Architekten.......

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  • Es gibt immer solche und solche . Ich kann ja nur für meine Region sprechen ,das überwiegt der " Stempelaugust " für LP 1-4 beim EFH


    ---------- 10. April 2017, 07:12 ----------

    Klar ,man wächst mit seine Aufgaben , aber wie will ein Architekt wachsen wenn bei LP 4 schluss ist .
    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
  • der stempelaugust wird nie über irgendetwas hinauskommen. meistens unterschreibt er bei schlechten entwürfen und wird auch nicht voll nach HOAI entlohnt!

    der einfamilienhausmarkt ist nach wie vor arg umkämpft. preisdumping ist an der tagesordnung, marktbereinigung ist nicht in aussicht. nicht selten enden solche preiskampfbauten wie bei PinCho und rodop.

    der artikel trifft auf jeden fall die kolleginnen und kollegen, die sich in diesem sektor tummeln müssen.
  • Gast1234 schrieb:

    nicht selten enden solche preiskampfbauten wie bei PinCho und rodop.
    Da kann ich Dir nur recht geben , ich würde mich auch über einen höheren Leistungsumfang als LP1-4 freuen , da der BH oft überfordert ist mit Details und sinnvollen Lösungen . Meistens scheitert es dann schon an der Ablaufplanung und den Gewerkeschnittstellen .

    Der Artikel trifft mMn auch ganz gut ins schwarze .
    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
  • ...."Die traditionelle Leitfigur vieler Architekten ist das bürgerliche Individuum, das die Welt vor 150 Jahren dominierte..."

    ich habe gerne mit menschen zu tun. :D
    in dem job ist es manchmal unbeschreiblich wenn
    man so alles kennen lernt. manchmal sogar nicht nur unbeschreiblich, sondern unbezahlbar.... :lol:
  • Thomas B schrieb:

    Unterbezahlt allemal.
    ich finde diesen direkten Rückschluß ("Denn sie führt dazu, dass sich Architekten, gemessen an ihrer Kompetenz, ihrem Einsatz, Einfallsreichtum und in Kauf genommenen Risiken, viel zu schlecht bezahlen lassen.")im Artikel

    DAB schrieb:

    Dabei kam das Ziel, finanziellen Gewinn zu machen, auf Rang 19 von 20.
    falsch.

    Man kann es auch genau andersrum sehen. Nur wenn jemand bereits ausreichend verdient (und damit die mit materiellen Mitteln erzielbaren Grund & Sicherheitsbedürfnisse erreicht hat), dann kann er sich anderen Zielen widmen (als oberste Stufe die Selbstverwirklichung). Nennt sich [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]...

    Ich hatte am Sa einen Zahnarzt zu Besuch, der für seine Baufinanzierung 5k€ pro Monat bezahlt (1.6 Mio EFH, EK unbekannt). Der erzählte mir auch, dass das schönste am Zahnarztberuf der Umgang mit den Menschen ist und der finanzielle Aspekt nebensächlich für die Berufswahl war. Schön wenn man so reden kann.

    Teilweise wird das auch im Artikel angedeutet:


    DAB schrieb:

    In blühenden Regionen und gefragten Arbeitsfeldern müssen Bauherren betteln, damit Architekten für sie ein bisschen ihrer gefragten Zeit abknapsen.
    aber selbst daraus kommt er zu dem willkürlichen Schluß:


    DAB schrieb:

    Gemessen an gleicher Leistung und Kompetenz in anderen Berufen, sind Architekten unterbezahlt
    Warum? Wieso? Was stellt einen Architekten über z.B. einen Apotheker oder einen Allgemeinmediziner/Landarzt (egal ob angestellt oder selbständig)? Welche höheren Risiken hat er denn im Vergleich? Ganz im Gegenteil: hier geht es um Menschenleben und nicht um die ansprechende Fensteranordnung an der Fassade.
    Meine Frau ist angestellte Apothekerin in einer klinikversorgenden Apotheke (hauptsächlich individuelle Krebsmedikamente und Frühgeborenenernährung). zig Überstunden, Wochenend- und Feiertagsschichten, x Stunden freiwillig ausserhalb der Arbeitszeit am Telefon mit Kliniken und Ärzten.....und die haben wirklich Verantwortung für Leib und Leben und wenn Du siehst, was die verdienen, DA bekommst Du feuchte Augen.

    Ernsthaft: wenn es Archis an Aufträgen mangelt, dann ist man entweder in der falschen Region (ja, dann muss man wie jeder andere auch, halt dahingehen wo es Arbeit gibt) oder man ist nicht gut genug (fehlende Weiterempfehlung/Referenzen) oder man ist nicht fleißig/effizient genug.

