architekt hat sich damals bei jedem Treffen trotz Vollarchitektur Mittelwert plus alle Nebenkosten beschwert, dass er weniger verdiene als die beauftragten Handwerker. Ich habe mir nichts gedacht, aber hinterher hat ein Handwerker angedeutet, dass es evtl. Zahlungen gegeben habe. Er nicht, klar, und nix Genaues wisse er nicht.

    Ps Wieder mein altes Tablet mit Schwierigkeiten bei der Schriftgröße
  • Roth schrieb:

    Mein Architekt hat sich damals bei jedem Treffen trotz Vollarchitektur Mittelwert plus alle Nebenkosten beschwert, dass er weniger verdiene als die beauftragten Handwerker.
    Das kann tatsächlich sein...muss aber nicht. Hängt natürlich von deren Marge ab.

    Das Herumjammern ggü. einer BHin ist aber...naja...etwas erbärmlich.

    Wenn das Honorar einfach nicht reicht, darf man es eben für das Geld nicht machen. Aber dem AG die Ohren vollzujammern....also echt nicht.
  • alfred1 schrieb:

    Thomas B schrieb:

    Wenn das Honorar einfach nicht reicht, darf man es eben für das Geld nicht machen. Aber dem AG die Ohren vollzujammern....also echt nicht.
    Sonst jammern doch immer nur die Handwerksbetriebe.... ;)

    Ja, aber die jammern auf einem ganz anderen Niveau. Bei Architekten geht es um echte Probleme die die Welt bewegen. Weißt Du besch... ein GT4 RS aussieht ohne passende Alus? :lol:
  • Off-Topic:


    Roth schrieb:

    Ps Wieder mein altes Tablet mit Schwierigkeiten bei der Schriftgröße
    Aktualisiere mal das Betriebssystem und die Browser. Vermutlich surfst du mit einer alten Version, die sich mit dem Editor hier im Forum nicht verträgt und er deshalb deine Texte willkürlich formatiert.
    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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