Rotalgen und Elastomere

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    • Rotalgen und Elastomere

      Hallo werte Kollegen,

      neulich habe ich eine Diskussion am Rande aufgeschnappt und wollte mal nachfragen wie hier die Meinungen/Erfahrungen sind. Wie der Titel schon aussagt dreht es sich um die gemeine Rotalge. Nun, das Thema ist wahrlich nicht neu und eigentlich ein alter Hut. In Bezug auf hochpolymere Abdichtungen sind ja auch einige Publikationen bekannt und gelesen worden. Zu dem Thema um die Elastomere SBS/APP liest man vermeintlich wenig oder ich finde es einfach nicht.

      Also, wie sieht es aus? Schon Schäden gehabt auf Bitumenabdichtungen? Wie haben die sich dargestellt? Kann die Rotalge das SBS bez. APP überhaupt verstoffwechseln? [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] Hast Du vielleicht Informationen für mich?

      LG
      Kalle
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Hallo,

      heute hab ich wie jedes Jahr mein Garagenflachdach sauber gemacht. Die Oberlage ist eine beschieferte PYE PV 200 S5, 5 Jahre alt. Das Dach ist nicht bekiest. Wie üblich waren Fichtennadeln und Dreck und ein paar kleine Moosfleckchen im Schatten unter dem Attikablech drauf, soweit ok.

      Aber in einem Streifen von etwa 3m x 40cm im Schatten des Dachüberstands direkt zum anschließenden Haus war diesmal ein bräunlicher Belag, der wie ein ausgetrockneter See in etwa 2€-Stück große, gewölbte Stücke aufgesprungen war. Genau wie auf den Fotos, die ich von Rotalgenbefall gesehen habe. Das meiste ließ sich trocken abkehren; an einigen Stellen löste es sich erst beim Schrubben mit Wasser.

      Mich beunruhigt, dass die Bitumenbahn in diesem Bereich entsprechend den gerissenen Plättchen der Ablagerung selbst auch netzartig eingerissen ist. Nicht tief, vielleicht 0.5mm, aber den Schiefersplit hat es entlang der Risse ca. 2mm auseinandergezogen.

      In dem Bereich steht oft eine Pfütze von ca. 10mm Tiefe, die im Schatten länger nicht austrocknet. Es gibt durchaus noch mehr Pfützen auf dem Dach, aber dort ist die Bahn einwandfrei und da war der Dreck eher staubig und keine feste Schicht.

      Wie kann ich feststellen, ob das Rotalgen sind und was kann man dagegen tun?
      Ist der oben erwähnte Kupferanstrich für Bitumen geeignet? Kupferbleche reinzulegen wäre auch möglich, stört da optisch nicht. Aber ob da genug Ionen rauskommen, hmm.

      Ein zusätzlicher Dachablauf an der Stelle könnte evtl. die Pfütze kleiner machen, aber ganz weg ist sie dann sicher auch nicht.

      Vielleicht hab ich damit ja ein praktisches Beispiel für Rotalgen und Elastomere...

      Viele Grüße,
      Holger
    • Ich würde jetzt nicht unmittelbar auf Rotalgen tippen. Die Risse können aus dem Dreck in Kombi mit der im Schatten liegenden Pfütze herrühren. Im Dreck können sich Säuren anreichern und die führen dann zu Kerbrissen oder ähnlichem.

      Das würde zu mindestens erklären warum andere Pfützen, die nicht verdreckt sind, nicht so ein Bild haben. Da Rotalgen über Wind verbreitet werden und nicht immer zwingend stehendes Wasser brauchen würde sich das evtl. auf mehreren Bereich des Daches zeigen. Schäden durch Rotalgen sind mir nicht bekannt bei Bitumen - deshalb hier die Nachfrage ob jemand da schon Erfahrung hat und das Zweifelsfrei auf die Rotalge schieben kann.
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    • Ok, klingt einleuchtend und beruhigt mich etwas :/ . Hab mir den abgekehrten Dreck jetzt nochmal genau angeschaut. Ist klar mehr braun als rot und es kleben auch Fichtennadeln drin, die reagieren beim Zersetzen ja auch sauer:


      Vielleicht ist das für deinen Rotalgen-Thread dann schon fast off-topic, aber was kann ich am besten tun, um den kleinen Schaden zu beheben und vor allem ein Fortschreiten zu vermeiden?