    Der große Vorteil von solchen Berufen ist: man ist als Selbständiger auch wirklich selbstbestimmt und nicht fremdgesteuert wie z.B. in den medizinischen Berufen (man kann sich seine Kunden aussuchen und die Kundenbasis ist breit). Der Architekt ist wirklich seines Glückes eigener Schmied...und die guten und fleißigen verdienen auch gut.
    Der Zahnarzt von oben übrigens auch. Der arbeitet auch richtig hart 6 Tage die Woche direkt am "Kunden".
  • Thomas B schrieb:

    Reichtümer kann man damit nicht anhäufen.
    och...so pauschal kann man das nicht sagen...kommt natürlich drauf an, was man als Reichtümer bezeichnet...und was auskömmlich ist usw ;)

    Bsp.:
    [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

    Wikipedia schrieb:

    VermögenGemäß dem Deutschen [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] hat Brune ein Vermögen von ca. 600 Millionen Euro (Stand: 2013). Damit belegt er auf der [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] Platz 200.
  • Selektives Lesen?????

    "....Verdientes Geld legte Brune immer wieder in Grundstücken an, deren Bebauung er bereits in den 1960er Jahren parallel zu seinem Architekturbüro durchführte. So entstand bis zum heutigen Tage ein umfangreiches Immobilienunternehmen....."

    Es gehrt doch darum, dass man mit dem Beruf des Architekten, entlohnt nach HOAI durchaus gut leben kann. Reichtümer. Ferrari, Lamoborghini oder eine dicke Yacht geht hingegen nicht.

    Dass ein A. natürlich auch gleichzeitig Immobilienmagant sein kann, was ihm Reichtümer beschert...ja natürlich, das geht.

    ich könnte auch rein zufällig einen großen Diamanten finden und steinreich werden. Das dann aber sicherlich nicht wegen meines Berufes.....
  • oder X TONNEN Kies liefern lassen , dann ist man auch steinreich
    Da gibts nen Spruch: "Wer nix ergaunert oder erbt , der bleibt ne arme sau bis das er sterbt "
    Fazit : mit ehrlicher Arbeit wird man es wohl schwer zum Millionär bringen , aber nicht unmöglich mit entsprechendem Fleiß
    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
  • Wo beginnt denn Reichtum?

    Für einen Gutverdeiner über 100t€ im JAhr wahrscheinlich bei 1Mille im JAhr.

    bei Hans Wurst wahrscheinlich beim abbezahlten Häusle und 20t Euro auf der Seite.

    Oder doch eher da wo es nicht ums Geld geht.. sondern um das Wohlbefinden....
    Manche Diskussionen dauern länger als das handwerkliche probieren und ausführen. :sos: :lol:
  • So wie ich das hier immer mitbekomme im Forum, macht der Thomas seinen Job sehr gewissenhaft.
    Wenn man also alle Rechten und Pflichten der HAOI erfüllt und demzufolge nur ein paar Häuser pro Jahr macht, dann kommt man sicher maximal nur auf eine ordentliche Vergütung für einen Selbstständigen.

    Leider kenne ich nur wenige so gewissenhafte Architekten. Die meisten mit denen ich direkt oder indirekt zu tun habe/hatte versuchen maximal viele Aufträge nach Möglichkeit nach HOAI abzurechenen und bei minimalen Aufwand durchzuprügeln..... Bei den Pflichten gilt dann in der Regel: Mut zur Lücke.
    Da kaann man natürlich auf einen guten Schnitt kommen, bis es vllt irgendwo mal knallt.

    Sorry, meine Erfahrung. Die ich hier im Forum allerdings nicht wiederfinde bei der anwesenden Zunft
  • das

    Thomas B schrieb:

    Es gehrt doch darum, dass man mit dem Beruf des Architekten, entlohnt nach HOAI durchaus gut leben kann. Reichtümer. Ferrari, Lamoborghini oder eine dicke Yacht geht hingegen nicht.
    und das

    Thomas B schrieb:

    Unterbezahlt allemal.

    klingt aber so, dass das in vielen anderen Berufen möglich wäre, aber die Archis durch Ihre "Unterbezahlung" das nicht schaffen.
    Oder anders gesagt: welcher (Hochschul)Ausbildungsberuf ist denn Deiner Meinung so bezalht, dass man sich diese Reichtümer wie eine Yacht rein durch entlohnte Arbeit leisten kann?

    Und wenn man sich die Vita von Hr. Brune mal durchliest, dann hat sein ganzes Vermögen schon mit dem Wissen und Können eines Architekten zu tun (schon beeindruckend, was der in seinem Leben so gemacht hat...offensichtlich ist er einfach gut als Archi und als Unternehmer).
    Ist ja nicht so, dass er durch angestellte Arbeit verdiente 20.000DM unterm Kopfkissen eines Tages in Apple Aktien gesteckt hat und durch dieses glückliche Händchen reich geworden ist.

    Es ist doch im Archi Beruf nicht anders als in andern Berufen auch:
    Angestellt: durchschnittliches Ingenieurseinkommen, abhängig vom Arbeitgegeber. Reich (im Sinne von den o.g. materiellen Werten) wird man damit nirgends
    Selbständig: alles möglich, von Hartz4 bis Multimillionär. Wobei gerade Archis es rel. einfach haben, sich selbständig zu machen. Allerdings gibt es deswegen auch viel Konkurrenz...

    Nein, ich finde das jammern, dass Archis generell schlechtergestellt/unterbezahlt zu anderen Berufen sind, nicht gerechtfertigt.
  • Zellstoff schrieb:

    ich finde das jammern, dass Archis generell schlechtergestellt/unterbezahlt zu anderen Berufen sind, nicht gerechtfertigt.
    ... jammern nützt nix.

    ich empfinde mich manchmal, trotz HOAI unterbezahlt.
    aber wie gesagt, der job macht spaß, ist manchmal sogar unbezahlbar.

    wer sich mit ehrlicher arbeit eine jacht gönnen kann, geht keiner ehrlicher arbeit nach.... :D
  • Thomas B schrieb:



    ich könnte auch rein zufällig einen großen Diamanten finden und steinreich werden. Das dann aber sicherlich nicht wegen meines Berufes.....
    Off-Topic:
    Oder gerade doch eben wegen dein Beruf... Vor Ortstermin am grundstück, ups gestolpert, wasn das? *einsteck*


    Ich kenne ein paar Architekten, die einen scheinen besser zu verdienen, und die anderen nicht so gut, "arrogant, überheblich, selbstverliebt" scheint mir keiner, ich fand aber dass eine Architektin mit Hippie Look und altem W123er Kombi mehr Spaß am Job hat als der Gut gekleidete Architekt mit seinem BMW X5 oder Audi Q5. Unterbezahlt kann man im jeden Job sein, aber da ist man dann ja auch ein wenig selbst Schuld dran, viele denken auch imemr in der IT Branche wird man Steinreich, aber je nachdem in welcher Firma man landet, und wenn man dort nicht so wirklich perspektiven hat irgendwo hinzukommen, ist man halt ein unterbezahlter Fachidiot, kann aber auch Positive Seiten haben, wenig Stress.
  • Zellstoff schrieb:


    ... Es ist doch im Archi Beruf nicht anders als in andern Berufen auch:
    Angestellt: durchschnittliches Ingenieurseinkommen, abhängig vom Arbeitgegeber. Reich (im Sinne von den o.g. materiellen Werten) wird man damit nirgends
    Dem ist leider nicht so. Angestellte beginnen als Berufseinsteiger nach den [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] normalerweise in Gruppe T3 bei max. 2.500 € brutto. Hier in B eher weniger. Die Karriere endet in der Planung bei mittleren Büros meist bei T4 im mittleren Bereich, also selten nennenswert über 4.000 €. Partner o.ä. bekommen natürlich mehr.

    Zellstoff schrieb:

    Selbständig: alles möglich, von Hartz4 bis Multimillionär. Wobei gerade Archis es rel. einfach haben, sich selbständig zu machen. Allerdings gibt es deswegen auch viel Konkurrenz...
    Nein, ich finde das jammern, dass Archis generell schlechtergestellt/unterbezahlt zu anderen Berufen sind, nicht gerechtfertigt.
    Nur das halt diese unabschüttelbare Haftung für fast alles dabei ist und die Berufshaftpflicht deshalb ganz schnell bei einigen 100 € im Monat liegt.
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
  • Manchmal frage ich mich wo Deutschland da hinein geraten ist. Neulich Vertragsverhandlung mit ausländischem Kunden gehabt. Ich bestimmte Summe genannt, etwas höher, damit man auf die Zielsumme hin verhandeln kann. Kunde hat ohne zu zögern angenommen. Da ist mir die Kinnlade runter gefallen. Mein in D übliches Angebot war für ihn ein Schnäppchen. Kurz zuvor hatte ich mit Deutschem Kunden für gleiche Leistung eine ähnliche Verhandlung und wurde gnadenlos bis zum Anschlag runter verhandelt. Es gibt hier einfach zu viele auf dem Markt und die Preisgestaltung richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Einen gibt es immer, der es billiger macht. Ich überlege fast schon meine Zelte abzubrechen und ins Ausland zu gehen. Trotz Hochkonjunktur auf dem Bau gibt es hier immer noch zu viele auf dem Markt...
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    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...